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Trutz

Roman

(11)

»In diesen Roman geriet ich aus Versehen oder vielmehr durch eine Bequemlichkeit.« Dieser Satz eröffnet eine Recherche, über das Leben zweier Familien während des vergangenen Jahrhunderts.
Ein Roman also des 20. Jahrhunderts, der des Schriftstellers Rainer Trutz und der von Waldemar Gejm, einem Professor für Mathematik und Linguistik an der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung.
Die partei-offizielle Gedächtnissteuerung staatlicher Stellen wird Trutz wie Gejm in den darauffolgenden Jahren zum Verhängnis: Der Deutsche wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin führen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod.
Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich Jahrzehnte später zeigt sich die Ironie der Geschichte und die ihres Lebens: Das Jahrhundert, das auf ein nicht-staatlich bevormundetes Gedächtnis angewiesen wäre, arbeitet unerlässlich daran, das Gedächtnis auszulöschen.In seiner objektiven und zugleich einfühlenden Chronik der Lebensläufe zweier Familien bündelt Christoph Hein, die vergebliche Hoffnung auf eine Existenz jenseits von Elend und Sklaverei. Und so ist ihm ein Jahrhundertroman im zweifachen Sinn gelungen: ein Jahrhundert umgreifend, ein Jahrhundert widerspiegelnd, ein Jahrhundert verstehbar zu machen und nachzuerleben.

Portrait

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 477
Erscheinungsdatum 26.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42585-5
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 21,4/14/4,2 cm
Gewicht 585 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 63.597
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ines Schwabe, Thalia-Buchhandlung Jena

Michael Trutz beherrscht die Mnemotechnik,er vergisst nicht! Aber diese Fähigkeit wird ihm zum Verhängnis- so etwas war schon immer mit tödlicher Gefahr verbunden. Brandaktuell! Michael Trutz beherrscht die Mnemotechnik,er vergisst nicht! Aber diese Fähigkeit wird ihm zum Verhängnis- so etwas war schon immer mit tödlicher Gefahr verbunden. Brandaktuell!

„Die Kunst der Erinnerung“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

"Wenn Sie schnell und rasch vergessen, werden Sie glücklich auf Erden...".
Es geht in diesem Buch um Erinnern und Vergessen.
Die Mnemonik, die Wissenschaft des Erinnerns.
Der Chronist Maykl Trutz erzählt die deutsch-russische Geschichte, Zeitgeschichte der Generation der Väter Ende des 2. Weltkrieges und Zeitgeschichte der Söhne, jetzt.
Hein ist wieder einmal genauer Beobachter menschlicher Verhaltensweisen und gesellschaftlicher Interaktionsmuster, zeigt Menschen und Geschichte wie auf dem Seziertisch, dabei mit ungeheurer Leichtigkeit.
Ein großartiges Buch!
"Wenn Sie schnell und rasch vergessen, werden Sie glücklich auf Erden...".
Es geht in diesem Buch um Erinnern und Vergessen.
Die Mnemonik, die Wissenschaft des Erinnerns.
Der Chronist Maykl Trutz erzählt die deutsch-russische Geschichte, Zeitgeschichte der Generation der Väter Ende des 2. Weltkrieges und Zeitgeschichte der Söhne, jetzt.
Hein ist wieder einmal genauer Beobachter menschlicher Verhaltensweisen und gesellschaftlicher Interaktionsmuster, zeigt Menschen und Geschichte wie auf dem Seziertisch, dabei mit ungeheurer Leichtigkeit.
Ein großartiges Buch!

„Gedanke und Erinnerung“

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Die Familien Trutz und Gejm verbindet eine lange Geschichte. Beide Familien haben Leid, Elend und Hoffnungslosigkeit erfahren. Rainer Trutz und Waldemar Gejm arbeiten an der Mnemotechnik und erhoffen sich einen Durchbruch. Leider kommt alles anders. Mit den Folgen haben auch die Söhne der beiden Jahre später noch zu kämpfen.
Ein Spiegel der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts, packend, intelligent und voller Wahrheiten
Die Familien Trutz und Gejm verbindet eine lange Geschichte. Beide Familien haben Leid, Elend und Hoffnungslosigkeit erfahren. Rainer Trutz und Waldemar Gejm arbeiten an der Mnemotechnik und erhoffen sich einen Durchbruch. Leider kommt alles anders. Mit den Folgen haben auch die Söhne der beiden Jahre später noch zu kämpfen.
Ein Spiegel der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts, packend, intelligent und voller Wahrheiten

„Erzählsog“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Nach "Glückskind mit Vater" hat Christoph Hein wieder einen Roman vorgelegt, der Welt- und Familiengeschichte zusammenführt. In diesem Sog lernen wir Rainer und Gudrun kennen, die sich in den Ende der zwanziger/ Anfang der dreißiger Jahre in Deutschland behaupten wollen und doch lernen müssen, zu gehen. Nach "Glückskind mit Vater" hat Christoph Hein wieder einen Roman vorgelegt, der Welt- und Familiengeschichte zusammenführt. In diesem Sog lernen wir Rainer und Gudrun kennen, die sich in den Ende der zwanziger/ Anfang der dreißiger Jahre in Deutschland behaupten wollen und doch lernen müssen, zu gehen.

Christine Berndt, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein junger Schriftsteller emigriert mit seiner kleinen Familie nach Russland und kommt vom Regen in die Traufe. Das Buch macht betroffen
und die Hölle des Stalinismus greifbar.
Ein junger Schriftsteller emigriert mit seiner kleinen Familie nach Russland und kommt vom Regen in die Traufe. Das Buch macht betroffen
und die Hölle des Stalinismus greifbar.

„Ein wenig enttäuschend“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Christoph Hein ist ein wahrer Chronist unserer Zeit, den ich sehr, sehr schätze.
Trotz allem wurde ich vom neuen Buch ein wenig enttäuscht.
Es war ein bisschen langatmig und die Figuren kamen mir diesmal auch nicht so nahe wie in den anderen Büchern.
Nichtsdestotrotz erzählt Hein wieder ein Stück Geschichte, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.
Christoph Hein ist ein wahrer Chronist unserer Zeit, den ich sehr, sehr schätze.
Trotz allem wurde ich vom neuen Buch ein wenig enttäuscht.
Es war ein bisschen langatmig und die Figuren kamen mir diesmal auch nicht so nahe wie in den anderen Büchern.
Nichtsdestotrotz erzählt Hein wieder ein Stück Geschichte, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

„Ein Jahrhundertroman“

Colette Stamer, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein Gedächtnis, das nicht vergisst- das ist der Forschungsgegenstand einer seltenen Wissenschaft, der Mnemonik. Das hat mich schon auf den ersten Seiten dieses Romans gefesselt. Doch in einem Lied, das im Buch mehrfach vorkommt, heißt es, dass nur derjenige glücklich ist, der vergessen kann.
Mit den Protagonisten erlebt der Leser hautnah das frühe, erstarkende Nazi-Deutschland, das Leben in der Sowjetunion und später in der DDR. Politische Verfolgung, Deportation und Denunziation bilden die traurigen Schlaglichter dieses Romans, doch geht es auch um Beruf, Freundschaft, Eheglück und Familienleben. Nüchtern und feinfühlig erzählt Christoph Hein diesen sorgfältig recherchierten Roman.
Ein Gedächtnis, das nicht vergisst- das ist der Forschungsgegenstand einer seltenen Wissenschaft, der Mnemonik. Das hat mich schon auf den ersten Seiten dieses Romans gefesselt. Doch in einem Lied, das im Buch mehrfach vorkommt, heißt es, dass nur derjenige glücklich ist, der vergessen kann.
Mit den Protagonisten erlebt der Leser hautnah das frühe, erstarkende Nazi-Deutschland, das Leben in der Sowjetunion und später in der DDR. Politische Verfolgung, Deportation und Denunziation bilden die traurigen Schlaglichter dieses Romans, doch geht es auch um Beruf, Freundschaft, Eheglück und Familienleben. Nüchtern und feinfühlig erzählt Christoph Hein diesen sorgfältig recherchierten Roman.

„Glück und Leid“

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Zwei Familien im stalinistischen Russland.
Die Eine flieht vor dem beginnendem Naziregime nach Moskau, die Andere ist seit Generationen russisch, deutschstämmig.
Beide werden in Folge der wechselnden Politik hoch angesehen und als neue Genossen begrüßt, dann als Feinde und Spione verurteilt und deportiert. Das stalinistische Regime verhält sich unvorhersehbar. Die Angst vor dem Verlust der erarbeiteten Privilegien und dem Schutz hochrangiger Funktionäre wird lebensbestimmend. Es überleben die Söhne und besten Freunde, die sich in der Bundesrepublik wieder begegnen.
Christoph Heim hat sich seit der Novelle: “Der fremde Freund“ (1982) in vielen seiner Werke mit dem Scheitern von Revolutionen und den Auswirkungen historischer Ereignisse auf den kleinen Mann beschäftigt. Das gelingt ihm in dem vorliegenden Werk wieder anschaulich und hervorragend.
Ein bitteres Buch über die Schicksale, die sich hinter den sterilen Zahlen der Deportierten und Opfern verbergen und die Zerbrechlichkeit der menschlichen Träume.
Zwei Familien im stalinistischen Russland.
Die Eine flieht vor dem beginnendem Naziregime nach Moskau, die Andere ist seit Generationen russisch, deutschstämmig.
Beide werden in Folge der wechselnden Politik hoch angesehen und als neue Genossen begrüßt, dann als Feinde und Spione verurteilt und deportiert. Das stalinistische Regime verhält sich unvorhersehbar. Die Angst vor dem Verlust der erarbeiteten Privilegien und dem Schutz hochrangiger Funktionäre wird lebensbestimmend. Es überleben die Söhne und besten Freunde, die sich in der Bundesrepublik wieder begegnen.
Christoph Heim hat sich seit der Novelle: “Der fremde Freund“ (1982) in vielen seiner Werke mit dem Scheitern von Revolutionen und den Auswirkungen historischer Ereignisse auf den kleinen Mann beschäftigt. Das gelingt ihm in dem vorliegenden Werk wieder anschaulich und hervorragend.
Ein bitteres Buch über die Schicksale, die sich hinter den sterilen Zahlen der Deportierten und Opfern verbergen und die Zerbrechlichkeit der menschlichen Träume.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein sensibler Roman über die Geister der Vergangenheit die unser ganzes Leben beeinflussen. Wunderbar geschrieben. Ein sensibler Roman über die Geister der Vergangenheit die unser ganzes Leben beeinflussen. Wunderbar geschrieben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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