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Fest der Finsternis

Historischer Thriller

Ulf Torreck

(15)
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Beschreibung

Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos. Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe ...

»Fest der Finsternis ist ein mit Lust ausgedachter, in Mythen und Maskierungen schwelgender, historischer Serienkiller-Roman.«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 672 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641190545
Verlag Random House ebook
Dateigröße 4594 KB
Verkaufsrang 61134

Buchhändler-Empfehlungen

Opulenter und hochspannender Historienthriller

Bodo Volle, Thalia-Buchhandlung Laatzen

Sehr lange schon haben wir uns von Autoren historischer Romane einlullen lassen, mit Geschichten um Leute die große Gebäude errichten oder Berichten von Schlachten, deren Ausgang wir schon aus dem Geschichtsunterricht kennen. Nun, waren die Briten auf dem Felde des Historienromans lange führend, so werden sie doch zunehmend von deutschen Autoren auf ihre Plätze verwiesen. Rebecca Gable hat bewiesen das auch aus Deutschland dicke Bücher mit historischen Themen kommen und erfolgreich sein können, Benjamin Monferat braucht sich international auch nicht zu verstecken, und nun also eine neue Stimme in der Band. Als Beweis für meine These reicht diese Stimme allein aus, übertrifft sie an geballter Wucht und literarischer Tiefe alles was ich bisher auf diesem Gebiet zu lesen die Freude hatte. Der geneigte Leser sei allerdings gewarnt: Dieses ist kein Buch für Weicheier! Ulf Torreck führt hier den uns gewohnten historischen Roman nicht nur an seine uns bekannten Grenzen, nein, diese nimmt er nicht ein mal wahr während er weit über das bisher bekannte Genreuniversum hinaus neue Grenzen auslotet. Das, was bei anderen die eigentliche Geschichte ausmacht ist bei ihm nur schmückendes Beiwerk, mit welchem er seine Ermittler und uns aufs Glatteis führt, um dann um so machtvoller die eigentliche Handlung vor uns auszubreiten, welche auch so manch hartgesottenen Leser den Atem stocken lässt. Nicht nur der uns allen bekannte Marquis, sondern auch sein eher widerwilliger Partner Marais ist historisch verbürgt, die Wege beider kreuzten sich in der Tat nicht nur einmal. Der Autor etabliert Marais hier als durchaus ehrenwerten und mit einem untrüglichen Spürsinn gesegneten aufrechten Polizisten - eine ideale Hauptfigur für einen historischen Kriminalroman. Folgerichtig wird de Sade eingangs als recht verdrießlicher und das Geschehen ironisch kommentierender Sideckick eingeführt, ein stahlharter und ein butterweicher Profi sozusagen. Doch langsam, aber dennoch stetig, macht der Marquis dem guten Polizisten die Hauptrolle im Roman streitig, und ebenso übernimmt er auch in der Handlung mehr und mehr die Führungsrolle, wohingegen der gute Marais immer unsympathischer wird. Er bleibt der fabelhafte Polizist als welcher er uns eingangs vorgestellt wurde, aber die Lacher ( und es sind einige!) sind mehr und mehr auf der Seite des "Lebemanns" de Sade. Die Schilderung des ebenso clichebehafteten wie verrufenen Wüstlings ist ein weitere Meisterleistung des Autors, da er uns diese historische Figur niemals anbiedert, sondern in seiner ganzen Widerwärtigkeit, aber auch Lebenslust schildert, und ihn nicht trotz, sondern wegen seiner vergnügungs- und genussbejahenden Art zu einer Figur macht, die vielleicht nicht ungemein sympathisch, aber interessant ist. Es sind gerade die hässlichen Seiten des Marquis, die ihn unseres Wohlwollens versichern, da er mit ihnen nicht hinter dem Berg hält sondern sie als Teil nicht nur seiner Natur, sondern der Natur des Menschen beinahe wie einen Orden vor sich her trägt. Er ist nicht schlechter als eine Umgebung, er ist nur offener und ehrlicher mit auch den düsteren Seiten seines Wesens. Und dieser düsteren Seiten wegen ist er maßgeblich an der Arbeit an diesem Fall beteiligt Und es wird düster. Nun gibt es Schilderungen von Grausamkeiten aller Art zu hauf in der Literatur, Schilderungen von Folter im historischen Roman, Verstümmelungen und Gewalt in allen möglichen meist billigen Schundthrillern, die zumeist nicht mehr als das zu bieten haben um Anspruchslose zu erschrecken und zu ergötzen. Hier verhält es sich anders! Die Stadt und die in die Handlung verwobenen Protagonisten des Romans sind vielmehr ein Spiegelbild der menschlichen Seele und ihrer Abgründe selbst. So gewaltig das Konstrukt, welches uns als Lösung des Rätsels angeboten wird auch sein mag, die wahre Lösung ist noch ungleich gewaltiger, aber auch erschreckender, weil wir wissen, mag dieses Szenario auch der Phantasie des Autors entsprungen sein, zugetragen hätte es sich leicht so wie er es schildert. Torreck berührt hier die dunkle Seite in uns allen und das macht einen guten Teil der Wirkung seines Textes aus. Ein weiterer unbedingt zu würdigender Teil dieser Wirkung entfällt auf die souveräne Art wie Ulf Torreck seine Geschichte erzählt. Er nimmt sich die Zeit, die er für nötig erachtet, um uns in den Bann seiner Geschichte zu schlagen. Jede auftretende Figur - und sei es eine durchs Bild huschende Marktfrau - bekommt die ihr zustehende Aufmerksamkeit, jedes Viertel welches wir an der Seite unserer Helden durchqueren wird vor unseren Augen lebendig. Hier macht sich ebenfalls -wie in der Schilderung der historisch verbürgten Persönlichkeiten - die genaue Recherchearbeit bemerkbar, welche in die Entstehung des Romans eingeflossen ist. Alles in allem haben wir hier einen großartigen historischen Thriller, geschrieben von einem Autor der sein Handwerk mehr als nur versteht und von dem noch viel großes zu erwarten ist!

Karsten Rauchfuss, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Ein düsterer und sehr fesselnd geschriebener historischer Kriminalroman, aus dem Paris des 18.Jahrhunderts.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
6
8
1
0
0

FEST DER FINSTERNIS - Präzise recherchierter Thriller vor der Kulisse des Paris von 1805 mit einigen Längen
von j.h. aus Berlin am 02.06.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der einst in Paris erfolgreiche Polizist Louis Marais war von dem intriganten Polizeiminister Joseph Fouché nach Brest versetzt worden - eine Demütigung, die für ihn nur schwer erträglich ist. Kurz vor Marais geplanten Selbstmord beordert er ihn im September 1805 zurück nach Paris. Schon bald erkennt der erfahrene Polizeiagent, ... Der einst in Paris erfolgreiche Polizist Louis Marais war von dem intriganten Polizeiminister Joseph Fouché nach Brest versetzt worden - eine Demütigung, die für ihn nur schwer erträglich ist. Kurz vor Marais geplanten Selbstmord beordert er ihn im September 1805 zurück nach Paris. Schon bald erkennt der erfahrene Polizeiagent, dass eine vertuschte Serienmord-Welle an blutjungen Mädchen der Grund für seine Rückberufung ist: Die aufgefundenen Leichen sind mit beispielloser Grausamkeit verstümmelt worden. Marais will das Monster mit einem Monster jagen - und verbündet sich dafür mit dem legendären Marquis de Sade, der im Irrenhaus dem Ende seiner Tage entgegendämmert ... Ulf Torreck (*1972) hat für seinen historischen Thriller mehrere Jahre lang die französische (und ganz besonders die pariserische) Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts recherchiert. Seit Patrick Süskinds Ausnahmewerk DAS PARFUM (1985) wurde die französische Metropole wohl nicht mehr so effektvoll beschrieben. Pate standen in gewissem Sinne auch Thomas Harris' SILENCE OF THE LAMBS (Schmetterlinge, Verbrecher unterstützt Mörderjagd) und hinsichtlich geheimnisvoll-sakraler Verschwörungen die Werke Dan Browns. Gerade durch die Einbeziehung tatsächlicher Personen gewinnt die Geschichte Reiz und Spannung. Zahlreiche Grausamkeiten und Ekeleffekte werden mit großer Detailfreude geschildert. Es lässt sich dennoch nicht verkennen, dass sich der Autor in einige seiner Ideen allzu weit hineinsteigert und dabei Interesse und Aufmerksamkeit des Lesers deutlich überfordert. Insbesondere dem "Sechsten Buch" hätte eine deutliche Straffung gut getan - manchmal kann weniger auch mehr sein. Das im HEYNE-Verlag im preiswerten Klappenbroschur-Format erschienene Buch ist für Fans historischer Thriller empfehlenswert.

„Fest der Finsternis“ von Ulf Torreck
von einer Kundin/einem Kunden aus Hettstedt am 25.02.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der 2. Fall für Louis Marais vom deutschen Autor Ulf Torreck, erschienen im Februar 2017 im Heyne Verlag. Klappentext: Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen... Der 2. Fall für Louis Marais vom deutschen Autor Ulf Torreck, erschienen im Februar 2017 im Heyne Verlag. Klappentext: Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos. Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe … Meine Meinung: Ich war ja schon von „Vor der Finsternis“ absolut begeistert, aber ich muss ehrlich sagen, der zweite Band hat mir sogar noch besser gefallen. Der Schreibstil vom Autor war sehr flüssig und angenehm zu lesen, schon nach kurzer Zeit, war ich wieder mehr als gefesselt und habe in jeder freien Minute weitergelesen. Die Protagonisten waren authentisch, sympathisch, vielschichtig und wirklich gut ausgearbeitet. Auch die Handlung empfand ich als spannend und mitreißend, sodass ich vollkommen in den Bann der Geschichte gezogen wurde. Ein packender historischer Thriller, den ich nur weiterempfehlen kann. Mein Fazit: Sehr Lesenswert!

Packend bis zum Schluss
von einer Kundin/einem Kunden aus Worms am 21.02.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein wunderbar historischer Thriller, der den Leser durch die schmutzigen Gassen von Frankreich führt und die finstere Seite der Menschen nach Außen kehrt. Besonders ist zu erwähnen, dass nahezu alle erwähnten Figuren existierten und der Roman so einen angenehmen Hauch Authentizität bekommt. Fiktion und Historie mischen sich zu e... Ein wunderbar historischer Thriller, der den Leser durch die schmutzigen Gassen von Frankreich führt und die finstere Seite der Menschen nach Außen kehrt. Besonders ist zu erwähnen, dass nahezu alle erwähnten Figuren existierten und der Roman so einen angenehmen Hauch Authentizität bekommt. Fiktion und Historie mischen sich zu einem spannenden Thriller, für den der Leser einen starken Magen braucht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, man verschlingt es.

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