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Alles, was wir geben mussten

Roman

(43)
Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.

Portrait
Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.11.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641202163
Verlag Heyne
Übersetzer Barbara Schaden
Verkaufsrang 5.150
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eine düstere Szenerie, meisterhaft dargestellt. Kazuo Ishiguro nimmt einen mit in eine Welt, in der Menschen als Ersatzteillager gezüchtet werden...Beklemmend und spannend! Eine düstere Szenerie, meisterhaft dargestellt. Kazuo Ishiguro nimmt einen mit in eine Welt, in der Menschen als Ersatzteillager gezüchtet werden...Beklemmend und spannend!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Menschen als Ersatzteillager zu benutzen, ist eine grausame Vorstellung. Doch in diesem Roman wird es Wirklichkeit und das Schicksal der Protagonisten berührt einen sehr. Menschen als Ersatzteillager zu benutzen, ist eine grausame Vorstellung. Doch in diesem Roman wird es Wirklichkeit und das Schicksal der Protagonisten berührt einen sehr.

S. Metz, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Was tust du, wenn dein Leben von Geburt bis zum Tod vorherbestimmt ist?
Ein unglaublich eindrucksvoller Roman, über Freundschaft, Liebe, Trauer und unerfüllbare Hoffnungen...
Was tust du, wenn dein Leben von Geburt bis zum Tod vorherbestimmt ist?
Ein unglaublich eindrucksvoller Roman, über Freundschaft, Liebe, Trauer und unerfüllbare Hoffnungen...

„Was zunächst harmlos wirkt wird plötzlich total aufwühlend und unheimlich.“

Luisa Bauer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ruth, Kathy und Tommy sind alles andere als gewöhnliche Internats Schüler, was sie nicht wissen sie sind aus einem bestimmten Grund in Halisham.
Stück für Stück erfährt der Leser was es mit Halisham auf sich Hat und was jeder der 3 Jugendlichen zu verbergen hat.

Kazu Ishiguro hat eine Schreibweise, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen hat.
Meiner Meinung nach zurecht Literaturnobelpreisträger.
Ruth, Kathy und Tommy sind alles andere als gewöhnliche Internats Schüler, was sie nicht wissen sie sind aus einem bestimmten Grund in Halisham.
Stück für Stück erfährt der Leser was es mit Halisham auf sich Hat und was jeder der 3 Jugendlichen zu verbergen hat.

Kazu Ishiguro hat eine Schreibweise, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen hat.
Meiner Meinung nach zurecht Literaturnobelpreisträger.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Ein Meisterwerk, das unter die Haut geht! Die Geschichte von Kathy, Ruth und Tommy bricht einem das Herz. Doppelbödig und faszinierend. Für Leser von Murakami und Mitchell... Ein Meisterwerk, das unter die Haut geht! Die Geschichte von Kathy, Ruth und Tommy bricht einem das Herz. Doppelbödig und faszinierend. Für Leser von Murakami und Mitchell...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Eine Geschichte, die nachdenklich macht und zudem noch kritisiert.
Der fesselnde Schreibstil rundet dies perfekt ab.
Eine Geschichte, die nachdenklich macht und zudem noch kritisiert.
Der fesselnde Schreibstil rundet dies perfekt ab.

„Geht unter die Haut...“

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ein berührender, beklemmender Roman, der unter die Haut geht!

Der vielschichtige Ishiguro hat hier auf seine eigene, sehr ruhige und
treffend klare Weise bei mir für Gänsehaut gesorgt...

Sehr lesenswert!
Ein berührender, beklemmender Roman, der unter die Haut geht!

Der vielschichtige Ishiguro hat hier auf seine eigene, sehr ruhige und
treffend klare Weise bei mir für Gänsehaut gesorgt...

Sehr lesenswert!

Jennifer Ernler, Thalia-Buchhandlung Hof

Berührend, schrecklich, verstörend und grausam. Kazuo Ishiguro zeigt uns eine düstere Zukunftsvision, die hoffentlich niemals Realität wird. Für mich sein bestes Werk. Berührend, schrecklich, verstörend und grausam. Kazuo Ishiguro zeigt uns eine düstere Zukunftsvision, die hoffentlich niemals Realität wird. Für mich sein bestes Werk.

„Literaturnobelpreis 2017“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

"Mein erster Ishiguro" hat meine Erwartungen voll erfüllt. Kazuo Ishiguro erzählt eine geheimnisvolle und sehr verstörende Geschichte in einer schnörkellosen Sprache. Lesenswert. "Mein erster Ishiguro" hat meine Erwartungen voll erfüllt. Kazuo Ishiguro erzählt eine geheimnisvolle und sehr verstörende Geschichte in einer schnörkellosen Sprache. Lesenswert.

„Es beginnt harmlos .. “

Anna Möllmann, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

.. und zwar mit dem Bericht einer jungen Frau über ihre Kindheit in einem englischen Internat. Jedoch wird bald klar, dass es sich nicht um ein "normales" Internat handelt. Dystopisch, bedrückend und sehr emotional, regt zum Nachdenken an. Einer meiner absoluten Lieblingsromane, aber auch die Verfilmung fand ich sehr gelungen. .. und zwar mit dem Bericht einer jungen Frau über ihre Kindheit in einem englischen Internat. Jedoch wird bald klar, dass es sich nicht um ein "normales" Internat handelt. Dystopisch, bedrückend und sehr emotional, regt zum Nachdenken an. Einer meiner absoluten Lieblingsromane, aber auch die Verfilmung fand ich sehr gelungen.

Kristiane Müller, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Hinterlässt bleibenden Eindruck
Es ist vor allem der melancholisch ruhige Grundton Ishiguros, der die Lektüre dieses Romans so beunruhigend und verstörend macht .
Hinterlässt bleibenden Eindruck
Es ist vor allem der melancholisch ruhige Grundton Ishiguros, der die Lektüre dieses Romans so beunruhigend und verstörend macht .

„Wunderschön schrecklich!“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

2017 - Literaturnobelpreis für Kazuo Ishiguro! Einer meiner Lieblingsautoren seit vielen Jahren mit einer Vielzahl grossartiger Bücher! Mein absoluter Favorit ist dieses! 2017 - Literaturnobelpreis für Kazuo Ishiguro! Einer meiner Lieblingsautoren seit vielen Jahren mit einer Vielzahl grossartiger Bücher! Mein absoluter Favorit ist dieses!

„Verstörender Blick hinter die Fassade der heilen Welt “

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Hailsham scheint ein ganzes normales Internet zu sein, in dem ganz normale Schüler lernen und leben. Dass die Lehrer hier Aufseher heißen und die Schüler merkwürdige Kunstprojekte abgeben müssen, scheint zunächst nicht weiter beachtenswert.
Erst nach und nach bröckelt die Fassade, erst nach und nach wird dem Leser klar, was hier wirklich passiert und was die Schüler von Hailsham alles geben müssen.

Dieses Buch hat mich verstört. Mit welcher Gleichgültigkeit hier von dem Grauen in Hailsham erzählt wird, mit welchem nüchternen Schreibstil nach und nach die Wahrheit durchsickert ist schwer zu ertragen. Zugegeben, hinter das Geheimnis von Hailsham kommt der Leser relativ schnell, aber das ist auch gar nicht das Thema. Es ist vielmehr die Schilderung dieser Thematik, die Art und Weise wie die Ich-Erzählern Kathy von dem Grauen berichtet. Als wäre zwar dem Leser, aber ihr selbst nicht genau bewusst, was hier eigentlich passiert. Und so will man ihr zurufen, dass sie doch endlich aufwachen und sehen soll, was da eigentlich passiert. Dass sie doch bitte endlich anfangen soll, sich Sorgen zu machen. Dass sie doch bitte endlich anfangen soll zu fühlen, irgendetwas zu fühlen.
Die Atmosphäre des Romans ist düster und wirkt lange nach.
Am Ende bleibt nicht viel mehr als die Frage, welchen Preis man bereit ist zu zahlen.
Am Ende bleibt nicht viel mehr als die Hoffnungslosigkeit und die Trauer.
Hailsham scheint ein ganzes normales Internet zu sein, in dem ganz normale Schüler lernen und leben. Dass die Lehrer hier Aufseher heißen und die Schüler merkwürdige Kunstprojekte abgeben müssen, scheint zunächst nicht weiter beachtenswert.
Erst nach und nach bröckelt die Fassade, erst nach und nach wird dem Leser klar, was hier wirklich passiert und was die Schüler von Hailsham alles geben müssen.

Dieses Buch hat mich verstört. Mit welcher Gleichgültigkeit hier von dem Grauen in Hailsham erzählt wird, mit welchem nüchternen Schreibstil nach und nach die Wahrheit durchsickert ist schwer zu ertragen. Zugegeben, hinter das Geheimnis von Hailsham kommt der Leser relativ schnell, aber das ist auch gar nicht das Thema. Es ist vielmehr die Schilderung dieser Thematik, die Art und Weise wie die Ich-Erzählern Kathy von dem Grauen berichtet. Als wäre zwar dem Leser, aber ihr selbst nicht genau bewusst, was hier eigentlich passiert. Und so will man ihr zurufen, dass sie doch endlich aufwachen und sehen soll, was da eigentlich passiert. Dass sie doch bitte endlich anfangen soll, sich Sorgen zu machen. Dass sie doch bitte endlich anfangen soll zu fühlen, irgendetwas zu fühlen.
Die Atmosphäre des Romans ist düster und wirkt lange nach.
Am Ende bleibt nicht viel mehr als die Frage, welchen Preis man bereit ist zu zahlen.
Am Ende bleibt nicht viel mehr als die Hoffnungslosigkeit und die Trauer.

Olga Zermal, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Eine spannende Dystopie, die von Gehirnwäsche und Freundschaft handelt. Leider zieht es sich teilweise in die Länge, weshalb ich einen zweiten Anlauf brauchte. Eine spannende Dystopie, die von Gehirnwäsche und Freundschaft handelt. Leider zieht es sich teilweise in die Länge, weshalb ich einen zweiten Anlauf brauchte.

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Der Roman beginnt ziemlich ruhig, aber zunehmend spürt man, dass etwas mit dem Internat nicht stimmt. Für mich war es eine emotionale und beklemmende Leseerfahrung. Empfehlenswert! Der Roman beginnt ziemlich ruhig, aber zunehmend spürt man, dass etwas mit dem Internat nicht stimmt. Für mich war es eine emotionale und beklemmende Leseerfahrung. Empfehlenswert!

Tina Steigmann, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eines meiner absoluten Lieblingsromane! Fesselnd, aufwühlend und herzzerreißend! Sehr empfehlenswert! Eines meiner absoluten Lieblingsromane! Fesselnd, aufwühlend und herzzerreißend! Sehr empfehlenswert!

Bedrückender Roman über ein England, welches sich sein eigenes menschliches 'Ersatzteillager' heranzüchtet. Doch auch die 'Spender' haben sowas wie ein Leben, Werte und Gefühle. Bedrückender Roman über ein England, welches sich sein eigenes menschliches 'Ersatzteillager' heranzüchtet. Doch auch die 'Spender' haben sowas wie ein Leben, Werte und Gefühle.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Doch kein normales Internat. Die jungen Menschen sollen Organe spenden - später. Schaurige und traurige Geschichte, die zum nachdenken einlädt. Doch kein normales Internat. Die jungen Menschen sollen Organe spenden - später. Schaurige und traurige Geschichte, die zum nachdenken einlädt.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Auf eher ungewohnte, dafür eindringliche Art und Weise wird die Frage nach dem Wert des Lebens eines jeden Menschen gestellt. Hier kommt der Schrecken in poetischen Worten daher. Auf eher ungewohnte, dafür eindringliche Art und Weise wird die Frage nach dem Wert des Lebens eines jeden Menschen gestellt. Hier kommt der Schrecken in poetischen Worten daher.

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Das Grauen kommt hier auf leisen Sohlen angeschlichen und immer bleibt die Frage wie weit wir in der realen Welt gehen werden und wozu wir fähig sind. Schockierend ! Das Grauen kommt hier auf leisen Sohlen angeschlichen und immer bleibt die Frage wie weit wir in der realen Welt gehen werden und wozu wir fähig sind. Schockierend !

„Spannend, aufwühlend und beklemmend !“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Dieser Roman beginnt ganz harmlos: Eine junge Frau erzählt von ihrer Zeit in einem englischen Internat, schwelgt ein wenig in Erinnerungen, weiter passiert nichts. Doch bald merkt der Leser, dass in diesem Internat etwas anders ist, etwas nicht stimmt....
Mehr will ich hier über den Inhalt nicht verraten, denn der Roman liest sich noch fesselnder, wenn man vorher nicht weiss, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt.
Der Sprachstil dieser Geschichte ist schlicht, sachlich und unaufgeregt. Aber gerade durch die einfach gestrickte Sprache wirkt die Ungeheuerlicheit des Erzählten noch erschütternder.
"Alles, was wir geben mussten" ist ein bewegender Roman, der einen nicht so schnell wieder loslässt.
Dieser Roman beginnt ganz harmlos: Eine junge Frau erzählt von ihrer Zeit in einem englischen Internat, schwelgt ein wenig in Erinnerungen, weiter passiert nichts. Doch bald merkt der Leser, dass in diesem Internat etwas anders ist, etwas nicht stimmt....
Mehr will ich hier über den Inhalt nicht verraten, denn der Roman liest sich noch fesselnder, wenn man vorher nicht weiss, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt.
Der Sprachstil dieser Geschichte ist schlicht, sachlich und unaufgeregt. Aber gerade durch die einfach gestrickte Sprache wirkt die Ungeheuerlicheit des Erzählten noch erschütternder.
"Alles, was wir geben mussten" ist ein bewegender Roman, der einen nicht so schnell wieder loslässt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
43 Bewertungen
Übersicht
25
13
4
0
1

Ein schauriges, nachdenkliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 03.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In Hailsham, einem Heim für besondere Kinder, lernen wir Kathy, Ruth und Tommy kennen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Freunde, die wir bis zu ihrem Ende begleiten. Thematisch berührt das Buch heikle moralisch-ethische Fragen und lässt einem immer wieder den Atem stocken. Brutal ehrlich und offen wird das Thema... In Hailsham, einem Heim für besondere Kinder, lernen wir Kathy, Ruth und Tommy kennen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Freunde, die wir bis zu ihrem Ende begleiten. Thematisch berührt das Buch heikle moralisch-ethische Fragen und lässt einem immer wieder den Atem stocken. Brutal ehrlich und offen wird das Thema angesprochen, herrschende Selbstverständlichkeiten einfach weiter für selbstverständlich gehalten. Ein System wird skizziert, das den Punkt einer Rückkehr lange überschritten hat. Ishiguro hat einen fantastischen Stil, trifft die Gedankenwelt von Kathy, aus deren Perspektive erzählt wird, immer so schonungslos ehrlich und real. Man findet sich immer wieder dabei ertappt, wie man selbst in heiklen Situationen ähnlich reagieren würde - auch wenn man andere Gründe als Rechtfertigung vorstellen würde. Das Buch lässt einen nachdenklich zurück und gibt einem einen tollen Grund, mit anderen zu diskutieren.

Tiefgründiger Roman mit tollem Szenario, der jedoch durch den Schreibstil nicht ganz mitreißen kann!
von HelloMyMedia am 02.11.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch hat mich schon eher gefesselt, als ich es angefangen habe zu lesen. Das liegt daran, dass ich Teilnehmer eines Philosophie-Enrichment-Kurses war, in welchem wir auch mehrere Filme nach Moral und Ethik und sonstigen philosophischen Werten analysiert haben. ?Alles, was wir geben mussten? war einer dieser Filme. Diesen... Das Buch hat mich schon eher gefesselt, als ich es angefangen habe zu lesen. Das liegt daran, dass ich Teilnehmer eines Philosophie-Enrichment-Kurses war, in welchem wir auch mehrere Filme nach Moral und Ethik und sonstigen philosophischen Werten analysiert haben. ?Alles, was wir geben mussten? war einer dieser Filme. Diesen Streifen habe ich jedoch nur zur Hälfte gesehen, welche mich aber sehr begeistern konnte. Ob das Buch dem Film gerecht wird und wie es mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Was mich vollständig überzeugen kann ? sowohl in Buch als auch Film, logischerweise ? ist das packende und erschreckend realistische Szenario. Es wirkt jederzeit glaubhaft und man fragt sich tatsächlich die ganze Zeit, ob und wenn ja, wann die Menschheit diesen nächsten schrecklichen Schritt tun wird. Dabei wird das Szenario aus der Sicht der Probanden erzählt, die die Umstände nicht hinterfragen oder sich dagegen wehren, weil sie nach diesem Schema erzogen wurden. Dem muss man sich bewusst sein, denn eine Rebellion, wie es den heutigen Buchtrends entsprechen würde, findet hier in keiner Weise statt. Daher wirkt das Buch zwar kraftvoll, aber auch hoffnungs- und ausweglos. Hier hätte man die Hintergrundgedanken sämtlicher Figuren stärker beleuchten müssen. Das liegt an dem Schreibstil, der mir leider an der Romanvorlage nicht gefallen hat. Er wirkt sehr distanziert, auch indem er die Leser in Höflichkeitsrede ab und an direkt anspricht. Es ist, als würde in einer Metaebene über das Geschehen berichtet werden und man beobachtet alles von oben. Daher bekommt man keinen lebendigen Einblick in die Figuren, was meiner Meinung nach nötig gewesen wäre. Das hat mir am Film, der die Figuren nah und lebensecht darstellt, wesentlich besser gefallen. In diesem Buch ist die große Handlung die Entwicklung der Dreiecksbeziehung zwischen den Protagonisten Kathy, Ruth und Tommy, und natürlich erwartet man keine spannungsgeladenen und unvorhergesehenen Wendungen. Dies bekommt man auch nicht. Man bekommt eine Lebensgeschichte dreier Personen, deren Leben von bestimmten Umständen geprägt ist. Schade dabei ist, dass man sich nicht in die Figuren hineinversetzen kann, sondern auch beim nachträglichen Revuepassieren wie in der Vogelperspektive das Geschehen vor Augen hat. Manch ein Leser wird diesen distanzierten Schreibstil begrüßen, aber mich hat er hier sehr gestört. Dennoch lässt sich sagen, dass die Figuren mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen sind und sie eine unglaubliche, aber glaubhafte Charakterentwicklung durchmachen. ?Alles, was wir geben mussten? ist ein sehr nachdenklich stimmendes Buch mit einem großartigen Szenario und guten Figuren, das jedoch unter einem zu distanzierten Schreibstil zu leiden hat und dem Leser dadurch emotionale Verbundenheit mit den Protagonisten verwehrt bleibt, was ich sehr schade finde. Dennoch kann ich jedem, der sich nach dem Klappentext angesprochen fühlt, eine Leseempfehlung aussprechen.

Ein langsames packendes Buch
von SV am 30.09.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Buch das mich fast unmerklich in seine Geschichte gezogen hat, das mich aufgrund seines unaufgeregten Schreibstils dazu gebracht hat das dort beschriebene Horrorszenario als gegeben und selbstverständlich zu empfinden, was mein Schrecken darüber nur umso nachhaltiger hat werden lassen. Ich lese viel und gerne in allen Sparten der... Ein Buch das mich fast unmerklich in seine Geschichte gezogen hat, das mich aufgrund seines unaufgeregten Schreibstils dazu gebracht hat das dort beschriebene Horrorszenario als gegeben und selbstverständlich zu empfinden, was mein Schrecken darüber nur umso nachhaltiger hat werden lassen. Ich lese viel und gerne in allen Sparten der Literatur, es waren viele darunter, die mich gefesselt, berührt, gegruselt und unterhalten haben, aber keins hat mich so tief getroffen wie dieses. Ein großes Buch!