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Die Akte Rosenburg

Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit

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Als das Bundesministerium der Justiz 1949 seine Arbeit aufnahm, kam es zu ganz erheblichen personellen und politischen Verflechtungen mit dem "Dritten Reich“. Dass Juristen, die eine stark belastete NS-Vergangenheit hatten, in der Behörde Dienst taten, wurde nicht als problematisch empfunden. Dieses grundlegende Werk zeigt, wer alles im Ministerium unterkam und welchen Einfluss das auf die Rechtspraxis hatte – nicht zuletzt bei der Strafverfolgung von NS-Tätern.
Die "Rosenburg" in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz. 2012 setzte das Ministerium eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, die den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit in den Anfangsjahren der Bundesrepublik erforschen sollte. Zu diesem Zweck erhielt die Kommission uneingeschränkten Aktenzugang. Dieses Buch präsentiert ihre Ergebnisse. Zum "Geist der Rosenburg", so zeigt die Studie, trugen maßgeblich Beamte und Mitarbeiter bei, die zuvor im Reichsjustizministerium, bei Sondergerichten und als Wehrrichter tätig gewesen waren. Ihre Karrieren vor und nach 1945 zeichnet die Kommission ebenso nach wie die Belastungen, die dies für das Ministerium und den Inhalt seiner Politik darstellte. So wird unter anderem gezeigt, welche zentrale Rolle das Ministerium spielte, als 1968 Zehntausende von Strafverfahren gegen NS-Täter eingestellt wurden.

Portrait
Manfred Görtemaker, 1951 geboren, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik in Münster und Berlin, Ausbildung als Journalist. John F. Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University. Krupp Foundation Senior Associate am Institute For East-West Security Studies in New York. 1994-1995 Prorektor der Universität Potsdam. Seit 1993 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Politik des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart", "Geschichte Europas 1850 - 1918" und "Deutschland im 19. Jahrhundert: Entwicklungslinien".
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 588 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783406697692
Verlag C.H.Beck
eBook
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Ein beachtliches und nicht minder erschütterndes Buch, das wieder einmal beweist, wie verwoben die Verflechtungen zwischen Nationalsozialisten und der BRD waren und sind. Ein beachtliches und nicht minder erschütterndes Buch, das wieder einmal beweist, wie verwoben die Verflechtungen zwischen Nationalsozialisten und der BRD waren und sind.

„Ein enthüllender Abschlussbericht“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Die "Rosenburg“ in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz. Bis in 60'er Jahre arbeiteten dort mehr Alt-Nazis im Justizministerium als gedacht. 2012 setzte das Ministerium dann eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, um den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit empirisch zu untersuchen. Mit diesem Werk liegt nunmehr der endgültige Forschungsbericht vor.
Man muss kein Jurist sein, um diesen komplexen Bericht zu lesen; politisches oder gesellschaftliches Interesse empfiehlt sich jedoch. Ein Werk, das sicher nicht in einem Rutsch gelesen wird, dass muss es auch nicht; das aber Tatsachen enthüllt, die längst hätten aufgedeckt werden sollen.
Sachliches - informativ - komplex - politisch - fast so spannend wie ein Krimi.
Die "Rosenburg“ in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz. Bis in 60'er Jahre arbeiteten dort mehr Alt-Nazis im Justizministerium als gedacht. 2012 setzte das Ministerium dann eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, um den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit empirisch zu untersuchen. Mit diesem Werk liegt nunmehr der endgültige Forschungsbericht vor.
Man muss kein Jurist sein, um diesen komplexen Bericht zu lesen; politisches oder gesellschaftliches Interesse empfiehlt sich jedoch. Ein Werk, das sicher nicht in einem Rutsch gelesen wird, dass muss es auch nicht; das aber Tatsachen enthüllt, die längst hätten aufgedeckt werden sollen.
Sachliches - informativ - komplex - politisch - fast so spannend wie ein Krimi.

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