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Sweet Occupation

Roman

Lizzie Doron

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Beschreibung


Die Begegnung mit dem Fremden – eine Begegnung mit dem Fremden in sich selbst

Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die »Friedenskämpfer-Bewegung« gründeten, entschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf, und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen.

Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen.

"In bestechend klaren, selbstkritischen Worten, dokumentiert Lizzie Doron, wie schwer es ihr fiel, jahrzehntelang eingeübte Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen."
Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk, Büchermarkt 13.04.2017

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt – und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.« 2018 wurde sie mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung ausgezeichnet..
Mirjam Pressler, geboren 1940 in Darmstadt, besuchte die Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt und lebt heute als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in der Nähe von München. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach und der Carl-Zuckmayer-Medaille.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 07.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26150-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/2,5 cm
Gewicht 318 g
Übersetzer Mirjam Pressler
Verkaufsrang 156807

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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"...der Krieg (ist) KEINE schicksalhafte Bestimmung..." (196)
von Miri am 25.04.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich finde es sehr schade, dass dieses Buch wegen seines "fragwürdigen/skandalösen (?)" Inhalts kein einziger Verlag in Israel auf den Markt bringen möchte. Was hier Lizzie Doron aufzeigt ist, dass es Menschen gibt, die durch ihre schmerzlichsten Lebensmomente zur Erkenntnis gelangt sind, dass "aus den Gräbern keine Veränderung k... Ich finde es sehr schade, dass dieses Buch wegen seines "fragwürdigen/skandalösen (?)" Inhalts kein einziger Verlag in Israel auf den Markt bringen möchte. Was hier Lizzie Doron aufzeigt ist, dass es Menschen gibt, die durch ihre schmerzlichsten Lebensmomente zur Erkenntnis gelangt sind, dass "aus den Gräbern keine Veränderung kommen wird" (197). Hass zeugt Gewalt und die füllt Gräber auch im 21.Jh. Im Gespräch mit den "Feinden" (Terroristen=Verräter=Kämpfern=Friedensstiftern) taucht die Journalistin in die Welt der Friedenskämpfern (Combatants For Peace) ein, die allesamt, egal, ob Kriegsverweigerer an der Seite des Israelis oder Terrorverweigerer an der Seite der Palästinensern Eines gemeinsam entschieden: in diesem Konflikt "...solle nicht darum gehen, wer im Recht sei und wer stark, wer böse oder gut sei" (192), die Sweet Occupation muss endlich zu Ende kommen. Die Autorin zeigt die Macht der selektiven Wahrnehmung, wie schon die Geschichte so oft gezeigt hat ("Geschichte ist letztendlich nur Wissen und lässt uns oft keine Hoffnung" (182)), tendiert der Mensch die eine oder andere Seite zu ergreifen ohne das Ganze zu betrachten. Rache, Macht, Gier, Unwissenheit, Traditionen herrschen über das grundlegendste (für mich) moralische und ethische Prinzip: Lebe und lass leben! Letztendlich ist "der Mut zu töten nur die Kehrseite der Schwäche" (187). Es ist schwer eingeübte Denkmuster aufzubrechen, aber nicht unmöglich. Und dieses Durchbrechen steht im Zentrum des Buches. Sehr fesselnd und lehrreich. Zeitgeschehen, aktuell, augenöffnend. Sollte wirklich jeder lesen, der/die auch das Gefühl hat, dass die Medien die Krise im Nahen Osten vorrangig als Sensationsstoff behandeln und der Hoffnung mancher Menschen, diesen Konflikt auch friedvoll lösen zu wollen, kaum Beachtung schenken. Absolute Leseempfehlung!!!

Zeitgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2017

Es ist ein Kreislauf der Gewalt, der zwischen palästinensischen und isrealischen Bevölkerung herrscht. Angst, Misstrauen, Vorurteile und eine jahrzehntelange gewalttätige Historie sind die Grundpfeiler dieser Völkerverständigung. Und dennoch gibt es sie- eine friedliche Verständigung in Form der „Combatants for Peace“. Eine Grup... Es ist ein Kreislauf der Gewalt, der zwischen palästinensischen und isrealischen Bevölkerung herrscht. Angst, Misstrauen, Vorurteile und eine jahrzehntelange gewalttätige Historie sind die Grundpfeiler dieser Völkerverständigung. Und dennoch gibt es sie- eine friedliche Verständigung in Form der „Combatants for Peace“. Eine Gruppe von Palästinensern und Israelis, die sich zusammengeschlossen haben, um ein Zeichen des Friedens zu setzen. Lizzie Doron hat mit 5 Männern dieser Friedensgruppe gesprochen und deren Leben niedergeschrieben. „Sweet Occupation“ ist ein Zeugnis von Menschen, die Träume, Hoffnungen und Ängste haben. Männer von palästinensischer und isrealischer Seite, die sich bekriegt aber einen Weg gefunden haben, ihre Überzeugungen zu hinterfragen und aus den etablierten Denkmustern ausgebrochen sind. Ich persönlich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen, denn Lizzie Doron ist eine außergewöhnliche Schriftstellerin und ich bewundere sie für ihren Mut, diese Geschichten niedergeschrieben zu haben.


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