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Der Vorleser

Ausgezeichnet mit dem Evangelischen Buchpreis, Kategorie Roman, 2000 und dem WELT-Literaturpreis 1999 .

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
Portrait
Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, in über 50 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm. 2018 erschien sein neuester Roman ›Olga‹. Bernhard Schlink lebt in Berlin und New York.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 28.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-26134-9
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 14,7/9,3/2 cm
Gewicht 172 g
Auflage 1
Verkaufsrang 25819
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Außergewöhnlich (und) gut

Leonie Böhm, Thalia-Buchhandlung Leer

Deutschland, Sommer 1956: Michael ist 15 und lernt Hanna zufällig kennen. Sie ist 21 Jahre älter als er und zieht ihn durch ihre geheimnisvolle Art an. Ihre Vergangenheit hält Hanna penibel unter Verschluss. Nach der Sommeraffäre ist sie plötzlich verschwunden. Michael erfährt erst Jahre später von Hannas früherem Leben und von ihren gut gehüteten Geheimnissen. Dieser Roman hat mich einfach gepackt, ergriffen und fasziniert. Eine der wenigen Lektüren meiner Schulzeit, die ich sehr sehr gern gelesen habe! Die Verfilmung mit Kate Winslet und David Kross gefiel mir auch gut.

Ein besonderes Paar

Milena-Chiara Mlacnik, Thalia-Buchhandlung Dallgow-Döberitz

Der Vorleser von Bernhard Schlink ist mal eine etwas andere Geschichte. Die beiden Hauptcharaktere, Michael und Hanna könnten unterschiedlicher nicht sein, was auch das besondere daran ist. Das Buch ist etwas anspruchsvoller, dennoch aber angenehm zu lesen. Persönlich war das Buch aber nicht so ganz nach meinem Geschmack. Die Charaktere konnten mich nicht so wirklich von sich überzeugen und vieles hat mir einfach nicht gepasst. Man kann schon sagen das es ab und zu komisch wurde. Es war interessant zu sehen, wie Michael und Hanna trotz des großen Altersunterschied die Beziehung geführt haben und wie sehr sie die beide auch später noch geprägt hat. Die Geschichte spielt zudem auch in einer etwas älteren Zeit.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
56 Bewertungen
Übersicht
29
13
11
1
2

von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2019
Bewertet: anderes Format

Der Vorleser hat mich begeistert, schockiert, verwirrt, empört, zum Schmunzeln gebracht und nicht mehr losgelassen! Eines der wenigen Bücher mit ebenfalls genialer Verfilmung!

"(...) Konzentration auf Gegenwart und Zukunft, die blind ist für das Erbe der Vergangenheit, von dem wir geprägt sind (…)." (172)
von Miri am 22.09.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich habe es versäumt den Vorleser in der Schule zu lesen und nachdem ich hier ein paar Kommentare (die negativen) gelesen habe, bin ich froh darüber, dass ich das Buch erst einige Jahre später in die Hand bekommen habe, da ich es nicht als ein verbotenes moralisch fragliches Beziehungsdrama zwischen 15-jährigem Michael und 36-jä... Ich habe es versäumt den Vorleser in der Schule zu lesen und nachdem ich hier ein paar Kommentare (die negativen) gelesen habe, bin ich froh darüber, dass ich das Buch erst einige Jahre später in die Hand bekommen habe, da ich es nicht als ein verbotenes moralisch fragliches Beziehungsdrama zwischen 15-jährigem Michael und 36-jähriger Hanna gelesen habe, sondern als eine offene Auseinandersetzung mit Geschichte resp. Vergangenheit (in diesem Fall nationalsozialistische Verbrechen im KZ), die auch die folgenden Generationen prägt (dies ist uns oft nicht bewusst). Das Buch hat drei wichtige Themen aufgegriffen: "verbotene Liebe", Verarbeitung des Nationalsozialismus vor allem die Schuld- und Verständnisfrage der 60er Jahre und Analphabetismus. Als Hanna plötzlich aus Michaels Leben verschwindet und dann Jahre später wieder als Angeklagte in einem Prozess auftaucht, versucht dieser sie zu verstehen. Was hat Hanna dazu getrieben, der SS beizutreten und Frauen zum Tode zu schicken? War ihr es bewusst oder nicht? Hat sie nur Befehle ausgeführt oder hat sie es aus tieferen egoistischeren Gründen gemacht (ihre Unmündigkeit = Analphabetismus) zu verschleiern? Das Buch ist voll inneren Konflikte und offenen Fragen, die zum Denken anregen. Die Vergangenheit formt uns und Geschichte liegt nicht nur in Vergangenheit: „Geschichte treiben heißt Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und beide Ufer beobachten und an beiden tätig werden" (172). Ich war begeistert und kann das Buch nur weiterempfehlen, vor allem allen denen, die ihre Augen nicht verschlossen halten wollen.

Tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Hagen am 15.04.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist sehr gut und anschaulich zu lesen. Wenn man den Film zuerst gesehen hat, ist es trotzdem noch sehr lesenswert.