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Die Merowinger oder Die totale Familie

Roman. Mit einem Nachwort von Denis Scheck

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Im Mittelpunkt des Buches steht Childerich III. von Bartenbruch, ein grotesker Zeitgenosse. Nachfahre aus merowingischem Geschlecht. Er ist bestrebt, durch ein kompliziertes System von Heiraten und Adoptionen sämtliche Verwandtschaftsgrade in seiner Person zu vereinigen. Es gelingt ihm, durch vier nach einem bizarren Plan ausgeklügelten Ehen sein eigener Vater, Großvater, Neffe und Onkel zugleich zu werden. Childerich, der letzte Merowinger im 20. Jahrhundert, verfiel auf die Vorstellung von der "Totalität der Familie" und ihrer vollen Repräsentanz im Ein-Mann-Prinzip. "La famille c'est moi." Schließlich aber gerät der Merowinger in Konflikt mit anderen Sippen, wird überwältigt, seiner weit über die Grenzen des Gewöhnlichen hinausgehenden Manneskraft beraubt und zu einem Schattendasein verurteilt.

Portrait

Heimito von Doderer (1896-1966) gilt als einer der bedeutendsten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine berühmtesten Romane sind "Ein Mord, den jeder begeht", "Die Strudlhofstiege" und "Die Dämonen".

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 377
Erscheinungsdatum 29.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-69962-7
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 20,8/12,3/3,2 cm
Gewicht 517 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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La famille c'est moi
von Susanna Wiedermann aus Wien am 26.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Roman, um dessen skurrile Hauptfigur Childerich von Bartenbruch III, sich eine ebenso skurrile Geschichte rankt. Childerich strebt die Totalisierung der Familie in seiner Person an, ganz nach dem Motto „La famille c’est moi“. Nachdem er durch geschickte Heiratspolitik bereits sein eigener Großvater, Vater, Schweigervater und Schwiegersohn geworden ist,... Ein Roman, um dessen skurrile Hauptfigur Childerich von Bartenbruch III, sich eine ebenso skurrile Geschichte rankt. Childerich strebt die Totalisierung der Familie in seiner Person an, ganz nach dem Motto „La famille c’est moi“. Nachdem er durch geschickte Heiratspolitik bereits sein eigener Großvater, Vater, Schweigervater und Schwiegersohn geworden ist, versucht er, das Ganze durch Adoptionen noch weiter zu treiben. Doch Childerich wird in seinen Plänen von verschiedenen Seiten behindert. Seine Mitspieler und Gegenspieler scheint der Autor Heimito von Doderer allesamt einem Kuriositätenkabinett menschlicher Seelen entnommen zu haben. Immerwiederkehrende Elemente des Romans sind die beispiellosen Wutausbrüche und Massenprügeleien, die zumeist grotesk comichaft anmuten. „Die Merowinger oder Die totale Familie“ stellt zwar kein Hauptwerk Doderers dar, doch sollte man sich diesen Genuss keinesfalls entgehen lassen.

Der andere Doderer?
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der andere Doderer? Nicht ganz, doch ballt sich hier zur Faust, was für Momente in den allseits bekannten Opera dieses Giganten der österreichischen Literatur des letzten Jahrhunderts aufblitzt. Und die Faust ballt sich mitunter auch um den Knüppel, wie er im Wappen der Childerichschen Sippe geführt wird. Es ist... Der andere Doderer? Nicht ganz, doch ballt sich hier zur Faust, was für Momente in den allseits bekannten Opera dieses Giganten der österreichischen Literatur des letzten Jahrhunderts aufblitzt. Und die Faust ballt sich mitunter auch um den Knüppel, wie er im Wappen der Childerichschen Sippe geführt wird. Es ist ein Buch über die Wut – die Wut des Unterdrückten, der, einmal groß geworden, in unbändigem narzisstischen Toben es seiner Familie heimzahlt- „Verprügelt mir nicht Jeden! Dafür aber die Richtigen saftig.“