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Das Licht und die Geräusche

Roman. Originalausgabe

(13)
Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris' Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.
Portrait
Jan Schomburg ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller. Er schrieb und inszenierte u.a. die vielfach preisgekrönten Kinofilme ›Über uns das All‹ (2011) und ›Vergiss mein Ich‹ (2013). Zu dem Film ›Vor der Morgenröte‹ (2016) schrieb er gemeinsam mit Maria Schrader das Drehbuch. ›Das Licht und die Geräusche‹ ist sein erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28108-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,6/14,4/2,7 cm
Gewicht 463 g
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

Jan Schomburg schreibt so authentisch und schnoddrig, so witzig und klug aus der Perspektive der jungen Johanna, dass ich diesen tollen Roman in einem Atemzug verschlungen habe. Jan Schomburg schreibt so authentisch und schnoddrig, so witzig und klug aus der Perspektive der jungen Johanna, dass ich diesen tollen Roman in einem Atemzug verschlungen habe.

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Ein ,in der besten Weise des Wortes gemeinter, seltsamer Roman. Sehr einfühlsam und authentisch. Mir hat es sehr gefallen! Mal etwas komplett anderes! Ein ,in der besten Weise des Wortes gemeinter, seltsamer Roman. Sehr einfühlsam und authentisch. Mir hat es sehr gefallen! Mal etwas komplett anderes!

„Sehr lesenswert!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein sehr berührender und einfühlsam geschriebener Roman über junge Menschen, die sich fragen: Wie soll man denn eigentlich leben?! Eine erstaunliche literarische Entdeckung! Ein sehr berührender und einfühlsam geschriebener Roman über junge Menschen, die sich fragen: Wie soll man denn eigentlich leben?! Eine erstaunliche literarische Entdeckung!

„Episoden aus dem Leben eines Teenagers...der anderen Art“

Nina Warnke, Thalia-Buchhandlung Rostock

Johannas' Freund Boris hat Probleme. Das weiß sie zu Beginn des Romans allerdings noch nicht. Vielmehr beschäftigt sie, warum Ana-Clara und nicht sie seine Freundin ist. Boris ist einer von diesen Menschen, die individuelle Außenseiter sein und trotzdem von der gesamten Gruppe akzeptiert werden können. Dieses Glück hat allerdings nicht jeder an der Schule. Dieses und andere soziale Phänomene, die sicher jeder so oder ähnlich aus seiner Jugendzeit kennt, werden hier in einem guten Ton in mehreren kleinen Episoden eingefangen.
Dramatisch zuspitzen tut sich dann alles, als Boris plötzlich nach Island verschwindet....
Johannas' Freund Boris hat Probleme. Das weiß sie zu Beginn des Romans allerdings noch nicht. Vielmehr beschäftigt sie, warum Ana-Clara und nicht sie seine Freundin ist. Boris ist einer von diesen Menschen, die individuelle Außenseiter sein und trotzdem von der gesamten Gruppe akzeptiert werden können. Dieses Glück hat allerdings nicht jeder an der Schule. Dieses und andere soziale Phänomene, die sicher jeder so oder ähnlich aus seiner Jugendzeit kennt, werden hier in einem guten Ton in mehreren kleinen Episoden eingefangen.
Dramatisch zuspitzen tut sich dann alles, als Boris plötzlich nach Island verschwindet....

Ein überwältigendes Debüt, das lange nachhallt!
Intim, ehrlich und fesselnd erzählt uns Jan Schomburg Momentaufnahmen aus Johannas Leben und ihrer Suche nach dessen Bedeutung.
Ein überwältigendes Debüt, das lange nachhallt!
Intim, ehrlich und fesselnd erzählt uns Jan Schomburg Momentaufnahmen aus Johannas Leben und ihrer Suche nach dessen Bedeutung.

„Einmalig!“

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Johanna erzählt von sich,ihrem Leben,ihrem besten Freund Boris und ihren Gefühlen zu ihm. Klingt banal? Weit gefehlt! Man wird quasi in die Handlung geworfen,steckt sofort mittendrin, fühlt mit,denkt mit,weint mit. Ich war richtig traurig als die Geschichte plötzlich vorbei war. Ein wahnsinnig einfühlsames Buch über zwei junge Menschen die sich selbst noch finden müssen und dabei dem Leben trotzdem ins Gesicht lachen.
Ich werde das Buch gleich noch einmal lesen.
Johanna erzählt von sich,ihrem Leben,ihrem besten Freund Boris und ihren Gefühlen zu ihm. Klingt banal? Weit gefehlt! Man wird quasi in die Handlung geworfen,steckt sofort mittendrin, fühlt mit,denkt mit,weint mit. Ich war richtig traurig als die Geschichte plötzlich vorbei war. Ein wahnsinnig einfühlsames Buch über zwei junge Menschen die sich selbst noch finden müssen und dabei dem Leben trotzdem ins Gesicht lachen.
Ich werde das Buch gleich noch einmal lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
8
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0
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Über die Liebe in Zeiten der Adoleszenz…
von Die Art der Ida Gratias am 29.04.2017

Johanna liebt Boris, Boris liebt Ana-Clara und ob Ana-Clara überhaupt etwas fühlt, da ist sich Johanna nicht so sicher. Über ihre Freundschaft zu Boris, der vor kurzem mit seiner Familie aus Portugal zurückgekommen ist und in ihre Klasse geht, sagt Johanna: „Manchmal verstehe ich nicht, was Boris und ich... Johanna liebt Boris, Boris liebt Ana-Clara und ob Ana-Clara überhaupt etwas fühlt, da ist sich Johanna nicht so sicher. Über ihre Freundschaft zu Boris, der vor kurzem mit seiner Familie aus Portugal zurückgekommen ist und in ihre Klasse geht, sagt Johanna: „Manchmal verstehe ich nicht, was Boris und ich eigentlich für eine Beziehung haben, und außer dass wir uns nicht küssen und nicht Händchen halten und nicht zusammen schlafen, sind wir im Grunde eigentlich ein Paar.“ Boris und Johanna verbringen jede freie Minute miteinander und doch bleiben sie sprachlos, wenn es darum geht, was es bedeutet, wenn man sich fast geküsst hat. Sich all diese Fragen zu stellen, die Zweifel zu spüren und den unbändigen Wunsch das Leben gänzlich zu verstehen, zeichnet die Ich-Erzählerin Johanna aus. Mit einer angenehm unaufgeregten, selbstreflektierenden, ironischen Sprache, die aber, dem Schreibgott sei auf immer gedankt, nie ins nervig Pseudo-jugendsprachliche abdriftet, lässt Johanna den Leser in ihre Seele blicken. Die Coming-of-age Story um die drei Jugendlichen entstammt der Feder des preisgekrönten Drehbuchautors und Filmregisseurs Jan Schomburg, dessen Verlag keine Mühen gescheut hat, das Buch durch prominente Vorleser zu promoten, was, ich muss es gestehen, mich erst etwas skeptisch gemacht hat. Unnötigerweise! „Das Licht und die Geräusche“ hätte sich es auch ohne den Halo-Effekt durch bekannte Stimmen ins Rampenlicht geschafft. Johanna erzählt in rasanten Schnitten Episoden aus ihrem Leben, von der Vergangenheit zur Gegenwart und wieder zurück. Szenenwechsel, die einen schwindelig machen können, aber die persönliche Erinnerung folgt nun mal nicht den Regeln einer Nacherzählung für den Deutschunterricht. Da geht es um alles, worum es in diesem Alter halt so geht: um Klassenfahrten, peinliche Eltern, ungerechte Lehrer, Partys, Mobbing, Todessehnsucht und Wanderungen angetrunken durch die Nacht. Sprachlich immer im Präsens, so dass der Leser ganz nah an den Figuren ist, die Montagetechnik verrät den Autor, das Verschachteln von Rückblenden, Jetztzeit und Zoom der Szenen wirkt sehr filmisch, den Medienkonsumgewohnheiten gerade jüngerer Leser sehr entgegenkommend. Trotzdem gelingt es Schomburg den Stoff zu verdichten, die Spannung voran zu treiben, Boris verschwindet, hinterlässt einen Abschiedsbrief, der zu schlimmsten Spekulationen Anlass gibt, so dass Johanna und Ana-Clara mit Boris Eltern Richtung Island aufbrechen. Die Suche nach dem Mann, der die beiden Frauen in Eifersucht verbindet, führt zu einer kurzen, intensiven Annäherung, die so schnell vorbei ist, wie sie begann. Schomburg gelingt es auch hier die darauf folgenden Gefühlsverwirrungen sehr authentisch darzustellen, wobei für mich die erzählerischen, statischeren Sequenzen die schwächeren sind. Was es für mich zu so etwas Besonderem macht, ist die wunderbar weise Heldin, die nicht einfach nur schildert, wie das Leben sich anfühlt, bevor man offiziell allein darüber bestimmen darf, sondern die ihre Fragen ans Leben mit den Lesern teilt. Johanna will die Beweggründe, die Menschen Dinge tun oder lassen lässt verstehen, will wissen, warum sie etwas genau so tun, wie sie es tun. Ihr Gehirn steht nie still, da sind so viele Fragen und sie will Antworten. In ihrem Kopf tobt ein Gedankenstrom, der so viel Energie entwickelt, dass er den Leser schon auf der ersten Seite mit sich reißt. In diesem Roman geht es um die großen Fragen: um Loyalität, Liebe, das Leben. Und Johanna, die jüngere Schwester im Geiste einer Miranda Hobbes, diese begnadete Metatheorien-Queen, die verstehen will, sie stellt sie sich und uns. Bis sie letztendlich zum Schluss kommt, „.., dass man vielleicht auch nicht immer alles verstehen muss.“, was aber nicht bedeutet, dass man das Fragen einstellen sollte.

Abstrakte Leseerfahrung
von NiWa aus Euratsfeld am 23.04.2017

Johanna versteht nicht, warum Boris und sie nicht zusammen sind. Eigentlich benehmen sie sich wie ein Paar, verbringen jede Minute gemeinsam und trotzdem haben sie sich nie geküsst. Es könnte auch daran liegen, dass Boris mit Ana-Clara zusammen ist, die aber in Portugal lebt. Es ist schwierig bei diesem Roman... Johanna versteht nicht, warum Boris und sie nicht zusammen sind. Eigentlich benehmen sie sich wie ein Paar, verbringen jede Minute gemeinsam und trotzdem haben sie sich nie geküsst. Es könnte auch daran liegen, dass Boris mit Ana-Clara zusammen ist, die aber in Portugal lebt. Es ist schwierig bei diesem Roman das Thema zu bestimmen. Klar, es geht einerseits um’s Erwachsenwerden, es geht um Freundschaft, ein bisschen um Sexualität und darum, wie sich so manche Gruppendynamik entwickelt, aber der Hauptkern der Handlung hat sich mir leider nicht ganz erschließen können. Johanna ist eine sehr interessante Person, weil sie Dinge macht, die nicht nachvollziehbar sind. Sie biedert sich an, will andere nicht enttäuschen oder nimmt sich vollständig zurück. An diesen Zügen merkt man, dass sich die Protagonistin mitten in der Entwicklung zur Erwachsenen befindet. Boris ist ihr bester Freund und eigentlich sollten sie ein Paar sein. Für mich als Leserin ist er eine sehr nebulöse Person geblieben. Ich kann weder seine Handlungen, Entscheidungen oder sein Gebaren einordnen. Es ist schwierig ihn zu fassen und seinen Charakter zu erkennen, weil er dafür viel zu schemenhaft beschrieben wird. Dann wird noch Ana-Clara eine wichtige Rolle zugewiesen, die ich ebenso wenig greifen kann. Nicht nur für Johanna sondern auch für den Leser bleibt sie undurchschaubar. Meistens starrt sie teilnahmslos vor sich hin und man ahnt nicht, welche Zielstrebigkeit in ihrer Person steckt. Der Erzählstil des Autors bzw. der Handlungsaufbau ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die Ereignisse werden episodenhaft geschildert und dabei wird sogar auf chronologische Zusammenhänge verzichtet. Mit Johanna springt man vor- und zurück, beschäftigt sich mit unwichtigen Details, während man sich im nächsten Moment schon wieder in einer völlig anderen Situation befindet, nur um wenige Zeilen später in vorherigen Ereignissen zu wühlen. Diesem Stil konnte ich leider nichts abgewinnen, obwohl der Roman dadurch eine interessante Leseerfahrung ist. Schomburgs Schreibstil ist wahnsinnig gut und ich finde es schade, dass Handlung und Aufbau mich nicht überzeugen konnten, weil ich mich in seinen Schilderungen trotzdem sehr wohl gefühlt habe. Die Geschichte an sich kann ich kaum in Worte fassen, weil sie nicht wirklich nachvollziehbar - schon fast abstrakt - ist. Im Grunde passiert nicht viel und dennoch verändert sich alles. Ich weiß nicht, wer für diesen Roman die richtige Leserschaft ist. Eventuell muss man hier schon sehr an literarischen Elementen interessiert sein, um diesen Roman mit Leidenschaft zu begegnen. Für mich war „Das Licht und die Geräusche“ eine abstrakte Leseerfahrung, die ich gerne gemacht habe, auch wenn sie mich nicht ganz packen konnte.

Eine harte Geduldsprobe
von Kathrineverdeen am 20.04.2017

Kann eine Geschichte gut geschrieben und dennoch so schlecht erzählt sein, dass man als Leser überhaupt keinen Zugang zur Handlung und deren literarischen Figuren bekommt? Absolut! Mein letzter literarischer Ausflug hat es bewiesen. „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein Buch, das ich nur schwer mit... Kann eine Geschichte gut geschrieben und dennoch so schlecht erzählt sein, dass man als Leser überhaupt keinen Zugang zur Handlung und deren literarischen Figuren bekommt? Absolut! Mein letzter literarischer Ausflug hat es bewiesen. „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein Buch, das ich nur schwer mit Worten beschreiben kann. Nicht etwa, weil es so bedeutsam und großartig ist, sondern weil es mich wahrhaftig zur Verzweiflung gebracht hat. Denn einerseits ist der Schreibstil Schomburgs wirklich außergewöhnlich, aber die Schilderungen von den Ereignissen und den literarischen Figuren sind alles andere als gelungen. Was anfangs so vielversprechend klang, entpuppte sich rasch als trivial und als eine reine Zeitverschwendung. Dass Freundschaften zwischen Frauen und Männern etwas schwierig sind, ist allseits bekannt. Das betrifft auch die Freundschaft von Johanna und Boris, denn auch hier sind eher leidenschaftliche Gefühle im Spiel. Sehr zum Unmut von Johanna ist Boris jedoch in Ana-Clara verliebt. Bis vor Kurzem stellten Johannas heimliche Gefühle für Boris kein Problem dar. Aber als Ana-Clara dann aus ihrer Heimat Portugal anreist, wird es für Johanna sehr schwer ihre Emotionen zu verbergen und die Freundin ihres besten Freundes zu tolerieren. Eines Tages verschwindet Boris und beide Rivalinnen müssen sich auf die Suche nach ihm begeben und sich irgendwie miteinander arrangieren. Die Handlung nur kurz zu umreißen fällt mir sehr schwer, weil der Autor so viele Schauplätze und Brennpunkte für seine Geschichte gewählt hat. Im Grunde genommen geht es um drei Menschen, die sich auf dem Weg zum Erwachsenwerden begegnen und zu einer Schicksalsgemeinschaft heranwachsen. Schomburgs Debüt ist ein Coming-of-Age-Roman, der sich mit vielen gewichtigen Themen beschäftigt: die Schwierigkeiten, die das Erwachsenwerden mit sich bringen, Sexualität, Homosexualität, Suizid und die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft oder gar im Leben. Eine äußerst brisante Mischung, an die man als Autor mit viel Feingefühl herangehen muss, weil man sich auch leicht übernehmen kann. Statt der angebrachten Sensibilität bedient sich Schomburg eher dem Vorschlaghammer und handelt sie reizlos und oberflächlich in einem sehr ungehobelten und sprunghaften Stil ab. Als ich die wenigen Kapitel von „Das Licht und die Geräusche“ las, gruselte es mich vor der Darstellung der drei jungen Menschen, die die Säulen dieser Geschichte sind. Sie wurden so leichtfertig gezeichnet und ihre wankelmütigen Taten glichen eher den gängigen Klischees über Jugendliche. Ihre Beziehungen zueinander wirkten so bedeutungs- und lieblos. So als wären sie aus einer Laune heraus entstanden. Alle Charaktere machten es mir sehr schwer, sie wirklich zu erfassen, weil sie für meinen Geschmack völlig übertrieben und manchmal etwas pathologisch beschrieben wurden. Die Ich-Erzählerin Johanna zum Bespiel glich in ihrer Denkweise und in ihren Handlungen eher einem männlichen Charakter und ihre teilweise wirren Gedankengänge verliehen der Geschichte etwas extrem Unruhiges. „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg war für mich eine harte Geduldsprobe, die ich nur bestanden habe, weil der Autor sich kurzgefasst und einen sehr flüssigen Schreibstil hat.