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Farm der Tiere

Ein Märchen

»Die Fabel vom Aufstand der Tiere des Farmers Jones und vom allmählichen Umschlag der Revolution in ihr den status quo ante wiederherstellendes Gegenteil gehört zu den bekanntesten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Der Satz ›Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere‹ wurde zum geflügelten Wort.«
Portrait
George Orwell, eigtl. Eric Arthur Blair, wurde am 25. Juni 1903 in Bengalen, Nordostindien, geboren. In England besuchte er als armer Stipendiat eine Eliteschule. Er diente fünf Jahre in Burma bei der Indian Imperial Police, dann kündigte er, weil er »auf keinen Fall länger einem Imperialismus dienen konnte«, den er als »ziemlich großen Volksbetrug durchschaut hatte«. Er gesellte sich als Tellerwäscher, Hilfslehrer, Hopfenpflücker und als Buch- und Gemischtwarenhändler zum Proletariat, dessen Leben er in Reportagen und Büchern beschrieb. Zur entscheidenden Erfahrung, die in seine Negativutopien ›Farm der Tiere‹ und ›1984‹ und in die meisterhaften Essays einging, wurde sein Engagement in der kommunistischen Miliz im Spanischen Bürgerkrieg, in dem er schwer verwundet wurde. Danach arbeitete Orwell in London für die BBC, das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte er als Korrespondent des ›Observer‹ in Deutschland und Frankreich. Orwell starb am 21. Januar 1950 in London.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 26.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-26137-0
Reihe diogenes deluxe
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 15,2/9,5/1,7 cm
Gewicht 125 g
Originaltitel Animal Farm
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Michael Walter
Verkaufsrang 3567
Buch (gebundene Ausgabe)
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Wie viel Tier steckt in uns?

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Spätestens wenn man das Buch zugeklappt hat, stellt man sich diese Frage. Wollen die Tiere erst noch alles besser machen, verfallen sie schlussendlich in die gleichen Muster wie die Menschen vorher und leben nach dem Motto: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“ Ein Buch das man gelesen haben sollte, nicht nur weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen wirklich zum Nachdenken anregt.

Kundenbewertungen

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Politik leichter verständlich
von Nicole aus Nürnberg am 31.03.2019
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Meine Meinung zum Hörspiel: Farm der Tiere Inhalt in meinen Worten: Auf einer Farm werden die Menschen verjagt, die Herrschaft übernehmen letztlich die Schweine, einer davon ist Napoleon, und was dieser mit seinen Mittieren macht und warum manchmal eine Reformation und eine Diktatur und eine Demokratie gemeinsam haben,... Meine Meinung zum Hörspiel: Farm der Tiere Inhalt in meinen Worten: Auf einer Farm werden die Menschen verjagt, die Herrschaft übernehmen letztlich die Schweine, einer davon ist Napoleon, und was dieser mit seinen Mittieren macht und warum manchmal eine Reformation und eine Diktatur und eine Demokratie gemeinsam haben, oder eben nicht, das erfährt man dank dem Schwein Napoleon. Wie ich das Gehörte empfand: So leicht zu verstehen ist das Hörspiel nicht gerade, denn es steckt sehr viel darin und ich habe keine Erzählerstimme, sondern jedes Tier erzählt mir seine Geschichte, wobei eines ist am meisten zu hören, Napoleon, der so gar nicht mein Liebling ist, er unterdrückt und rafft alles an seine Seite, das ist erschreckend zu sehen. Zugleich geht es aber auch um die Staatsformen und das Hörspiel spielt in England und Irland. Für mich zeigt es aber auf, wie manche Regierungsformen doch gruselig und schwer zu verstehen sind und wie man damit umgeht oder auch nicht. Wie blind manche doch dem Einen nachlaufen, und ihr Gehirn ausschalten, gar nicht so einfach. So ist das Hörspiel wie eine Fabel aufgebaut und ich erkenne mich in dem ein oder anderen Tier und leide mit dem ein oder anderen Tier mit und merke wie tief es doch gehen kann. Sprecher: Für mich sind die Sprecher nicht die einfachsten, denn manche bekommen ihre Zähne nicht auseinander und ich muss wirklich ganz bewusst zuhören und mich auf das Gehörte einlassen. Was an sich gut ist, denn nur so kann ich völlig aufnehmen um was es geht, dennoch leicht ist es nicht. Spannung: Einerseits ist diese gar nicht so einfach zu fassen, andererseits schon, denn wohin diese Regierungsformen das Hörspiel mich hinführt und wie jeder einzelne im Hörspiel damit umgeht ist intensiv und ich will eigentlich nur wissen wie die Tiere wieder auf ein normales Level kommen, doch was ist schon normal, deswegen ja es ist eine Grundspannung vorhanden, doch diese muss man entdecken. Empfehlung: Ich war direkt ein bisschen geschockt, wie es auf dem Hof der Tiere abging, und kann sagen, als Kind hätte mich dieses Hörbuch einfach nur irre irritiert und vielleicht sogar erschreckt, als Jugendliche hätte ich das Hörspiel jedoch toll gefunden, denn ich hätte damit mein Wissen besser vertiefen können und verstanden wie Diktatur, Demokratie und Monarchie funktioniert hätte, so wäre mir Wissen spielerisch beigebracht worden, doch ich muss sagen, mein Lieblingshörspiel ist es leider nicht, denn dazu war mir das Schwein etwas zu anstrengend, und ich musste gestehen ich mochte ihn einfach nicht. Bewertung: Für mich ist das Hörbuch eine interessante Form um mich mit dem Politischen Wesen näher auseinander zu setzen, zugleich zeigte es mir auf, wie dumm man sein kann und sogar werden kann, gerade dann wenn man Blindlinks etwas folgt, alles abnickt und nicht wirklich das eigene Köpfchen einsetzen möchte. Deswegen gebe ich dem Hörspiel vier Sterne.

Sind alle Tiere gleich - oder sind einige gleicher? Grandioses Buch!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

George Orwell (1903 - 1950), Schriftsteller, Intellektueller, Journalist. Bekannt vor allem für seine grandiose Dystopie ›1984‹, war ein ausgezeichneter Beobachter seiner Zeit und Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit. Viele vereinnahmen seine Zitate und verzerren sie - sogar Leute aus der politischen Rechten machen dies (um an... George Orwell (1903 - 1950), Schriftsteller, Intellektueller, Journalist. Bekannt vor allem für seine grandiose Dystopie ›1984‹, war ein ausgezeichneter Beobachter seiner Zeit und Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit. Viele vereinnahmen seine Zitate und verzerren sie - sogar Leute aus der politischen Rechten machen dies (um anti-kommunistische Propaganda zu betreiben oder gar um allgemein gegen jegliche soziale Aspekte Propaganda zu betreiben). Und das obwohl Orwell den demokratischen Sozialismus als »die einzig zukunftsträchtige Staatsform« bezeichnete. Seine Parabel ›Farm der Tiere‹ ist eine grandiose Beobachtung der Revolution in Russland und ihres verheerenden Werdegangs. Sie sollte Freiheit für alle Menschen bringen - und brachte schlussendlich nur Elend und Leid unter der Terrorherrschaft Stalins. Orwell betrachtete dies keineswegs als einzigartige Entwicklung - er sah darin vielmehr den Verlauf jeglicher Revolution und war somit ein Gegner von Revolutionen. »Nun, Genossen, wie ist die Natur dieses unseres Lebens? Seien wir ehrlich: Unser Leben ist elend, mühevoll und kurz. Wir werden geboren, wir bekommen gerade so viel Futter, dass uns die Puste nicht ausgeht, und wer von uns dazu geeignet ist, wird gezwungen, bis zum letzten Deut seiner Kraft zu schuften; und just in dem Augenblick wo unserer Nützlichkeit aus ist, werden wir mit scheusslicher Grausamkeit hingeschlachtet. Wenn es erst einmal ein Jahr alt geworden ist, hat kein Tier in England mehr eine Vorstellung von Musse und Glück. Kein Tier in England ist frei. Das Leben eines Tieres ist Jammer und Sklaverei: Das ist die nackte Wahrheit.« (S. 12) Das Elend der Massen in der zaristischen Gesellschaft (und in abgebildeter Form noch heute im Kapitalismus) - hat Orwell sehr schön in oben beschriebenen Abschnitt dargelegt. Aber wie kommt man aus diesen Verhältnissen heraus? Durch eine Revolution! Den Zaren stürzen, die Freiheit erlangen, zusammen arbeiten und die Produktionsmittel miteinander teilen . . . So dass alle in Freiheit und Frieden leben können. Das klingt schön - ist bis jetzt aber in der Geschichte (fast) immer gescheitert (ausser in einer kurzen Phase der Vor-Franco-Zeit in Spanien, als sich eine anarchistische Gesellschaft entwickelte - ohne Führer, ohne Konterrevolutionäre, ohne Geheimpolizei, ohne Terror gegen das Volk, ohne Unterdrückung und Unterjochung ›im Namen des Kommunismus‹). »Die Sieben Gebote: Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund. Kein Tier soll Kleider tragen. Kein Tier soll in einem Bett schlafen. Kein Tier soll Alkohol trinken. Kein Tier soll ein anderes Tier töten. Ale Tiere sind gleich.« (S. 28) Für die Tiere in Orwells Roman klingt das sehr schön. Doch nach einiger Zeit stand an der Wand etwas anderes: »Alle Tiere sind gleich - doch einige sind gleicher.« Die verschiedenen Gesellschaftsschichten (ungebildetes und leicht zu beeinflussendes Proletariat, ein wenig gebildete und in Sympathie mit dem Proletariat stehende Mittelschicht, gebildetes aber dekadentes und selbstverliebtes Bürgertum) sind sehr gut anhand der drei Pferde ›Boxer‹, ›Kleeblatt‹ und ›Mollie‹ zu erkennen. Auch Stalin erkennt man im Schwein ›Napoleon‹ sehr gut. Der alte, weise Eber ›Old Major‹ verkörpert Marx und teilweise Lenin. Auch andere Tiere kann man - wie in einer Parabel üblich - einzelnen Institutionen, Mächten oder Menschen zuordnen. Der Rabe ›Moses‹ ist hier vielleicht noch zu erwähnen, der die Religion verkörpert. Orwell zeichnet in ›Farm der Tiere‹ sehr schön die Rolle der Religionen nach, indem sie - verkörpert durch den Raben ›Moses‹ - den Tieren einreden, die herrschende Ungerechtigkeit zu akzeptieren und auf ›die Erlösung im Himmel‹ zu warten. Getreu nach Marx (oder auch anderer Philosophen - aber hier klar auf Marx bezogen) ist Orwell also der Meinung, dass Religion eine lähmende Wirkung auf die Menschen habe, dass sie »das Opium des Volkes« sei. Über die Pressefreiheit zu dieser Zeit war Orwell besorgt, denn viele Intellektuelle erkannten die Gefahr der Sowjetunion nicht - oder wollten sie nicht erkennen. Auch über die Zurückhaltung der Pazifisten zeigte sich Orwell erstaunt: Pazifisten gingen auf die Strasse um gegen Krieg zu demonstrieren - wenn aber die Rote Armee ihr Kriegsgerät aufstockte, hörte man von den ›Pazifisten‹ kein Wort. »Nach Ansicht dieser Pazifisten ist alle Gewalt böse, und sie haben uns in jedem Stadium des Kriegs gedrängt, aufzugeben oder wenigstens einen Kompromissfrieden zu schliessen. Aber wie viele von ihnen haben je zu verstehen gegeben, dass der Krieg auch böse ist, wenn die Rote Armee ihn führt?« (S. 147) Im weiteren schrieb Orwell im Nachwort über die Macht der katholischen Kirche in der Presse und der öffentlichen Meinung und erkannte richtigerweise, dass »auch die katholische Kirche (…) beträchtlichen Einfluss in der Presse (besitzt) und (…) ihr laut werdende Kritik zu einem gewissen Grade zum Verstummen bringen (kann)«. (S. 139) Und zum Abschluss schrieb Orwell jene berühmten Worte, die heute so oft zitiert werden: »Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. (…) Sind es die Liberalen, die die Liberalität fürchten, und die Intellektuellen, die den Intellekt beschmutzen wollen: Um auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, habe ich dieses Nachwort geschrieben.« (S. 148) Kurzweiliges, einfach geschriebenes Buch. Doch seine Analyse der russischen Revolution (und vielleicht jeglicher Revolution) ist so gut dargestellt, wie in keinem anderen Buch (ich kenne jedenfalls kein anderes Buch, indem dies so gut dargestellt ist, wie in ›Farm der Tiere‹). Lesen!

Wie viel Tier steckt in uns?
von Julia Dyroff aus Augsburg am 04.10.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Spätestens wenn man das Buch zugeklappt hat, stellt man sich diese Frage. Wollen die Tiere erst noch alles besser machen, verfallen sie schlussendlich in die gleichen Muster wie die Menschen vorher und leben nach dem Motto: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“ Ein Buch das man gelesen haben sollte, nicht nur we... Spätestens wenn man das Buch zugeklappt hat, stellt man sich diese Frage. Wollen die Tiere erst noch alles besser machen, verfallen sie schlussendlich in die gleichen Muster wie die Menschen vorher und leben nach dem Motto: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“ Ein Buch das man gelesen haben sollte, nicht nur weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen wirklich zum Nachdenken anregt.