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Das Leben ist nicht extra small

Wie ich gelernt habe, mein Leben nicht von der Magersucht bestimmen zu lassen

Birte Jensen

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

»Nervlich bedingte Appetitlosigkeit«, so lautet die Übersetzung von Anorexia nervosa, in der Umgangssprache auch als »Magersucht« bezeichnet. Heißt das, dass ein Mensch mit Magersucht keinen Hunger hat? Wohl kaum. Geht es bei einer Magersucht nur darum, dünn zu sein? Nein.

Gerade in der heutigen Zeit wird das Thema Essstörungen, darunter auch die Magersucht, immer häufiger öffentlich diskutiert. Dabei mischen sich oft Vorurteile mit Angst, Unwissen und Fakten, doch das, was diese Krankheit eigentlich bedeutet, wird oft außer Acht gelassen.

Über das, was die Magersucht für Betroffene und Angehörige bedeutet, wird oft geschwiegen, es erinnert beinahe an ein Tabu-Thema, zu dem niemand nachfragen möchte. Vielleicht aus Hilflosigkeit klammert man sich an Zahlen fest, »man muss doch helfen« hört man oft, wenn es um Maßnahmen in einem Zwangskontext geht. Doch das, was auch ein Mensch mit Magersucht fühlt, dafür interessieren sich nur wenige.

BIRTE JENSEN, * 1996 in der Nähe von Hannover. Dort studiert sie auch Soziale Arbeit, später würde sie gerne als Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin arbeiten. Sie weiß, wie es sich anfühlt, »essgestört« zu sein und sich unverstanden zu fühlen, in eine Schublade gesteckt zu werden, und hofft, mit ihrem Buch dazu beitragen zu können, Angst zu nehmen, Hoffnung zu geben und mit Vorurteilen aufzuräumen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 01.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86265-595-3
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf
Maße (L/B/H) 18,8/12,3/2,2 cm
Gewicht 239 g

Kundenbewertungen

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  • Den genauen Zeitpunkt, wann die Diät zur Magersucht wurde, kann ich nicht benennen, denn so eine Magersucht kommt nicht von heute auf morgen. Wenn, dann kommt sie schleichend und verstärkt sich von Tag zu Tag.

    Ich wollte es lange Zeit nicht wahrhaben, krank zu sein, und habe jeden, der mich damit konfrontierte, für verrückt erklärt und so schnell wie möglich abgewimmelt. Das ist auch das, was diese Krankheit so gefährlich macht. Dass man "das Problem" lange Zeit nicht erkennt und von sich wegschiebt, denn damit gibt man ihr immer mehr Raum, in dem sie größer und mächtiger werden kann. Ich möchte hier meine ganz persönliche Geschichte erzählen. Sie handelt von meiner Krankheit und davon, wie ich gerade noch im letzten Moment die Kurve gekriegt habe.

    Davon, wie viele Tränen und Selbstvorwürfe mich dieser Weg gekostet hat, aber auch - vielleicht sogar vor allem - davon, warum es sich lohnt, diesen Weg zu gehen. Was man alles verpasst und wie schön einem das Leben vorkommen kann, ohne diese permanent quälende, mahnende Stimme im Kopf. Wie wunderschön und einfach es ist zu leben.

    Birte Jensen