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Hier sind Drachen

Roman

(8)
14. November 2015: Am Morgen nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris macht sich die Reporterin Caren auf den Weg in die französische Hauptstadt. Doch ihr Flug verzögert sich, die Lage ist angespannt, am Heathrow Airport herrscht nach einem anonymen Anruf Alarmbereitschaft. Die bedrohliche Situation und wachsende Nervosität der Sicherheitsbeamten bringen Carens älteren Sitznachbarn allerdings nicht aus der Ruhe, stoisch liest er weiter in Wittgensteins »Tractatus«. Der gleichermaßen unbefangene wie charismatische Philosoph und Zufallsforscher verwickelt Caren, mit deren Gelassenheit es seit Monaten nicht zum Besten steht, in ein faszinierendes Gespräch. Und offeriert ihr dabei – zufällig oder absichtsvoll? – die unmögliche Geschichte, nach der die Journalistin ihr Leben lang gesucht hat.
Rezension
»Ein spannender Roman über Zufälle.«, Westdeutsche Allgemeine, 19.08.2017
Portrait

Husch Josten, geboren 1969, studierte Geschichte und Staatsrecht in Köln und Paris. Sie volontierte und arbeitete als Journalistin in beiden Städten, bis sie Mitte der 2000er-Jahre nach London zog, wo sie als Autorin für Tageszeitungen und Magazine tätig war. 2011 debütierte sie mit dem Roman »In Sachen Joseph«, der für den Aspekte-Literaturpreis nominiert wurde. 2012 legte sie den vielgelobten Nachfolger »Das Glück von Frau Pfeiffer« vor und 2013 den Geschichtenband »Fragen Sie nach Fritz«. 2014 erschien »Der tadellose Herr Taft« sowie zuletzt die Romane »Hier sind Drachen« (2017) und »Land sehen« (August 2018) im Berlin Verlag. Husch Josten lebt heute wieder in Köln.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783827079305
Verlag EBook Berlin Verlag
Dateigröße 703 KB
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Was für ein Buch!“

Anke Kraus, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Mit einer ungeheuer brillianten Erzählkunst auf nur 150 Seiten vermag die Autorin uns eine Geschichte zu erzählen, die voller kluger, anspruchsvoller und philosophischer Gedankengänge steckt. Dabei gelingt ihr ein Spagat zwischen gedanklichem Tiefgang und subtiler Spannung.
Gibt es Zufälle oder ist alles vorherbestimmt?
Anhand eines aktuellen brisanten Themas versucht die Autorin Antworten auf diese Frage zu finden.
Ein Buch, das noch lange nachwirkt....
Danke Frau Josten für diesen einzigartigen Roman!
Mit einer ungeheuer brillianten Erzählkunst auf nur 150 Seiten vermag die Autorin uns eine Geschichte zu erzählen, die voller kluger, anspruchsvoller und philosophischer Gedankengänge steckt. Dabei gelingt ihr ein Spagat zwischen gedanklichem Tiefgang und subtiler Spannung.
Gibt es Zufälle oder ist alles vorherbestimmt?
Anhand eines aktuellen brisanten Themas versucht die Autorin Antworten auf diese Frage zu finden.
Ein Buch, das noch lange nachwirkt....
Danke Frau Josten für diesen einzigartigen Roman!

„Gibt es so etwas wie Zufall?“

Astrid Jankowski, Thalia-Buchhandlung Lünen

Dies ist die alles bestimmende Frage. Anhand vieler realer Terroranschläge der vergangenen Jahre über welche die Protagonistin Caren mit einem "zufälligen" Bekannten spricht, philosophiert die Autorin über das mögliche Vorhandensein von Zufällen.
Intelligent, tiefgründig und sehr kurzweilig.
Dies ist die alles bestimmende Frage. Anhand vieler realer Terroranschläge der vergangenen Jahre über welche die Protagonistin Caren mit einem "zufälligen" Bekannten spricht, philosophiert die Autorin über das mögliche Vorhandensein von Zufällen.
Intelligent, tiefgründig und sehr kurzweilig.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. [Wittgenstein]“

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Unmöglichkeit eine Geschichte zu erzählen, die noch nie erzählt wurde. Eine Frau, die durch Schicksal, göttliche Fügung und eben jene Zufälle immer wieder ihrem sicheren Tod entgeht. Wittgenstein.
Dieses Buch ist eine kurze philosophische Reise in die Gedankenwelt des Erzählers. Der Leser wird von Husch Josten eingeladen sich mit einem brandaktuellem Thema auseinanderzusetzen. Faszinierend und keineswegs leichte Kost, geeignet für jeden interessierten Leser.
Die Unmöglichkeit eine Geschichte zu erzählen, die noch nie erzählt wurde. Eine Frau, die durch Schicksal, göttliche Fügung und eben jene Zufälle immer wieder ihrem sicheren Tod entgeht. Wittgenstein.
Dieses Buch ist eine kurze philosophische Reise in die Gedankenwelt des Erzählers. Der Leser wird von Husch Josten eingeladen sich mit einem brandaktuellem Thema auseinanderzusetzen. Faszinierend und keineswegs leichte Kost, geeignet für jeden interessierten Leser.

„Alles Zufall?“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Dieser Frage widmet sich unter anderem die Autorin in dieser intelligent und spannend geschriebenen Geschichte zum aktuellen Geschehen in Bezug auf Terrorismus, der unser Leben jederzeit auf einen Schlag verändern kann.
Dieser Frage widmet sich unter anderem die Autorin in dieser intelligent und spannend geschriebenen Geschichte zum aktuellen Geschehen in Bezug auf Terrorismus, der unser Leben jederzeit auf einen Schlag verändern kann.

„Unruhe“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Geschickt wird die Geschichte der Journalistin Caren, die schon mehrfach in die Nähe terroristischer Anschläge geraten ist, mit Gedanken um Zufälle und die Macht von Erzählungen verknüpft. Husch Josten ist eine beeindruckende Mischung aus Spannung und Nachdenklichkeit gelungen; mit einem Blick auf moderne Lebensmodelle und unsere Zeit, in der Sicherheit eine ganz neue Rolle spielt.
Außergewöhnlich, spannend und authentisch geschrieben, ein ganz besonderes Buch!!
Geschickt wird die Geschichte der Journalistin Caren, die schon mehrfach in die Nähe terroristischer Anschläge geraten ist, mit Gedanken um Zufälle und die Macht von Erzählungen verknüpft. Husch Josten ist eine beeindruckende Mischung aus Spannung und Nachdenklichkeit gelungen; mit einem Blick auf moderne Lebensmodelle und unsere Zeit, in der Sicherheit eine ganz neue Rolle spielt.
Außergewöhnlich, spannend und authentisch geschrieben, ein ganz besonderes Buch!!

„"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt!"“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Eine Journalistin, die die Nachrichten nicht mehr erträgt? Das erinnert mich an Jurek Beckers "Aller Welt Freund". Doch die Kriege sind näher gerückt, die Anschläge bedrohen uns im Alltag. Caren hat sich in einer unverbindlichen, modernen Beziehung eingerichtet, ihr Job hat Priorität vor Liebe und Familie - bekäme sie nicht plötzlich wiederkehrende Beklemmungen, die ihre Distanz zu den Dingen bröckeln lassen. Zu dicht dringt der Schrecken in ihr Leben, zu nah.

"Hier sind Drachen" füllt auf alten Karten den Raum jenseits der bekannten Welt - deshalb ist es nur logisch, dass Heathrow der Schauplatz für diesen klugen und gleichzeitig spannenden Roman ist. Wieviel ist Zufall , wieviel bewusste Entscheidung? Caren geht ab hier neue Wege!

Grossartig! Lesen!

Eine Journalistin, die die Nachrichten nicht mehr erträgt? Das erinnert mich an Jurek Beckers "Aller Welt Freund". Doch die Kriege sind näher gerückt, die Anschläge bedrohen uns im Alltag. Caren hat sich in einer unverbindlichen, modernen Beziehung eingerichtet, ihr Job hat Priorität vor Liebe und Familie - bekäme sie nicht plötzlich wiederkehrende Beklemmungen, die ihre Distanz zu den Dingen bröckeln lassen. Zu dicht dringt der Schrecken in ihr Leben, zu nah.

"Hier sind Drachen" füllt auf alten Karten den Raum jenseits der bekannten Welt - deshalb ist es nur logisch, dass Heathrow der Schauplatz für diesen klugen und gleichzeitig spannenden Roman ist. Wieviel ist Zufall , wieviel bewusste Entscheidung? Caren geht ab hier neue Wege!

Grossartig! Lesen!

„Außergewöhnlich gut“

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Zum Teil philosophisch, zum Teil total aus dem Leben gegriffen. Hoch brisant und aktuell. Und absolut empfehlenswert !!! Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Zum Teil philosophisch, zum Teil total aus dem Leben gegriffen. Hoch brisant und aktuell. Und absolut empfehlenswert !!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Hier sind Drachen
von miss.mesmerized am 01.08.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wieder ein Anschlag, wieder ein Job für die Journalistin Caren. Nach dem verheerenden Attentat am Abend des 13. November 2015 in Paris, macht sich die junge Reporterin auf von London in die französische Hauptstadt, um für ihre Zeitung vor Ort zu recherchieren. Anschläge wurden ihr Spezialgebiet, nachdem sie unerklärlicherweise... Wieder ein Anschlag, wieder ein Job für die Journalistin Caren. Nach dem verheerenden Attentat am Abend des 13. November 2015 in Paris, macht sich die junge Reporterin auf von London in die französische Hauptstadt, um für ihre Zeitung vor Ort zu recherchieren. Anschläge wurden ihr Spezialgebiet, nachdem sie unerklärlicherweise den 11. September in New York und auch den Boston Marathon unversehrt überlebt hat. In Heathrow wartet sie auf das Boarding, doch es kommt zu einer Verzögerung. Plötzlich wird ihr Gate umstellt, die Fluggäste sind abgesperrt und eingesperrt und eine Zwangsgemeinschaft entsteht. Caren kommt mit einem älteren Herrn ins Gespräch, der die Lage mit stoischer Ruhe über sich ergehen lässt. Er liest weiterhin in Wittgensteins „Tractatus“ als wenn es die Welt um ihn herum nicht gäbe. Caren versucht mit ihrem Presseausweis etwas in Erfahrung zu bringen, doch die Mitarbeiter des Flughafens sind angespannt, also plaudert sie weiter wartend mit „Wittgenstein“ über dessen Zufallsforschung und die Frage, wie ein Journalist die eine Geschichte, die noch nie berichtet wurde, finden und erzählen kann. Und plötzlich ist sie da, die unglaubliche, nie erzählte Geschichte. Husch Jostens Roman „Hier sind Drachen“ weckt zunächst Erwartungen, die sich völlig in sich auflösen. Der Titel, der alte Seefahrerspruch zur Kennzeichnung der noch nicht betretenen und erforschten Gebiete, lässt auf eine Reise hoffen, durchaus an einen unbekannten Ort und der Flughafen ist ein passender Ausgangspunkt. Tatsächlich verlassen wir diesen jedoch quasi nicht, fast die komplette Handlung spielt sich im Wartebereich ab. Die zweite Falschannahme ergibt sich aus der Seitenzahl, die mit 160 Seiten einen kurzes Lesevergnügen erwarten lässt. Allerdings weist der Roman eine solche inhaltliche Dichte auf, dass ein Lesen ohne Pausen für mich nicht möglich war und ich viele Passagen – insbesondere die philosophischen Gedanken der beiden Protagonisten – mehrfach lesen musste, damit mir nichts entgeht. Es ist auch nicht einfach zu bestimmen, worum es in dem Buch eigentlich geht. Gerade durch das unerwartete Ende wird der Fokus nochmals völlig verschoben und es bleiben unzählig viele Themen und Gedankenansätze, die alle in sich wichtig und beachtenswert sind. Der Roman beginnt mit der Frage, was der Terror, wie wir ihn seit einigen Jahren in Europa erleben, mit uns als Beobachter oder gar Zeugen macht. Caren leidet zunehmend. Konnte sie die beiden Ereignisse in den USA noch erstaunlich gut durch ihren Job verarbeiten und sogar fruchtbar damit umgehen, war ihr der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo unerklärlich nahegegangen – vor allem vor dem Hintergrund, dass sie dieses nicht unmittelbar miterlebte. Niemand wird die Nachrichten dieser Horrorszenarien verfolgen können ohne nicht an einem Punkt ganz persönlich auch getroffen zu werden. Doch wie soll man als Individuum und wir als Gesellschaft damit umgehen? Der weniger konkrete, nicht auf den unmittelbaren Alltag bezogene Aspekt, der sich durch das ganze Buch spinnt, ist die philosophische Frage nach dem Geschichtenerzählen und die Frage, ob es noch eine Geschichte geben kann, die noch nie erzählt wurde. Welcher Journalist träumt nicht davon, mit dieser einen Reportage zu Ruhm und Anerkennung zu gelangen? Doch Geschichten gab es schon lange vor dem Journalismus, das Erzählen ist so alt wie die Menschheit selbst und eines der wenigen kulturübergreifenden und –verbindenden Dinge. Doch die Geschichte lebt nicht nur von ihrem Erzähler, denn sie erhält ihren Sinn erst durch den Zuhörer oder Leser, der etwas damit anfangen kann und den Worten einen Sinn zuschreibt. Neben diesen beiden ganz großen Themen, werden Fragen nach Werten im Leben, der Lebensgestaltung als solches und den Beziehungen aufgerissen. Mit Carens Lebensgefährten wird der Figur und damit dem Leser gnadenlos vor Augen geführt, wie wenig man manchmal seine Mitmenschen und Liebsten kennt. Nach all der Philosophiererei über Geschichten: hören wir einander zu? Und ist das, was bei uns ankommt auch das, was gesagt werden wollte? Ein durchaus herausfordernder Roman, der dem Leser, der sich auf ihn einlässt, viel zu bieten hat und weit über die Lektüre hinaus begleitet. Der Sinn entsteht beim Lesen im Leser und Husch Josten macht ein sehr großes Angebot. Daneben bietet er sogar noch einen Plot mit Spannung und recht unerwarteten Wendungen – im Ganzen ein Roman, wie er eigentlich unmöglich zu schreiben ist.