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Jahrhundertzeugen

Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen

Ob Widerstandskämpfer oder Holocaust-Überlebende – die Lebenswege dieser besonderen Menschen beeindrucken gerade in unserer so unruhigen heutigen Zeit. Denn sich gegen Hitler zu stellen, seine Schreckensherrschaft zu überleben und trotzdem nicht mit dem Schicksal zu hadern, sondern immer wieder aufzustehen, dem Leben positiv und mit einem großen Ja zu begegnen, macht Mut für den Umgang mit Terror und Krieg, Flucht und Vertreibung – Themen, die heute wieder von bedrückender Aktualität sind. Tim Pröse hat einige dieser letzten Zeugen über viele Jahre begleitet und erzählt in 18 eindrucksvollen Porträts von ihrem Leben und ihrer Botschaft: ein Plädoyer der Unangepassten für mehr Toleranz und gegen das Vergessen!
Portrait
Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, ist Autor und Journalist in München. Er war Chefreporter der Münchner Abendzeitung und vierzehn Jahre Redakteur des Focus in den Ressorts »Menschen« und »Reportage«. Seine einfühlsamen zeitgeschichtlichen Porträts wurden mit dem »Katholischen Medienpreis« ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641201425
Verlag Heyne
Verkaufsrang 45.638
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18 bewegende Begegnungen
von Buecherseeele79 am 11.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tim Pröse beleuchtet in seinem Buch „Jahrhundertzeugen“ 18 Begegnungen die er erleben durfte. Menschen, die eine letzte Botschaft an die nächste Generation haben, Menschen die das Grauen im zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Aber bei diesen Botschaften schimmern neben Erinnerungen, Ermahnungen auch Hoffnung, Liebe und Freiheit durch. Wenn möglich interviewte Tim Pröse die... Tim Pröse beleuchtet in seinem Buch „Jahrhundertzeugen“ 18 Begegnungen die er erleben durfte. Menschen, die eine letzte Botschaft an die nächste Generation haben, Menschen die das Grauen im zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Aber bei diesen Botschaften schimmern neben Erinnerungen, Ermahnungen auch Hoffnung, Liebe und Freiheit durch. Wenn möglich interviewte Tim Pröse die Menschen noch selbst, bei anderen kamen Familie und alte Weggefährten, Freunde zu Wort. Zuerst muss man dem Autor hier ein großes Lob aussprechen denn der Schreibstil ist unglaublich zu lesen und zu fühlen. Der Autor gibt Hintergrundwissen weiter, lässt aber sonst die Menschen alleine zu Wort kommen, er spricht oder schreibt nicht mehr dazu als nötig, holt nicht unnötig aus, weder beschönigt er etwas noch übertreibt er es in irgendeiner Weise. Der Ton des Buches ist alleine auf die Erlebnisse und Gedenken der Jahrhunderthelden gerichtet und man merkt wie viel Herzblut der Autor in dieses Buch hineingesteckt hat. Neben „berühmten“ Helden wie die weiße Rose, Oskar Schindler, Georg Elser, Claus Graf von Stauffenberg kommen auch Menschen zu Wort von denen man vielleicht mal was gehört hat, oder die einen kurzen Auftritt in einem Film erhalten haben, die sich eher im Hintergrund gehalten haben. Menschen die die Grausamkeiten eines KZ´s überlebt haben, einer der der direkte Nachbar von Hitler in München gewesen ist, ein berühmter Moderator der in einer Gartenlaube die Nazizeit überstehen konnte und mit einem Soldaten kehrt Tim Pröse nach Omaha Beach zurück. In diesem Buch werden viele Schicksale beleuchtet, unter verschiedenen Blickpunkten und mit immer anderen Erlebnissen, die Wunden und Schrecken werden sie ihr Lebtag nicht mehr ablegen können. Eine große Geste von allen die hier zu Wort kommen - keiner möchte ein Aufsehen um seine Person machen, jeder möchte im Hintergrund bleiben, keiner sieht sich als Held, man hat damals eben was tun müssen und was man versuchen konnte hat man eben versucht. Ich habe jeden Einzelnen in diesem Buch für seinen Mut, seine Courage und für die Nächstenliebe bewundert, denn man weiß was mit Menschen passierte die dem System nicht treu ergeben waren, die in Hitler und seinen Schergen das Böse, das Grausame gesehen haben. Und doch hat keiner lange überlegt, sondern gehandelt und sein Menschenmögliches versucht. Ein Nachruf auf Helden die nicht an ihr eigenes Überleben dachten sondern das taten was einen auszeichnen sollte - Menschlichkeit zeigen. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Gesellschaft sich wandelt, sollten diese Bücher wieder mehr in den Fokus geraten. Bei einer seiner letzten Kapitel kommen auch Menschen zu Wort die in der letzten Zeit wegen „Anschläge“ oder Angriffe von Rechts einiges erlebt haben, die aufzeigen dass man wieder genauer hinsehen muss, die trotzdem nicht aufgeben, nicht klein beigeben, die genauso ihre Freiheit in Deutschland erleben wollen wie jeder andere. Mich konnte dieses Buch sehr berühren und es regt zum Nachdenken an, ich glaube das wollen die 18 Begegnungen in diesem Buch auch. Dieses Buch sollte man gelesen haben.

Beeindruckend
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 15.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

So schlicht wie das Cover aussieht, umso beeindruckender sind die Geschichten, die zwischen diesen Buchdeckeln zu finden sind. Das Buch berichtet von 18 Helden, die sich gegen Hitler gewandt haben. Heutzutage wird es immer schwieriger noch Zeitzeugen zu finden und sie dann auch noch zu überzeugen ihre Geschichte zu erzählen.... So schlicht wie das Cover aussieht, umso beeindruckender sind die Geschichten, die zwischen diesen Buchdeckeln zu finden sind. Das Buch berichtet von 18 Helden, die sich gegen Hitler gewandt haben. Heutzutage wird es immer schwieriger noch Zeitzeugen zu finden und sie dann auch noch zu überzeugen ihre Geschichte zu erzählen. Es werden aber auch Geschichten von Helden erzählt, die ihre Taten nicht überlebt haben. Diese 18 Geschichten haben mich immer wieder sprachlos zurück gelassen. Der bekannteste Widerstandskämpfer war eindeutig Graf von Staufenberg. Von anderen, wie zum Beispiel den Geschwistern Scholl, dürfte man auch noch gehört haben, aber meist war es das dann auch schon. Doch es gab so viele mehr, wie sich gegen Hitler gestellt haben. Allein Oskar Schindler hat so vielen Juden das Leben gerettet. Alle wussten, was passiert, wenn sie auffliegen, doch sie haben es einfach gemacht, trotz der Konsequenzen. Diese Menschen waren wahre Helden. Diese Menschen kommen in diesem Buch zu Wort und ihre beeindruckende Geschichte wird erzählt. Vor allem die Weisheiten dieser Menschen haben mich tief berührt. Wie klar vielen schon früh war, dass Hitler gestürzt werden musste. Viele Zitate habe ich mir in dem Buch markiert, damit ich sie immer wieder finde. Wichtig ist bei diesem Buch aber auch der Schreibstil. Der Autor findet genau den richtigen Ton für die Geschichten. Es ist so wichtig, dass diese Zeiten nicht vergessen werden und wir auch den Helden gedenken, die ihr Leben riskiert haben um sich gegen Hitler zu wenden. Das Buch hat mich tief beeindruckt und es ist ein absolutes Lesehighlight. Ich vergebe verdiente 5 Sterne.

Ein wertvolles Zeitdokument
von Buchbahnhof aus Dithmarschen am 19.01.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jahrhundertzeugen ist ein Buch, das ich nicht einfach so mal schnell runterlesen konnte. Man muss die 18 Geschichten langsam lesen, sie auf sich wirken lassen. Das verflixte dabei ist, dass sie dann noch mehr ihr Grauen entfalten. Ich muss gestehen, dass ich an einigen Geschichten schwer zu knabbern hatte.... Jahrhundertzeugen ist ein Buch, das ich nicht einfach so mal schnell runterlesen konnte. Man muss die 18 Geschichten langsam lesen, sie auf sich wirken lassen. Das verflixte dabei ist, dass sie dann noch mehr ihr Grauen entfalten. Ich muss gestehen, dass ich an einigen Geschichten schwer zu knabbern hatte. Dennoch: Dieses Buch muss von vielen Menschen gelesen werden! Tim Pröse schreibt unheimlich sensibel über die Geschichten von Anne Frank, Kurt K. Keller, Hand Rosenthal, Sophie Scholl und vielen anderen. Ich habe den größten Respekt vor den Menschen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Einige sind inzwischen verstorben. Sie waren wirkliche Helden, aber das interessante ist, dass sie alle, sich selbst nicht als Helden sehen und auch nicht so bezeichnet werden wollen. Berthold Beitz sagte z. B. „Die Leute wollen mich zum Helden machen. Aber ich war keiner. Ich bin ein Mensch gewesen.“ (S. 45). Also, ganz ehrlich. Wer sich mutig an den Bahnsteig stellt und der SS die jüdischen Menschen quasi entreißt, um diese bei sich in der Fabrik zu beschäftigen und ggfls. zu verstecken. Der darf durchaus als Held bezeichnet werden. Nicht viele hatten und hätten den Mut dazu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Mut nicht aufbringen würde. Was aber auch immer wieder durchdringt ist, dass einige von ihnen Angst hatten. Angst zu versagen, Angst vor Repressalien, Angst vor dem Tod. Und genau das macht sie in meinen Augen noch mutiger. Denn, die Angst um das eigene Leben für das Leben von Tausenden zu überwinden… wenn das nicht Mut ist, dann weiß ich auch nicht. Tim Pröse schafft es immer wieder, den Bogen von einem zum nächsten Interview zu schlagen. Es kommen die Widerstandskämpfer und die Holocoust-Überlebenden selbst zu Wort, oft berichten aber auch Freunde oder Verwandte, der bereits verstorbenen Widerstandskämpfer. Sei es die Schwester von Sophie Scholl oder der Sohn und die Enkelin von Wilm Hosenfeld. Ich muss gestehen, dass mir viele der Namen bis zu diesem Buch nichts sagten, aber, jede der hier interviewten oder porträtierten Personen hat seine ganz eigene, sehr spannende Geschichte. Ich kann gar nicht so viel über dieses Buch sagen, außer, dass ihr es unbedingt lesen müsst. Hier geht es wirklich um Menschen, die sich mutig für andere Menschen eingesetzt haben, die in Zeiten absoluter Unmenschlichkeit ihre eigene Menschlichkeit nicht nur nicht vergessen, sondern ausgelebt haben. Dabei fand ich sehr spannend, dass bei Weitem nicht alle von Anfang an Widerstandskämpfer waren, sondern teilweise sogar jubelnd mit in den Krieg gezogen sind. Ihnen allen ist aber wieder gemeinsam, dass ihnen nach und nach die Augen geöffnet wurden und sie den Drehpunkt gefunden haben. Ewald-Heinricht von Kleist sagte gegenüber Tim Pröse: „Man muss immer das Richtige tun. Mehr kann man ja nicht.“ (S.142) Ich denke, dass wir alle genau wissen, wie schwierig es ist, immer das Richtige zu tun. Diesen Satz sollten wir alle uns also ganz groß einrahmen. So einfach gesagt, so schwer umzusetzen und doch so essentiell wichtig. Mich persönlich hat am meisten die Geschichte von Georg Elser beeindruckt. Ein einfacher Handwerker, der den Mut aufgebracht hat, eine Bombe zu bauen und diese in Bürgerbräukeller zu platzieren. Er zeigt, dass auch der Einzelne, der kleine Mann, den Mut aufbringen kann, die Welt zu verändern. Auch, wenn es ihm knapp nicht gelungen ist, so verdient er größten Respekt. Ich war erstaunt darüber, wie oft versucht wurde Hitler zu töten und wie oft es nur um wenige Augenblicke nicht geklappt hat und muss gestehen, dass mir das bisher gar nicht so bewusst war. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Gerade in der heutigen Zeit wird es wieder enorm wichtig genau diese Geschichte nicht vergessen zu lassen. Wir steuern im Moment auf Zeiten zu, die mich besorgt machen, die mir Angst machen und ich denke, dass es extrem wichtig ist, dass wir uns alle vor Augen führen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Wir alle müssen uns ein Beispiel an diesen Menschen nehmen. Nicht wegschauen, den Mund aufmachen, dafür sorgen, dass wir auch weiter in einem demokratischen Land leben dürfen. Eine schwere Aufgabe! Von mir gibt es verdiente 5 Sterne für ein Zeitdokument, das sehr einfühlsam, aber mit genügend professionellem Abstand von Tim Pröse verfasst wurde.