Raumpatrouille

Geschichten

Matthias Brandt

(27)
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Beschreibung

Streifzüge im Astronautenkostüm

Dieses Buch ist eine herrliche Überraschung: Matthias Brandt zeigt mit seinem literarischen Debüt, dass er nicht nur ein herausragender Schauspieler, sondern auch ein bemerkenswerter Autor ist.

Die Geschichten in Matthias Brandts erstem Buch sind literarische Reisen in einen Kosmos, den jeder kennt, der aber hier mit einem ganz besonderen Blick untersucht wird: der Kosmos der eigenen Kindheit. In diesem Fall einer Kindheit in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts in einer kleinen Stadt am Rhein, die damals Bundeshauptstadt war. Einer Kindheit, die bevölkert ist von einem manchmal bissigen Hund namens Gabor, von Herrn Vianden, mysteriösen Postboten, verschreckten Nonnen, kriegsbeschädigten Religionslehrern, einem netten Herrn Lübke von nebenan, bei dem es Kakao gibt und dem langsam die Worte ausgehen. Es gibt einen kauzigen Arbeitskollegen des Vaters, Herrn Wehner, einen Hausmeister und sogar einen Chauffeur, da der Vater gerade Bundeskanzler ist. Erzählt wird von komplizierten Fahrradausflügen, schwer bewachten Jahrmarktsbesuchen, monströsen Fußballniederlagen, skurrilen Arztbesuchen und von explodierenden und ebenso schnell wieder verlöschenden Leidenschaften wie z.B. dem Briefmarkensammeln. Nicht zuletzt lesen wir von gleichermaßen geheimnisumwobenen wie geliebten Eltern und einer Kindheit, zu der neben dem Abenteuer und der Hochstapelei auch Phantasie, Gefahr und Einsamkeit gehören.

Ein Buch, das man nicht vergessen wird.

»Der Schauspieler mit dem legendären Vater will sich schreibend zeigen, ohne zu enthüllen. Er will persönlich werden, aber nicht privat. Was sich da zeigt, ist der ureigene Mix eines rheinisch-anarchistischen Humors, [...] gepaart mit einer fast schon pietistischen Strenge und Disziplin [...].«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783462316384
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 1360 KB
Verkaufsrang 3186

Buchhändler-Empfehlungen

Stella Schlehofer , Thalia-Buchhandlung Heidelberg

In wunderbar unaufdringlicher Art beschört Matthias Brandt in seinen Geschichten den Geist seiner Kindheit herauf. Sehr liebevoll erzählt! Brandts Freund Jens Thomas hat dazu sogar einen Soundtrack geschrieben - "Memory Boy" ist die musikalische Untermalung für die Erzählungen.

Dirk Lengersdorf , Thalia-Buchhandlung Heinsberg

Guter bisweilen lustiger, oft aber auch rührender autobiographisch gefärbter Kurzgeschichtenband. Brandt nimmt uns mit in die Kindheit in der Bonner Republik der 70er Jahre, als die Uhren noch langsamer ticken und der Vater oft abwesend war. Erstaunlich literarisch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
24
2
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 29.07.2020
Bewertet: anderes Format

Ein Buch, das meisterhaft und feinfühlig die Gefühlswelt eines Kindes zu transportieren vermag. Alles, was die Begeisterung eines kleinen Jungen auslöst, wird mit heiligem Ernst betrachtet. Ist die Leidenschaft am nächsten Tag verflogen, was soll's? Schnee von gestern! Herrlich!

Geschichten
von Mareike Kollenbrandt aus Titz am 26.03.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Literarische Ausflüge in die Kindheit. Matthias Brandt ist Schauspieler und kann aber wie man hier sieht, auch sehr gut mit der Schriftform umgehen. Humorvoll, interessant und manchmal auch ein bisschen traurig sind seine Geschichten. Sie spielen in den Siebzigerjahren am Rhein. Und nicht ganz uninteressant ist es, dass sein Vat... Literarische Ausflüge in die Kindheit. Matthias Brandt ist Schauspieler und kann aber wie man hier sieht, auch sehr gut mit der Schriftform umgehen. Humorvoll, interessant und manchmal auch ein bisschen traurig sind seine Geschichten. Sie spielen in den Siebzigerjahren am Rhein. Und nicht ganz uninteressant ist es, dass sein Vater damals Bundeskanzler war. Sehr empfehlenswert!

Poetisch und einfach schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Berne am 30.12.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Matthias Brandt schildert in exemplarischen Episoden Erinnerungen aus seiner Kindheit. Das gelingt ihm in einem wunderschönen Schreibstil, der meistens humorvoll, oft aber auch nachdenklich ist. Übrigens: das Buch ist eine sinnvolle Ergänzung zu der ganz hervorragenden Biografie: "Die Familie Willy Brandt" von Torsten Körner. De... Matthias Brandt schildert in exemplarischen Episoden Erinnerungen aus seiner Kindheit. Das gelingt ihm in einem wunderschönen Schreibstil, der meistens humorvoll, oft aber auch nachdenklich ist. Übrigens: das Buch ist eine sinnvolle Ergänzung zu der ganz hervorragenden Biografie: "Die Familie Willy Brandt" von Torsten Körner. Der Blickwinkel eines Kindes auf Familie und auf Weggefährten seines Vaters ( Herbert Wehner ) oder auf den leider verhöhnten Heinrich Lübke, der unter der damals noch nicht thematisierten Alzheimer Erkrankung litt, sind hochinteressant.

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