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Schwarzwasser / Kreuthner und Wallner Bd. 7

Gekürzte Lesung

Kreuthner und Wallner 7

Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa

Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst

scheint niemand den Toten zu kennen …

Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.
Portrait
Andreas Föhr verfasst neben seinen Romanen erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen. Unter anderem schrieb er für "SOKO 5113", "Ein Fall für zwei" und "Der Bulle von Tölz". Mit seinen Wallner-&-Kreuthner-Krimis war er monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste zu finden.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Michael Schwarzmaier, Andreas Föhr
Anzahl 6
Erscheinungsdatum 02.06.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783839815304
Genre Krimi/Thriller
Verlag Argon
Auflage 3. Auflage
Spieldauer 457 Minuten
Verkaufsrang 5.603
Hörbuch (CD)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Muss für jeden Bayern- und Krimifan!“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Kommissar Clemens Wallner würde gerne den Tag gemeinsam mit seinem Großvater Manfred ausklingen lassen. Doch als er nach Hause kommt merkt er, dass Manfred zu später Stunde nicht zuhause ist... Als Wallner dann noch die Nachricht erhält, dass ein älterer Herr tot aufgefunden wurde, rechnet er mit dem Schlimmsten. Zur großen Erleichterung stellt sich später heraus, dass es sich bei dem Toten um einen gewissen Klaus Wartberg handelt, den Polizeikollege Kreuthner wieder einmal rein zufällig bei einem seiner Streifzüge entdeckt hatte. Die Identität des Toten gibt den Polizeibeamten jede Menge Rätsel auf und bald befinden sie sich mitten in einem Strudel von Gewalt, Korruption und illegalen Machenschaften. Das Polizei-Duo Wallner und Kreuthner ermittelt wieder. Ein Muss für jeden Bayern- und Krimifan. Kommissar Clemens Wallner würde gerne den Tag gemeinsam mit seinem Großvater Manfred ausklingen lassen. Doch als er nach Hause kommt merkt er, dass Manfred zu später Stunde nicht zuhause ist... Als Wallner dann noch die Nachricht erhält, dass ein älterer Herr tot aufgefunden wurde, rechnet er mit dem Schlimmsten. Zur großen Erleichterung stellt sich später heraus, dass es sich bei dem Toten um einen gewissen Klaus Wartberg handelt, den Polizeikollege Kreuthner wieder einmal rein zufällig bei einem seiner Streifzüge entdeckt hatte. Die Identität des Toten gibt den Polizeibeamten jede Menge Rätsel auf und bald befinden sie sich mitten in einem Strudel von Gewalt, Korruption und illegalen Machenschaften. Das Polizei-Duo Wallner und Kreuthner ermittelt wieder. Ein Muss für jeden Bayern- und Krimifan.

„Zerfix, des war nix!“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Mir gefällt diese Reihe besonders deswegen so gut, weil sie ohne den flapsigen Humor, der sich bei vielen anderen Regional Krimis etabliert hat, auskommt oder besser gesagt bisher ausgekommen ist. Leider war für mein Empfinden der Humor, das zwanghaft Lustige und unbedingt absurd Komische zu sehr im Fokus und auch schlicht nicht gut gemacht. Das können andere Autoren einfach besser und wirken damit auch authentischer. Hier glänzte die Reihe sonst mit besonderen Charakteren, feinem situativen Humor und einer großen Portion Spannung und Dynamik - leider fehlt es diesem Band an allem! Der Fall an sich hätte das Potenzial gut erzählt zu werden, aber das ist hier einfach missglückt. Ich hoffe die Reihe wird fortgesetzt und besinnt sich wieder auf ihre eigenen Stärken gegenüber den anderen Regional Krimis und versucht nicht sie zu kopieren. Das es auch anders geht, zeigen 6 spannende Fälle zuvor! Mir gefällt diese Reihe besonders deswegen so gut, weil sie ohne den flapsigen Humor, der sich bei vielen anderen Regional Krimis etabliert hat, auskommt oder besser gesagt bisher ausgekommen ist. Leider war für mein Empfinden der Humor, das zwanghaft Lustige und unbedingt absurd Komische zu sehr im Fokus und auch schlicht nicht gut gemacht. Das können andere Autoren einfach besser und wirken damit auch authentischer. Hier glänzte die Reihe sonst mit besonderen Charakteren, feinem situativen Humor und einer großen Portion Spannung und Dynamik - leider fehlt es diesem Band an allem! Der Fall an sich hätte das Potenzial gut erzählt zu werden, aber das ist hier einfach missglückt. Ich hoffe die Reihe wird fortgesetzt und besinnt sich wieder auf ihre eigenen Stärken gegenüber den anderen Regional Krimis und versucht nicht sie zu kopieren. Das es auch anders geht, zeigen 6 spannende Fälle zuvor!

„Servus aus Miesbach“

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Ulm

Endlich wieder ein Fall für Wallner und Kreuthner, der es natürlich wieder sofort schafft in die Bredouille zu geraten.
Humor, Spannung, eine packende Handlung, Andreas Föhr schafft es, all das wunderbar zu vereinen. Unbedingt zu empfehlen ist auch das Hörbuch, das von Michael Schwarzmaier genial interpretiert wird. Bleibt nur noch zu sagen, bis demnächst in der Mangfall-Mühle.
Endlich wieder ein Fall für Wallner und Kreuthner, der es natürlich wieder sofort schafft in die Bredouille zu geraten.
Humor, Spannung, eine packende Handlung, Andreas Föhr schafft es, all das wunderbar zu vereinen. Unbedingt zu empfehlen ist auch das Hörbuch, das von Michael Schwarzmaier genial interpretiert wird. Bleibt nur noch zu sagen, bis demnächst in der Mangfall-Mühle.

„Gerade albern genug...“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Zuerst mal - wer auch immer die Beschreibung für das Hörbuch verfasst hat, war entweder sehr in Eile oder einfach nur schlampig: Wallners Opa fährt NICHT in den Graben, Kreuthner hat genau EINE leichbekleidete Dame dabei und die Frau, die sie im Haus vorfinden, hält eine Pistole und KEIN MESSER in der Hand! Lesen Sie am besten die Beschreibung der Buchausgabe! Oder hören Sie sich's einfach selbst an! Wie immer erfreulich unblutig, ohne aber mit zu viel Komödienstadel daherzukommen. Zuerst mal - wer auch immer die Beschreibung für das Hörbuch verfasst hat, war entweder sehr in Eile oder einfach nur schlampig: Wallners Opa fährt NICHT in den Graben, Kreuthner hat genau EINE leichbekleidete Dame dabei und die Frau, die sie im Haus vorfinden, hält eine Pistole und KEIN MESSER in der Hand! Lesen Sie am besten die Beschreibung der Buchausgabe! Oder hören Sie sich's einfach selbst an! Wie immer erfreulich unblutig, ohne aber mit zu viel Komödienstadel daherzukommen.

„Tempora mutantur“

Gerhard Scheibel, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Es gibt keinen Standesethos mehr bei der Polizei - was für ein ethischer Verfall. Obwohl: Was hat ein korrupter Säufer bei der bayerischen Polizei verloren? Ansonsten geht's um Prinzipien, Familienangelegenheiten und profunde Schrulligkeiten. Was für ein süffig konstruierter Spiegel-Bestseller! Es gibt keinen Standesethos mehr bei der Polizei - was für ein ethischer Verfall. Obwohl: Was hat ein korrupter Säufer bei der bayerischen Polizei verloren? Ansonsten geht's um Prinzipien, Familienangelegenheiten und profunde Schrulligkeiten. Was für ein süffig konstruierter Spiegel-Bestseller!

„Candle in the wind“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein neuer Roman von Andreas Föhr mit politischem Hintergrund.
Die Vorgeschichte zu zwei mysteriösen Todesfällen/Morden geschieht in Berlin, Stasi, Ostmafia, ein Anwalt, der an das Gute glaubt und seinen Beruf liebt.
zwanzig Jahre später weiß man nicht mehr, wer Opfer und wer Täter ist.
Wie wichtig sind persönliche Bindungen, Familie?
Helfen sie Dir oder zerstören sie Dein Leben?
Ein neuer Roman von Andreas Föhr mit politischem Hintergrund.
Die Vorgeschichte zu zwei mysteriösen Todesfällen/Morden geschieht in Berlin, Stasi, Ostmafia, ein Anwalt, der an das Gute glaubt und seinen Beruf liebt.
zwanzig Jahre später weiß man nicht mehr, wer Opfer und wer Täter ist.
Wie wichtig sind persönliche Bindungen, Familie?
Helfen sie Dir oder zerstören sie Dein Leben?

„Kriminelle Energien in Oberbayern“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Auch der neueste Fall für Kommissar Wallner und seinen etwas neben dem Gesetz agierenden Polizeiobermeister Kreuthner macht wieder richtig Spaß.
Dazu tragen, wie immer, der sehr gut konstruierte Plot, der schräge, bissige Humor und vor allem die schon Kult gewordenen intelligenten, "unperfekten", liebenswerten und landestypischen Charaktere bei.
Hin und her gerissen zwischen Recht und richtig, illegal und effektiv, recherchiert der ewig frierende Wallner die tödlichen Verstrickungen einer weit zurückliegenden Intrige, deren Tragik bis in die Gegenwart reicht.
Wenn es die Commedia dell' Arte als Thriller gäbe, hätte sie Andreas Föhr erfunden.
Auch der neueste Fall für Kommissar Wallner und seinen etwas neben dem Gesetz agierenden Polizeiobermeister Kreuthner macht wieder richtig Spaß.
Dazu tragen, wie immer, der sehr gut konstruierte Plot, der schräge, bissige Humor und vor allem die schon Kult gewordenen intelligenten, "unperfekten", liebenswerten und landestypischen Charaktere bei.
Hin und her gerissen zwischen Recht und richtig, illegal und effektiv, recherchiert der ewig frierende Wallner die tödlichen Verstrickungen einer weit zurückliegenden Intrige, deren Tragik bis in die Gegenwart reicht.
Wenn es die Commedia dell' Arte als Thriller gäbe, hätte sie Andreas Föhr erfunden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
6
5
4
0
0

Bulle von Tölz meets Rosenheim-Cops
von Krimisofa[dot]com am 30.08.2017
Bewertet: Einband: Broschur

Andreas Föhr war mir vor der Lektüre von „Schwarzwasser“ kein Begriff, obwohl er schon lange im Autorengeschäft ist. Bevor er Drehbuchautor und schließlich Autor wurde, war Föhr bis Anfang der 1990er Jahre Rechtsanwalt, danach schrieb er unter anderem Bücher für die Erfolgsserien „Die Rosenheim-Cops“ und „Der Bulle von Tölz“... Andreas Föhr war mir vor der Lektüre von „Schwarzwasser“ kein Begriff, obwohl er schon lange im Autorengeschäft ist. Bevor er Drehbuchautor und schließlich Autor wurde, war Föhr bis Anfang der 1990er Jahre Rechtsanwalt, danach schrieb er unter anderem Bücher für die Erfolgsserien „Die Rosenheim-Cops“ und „Der Bulle von Tölz“ – und exakt daran musste ich nach den ersten gelesenen Seiten denken. Aber alles der Reihe nach. Clemens Wallner ist neben Leo Kreuthner der Protagonist der Buchserie, die mit „Schwarzwasser“ bereits sieben Bände umfasst. Aber keine Sorge, man muss nicht alle Teile gelesen haben, um sich beim Aktuellen zurechtzufinden – diese Angst hatte ich davor auch –, „Schwarzwasser“ funktioniert auch alleine recht gut. Wallner und Kreuthner fungieren als eine Art Good Cop und Bad Cop, Wallner der brave, ja fast biedere Leiter der Kripo Miesbach, und Kreuthner der uniformierte Polizist, der es mit den Regeln nicht so genau nimmt und gerne auch mal den korrupten Weg wählt. Die beiden ergänzen sich prima und vereinen Verstand mit Unterhaltung. Und an Unterhaltung mangelt es dem Buch nicht, denn alleine der bayerische Dialekt, dessen sich vor allem Kreuthner bedient – Wallner hingegen fast gar nicht –, bringt einiges davon mit; wobei selbst ich, der ich mit dem bayerischen als Wiener ansatzweise vertraut bin, mit einigen Wörtern überfordert war. Die Geschichte ist allerdings zu 90 Prozent im feinsten Oxford Deutsch geschrieben, nur in den Dialogen kommt stellenweise der Dialekt durch. Ein zweiter Strang spielt im Berlin von 1996, also 20 Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Dort gerät der Strafverteidiger Dieter Sitting in einen kriminellen Sog, aus dem er so leicht nicht mehr herauskommt. Der Strang ist wesentlich düsterer erzählt als der Bayerische, aber – vielleicht auch deshalb – sehr interessant. Hier setzt Föhr sein juristisches Fachwissen gekonnt ein und verbindet es mit Mafia-ähnlichen Szenen. Später verleiht Föhr der Geschichte eine gewisse Tiefe, denn sie entwickelt sich zusehends in einen Wirtschaftskrimi; aber auch auf menschlicher Ebene wird es tiefgründiger, denn Wallners Vater, den er seit 40 Jahren nicht mehr gesehen hat, kündigt sich plötzlich an. Damit gibt Föhr der Geschichte neben einem lustigen, düsteren und spannenden auch einen rührenden und beklemmenden Aspekt und deckt damit nahezu alle Emotionen ab. Der Showdown ist eher gemächlich, und obwohl er ohne Action auskommt, gehen einige Bomben in die Höhe. Im Nachgang findet sich noch ein Kochrezept zu einer Speise, die im Verlauf der Geschichte gekocht wird. Weniger ansprechend ist Föhrs Bild von einem Nerd, das bei der Figur des Norbert Petzenberger aka „Der Dude“ eher in die 1990er als ins Jahr 2016 gehört. Nerds sind heutzutage nur mehr in den aller seltensten Fällen ungepflegt und adipös. Es gibt zwar abseits des Dudes noch weitere Nerds, die keineswegs diesem Bild entsprechen, aber der erste Eindruck bleibt eben am ehesten hängen, und den ersten Eindruck bekommt man eben vom Dude. Tl,dr: „Schwarzwasser“ ist ein gleichermaßen kluger wie unterhaltsamer Krimi, der einige Emotionen abdeckt und tiefsinniger ist, als man zunächst denkt – und damit kein gewöhnlicher Provinzkrimi ist. Eine Serie, die es Wert ist, weiter zu verfolgen. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

Bayerischer Humor gepaart mit Krimi
von Tine_1980 am 28.06.2017

Kommissar Wallner erhält die Nachricht, dass man die Leiche eines alten Mannes gefunden habe. Ist es sein Opa, der schon seit Stunden nicht erreichbar ist? Doch am Tatort stellt sich heraus, dass Wallner quietsch fidel ist und er zusammen mit Polizeiobermeister Kreuthner den Toten gefunden haben. Doch den Toten... Kommissar Wallner erhält die Nachricht, dass man die Leiche eines alten Mannes gefunden habe. Ist es sein Opa, der schon seit Stunden nicht erreichbar ist? Doch am Tatort stellt sich heraus, dass Wallner quietsch fidel ist und er zusammen mit Polizeiobermeister Kreuthner den Toten gefunden haben. Doch den Toten Wartberg gibt es eigentlich gar nicht. Um wen handelt es sich dann? Ich kannte noch keines von Andreas Föhrs Büchern und bin glücklich das Hörbuch gehört zu haben. Da es schon einige Fälle gab und die verschiedene Protagonisten dem Leser schon vertraut sind, sollte dies für Fans vom Autor kein Problem sein, doch für die Anfänger wie mich, war es nicht von Beginn an leicht mit zu kommen und jeden einordnen zu können. Es wurde von CD zu CD leichter, doch dies dauerte bei mir bis CD 3! Die kauzigen Charaktere wie Kreuthner, der auf spezielle Art und Weise ermittelt oder Opa Manfred, der als Gevatter Tod zum Fasching geht, sind einem ebenso ans Herz gewachsen wie Wallner, der mit viel Geschick, die Ermittlungen vorantreibt und dessen familiäre Situation in diesem Buch eine Nebenrolle spielt. Die Ermittlungen sind zu Beginn noch sehr verworren und man blickt nicht durch, was die beiden Handlungsstränge 1996 und 2016 miteinander zu tun haben, doch von CD zu CD wird es etwas klarer. Man muss hier dem Autor ein großes Lob aussprechen, denn erst auf der letzten CD kommt man hinter alles, auch wenn man immer wieder kleinere Aufklärungen bekommt. Trotz der Längen zu Beginn, fand ich das Finale plausibel und gut erklärt. Der Hörbuchsprecher Michael Schwarzmaier bekommt für seine Leistungen ein uneingeschränktes Lob. Es ist eine Freude ihm zu lauschen. Jeder Charakter bekommt seine eigene Stimme, jede Emotion ist spürbar, vom bayerischen Fluchen über die Berliner Schnauze ist hier ein Feuerwerk an Verschiedenartigkeit geschaffen worden. Ich glaube, dass ich mir im Buch die Personen schneller hätte merken können, doch wüsste ich nicht, ob ich im Buch bis zum Ende durchgehalten hätte. Der Sprecher hält einen zusammen mit dem Lokalkolorit und dem Humor bei der Stange. Tolles Hörbuch mit genialem Sprecher, einer komplexen Handlung, zu Beginn mit einigen Längen und mit einem nachvollziehbaren Finale. Die Charaktere sind skurril, kauzig und ein kleines bisschen schräg.

Ein grundsolider Krimi mit viel Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Humor
von smartie11 am 22.06.2017

Zum Inhalt: Durch gewisse Irrungen des Schicksals findet das merkwürdige Trio aus Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner, Opa Manfred und der Hundsgeigerin die Leiche des in seinem Haus erschossenen Dieter Wartberg auf. Praktischer Weise treffen sie dort ebenso die junge Lara Evers, die mit der Tatwaffe in der Hand gleich noch ein... Zum Inhalt: Durch gewisse Irrungen des Schicksals findet das merkwürdige Trio aus Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner, Opa Manfred und der Hundsgeigerin die Leiche des in seinem Haus erschossenen Dieter Wartberg auf. Praktischer Weise treffen sie dort ebenso die junge Lara Evers, die mit der Tatwaffe in der Hand gleich noch ein Geständnis ablegt. Doch schon kurze Zeit später regen sich berechtigte Zweifel an der wahren Identität des Toten ? und auch an Lara Evers Geständnis. Eine verzwickte Spurensuche führt die Ermittler immer tiefer in die Vergangenheit? Meine Meinung: ?Schwarzwasser? ist der mittlerweile siebte Fall für Andreas Föhrs ungleiches Ermittlerduo Clemens Wallner & Leonhard ?Leo? Kreuthner, den man aber auch ohne Vorkenntnisse der ersten Bände problemlos lesen und verstehen kann (ich selbst kenne nur ?Totensonntag?). Der Fall beginnt nach einem noch undurchsichtigen Prolog, der ins Jahr 1996 zurückführt, mit einem klassischem Krimi-Auftakt: dem Auffinden einer Leiche. Von hier aus breitet der Autor ein Netz aus Irrungen und Wirrungen aus, das seine Ermittler wie seine Leser gleichermaßen die meiste Zeit im Dunkeln tappen lässt, was die wahren Hintergründe und Zusammenhänge dieses Falls anbelangt. Auf den ersten zwei Dritteln hätte dieser Plot durchaus ein wenig mehr Spannung vertragen können ? dennoch war dieses Buch für mich aber von der ersten bis zur letzten Seite absolut unterhaltsam. Dies ist dem wohl schrägsten Polizisten der deutschen Krimilandschaft zu verdanken: Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner. Er ist ein urbayerisches Original, das stets für die skurrilsten Situationen, die abwegigsten Einfälle und die zweifelhaftesten Methoden sorgt. So betreibt er in seinem ? vorsichtig gesagt ? etwas ?renovierungsbedürftigen? Hof eine kleine Schwarzbrennerei, fährt ein e-Bike der Marke Eigenbau mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 80 km/h und nimmt es mit dem Gesetz selbst nicht immer ganz so genau (?Du wärst der größte Gangster im ganzen Landkreis? sagt Harry über Kreuthner). Wo Kreuthner ist bleibt garantiert kein Auge trocken und kein Zwerchfell ruhig. Ich habe mich jedenfalls über seine Eskapaden wunderbar amüsieren können, sei es sein Chili-Wettessen, die Anstiftung zu einer aus dem Ruder laufenden Schau-Prügelei oder auch das Spontan-Aufbocken (Volksmund: ?Aufkreuthnern?) von Polizeiautos zwecks Fluchthilfe. Einfach herrlich! Aber auch die anderen Charaktere gefallen mir sehr gut. Kreuthners Chef Clemens Wallner sorgt als ausgleichender Pol für die notwendige Ermittlungskompetenz und mit seinem Familienhintergrund, der in diesem Band in einem Nebenstrang eine wichtige Entwicklung erfährt, für eine gute Portion Menschlichkeit und Sympathie. Sein Großvater Manfred, der hier auch seinen Auftritt als Gevatter Tod und Hobby-Chauffeur hat, ist dabei einfach nur zum Gernhaben. Nach vielen ermittlungstechnischen Herausforderungen und unzähligen skurrilen Situationen legt die Spannung im letzten Drittel des Buches deutlich zu und läuft auf ein stellenweise fesselndes Finale zu. Ich hätte nicht gedacht, dass es zum Schluss hin so spannend werden könnte. Letztendlich hat mich die Auflösung wirklich überrascht ? und dennoch hat es Andreas Föhr geschafft, alles plausibel und rückwirkend nachvollziehbar aufzulösen. Spätestens hier merkt man den extrem erfahrenen und geschickten Krimi-Autoren, der sein Finale noch mit einem Schuss Dramatik gewürzt hat. Zur Hörbuchproduktion: Hier ist anzumerken, dass es zwei verschiedene Versionen gibt: Der Download mit einer Spieldauer von rund 10 Stunden ungekürzt, während die CD-Version mit einer Gesamtspielzeit von 7 Stunden und 37 Minuten auf 6 CD´s gekürzt ist. Ich selbst habe nur die CD-Version gehört und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir inhaltlich etwas gefehlt hätte. Der Sprecher, der deutsche Schauspieler Michael Schwarzmaier, hat bei dieser Produktion einen wirklich fantastischen Job gemacht. Scheinbar ganz mühelos wechselt er zwischen Bayerischen Dialekten in verschiedenen Nuancen, lässt einige Figuren wunderbar berlinern und haucht jedem Charakter eine ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit ein. Es macht einfach unglaublich Spaß, ihm zuzuhören - Besser geht es nicht! FAZIT: Ein Krimi, der mit seinem ausgeklügelten Plot, skurrilen Situationen und wunderbar schrägen Charakteren überzeugen kann.