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Wer wir waren

Zukunftsrede

Roger Willemsens letztes Buch sollte ›Wer wir waren‹ heißen. Es sollte die Versäumnisse der Gegenwart aus der Perspektive derjenigen erzählen, die nach uns leben werden. Dieses Buch werden wir nie lesen können. Umso stärker wirkt eine Rede, die Roger Willemsen noch im Juli 2015 gehalten hat: Sie ist nicht nur das melancholische Resümee und die scharfe Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine »Abspaltung aus der Rasanz der Zeit«. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.
Roger Willemsen hat diese Rede am 24. Juli 2015 gehalten. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt.

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.«
Roger Willemsen

Portrait
Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹, ›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.Literaturpreise:Rinke-Preis 2009Julius-Campe-Preis 2011Prix Pantheon-Sonderpreis 2012
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Insa Wilke
Seitenzahl 64
Erscheinungsdatum 24.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397285-6
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 19,5/11,8/1,5 cm
Gewicht 148 g
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 94727
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Willemsens Rede ist so tiefsinnig und bewusst über das Zeitgeschehen, sodass es unter die Haut geht.

Wir aus den Augen der Zukunft

Paula Greitzke, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein großartiger Literat sucht und findet Worte, die uns Menschen seit Anbeginn analytisch umschreiben. Nicht immer schön, aber ehrlich redet Wiliamsen von dem Fortschritt, dem Bewusstsein und Vorurteilen. Ich bemerke nach dem Lesen einen Drang, über das Gelesene nachzudenken - eventuell auch umzudenken, wer ich gewesen sein möchte und stoße auf neue Ansätze. In gesellschaftlichen Krisenzeiten lässt sich aus diesem Test viel Weisheit ziehen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 11.03.2017
Bewertet: anderes Format

Tolle Sammlung von bewegenden Vorträgen eines viel zu früh verstorbenen Menschen.

Ein kleines feines Buch für große Gedanken
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 08.12.2016

"Wer wir waren" ist eine Rede, die Roger Willemsen am 24. Juli 2015 gehalten und der letzte veröffentlichte Text, den Willemsen der Nachwelt hinterlassen hat. Darin kritisiert er unsere heutige Gesellschaft, den Verlust von Werten, den übertriebenen Konsum und das Digitale. Denn daran leidet unsere Gesellschaft massiv, unser Mit... "Wer wir waren" ist eine Rede, die Roger Willemsen am 24. Juli 2015 gehalten und der letzte veröffentlichte Text, den Willemsen der Nachwelt hinterlassen hat. Darin kritisiert er unsere heutige Gesellschaft, den Verlust von Werten, den übertriebenen Konsum und das Digitale. Denn daran leidet unsere Gesellschaft massiv, unser Mitgefühl, die Beziehungen zu anderen Menschen, die Besinnung auf sich selbst. Und wie sagt Willemsen: “Wenn man es genau bedenkt, ist vom Anfang aller Tage an alles immer schlechter geworden.” Und ja, stimmt das nicht sogar? Ich finde schon. Und warum das so ist, versucht das dünne Buch zu erklären. Es liest sich an einem Tag, doch es hallt nach. Ständig schreibt man sich kluge Sätze heraus und spinnt weiter. Wie wohl das gleichnamige Buch geworden wäre? Wir werden es leider nie erfahren.