Warenkorb
 

Corporate Anarchy

Gier ist tödlich. Roman

Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen

Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet
– mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert.
Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job.

Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei
einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt.

Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als
selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin
erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 15.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86327-038-4
Verlag Divan Verlag
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/3,5 cm
Gewicht 326 g
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
15,90
15,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar, Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
6
0
1
0
0

Eine Reise in die Abgründe der Menschheit.
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 14.03.2017

Corporate Anarchy ist radikal, intensiv und nichts für schwache Nerven. Die Geschichte dreht sich um Marvin, einem Werbetexter, der seinen Job hasst und an den Problemen der Welt verzweifelt. Ohnmächtig und hilflos torkelt er durchs Leben, versucht sich in Aktionismus und scheitert an einem übermächtigen System. Erst als er... Corporate Anarchy ist radikal, intensiv und nichts für schwache Nerven. Die Geschichte dreht sich um Marvin, einem Werbetexter, der seinen Job hasst und an den Problemen der Welt verzweifelt. Ohnmächtig und hilflos torkelt er durchs Leben, versucht sich in Aktionismus und scheitert an einem übermächtigen System. Erst als er einen Mann namens Lennard und seine Gruppe aus linksradikalen Gleichgesinnten kennenlernt, ändert sich sein Schicksal schlagartig. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg gegen skrupellose Konzernbosse und Manager, die sie für das Übel auf der Welt verantwortlich machen. Zunächst noch überzeugt von der Gerechtigkeit ihrer Sache, werden mit jeder Seite die Zweifel an ihren Taten größer. Nils Honne schafft es dabei den Leser auf eine einzigartige Reise mitzunehmen, bei der man irgendwann nicht mehr weiß, auf welcher Seite man steht. Soll man Selbstjustiz jetzt gut finden oder nicht? Heiligt der Zweck die Mittel? Gibt es gerechten Terror? Die Geschichte zwingt einem immer wieder von neuem, Stellung zu beziehen. Für mich liegt hier die Stärke des Romans. In schonungslosen Szenen führt der Autor uns hier Dinge vor Augen, die sich jeder einmal insgeheim gewünscht oder erhofft hat, allerdings ohne über die tatsächlichen Konsequenzen davon nachzudenken. In Zeiten von oftmals belangloser-wohlfühl Literatur fand ich das Buch daher eine willkommene Abwechslung, da es einen zwingt, sich mit sich selbst und der heutigen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Für mich daher eine klare Leseempfehlung!

Vegeltung zur Rettung der Welt
von StMoonlight am 15.01.2017

Am Anfang des Buches dachte ich noch so etwas wie „Oh man, dass kann ja nicht gut werden.“, da mir schon alleine die benutzte Sprache nicht gefallen hat. Die Menschen, besonders der Hauptprotagonist, reden umgangssprachlich. So heißt es nicht „übergeben“, sondern „kotzen“. Es wird absolut kein Blatt vor den... Am Anfang des Buches dachte ich noch so etwas wie „Oh man, dass kann ja nicht gut werden.“, da mir schon alleine die benutzte Sprache nicht gefallen hat. Die Menschen, besonders der Hauptprotagonist, reden umgangssprachlich. So heißt es nicht „übergeben“, sondern „kotzen“. Es wird absolut kein Blatt vor den Mund genommen. Klar, es ist definitiv authentisch, jedoch auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, rechnet der Leser ja eher nicht damit. Der Einstieg ist etwas wirr und ich musste mich erst einmal zurechtfinden. Der Leser lernt hier einen Mann kennen, welcher ein wenig paranoid erscheint. Marvin hat genug von der Konsumgesellschaft, er sieht überall Lügen und Verrat. (Wer sich mit den Hintergründen seines Konsums beschäftigt wird ihm uneingeschränkt Recht geben!) Blöd nur das Marvin Werbetexter ist und damit ja einen Teil zu der „Lügenverbreitung“ beiträgt. Dann kommt der Tag an dem seine Werbeagentur den Auftrag bekommt für einen Ölfirma eine Kampagne zu starten. Es passiert ein Unglück das Vertuscht werden soll – und den Werbetexter dazu bringt aufzubegehren und nicht nur sein Leben zu verändern, sondern sich aktiv einzumischen. Es beginnt relativ harmlos, doch dann trifft Marvin auf einen Gleichgesinnten, der ihn zu einer Demonstration einlädt – und schon ist der junge Mann in einem Strudel gefangen, der ihn immer weiter hinabzieht, in eine Welt aus Macht, Lügen, Verrat, Qual und Leid. Das Kredo der Gruppierung ist einfach: „Gleiches mit Gleiches vergelten“. Wer von den „Mächtigen“ etwas getan hat, was anderen geschadet hat (oder noch immer schadet), der MUSS bestraft werden. Keine Gnade! Wichtig dabei ist, dass die Menschen am Leben bleiben, denn die Aktivisten hoffen dadurch abzuschrecken. Anfangs ist der Ex-Werbetexter noch total begeistert, doch dann werden die Taten immer extremer und der Anführer scheint ein dunkles Geheimnis mit sich zu tragen. Aus der anfänglichen Leidenschaft wird bald ein tiefer Abgrund aus Angst. Für Marvin gibt es nur eine Möglichkeit den Wahnsinn zu stoppen … ~°~ Fazit ~°~ Ein Roman der in die Abgründe der menschlichen Seele entführt: Tierleid, Tierqualen, Verpestung, .... Ein ungewöhnlicher Ökothriller der sich nicht davor scheut, dem Leser ins Gesicht zu sagen wie schlecht er ist (und ihn dazu bringt sein Verhalten zu überdenken)

Beeindruckendes Debüt und ein Thriller, der einen so schnell nicht mehr loslässt
von ech am 13.12.2016

Marvin ist ein junger Mann, der an den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen unserer Welt schier verzweifelt. So sehr er auch versucht, die Gier und die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft zu bekämpfen, immer wieder rennt er vor Mauern und muss seine eigene Machtlosigkeit in diesem gnadenlosen System erkennen. Zuletzt verliert... Marvin ist ein junger Mann, der an den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen unserer Welt schier verzweifelt. So sehr er auch versucht, die Gier und die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft zu bekämpfen, immer wieder rennt er vor Mauern und muss seine eigene Machtlosigkeit in diesem gnadenlosen System erkennen. Zuletzt verliert er sogar seinen Job als Werbetexter, als er einen Großauftrag sabotiert, den er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Als ihm der charismatische Lennard bei einer Demonstration aus einer brenzlichen Lage befreit und ihn anschließend mit zu seinen Freunden vom Camp Zukunft nimmt, sieht Marvin endlich Licht am Ende des Tunnels. Lennard zeigt ihm den scheinbar einzigen möglichen Weg zu Veränderungen auf: den Weg der Gewalt. Marvin bricht alle Brücken hinter sich ab und schließt sich der Gruppe an. Nach einigen erfolgreichen Aktionen überkommen ihn aber erste Zweifel. Kann es sein, das ihm ein furchtbaren Fehler unterlaufen ist und er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat ? Nils Honne gelingt hier ein beeindruckendes Debüt, das mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Die Geschichte beginnt relativ ruhig und nimmt sich Zeit, seine Charaktere und ihre Hintergründe ausführlich vorzustellen. In diesem Rahmen lässt es der Autor auch nicht an einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik fehlen. Das Buch ist durchgehend aus der Perspektive von Marvin geschrieben, so das wir beim Lesen besonders an seiner Gedankenwelt mit all seinen Nöten und Ängsten hautnah teilhaben können. Aber auch die anderen Mitglieder der Gruppe werden gut und glaubwürdig charakterisiert. Ungefähr in der Mitte des Buches kippt die Stimmung dann endgültig und entwickelt sich zu einem echten Triller, der ein gehöriges Maß an Tempo, überraschenden Wendungen, Spannung und Dramatik in die Geschichte einbringt und so konsequent auf ein furioses Finale zusteuert. Das Besondere an diesem Buch ist, das hier die üblichen Gut-und-Böse-Denkweisen nicht mehr funktionieren. Die Manager und Wirtschaftsbosse, die von Lennard, Marvin und Co. bei ihren Aktionen ins Visier genommen werden, entpuppen sich fast ausnahmslos als skrupelose Vertreter einer fast schon menschenverachtenden Politik und man ertappt sich beim Lesen mehr als einmal dabei, das man den Motiven der Gruppe innerlich durchaus zustimmen kann, auch wenn man weiß, das die von ihnen eingeschlagenen Wege, ihre Ziele zu erreichen, mehr als fragwürdig sind und auch nicht zu einer andauernden Veränderung der Verhältnisse führen können. Ein Thriller, der mich überzeugt hat, und ein Autor, den man sich merken sollte.