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Ein Mord, der keiner sein durfte

Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates

Heinrich Wille

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Beschreibung

Es ist einer der größten Skandale in der Geschichte der Bundesrepublik: In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 1987 stirbt Uwe Barschel, bis wenige Tage zuvor Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in einem Hotel in Genf. War es Selbstmord oder Mord? Das ist die große Frage, die bis heute nicht endgültig geklärt werden konnte. Die Untersuchungen der Todesumstände stehen von Anfang an unter einem schlechten Stern. In Genf wird geschlampt, in Deutschland weigert man sich, überhaupt Ermittlungen aufzunehmen.
Heinrich Wille tritt 1992 seine Stelle als Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft an. Er wird mit dem Fall Barschel betraut. Sein Buch ist ein präziser, detaillierter Bericht über die Ermittlungen, die nationalen und internationalen Verbindungen Barschels, seine teils wenig transparenten Unternehmungen. Und es ist ein ebenso genauer Bericht über die Behinderungen der Untersuchung, die Vorenthaltung von Beweismitteln seitens anderer Behörden, die Einmischung der Politik. Könnte es also tatsächlich Mord gewesen sein?
Das eindrückliche Dokument einer unmöglichen Ermittlung, das ebenso eindrücklich die Grenzen des Rechtsstaates aufzeigt. Zum dreißigsten Jahrestag des mysteriösen Todes von Uwe Barschel.

Heinriche Wille, geboren 1945 in Grömitz (Ostholstein), wurde deutschlandweit bekannt als Chefermittler im Fall Uwe Barschel. Als Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft geriet der streitbare Jurist wiederholt mit seinen Vorgesetzten in Konflikt, da er zu anderen Schlüssen kam, als man von ihm erwartete. Heinrich Wille lebt heute in Lübeck, wo er als Rechtsanwalt praktiziert. Zu dem Fall Uwe Barschel hält oft Lesungen und Vorträge.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-78900-1
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,6/3 cm
Gewicht 303 g
Abbildungen 2 schwarzweisse Fotos
Auflage 2. erweiterte Auflage

Kundenbewertungen

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Sehr gute Hintergrundinformationen
von Andreas aus München am 03.05.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch ist keine komplette Einführung in den Politskandal und Mordfall Uwe Barschel. Wer danach sucht, sollte sich an das Buch von Wolfram Baentsch "Der Doppelmord an Uwe Barschel" halten. Willes Buch ist aber eine sehr gute Ergänzung dazu. Es setzt Wissen über den Fall voraus, zeigt dann aber in vielen Details, wie die Politi... Das Buch ist keine komplette Einführung in den Politskandal und Mordfall Uwe Barschel. Wer danach sucht, sollte sich an das Buch von Wolfram Baentsch "Der Doppelmord an Uwe Barschel" halten. Willes Buch ist aber eine sehr gute Ergänzung dazu. Es setzt Wissen über den Fall voraus, zeigt dann aber in vielen Details, wie die Politik und die Geheimdienste Ermittlungen eines deutschen Staatsanwalts in einem solchen Fall sabotieren können. Einerseits kann die Politik dem Staatsanwalt über Weisungen die Hände binden, andererseits kann sie geheime Informationen aus dem Ermittlungsstand an die Medien durchstechen. Drittens verfügen die Geheimdienste (dazu gehört auch die Gauck-Behörde) über Wissen, das sie den Ermittlern vorenthalten und viertens verfügen sie über journalistische Helfer, die den Staatsanwalt gerne einmal unter Feuer nehmen oder ihn mit falschen Spuren füttern. Als Spezialwerk für Leute, die sich für sowas interessieren, ist das Buch 4 Sterne wert.


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