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Wer wir waren

Zukunftsrede

(10)

Roger Willemsen hatte vor seinem Tod an einem neuen Buch gearbeitet. Es sollte ›Wer wir waren‹
heißen und unsere Gegenwart betrachten – aus der Zukunft. Als Roger Willemsen im Sommer 2015 krank wurde, stellte er die Arbeit an diesem Buch ein. Zentrale Gedanken davon aber stecken in einer mitreißenden »Zukunftsrede«, die zu seinem letzten öffentlichen Auftritt wurde. Sie ist nicht nur das melancholische Resümee und die brillante Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine »Abspaltung aus der Rasanz der Zeit«. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.«
Roger Willemsen

Rezension
Scharf, kritisch, nichts beschönigend - und hinten raus dann doch subtil abgefedert mit heiterer Ironie.
Portrait

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹, ›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.

Literaturpreise:

Rinke-Preis 2009
Julius-Campe-Preis 2011
Prix Pantheon-Sonderpreis 2012

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Herausgeber Insa Wilke
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 64 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.11.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783104904047
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 955 KB
Verkaufsrang 59.339
eBook
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Willemsen wird uns fehlen, daran besteht nach der Lektüre kein Zweifel. Willemsen wird uns fehlen, daran besteht nach der Lektüre kein Zweifel.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Intelligent. Nachdenklich. Eine interessante Position. Schade das Willemsen nicht zuende schreiben konnte. Intelligent. Nachdenklich. Eine interessante Position. Schade das Willemsen nicht zuende schreiben konnte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
8
2
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 11.03.2017
Bewertet: anderes Format

Tolle Sammlung von bewegenden Vorträgen eines viel zu früh verstorbenen Menschen.

Ein kleines feines Buch für große Gedanken
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 08.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

"Wer wir waren" ist eine Rede, die Roger Willemsen am 24. Juli 2015 gehalten und der letzte veröffentlichte Text, den Willemsen der Nachwelt hinterlassen hat. Darin kritisiert er unsere heutige Gesellschaft, den Verlust von Werten, den übertriebenen Konsum und das Digitale. Denn daran leidet unsere Gesellschaft massiv, unser Mitgefühl,... "Wer wir waren" ist eine Rede, die Roger Willemsen am 24. Juli 2015 gehalten und der letzte veröffentlichte Text, den Willemsen der Nachwelt hinterlassen hat. Darin kritisiert er unsere heutige Gesellschaft, den Verlust von Werten, den übertriebenen Konsum und das Digitale. Denn daran leidet unsere Gesellschaft massiv, unser Mitgefühl, die Beziehungen zu anderen Menschen, die Besinnung auf sich selbst. Und wie sagt Willemsen: “Wenn man es genau bedenkt, ist vom Anfang aller Tage an alles immer schlechter geworden.” Und ja, stimmt das nicht sogar? Ich finde schon. Und warum das so ist, versucht das dünne Buch zu erklären. Es liest sich an einem Tag, doch es hallt nach. Ständig schreibt man sich kluge Sätze heraus und spinnt weiter. Wie wohl das gleichnamige Buch geworden wäre? Wir werden es leider nie erfahren.