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Das stille Gift

Ein Alpen-Krimi

Alpen-Krimis (Mangold und Reindl) 7

(4)
Ein Teil einer künstlichen Hüfte, das zwei Touristen aus einem Güllefass wie ein Katapult um die Ohren fliegt, ist der Auslöser für die Suche nach einem lange verschwundenen Mann. Irmi Mangold und Kathi Reindl finden heraus, zu wem die Hüfte gehörte. Die Geschichte des Bauern ist ein Albtraum. Erst kommt sein behinderter Sohn ums Leben, dann verenden all seine Kühe an einer rätselhaften, schleichenden Krankheit, und schließlich gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm selbst. Alles deutet auf einen Giftskandal hin, der mehr Lügen und Verdächtige hervorbringt als das Garmischer Land Kuhfladen.
Rezension
"Spannend und 'sauguat'", Allgäuer Zeitung, 22.11.2016
Portrait
Förg, Nicola
Nicola Förg, Bestsellerautorin und Journalistin, hat mittlerweile 20 Kriminalromane verfasst, an zahlreichen Krimi-Anthologien mitgewirkt und 2015 einen Islandroman vorgelegt. Die gebürtige Oberallgäuerin, die in München Germanistik und Geografie studiert hat, lebt heute mit Familie sowie Ponys, Katzen und anderem Getier auf einem Hof in Prem am Lech - mit Tieren, Wald und Landwirtschaft kennt sie sich aus. Sie bekam für ihre Bücher mehrere Preise für ihr Engagement rund um Tier- und Umweltschutz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31105-2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3 cm
Gewicht 303 g
Verkaufsrang 38.052
Buch (Taschenbuch)
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„Wen interessiert schon das bayerische Muschelsterben“

Gerhard Scheibel, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Die hilflosen Meisterinnen der Hypothesen - Irmi, arg von dieser Ermittlung gebeutelt, und Kathi, eigentlich die Frau fürs Hauen und Stechen - wandeln auf den grauenhaften Spuren von Botulismus und Monsanto. Erkenntnis: Der fürchterliche Biogasstrom ist ein so lächerlicher wie zerstörerischer Boom. Und: Wir ruinieren sehenden Auges unsere Welt, oder? Die hilflosen Meisterinnen der Hypothesen - Irmi, arg von dieser Ermittlung gebeutelt, und Kathi, eigentlich die Frau fürs Hauen und Stechen - wandeln auf den grauenhaften Spuren von Botulismus und Monsanto. Erkenntnis: Der fürchterliche Biogasstrom ist ein so lächerlicher wie zerstörerischer Boom. Und: Wir ruinieren sehenden Auges unsere Welt, oder?

Kundenbewertungen

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Fesselnder Krimi mit Ökobotschaft
von sommerlese am 03.08.2016
Bewertet: Einband: Paperback

Beim Ausbringen von Gülle fliegt einem vorbeigehenden Touristen in Garmisch ein Metallteil um die Ohren. Das bringt er als tätlichen Angriff zur Anzeige. Bei der Untersuchung des Fundstückes stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Teil der künstlichen Hüfte Kilian Schwaigers handelt, der Jahre zuvor verschwunden ist.... Beim Ausbringen von Gülle fliegt einem vorbeigehenden Touristen in Garmisch ein Metallteil um die Ohren. Das bringt er als tätlichen Angriff zur Anzeige. Bei der Untersuchung des Fundstückes stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Teil der künstlichen Hüfte Kilian Schwaigers handelt, der Jahre zuvor verschwunden ist. Dieser Bauer klagte wegen Tiersterbens auf seinem Hof die Verantwortlichen der Agrarpolitik öffentlich an. War er jemandem im Weg und musste weichen? Irmi Mangold und Kathi Reindl gehen der Sache mit viel Enthusiasmus und Fingerspitzengefühl nach. "...natürlich weiß jeder Landwirt von der Gefahr von Leichengift, Sie wissen sicher auch, dass Sie eine tote Maus in ein Sieb legen und austropfen lassen können. Mit dem Gift könnten Sie problemlos ihren Nachbar töten." Zitat S. 66 Dieser Alpenkrimi hat mich mit seiner politisch aktuellen Brisanz umgehauen. Es dreht sich um die Geschichte des Bauern Kilian Schwaiger und seiner Familie, die ein schlimmes Schicksal ereilte. Erst kam der kleine behinderte Sohn ums Leben und als die Milchkühe nach und nach an einer rätselhaften Krankheit starben, stand die Existenz der Familie auf dem Spiel. Schwaiger hielt die Agrarmafia für schuldig, kontaminiertes Futter ließ wahrscheinlich seine Tiere an Botulismus sterben und auch beim Menschen reichert sich Glyphosat im Körper an. Bei dieser Thematik eines Giftskandals stellen sich mir die Nackenhaare auf, die Menschheit vergiftet sich selbst, weil Interessen der Agrarwirtschaft nur auf Gewinne aus sind. Agrogifte im Wasser, Glyphosat im Körper der Menschen und das nur wegen Unkrautvernichtungsmitteln! "...eine Todesspirale aus vergiftetem Boden, der ins Tierfutter und über die Ausscheidungen in einen Kreislauf gelangt." Seite 117 Doch die Politik schweigt und streicht die Gewinne ein. "Drum haben wir doch die Politiker, die wir haben. Das ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für solche, die man sonst nirgend brauchen kann. So tauchen die schon nicht in der Arbeitslosenstatistik auf!" Zitat Seite 141 Diese Zitate zeigen die volle Wirkung der Schreibkraft Nicola Förgs. Dieser Krimi ist eine Wucht, ein echtes Leseerlebnis mit einigen kritischen Themen, aber auch viel schwarzem Humor. Der Leser erfährt eine Menge über Massentierhaltung, Monokulturen mit Mais und das der Bau von vielen Biogasanlagen nicht aufzuhaltende Gefahren mit sich bringt, die nachfolgenden Generationen noch Schwierigkeiten bereiten werden. Die Ermittlerinnen Irmi und Kathi sind persönlich sehr verschieden, aber dennoch ein toughes, eingespieltes Team. Sie gehen mit viel Fingerspitzengefühl bei den Betroffenen vor, aber unbeirrbar und mit harten Bandagen bei den Verantwortlichen der Sache und stellen sich diesem von den Oberen heruntergespielten Ökoskandal. Es kommt einem Kampf gegen Windmühlenflügeln gleich, doch die Frauen beißen sich durch. Gerade die eingebaute Kritik verleiht dem Krimi eine aktuelle Brisanz und die Ermittlung verläuft voller Spannung. Durch die eingebauten Dialektszenen passt sich der Krimi der bayrischen Umgebung an. Einige dieser Sätze musste ich sehr genau lesen, um sie zu verstehen. Das Privatleben der Ermittlerinnen bietet entspannende Ruhepole und erhöht den Unterhaltungswert. Bei diesem Alpen-Krimi lernt man so einiges dazu. Botulismus, Informationen über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, über Biogasanlagen und andere umweltrelevante Probleme. Das zeigt die gründliche Rechercheabeit der Autorin, die mich sehr beeindruckt hat. Sie zeigt ihren Umweltaktivismus für die breite Lesermasse verständlich aufbereitet und das imponiert mir. Ein sehr nachdenklich machender Krimi mit umweltpolitischer Brisanz, der den Leser sein alltägliches Verbraucherverhalten überdenken lässt. Aber auch eine sehr interessante Handlung, die mit Dialekt und Humor gut unterhält.

Bio ist eben doch nicht immer Bio!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergheim am 24.04.2016
Bewertet: Einband: Paperback

Das stille Gift von Nicola Förg erschienen im Piper Verlag Das Cover ist toll, genau wie die der anderen Romane. Nicht düster und schaurig, sondern bunt und locker. Genau wie der Schreibstil. Ich kannte die Reihe bisher nicht, aber jeder Roman ist für sich abgeschlossen. Es wird ein Teil einer künstlichen Hüfte gefunden.... Das stille Gift von Nicola Förg erschienen im Piper Verlag Das Cover ist toll, genau wie die der anderen Romane. Nicht düster und schaurig, sondern bunt und locker. Genau wie der Schreibstil. Ich kannte die Reihe bisher nicht, aber jeder Roman ist für sich abgeschlossen. Es wird ein Teil einer künstlichen Hüfte gefunden. Schnell ist den Kommissaren Mangold und Reindl klar, das sich der Besitzer nicht freiwillig davon getrennt hat. Durch die Seriennummer in dem Metallteil finden die Kommissare schnell heraus das es sich dabei um die Hüfte von dem Vermissten Kilian Schwaiger handelt. Er war ein Bauer, der gegen Windmühlen kämpfte. Er wollte beweisen, das durch die Biogasanlagen, Gifte in den Boden gelangen, die Tier aber auch Menschen bedrohen. Er selbst hat schon viele Tiere deshalb verloren und der Hof stand vor dem Ruin. Es beginnt eine schwierige Suche, denn die die was wissen, sagen nichts, die die nichts wissen, meinen was sagen zu müssen. Es geht um Macht, Politik und viel Geld. Da gehen manche auch schon mal über Leichen. Oder doch nicht? Der Roman ist super geschrieben, locker leicht zu lesen. Nur der Dialekt lässt einen manchmal innehalten, denn zum Teil musste ich die Sätze langsam und mehrmals lesen. Am Anfang dachte ich, na ob das nicht auf Dauer stört? Aber nein, man gewöhnt sich dran und es ist sogar ganz lustig. In der Mitte des Buches wird viel über Landwirtschaft und die Zusammenhänge von Futter, Tiere und Menschen, woher kommt was, und viele Fremdwörter erklärt. Das ist etwas lang. Allerdings lohnt es sich dran zu bleiben, denn es wird richtig spannend. Und das beste ist: es kommt am Ende ganz anders als man denkt. Das finde ich immer klasse, denn man rätselt ja doch die ganze Zeit mit, wer der Mörder sein könnte. Und wie schön wenn der Autor es dann schafft einen an der Nase rum zu führen. :-) Es werden allerdings auch Themen angesprochen, die manche Leser vielleicht nicht so gerne lesen wollen. Das wir Menschen uns an der Natur vergreifen, das Tiere aussterben und auch unter dem Thema Bio ist nicht immer alles so Bio wie es scheint. Aber die Gesellschaft eher dazu neigt, wegzusehen! Da kommt man an manchen Stellen schon ans nachdenken. Ein schönes Buch das ich auf jeden Fall empfehlen kann.