Warenkorb
 

Bestellen Sie bis zum 20.12.2018 und erhalten Sie Ihre Sendung pünktlich zu Heiligabend.**

Der Lärm der Zeit

Roman

(31)
Julian Barnes’ meisterhafter Roman über Dmitri Schostakowitsch
Im Mai 1937 wartet ein Mann jede Nacht neben dem Fahrstuhl seiner Leningrader Wohnung darauf, dass Stalins Schergen kommen und ihn abholen. Der Mann ist der Komponist Schostakowitsch, und er wartet am Lift, um seiner Familie den Anblick seiner Verhaftung zu ersparen.
Die Gunst der Mächtigen zu erlangen, hat zwei Seiten: Stalin, der sich plötzlich für seine Musik zu interessieren scheint, verlässt noch in der Pause die Aufführung seiner Oper 'Lady Macbeth von Mzensk'. Fortan ist Schostakowitsch ein zum Abschuss freigegebener Mann. Durch Glück entgeht er der Säuberung, doch was bedeutet es für einen Künstler, keine Entscheidung frei treffen zu können? In welchem Verhältnis stehen Kunst und Unterdrückung, Diktatur und Kreativität zueinander, und ist es verwerflich, wenn man sich der Macht beugt, um künstlerisch arbeiten zu können?
Im neuen Roman von Julian Barnes wird das von Repressionen geprägte Leben von Schostakowitsch in meisterhafter Knappheit dargestellt – ein großartiger Künstlerroman, der die Frage der Integrität stellt und traurige Aktualität genießt.
Portrait
Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor, darunter »Flauberts Papagei«, »Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln«, »Lebensstufen«. Für seinen Roman »Vom Ende einer Geschichte« wurde er mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet und 2016 mit dem Siegfried-Lenz-Preis für sein Gesamtwerk. Julian Barnes lebt in London.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 16.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04888-9
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,3/12,4/2,5 cm
Gewicht 312 g
Originaltitel The Noise of Time
Übersetzer Gertraude Krueger
Verkaufsrang 44.309
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

„Sehr beeindruckend erzählt!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Julian Barnes ist wirklich ein großer Erzähler! Lesen Sie unbedingt über das Leben des Komponisten Dmitri Schostakowitsch! Über ein Leben in ständiger Angst vor dem Sowjet-Regime! Julian Barnes ist wirklich ein großer Erzähler! Lesen Sie unbedingt über das Leben des Komponisten Dmitri Schostakowitsch! Über ein Leben in ständiger Angst vor dem Sowjet-Regime!

„Eine ungewöhnliche Romanbiografie“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Muss ich ihnen Julian Barnes noch vorstellen? Seine bisher größte Auszeichnung – den Booker Prize - erhielt er wohl 2011 für seinen Roman “Vom Ende einer Geschichte“. Und Ende 2016 erhielt er in Hamburg den Siegfried Lenz Preis, der erst zum 2. Mal vergeben wurde. In der Begründung heißt es: „... ehrt mit Julian Barnes einen der herausragenden europäischen Erzähler und Essayisten. Der ... Autor versteht es, in seinen Romanen Elemente der Moderne und Postmoderne auf raffinierte Weise miteinander zu verknüpfen. Barnes' Werk greift Diskussionen der Kultur- und Literaturtheorie auf und fragt danach, wie sich Erinnerung für den Einzelnen und für die Gesellschaft konstituiert.“ (buchmarkt.de, 29. Juni 2016).

Ich habe von ihm bisher „Vom Ende einer Geschichte“ gelesen und „Unbefugtes Betreten“ gehört. Beides hatte mir sehr gut gefallen. Deshalb war ich auch sehr neugierig, als ich in der Verlagsvorschau des Kiepenheuer & Witsch Verlags las, dass ein neues Buch von ihm erscheint. Und dann auch noch dieses Thema – ein Roman über das Leben des großen russischen Komponisten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch. Seit ich 2014 den Roman „Der Dirigent“ von Sarah Quigley gelesen habe, interessiert mich dieser Mensch. Ich gebe ehrlich zu, ich habe etwas gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Ich hatte gedacht, es ist ein flott erzählter Roman über das Leben und das Werk von Schostakowitsch. Aber dabei habe ich nicht berücksichtigt, wie die anderen Werke des Autors, die ich kenne, sind. Es waren immer Geschichten, die sich sehr viel in der Erinnerung und in der Gedankenwelt der Menschen abspielen. Und genau so ist auch dieser Roman. Julian Barnes hat sich sehr intensiv in Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch hineingedacht. Und er ist dem Leben dieses Mannes gefolgt, der sehr verschiedene Epochen des russischen Lebens erleben durfte. Geboren wurde Schostakowitsch noch zur Zeit des letzten Zaren im Jahr 1906. 1925 verzeichnete er seinen ersten Erfolg mit seiner 1. Sinfonie in f-Moll. Bis 1936 ging seine Karriere steil bergauf, doch dann passierte es während einer Vorführung seiner 2. Oper (Lady Macbeth von Mzensk) in Moskau, dass der anwesende Stalin noch während der Oper das Bolschoi Theater verließ. Dies kam fast einem Todesurteil nahe. Und seitdem war das Leben und die Kunst für Schostakowitsch ein Drahtseilakt.

Julian Barnes analysiert sehr genau, was in Schostakowitsch vorgegangen sein mag. Es sind eher die Gedanken eines Mannes, der für seine Musik lebte. Der aber unter Stalin immer wieder ins Visier von dessen Schergen geriet. Er war kein Märtyrer, denn er war klug genug, dass er damit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und seine Freunde gefährdet hätte. Und so versucht er möglichst unauffällig zu bleiben. Eigentlich sollte man denken, dass sein Leben nach dem Tode Stalins einfacher geworden wäre. Aber dem war nicht so. Wenn sie Lust haben ein nicht einfach zu lesendes, aber ausgesprochen interessantes Buch über Schostakowitsch und seine Zeit zu lesen, kann ich ihnen dieses Buch nur empfehlen. Es ist erschreckend zu sehen, wie ein Staatsapparat in das Leben der Kunst und der Künstler eingreift. Es ist für Außenstehende einfach zu sagen, wie die richtige Reaktion gewesen wäre. Aber ist es wirklich so einfach? Und wer weiß eigentlich nach dem Tode eines großen Menschen, was er wirklich gedacht und getan hat. Ich finde, Julian Barnes hat ein sehr gutes Porträt eines zerrissenen Mannes gezeichnet. Und er hat ein erschreckendes Bild der Zeit unter Stalin und Chruschtschow dargestellt. Es ist ein Buch über eine extreme Episode der Weltgeschichte. Aber es ist trotzdem aktuell, denn immer wieder wird über den Erdball hinweg Einfluss darauf genommen, was Menschen denken, sagen und künstlerisch darstellen dürfen.
Muss ich ihnen Julian Barnes noch vorstellen? Seine bisher größte Auszeichnung – den Booker Prize - erhielt er wohl 2011 für seinen Roman “Vom Ende einer Geschichte“. Und Ende 2016 erhielt er in Hamburg den Siegfried Lenz Preis, der erst zum 2. Mal vergeben wurde. In der Begründung heißt es: „... ehrt mit Julian Barnes einen der herausragenden europäischen Erzähler und Essayisten. Der ... Autor versteht es, in seinen Romanen Elemente der Moderne und Postmoderne auf raffinierte Weise miteinander zu verknüpfen. Barnes' Werk greift Diskussionen der Kultur- und Literaturtheorie auf und fragt danach, wie sich Erinnerung für den Einzelnen und für die Gesellschaft konstituiert.“ (buchmarkt.de, 29. Juni 2016).

Ich habe von ihm bisher „Vom Ende einer Geschichte“ gelesen und „Unbefugtes Betreten“ gehört. Beides hatte mir sehr gut gefallen. Deshalb war ich auch sehr neugierig, als ich in der Verlagsvorschau des Kiepenheuer & Witsch Verlags las, dass ein neues Buch von ihm erscheint. Und dann auch noch dieses Thema – ein Roman über das Leben des großen russischen Komponisten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch. Seit ich 2014 den Roman „Der Dirigent“ von Sarah Quigley gelesen habe, interessiert mich dieser Mensch. Ich gebe ehrlich zu, ich habe etwas gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Ich hatte gedacht, es ist ein flott erzählter Roman über das Leben und das Werk von Schostakowitsch. Aber dabei habe ich nicht berücksichtigt, wie die anderen Werke des Autors, die ich kenne, sind. Es waren immer Geschichten, die sich sehr viel in der Erinnerung und in der Gedankenwelt der Menschen abspielen. Und genau so ist auch dieser Roman. Julian Barnes hat sich sehr intensiv in Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch hineingedacht. Und er ist dem Leben dieses Mannes gefolgt, der sehr verschiedene Epochen des russischen Lebens erleben durfte. Geboren wurde Schostakowitsch noch zur Zeit des letzten Zaren im Jahr 1906. 1925 verzeichnete er seinen ersten Erfolg mit seiner 1. Sinfonie in f-Moll. Bis 1936 ging seine Karriere steil bergauf, doch dann passierte es während einer Vorführung seiner 2. Oper (Lady Macbeth von Mzensk) in Moskau, dass der anwesende Stalin noch während der Oper das Bolschoi Theater verließ. Dies kam fast einem Todesurteil nahe. Und seitdem war das Leben und die Kunst für Schostakowitsch ein Drahtseilakt.

Julian Barnes analysiert sehr genau, was in Schostakowitsch vorgegangen sein mag. Es sind eher die Gedanken eines Mannes, der für seine Musik lebte. Der aber unter Stalin immer wieder ins Visier von dessen Schergen geriet. Er war kein Märtyrer, denn er war klug genug, dass er damit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und seine Freunde gefährdet hätte. Und so versucht er möglichst unauffällig zu bleiben. Eigentlich sollte man denken, dass sein Leben nach dem Tode Stalins einfacher geworden wäre. Aber dem war nicht so. Wenn sie Lust haben ein nicht einfach zu lesendes, aber ausgesprochen interessantes Buch über Schostakowitsch und seine Zeit zu lesen, kann ich ihnen dieses Buch nur empfehlen. Es ist erschreckend zu sehen, wie ein Staatsapparat in das Leben der Kunst und der Künstler eingreift. Es ist für Außenstehende einfach zu sagen, wie die richtige Reaktion gewesen wäre. Aber ist es wirklich so einfach? Und wer weiß eigentlich nach dem Tode eines großen Menschen, was er wirklich gedacht und getan hat. Ich finde, Julian Barnes hat ein sehr gutes Porträt eines zerrissenen Mannes gezeichnet. Und er hat ein erschreckendes Bild der Zeit unter Stalin und Chruschtschow dargestellt. Es ist ein Buch über eine extreme Episode der Weltgeschichte. Aber es ist trotzdem aktuell, denn immer wieder wird über den Erdball hinweg Einfluss darauf genommen, was Menschen denken, sagen und künstlerisch darstellen dürfen.

„Sehr emotional, faszinierend und bewegend“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dimitri Schostakowitsch ist 1937 ein aufstrebender Stern im sowjetischen Komponisten-Reigen. Seine Oper "Lady Macbeth von Mzensk" feiert große internationale Erfolge. Kein Wunder, dass Stalin höchstpersönlich einer Aufführung dieses Werkes beiwohnt. Allerdings ist dieser von der Art der Musik gar nicht begeistert und verlässt die Loge schon in der Pause. Fortan wird Schostakowitschs Werk von der Sowjetregierung geächtet und er ist zeitlebens staatlicher Repressalien ausgeliefert. Schostakowitsch versucht von ständiger Angst getrieben, "linientreu" zu arbeiten und wird zwischen Kreativität und Machtgehorsam aufgerieben. Der Leser leidet mit dem großen Komponisten und es stellt sich ihm unweigerlich die Frage: Was bedeutet es für einen großen Künstler keine freien Entscheidungen treffen zu können? Dimitri Schostakowitsch ist 1937 ein aufstrebender Stern im sowjetischen Komponisten-Reigen. Seine Oper "Lady Macbeth von Mzensk" feiert große internationale Erfolge. Kein Wunder, dass Stalin höchstpersönlich einer Aufführung dieses Werkes beiwohnt. Allerdings ist dieser von der Art der Musik gar nicht begeistert und verlässt die Loge schon in der Pause. Fortan wird Schostakowitschs Werk von der Sowjetregierung geächtet und er ist zeitlebens staatlicher Repressalien ausgeliefert. Schostakowitsch versucht von ständiger Angst getrieben, "linientreu" zu arbeiten und wird zwischen Kreativität und Machtgehorsam aufgerieben. Der Leser leidet mit dem großen Komponisten und es stellt sich ihm unweigerlich die Frage: Was bedeutet es für einen großen Künstler keine freien Entscheidungen treffen zu können?

„Im "Lärm der Zeit" gibt es noch ein Flüstern, die Kunst, die Musik...“

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann! Erzählt wird der Lebenslauf des Komponisten Dmitri Schostakowitsch und erzählt wird damit ebenso die allgegenwärtige Angst und Beklemmung in der kommunistisch- stalinistischen Sowjetunion.
Schostakowitsch hat mehrere unangenehme Berührungen mit der "Macht" und muss Schlimmstes befürchten. Andere bezahlen ihre vermeintlich falschen Worte oder Taten mit dem Tod oder landen in den Lagern, er bezahlt mit einer beschädigten, angebrochenen Seele.
Ein packender Roman über Kunst und Musik in Zeiten von Unfreiheit und Willkür und ein anschauliches Zeitbild, das das Erinnern an diese Epoche bewahren hilft!
Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann! Erzählt wird der Lebenslauf des Komponisten Dmitri Schostakowitsch und erzählt wird damit ebenso die allgegenwärtige Angst und Beklemmung in der kommunistisch- stalinistischen Sowjetunion.
Schostakowitsch hat mehrere unangenehme Berührungen mit der "Macht" und muss Schlimmstes befürchten. Andere bezahlen ihre vermeintlich falschen Worte oder Taten mit dem Tod oder landen in den Lagern, er bezahlt mit einer beschädigten, angebrochenen Seele.
Ein packender Roman über Kunst und Musik in Zeiten von Unfreiheit und Willkür und ein anschauliches Zeitbild, das das Erinnern an diese Epoche bewahren hilft!

Karl Nieber, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Ein Künstlerroman über Schostakowitsch unter der Herrschaft Stalins, der die Angst, aber auch die Scham deutlich nachspürbar skizziert. Besonders lesenwert! Ein Künstlerroman über Schostakowitsch unter der Herrschaft Stalins, der die Angst, aber auch die Scham deutlich nachspürbar skizziert. Besonders lesenwert!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Beeindruckende Romanbiografie, die mit poetischer Sprache und Ironie das Leben Schostakowitschs und seine "Gespräche mit der Macht" darstellt. Beeindruckende Romanbiografie, die mit poetischer Sprache und Ironie das Leben Schostakowitschs und seine "Gespräche mit der Macht" darstellt.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Zeitaktueller bedrückend guter Roman über die Abhängigkeit von Gunst und Anerkennung Zeitaktueller bedrückend guter Roman über die Abhängigkeit von Gunst und Anerkennung

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Mai 1937.Der berühmte Komponist Schostakowitsch lebt in ständiger Angst vor Stalins Schergen nachdem er in dessen Ungnade gefallen ist.Es geht um Kunst in Zeiten der Unterdrückung. Mai 1937.Der berühmte Komponist Schostakowitsch lebt in ständiger Angst vor Stalins Schergen nachdem er in dessen Ungnade gefallen ist.Es geht um Kunst in Zeiten der Unterdrückung.

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

In knapper Sprache beschreibt Barnes die Zerrissenheit eines Künstlers und sein Verhältnis zur Macht. Intelligenter und nachdenklicher Roman über das Leben in einer Diktatur. In knapper Sprache beschreibt Barnes die Zerrissenheit eines Künstlers und sein Verhältnis zur Macht. Intelligenter und nachdenklicher Roman über das Leben in einer Diktatur.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Ein gekonnt literarischer Einblick in das Leben von Schostakowitsch unter dem Regime der Sowjetunion, genauso lesbar als Skizze eines Lebens in heute exestierenden Autokratien. Ein gekonnt literarischer Einblick in das Leben von Schostakowitsch unter dem Regime der Sowjetunion, genauso lesbar als Skizze eines Lebens in heute exestierenden Autokratien.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein beeindruckender Roman über das Leben des Komponisten Schostakowitsch und das Leben vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion.
Großartig geschrieben!
Ein beeindruckender Roman über das Leben des Komponisten Schostakowitsch und das Leben vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion.
Großartig geschrieben!

„Schostakowitsch während der Stalinära“

Angela Biermann, Thalia-Buchhandlung Münster

Barnes erzählt zurückgenommen sachlich, beinahe spröde - umso eindringlicher macht er deutlich, wie ein totalitäres System wirkt, wie perfide es den Einzelnen und das gesamte soziale Gefüge manipuliert. Meisterhaft und bedrückend aktuell. Barnes erzählt zurückgenommen sachlich, beinahe spröde - umso eindringlicher macht er deutlich, wie ein totalitäres System wirkt, wie perfide es den Einzelnen und das gesamte soziale Gefüge manipuliert. Meisterhaft und bedrückend aktuell.

Thomas Brock, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Ein unglaublich schöner Roman über das Leben eines der bedeutendsten Komponisten Russlands. Ein unglaublich schöner Roman über das Leben eines der bedeutendsten Komponisten Russlands.

„Grandios!“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Absolut faszinierend!! Barnes lässt seinen Leser tief in das Leben des russischen Komponisten Schostakowitsch eintauchen - und zeitgleich in jede Form von Diktatur. Einzigartig!! Absolut faszinierend!! Barnes lässt seinen Leser tief in das Leben des russischen Komponisten Schostakowitsch eintauchen - und zeitgleich in jede Form von Diktatur. Einzigartig!!

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Ein kleiner, feiner aber sehr intensiver Roman über einen Künstler in einer sehr unfreien Welt. Leider im Moment übertragbar auf aktuelle Ereignisse! Unbedingt Lesen! Ein kleiner, feiner aber sehr intensiver Roman über einen Künstler in einer sehr unfreien Welt. Leider im Moment übertragbar auf aktuelle Ereignisse! Unbedingt Lesen!

„Suche“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Es ist die Suche nach seinem Platz in der Gesellschaft.
Es ist der Versuch, nicht in die Mühlen der aktuellen Politik zu geraten.
Es ist der Versuch, sein Selbstverständnis als Künstler aufrecht zu erhalten.
Es ist ein großartiger Roman.
Es ist die Suche nach seinem Platz in der Gesellschaft.
Es ist der Versuch, nicht in die Mühlen der aktuellen Politik zu geraten.
Es ist der Versuch, sein Selbstverständnis als Künstler aufrecht zu erhalten.
Es ist ein großartiger Roman.

Beeindruckendes Roman-Portrait Schostakowitsch in grauenvoller, unfreier Zeit. Barnes in Bestform und aktueller denn je. Beeindruckendes Roman-Portrait Schostakowitsch in grauenvoller, unfreier Zeit. Barnes in Bestform und aktueller denn je.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein faszinierender Roman um das beeindruckende Leben von Schostakowitsch. Das Buch taucht tief in das Hin- und Hergerissen sein in seinem Leben ein. Lesenswert Ein faszinierender Roman um das beeindruckende Leben von Schostakowitsch. Das Buch taucht tief in das Hin- und Hergerissen sein in seinem Leben ein. Lesenswert

„Hochaktuell“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Es ist tatsächlich so gewesen, dass Stalin nach dem Besuch einer Aufführung einer Schostakowitsch Oper wenig begeistert war. Dies tat er in der PRAWDA kund. Das Todesurteil für jeden, den es betraf. Damit beginnt für Schostakowitsch eine nicht enden wollende Zeit, in der ein Damoklesschwert über ihn hängt. Er fragt sich, was er tun wird, wenn man ihn abholt.Wird er standhaft sein oder wird er Bekannte und Freunde denunzieren? Wer kann ihm helfen und was passiert mit jenen, die ihm helfen? Es gibt nicht annähernd die Möglichkeit, das Richtige zu tun. Denn was in diesem Augenblick richtig ist, kann im nächsten Augenblick schon Hochverrat sein.Philosophisch hochaktuell. Beklemmend. Man denke an "1984", an moderne Diktatoren, political correctness und ans alltägliche Verhalten... Es ist tatsächlich so gewesen, dass Stalin nach dem Besuch einer Aufführung einer Schostakowitsch Oper wenig begeistert war. Dies tat er in der PRAWDA kund. Das Todesurteil für jeden, den es betraf. Damit beginnt für Schostakowitsch eine nicht enden wollende Zeit, in der ein Damoklesschwert über ihn hängt. Er fragt sich, was er tun wird, wenn man ihn abholt.Wird er standhaft sein oder wird er Bekannte und Freunde denunzieren? Wer kann ihm helfen und was passiert mit jenen, die ihm helfen? Es gibt nicht annähernd die Möglichkeit, das Richtige zu tun. Denn was in diesem Augenblick richtig ist, kann im nächsten Augenblick schon Hochverrat sein.Philosophisch hochaktuell. Beklemmend. Man denke an "1984", an moderne Diktatoren, political correctness und ans alltägliche Verhalten...

„Ein Künstler Leben unter Stalin“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Ein kleiner aber feiner Roman über den Komponisten Schostakowitsch. Der talentierte und im Volk beliebte Musiker fällt in Ungnade, da Stalin sein Wirken als zu westlich und unsozialistisch einstuft. Dies bedeutet, dass nicht nur die Ausübung seines Berufes, sondern sein Leben in Gefahr ist. Während er durch einige Fürsprecher der Säuberung entgeht, führt er nun ein Dasein zwischen Anpassung und künstlerischer Selbstverwirklichung. Ein absolut lesenswerte Buch über eine sehr ambivalente Persönlichkeit, das viele Fragen aufwirft und nicht alle Rätsel auflösen will.Julian Barnes wählt eine verknappte und pointierte Sprache, die gerade durch ihre Aussparungen eine kühle Atmosphäre schafft, in der die Emotionen nicht breitgetreten, sondern zum Teil nur angedeutet werden. Ein kleiner aber feiner Roman über den Komponisten Schostakowitsch. Der talentierte und im Volk beliebte Musiker fällt in Ungnade, da Stalin sein Wirken als zu westlich und unsozialistisch einstuft. Dies bedeutet, dass nicht nur die Ausübung seines Berufes, sondern sein Leben in Gefahr ist. Während er durch einige Fürsprecher der Säuberung entgeht, führt er nun ein Dasein zwischen Anpassung und künstlerischer Selbstverwirklichung. Ein absolut lesenswerte Buch über eine sehr ambivalente Persönlichkeit, das viele Fragen aufwirft und nicht alle Rätsel auflösen will.Julian Barnes wählt eine verknappte und pointierte Sprache, die gerade durch ihre Aussparungen eine kühle Atmosphäre schafft, in der die Emotionen nicht breitgetreten, sondern zum Teil nur angedeutet werden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
19
11
1
0
0

Große Erzählkunst! Meisterhaft komponiert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 18.05.2017

Wie kann man bestehen in einer Zeit, in der die Tyrannei durch Staat und Partei das eigene Leben diktiert? Ein schmaler Grad für einen Künstler zwischen Erfolg und Verfolgung, für den er in jedem Fall einen hohen Preis zu zahlen hat. Eindrucksvoll , einfühlsam und gleichzeitig sehr poetisch zeichnet Julian Barnes... Wie kann man bestehen in einer Zeit, in der die Tyrannei durch Staat und Partei das eigene Leben diktiert? Ein schmaler Grad für einen Künstler zwischen Erfolg und Verfolgung, für den er in jedem Fall einen hohen Preis zu zahlen hat. Eindrucksvoll , einfühlsam und gleichzeitig sehr poetisch zeichnet Julian Barnes den Werdegang des Komponisten Dmitri Schostakowitsch im stalinistischen Regime nach.

Gedachtes und Empfundenes
von einer Kundin/einem Kunden aus Muri bei Bern am 21.04.2017

Ja, das Buch ist lesenswert. Ich kann es allen interessierten Lesern empfehlen. Aber an der Biographie stört mich, dass Barnes primär auf die Gedankenwelt des Komponisten fokussiert. Schlecht ist ja das nicht, doch zu dieser Welt hat der Autor keinen direkten Zugang. Er muss diese Gedankenwelt von Schostakowitsch interpretieren... Ja, das Buch ist lesenswert. Ich kann es allen interessierten Lesern empfehlen. Aber an der Biographie stört mich, dass Barnes primär auf die Gedankenwelt des Komponisten fokussiert. Schlecht ist ja das nicht, doch zu dieser Welt hat der Autor keinen direkten Zugang. Er muss diese Gedankenwelt von Schostakowitsch interpretieren oder rekonstruieren. Dazu stützt er sich (wie er selber angibt) auf eine Vielzahl von Materialien. Dennoch stellte sich mir immer wieder bei der Rekonstruktion eines Gedankens oder einer Empfindung des ehrwürdigen Komponisten die Frage: "Wie weiss er das?" Ist es tatsächlich Schostakowitsch, der so gedacht und gefühlt hat, wie Barnes es beschreibt, oder ist es Barnes, der Schostakowitsch so hat denken und fühlen lassen wollen? Dass der Autor in seinem Roman nicht mehr objektive Belege und tatsächliche Handlungsabläufe eingebracht hat, durch die seine Interpretation als wahrhaftig hätte erscheinen können - das hat mich nun doch ziemlich gestört.

"Das Flüstern der Geschichte"
von solveig am 20.04.2017

„Kunst ist das Flüstern der Geschichte, das durch den Lärm der Zeit zu hören ist.“ So lautet Dmitri Schostakowitschs Definition von Kunst und seiner Musik, die sich immer wieder durch Julian Barnes´ biografisches Buch zieht. Die drei Abschnitte, in die der Autor seinen Roman unterteilt, stellen Phasen aus Schostakowitschs... „Kunst ist das Flüstern der Geschichte, das durch den Lärm der Zeit zu hören ist.“ So lautet Dmitri Schostakowitschs Definition von Kunst und seiner Musik, die sich immer wieder durch Julian Barnes´ biografisches Buch zieht. Die drei Abschnitte, in die der Autor seinen Roman unterteilt, stellen Phasen aus Schostakowitschs Leben dar, das er selbst einteilt „in Zwölfjahreszyklen des Unheils“ , die ausgerechnet in Schaltjahren stattfinden. Während in der Stalinära Angst und Terror herrschen, fällt Schostakowitsch im Jahr 1936 auf lebensbedrohliche Weise in Ungnade. Seither lebt er in ständiger Todesangst, von Stalins Schergen abgeholt zu werden; denn der Tyrann und „die, die Angst auslösten … wussten, dass sie funktioniert, sogar wie sie funktioniert…“ Mit gepacktem Koffer wartet er monatelang Nacht für Nacht vor dem Aufzug im Treppenhaus auf seine drohende Verhaftung, um der Demütigung zu entgehen, von Stalins Genossen aus dem Bett gezerrt zu werden. Im Jahr 1948 wird er von Stalin höchstpersönlich mit einer Delegation zum Kongress für den Weltfrieden nach New York geschickt, ein Unternehmen, das für ihn mit tiefer Demütigung endet. Und auch nach Stalins Tod in der Sowjetunion der 60er Jahre ist er nicht sicher vor Repressalien; die Mechanismen der Macht sind feiner geworden, aber sie greifen und der Komponist verliert auch noch seine Selbstachtung, als er gegen seinen Willen zu einem Teil des Staatsapparates wird. Aber wie verachtenswert ist es, sein Leben retten zu wollen? Wie reagieren Menschen, wenn sie die (negative) Aufmerksamkeit der Macht erregen? Eine Frage, die in jeder Zeit aktuell ist. In Episoden, beinahe anekdotenhaft, erzählt Barnes aus Schostakowitschs Leben und versetzt den Leser in das Denken und Fühlen des Komponisten. Der Leser taucht in das Wesen des Mannes ein, dessen einziger Wunsch es war, sein Dasein in Ruhe zu verbringen und sich seinen Kompositionen zu widmen und der dennoch so sehr unter Zensur und Staatswillkür zu leiden hatte. Barnes´ Sprache ist knapp, klar und schlicht und bringt so seine Botschaft deutlich zum Ausdruck. Er will keineswegs Moral predigen oder über den Komponisten urteilen. Nach eigener Aussage hat Schostakowitsch einen großen Teil seiner stets präsenten Furcht in seinen Kompositionen verarbeitet. „Was konnte man dem Lärm der Zeit entgegensetzen? Nur die Musik, die wir in uns tragen – die Musik unseres Seins – , die von einigen in wirkliche Musik verwandelt wird. Und die sich, wenn sie stark und wahr und rein genug ist, um den Lärm der Zeit zu übertönen, im Laufe der Jahrzehnte in das Flüstern der Geschichte verwandelt.“