Meine Filiale

Die Legende vom heiligen Trinker

Joseph Roth

(3)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
6,90
6,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 4,90 €

Accordion öffnen

Paperback

11,80 €

Accordion öffnen
  • Die Legende vom heiligen Trinker

    Glotzi

    Lieferbar in 2 - 3 Tage

    11,80 €

    Glotzi

gebundene Ausgabe

ab 3,95 €

Accordion öffnen

eBook

ab 0,49 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

10,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung


Roths 1939 entstandene letzte Erzählung vom frommen Tor, der noch an Wunder glaubt und seinen eigenen Tod mit Würde inszeniniert.

Am Ziel seiner Odyssee durch Paris ruft Andreas »Fräulein Therese!«, seufzt ein letztes Mal und stirbt »einen so leichten und so schönen Tod«, wie man ihn sich nur wünschen kann. Der Clochard und Trinker hatte zweihundert Francs von einem eleganten Herrn erhalten, mit der Auflage, die Rückzahlung der Kapelle der »kleinen heiligen Therese von Lisieux« zugute kommen zu lassen.

Scheinbar zufällig und blitzhaft, ist das Zusammentreffen für Andreas willkommener Anlass, seine Wiedergeburt zu feiern - als Tag der Umkehr und Läuterung. Zunächst gönnt er sich aber eine feine Mahlzeit und macht sich eine schöne Zeit. Aus seinem festen Vorhaben, der heiligen Therese zu ihrem Recht zu verhelfen, will vorerst so recht nichts werden ...

Wie stets in seinen Erzähltexten setzt Roth einen mühelos gleitenden, melodiösen Sprachfluss in Gang, dem dennoch das Gepräge eines »Testaments« zu Eigen ist: So charakterisierte der Autor selbst in düsterer Vorahnung seine 1939 entstandene »Legende«. Der eigene Tod mit 45 Jahren wird mit bestürzender Konsequenz und gleichwohl in hoffnungsvollem Tonfall vorweggenommen - sollte dies doch wirklich die letzte Erzählung einer sensiblen Künstlernatur bleiben, für die Poetsein bedeutete, den »Narren, oder Bettler, oder alles zugleich« vorzustellen.

Joseph Roth wurde 1894 in Schwabendorf bei Brody in Ostgalizien geboren und verstarb am 27.05.1939 in Paris. Roth war als Journalist u.a. in Berlin und Wien tätig, ehe er als Korrespondent für die "Frankfurter Zeitung" alle europäischen Großstädte bereiste. Seit 1933 emigrierte Roth schrittweise über Wien nach Marseille, Nizza und schließlich Paris. Dort verfiel er aus Verzweiflung dem Alkoholismus und verstarb in einem Armenhospital.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 80
Erscheinungsdatum 01.09.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13237-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,3/1 cm
Gewicht 96 g
Auflage 7. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Wunschdenken trifft auf Realität

Nico Haingärtner, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Roths Erzählung beginnt beinahe märchenhaft: Ein Fremder schenkt dem alkoholkranken Obdachlosen Andreas zweihundert Francs, die glorreiche Zukunft scheint plötzlich ganz nah. Doch die Realität ist kein Märchen. Und Andreas ist immer noch ein Trinker ... So knapp wie atmosphärisch, so traurig wie schön - die "Legende" möchte man am liebsten wieder und wieder lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
1
2
0
0
0

Alkohol - zerstörerisches Suchtmittel
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 21.08.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Joseph Roths Novelle bespricht die Lebensumstände des Obdachlosen Andreas, der unter einer Brücke an der Pariser Seine zu schlafen pflegt. Roth selbst starb 1939 an den Folgen seiner Alkoholsucht, ergo spiegelt die Erzählung das Leben des Autors wider. Durch das zufällige Zusammentreffen mit einem wohlhabenden Herren, der im 200... Joseph Roths Novelle bespricht die Lebensumstände des Obdachlosen Andreas, der unter einer Brücke an der Pariser Seine zu schlafen pflegt. Roth selbst starb 1939 an den Folgen seiner Alkoholsucht, ergo spiegelt die Erzählung das Leben des Autors wider. Durch das zufällige Zusammentreffen mit einem wohlhabenden Herren, der im 200 Francs schenkt, mit der einzigen Bitte, diese der heiligen Theresa in einer bestimmten Kirche zurückzugeben gerät sein Leben etwas aus den Fugen. Es beginnt eine Odyssee der Abhängigkeit... Aufgrund seines unbändigen Verlangens immer und immer wieder Alkohol zu trinken, ist es ihm ein unmögliches Unterfangen, das Geld in die Kirche zu bringen....


  • Artikelbild-0