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Sein blutiges Projekt

Der Fall Roderick Macrae

(56)
August 1869: Ein verschlafenes Bauerndorf an der Westküste Schottlands wird von einem brutalen Dreifachmord erschüttert. Der Täter ist rasch gefunden. Doch was trieb den 17-jährigen Roderick Macrae, Sohn eines armen Pächters, dazu, drei Menschen auf bestialische Weise zu erschlagen? Während Roddy im Gefängnis auf seinen Prozess wartet, stellen die scharfsinnigsten Ärzte und Ermittler des Landes Nachforschungen an, um seine Beweggründe aufzudecken. Ist der eigenbrötlerische Bauernjunge geisteskrank? Roddys Schicksal hängt nun einzig und allein von den Überzeugungskünsten seines Rechtsbeistandes ab, der in einem spektakulären Prozess alles daransetzt, Roderick vor dem Galgen zu bewahren. Sein brillanter Spannungsroman offenbart Graeme Macrae Burnet als außergewöhnliche neue Stimme im Genre des psychologischen Thrillers. Mühelos versetzt er den Leser mitten ins Schottland des 19. Jahrhunderts und zu den Anfängen der Kriminalpsychologie. Kunstvoll verquickt er dabei Rodericks eigene Aufzeichnungen mit Gerichtsunterlagen, medizinischen Gutachten und der Prozessberichterstattung. Während er die Annahmen der Leser über die eigentlichen Tathintergründe immer wieder raffiniert ins Leere laufen lässt, enthüllt sich die dunkle Wahrheit erst in einem fulminanten Gerichtsdrama.
Portrait
Graeme Macrae Burnet, geboren 1967 in Kilmarnock, Schottland, studierte Englische Literatur in Glasgow. Er schreibt seit seiner Jugend und wurde 2013 mit dem Scottish Book Trust New Writer’s Award ausgezeichnet. Sein Debütroman The Disappearance of Adèle Bedeau, der in seiner schottischen Heimat zum Kulthit wurde, erscheint im Europa Verlag im Herbst 2017. Er lebt und schreibt in Glasgow.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 344
Erscheinungsdatum 08.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95890-055-4
Verlag Europa Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/13,9/3,2 cm
Gewicht 487 g
Originaltitel His Bloody Project
Auflage 1
Übersetzer Claudia Feldmann
Buch (gebundene Ausgabe)
17,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„"His bloody project" - ungewöhnlicher Kriminalroman “

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Dieser ruhig erzählte (Kriminal?-) Roman hat mal so gar nichts mit den momentan üblichen Heimat/Humor-Krimis,(lügenden) Frauen-Pychothrillern oder ähnlichem zu tun, sondern hat es mit seiner Erzählweise sogar auf die Shortlist des angesehenen „britischen Man-Booker“-Preises geschafft.
Graeme Macrae Burnet erzählt darin die Geschichte eines blutigen Dreifachmordes in einem winzigen Dorf 1869 in Schottland.Von Anfang weiß der Leser, wer der Täter ist und bekommt anschließend in dieser gut komponierten Geschichte durch Aussagen der Dorfbewohner, Aufzeichnungen des 17jährigen Täters und Gerichtsprotokolle sowie den Prozessbericht eines Zeitgenossen ein real klingendes, stimmungvolles Bild der Vorkommnisse.
Gleichzeitig sät Burnet aber auch Zweifel an der Authenzität der Schilderungen, die den Leser dazu bringen, genauer hinzusehen.Ob ein schottischer Kleinbauerssohn des 19.Jahrhunderts,aufgewachsen in der Einöde eines neun Hütten umfassenden Meilers, tatsächlich in der Lage war, so eine in sich stimmige,eloquente Abhandlung über sein karges Leben und die Beweggründe für sein Handeln-den Mord- selber zu verfassen,mag jeder Leser selber beurteilen.Es ist jedenfalls ein Roman über die Suche nach der Wahrheit und besonders glaubhaft fand ich den zweiten Teil mit der Gerichtsverhandlung ,wo Verteidiger,Kron-Anwalt und Ärzte sich um selbige bemühen.Dabei kann sich der heutige Leser an den Äußerungen des arroganten,unsympathischen Psychiaters und Gefängnisarztes James Bruce Thomson hervorragend reiben.
Etwas für Krimi-Liebhaber, die abseits ausgetretener Pfade lesen möchten.
Dieser ruhig erzählte (Kriminal?-) Roman hat mal so gar nichts mit den momentan üblichen Heimat/Humor-Krimis,(lügenden) Frauen-Pychothrillern oder ähnlichem zu tun, sondern hat es mit seiner Erzählweise sogar auf die Shortlist des angesehenen „britischen Man-Booker“-Preises geschafft.
Graeme Macrae Burnet erzählt darin die Geschichte eines blutigen Dreifachmordes in einem winzigen Dorf 1869 in Schottland.Von Anfang weiß der Leser, wer der Täter ist und bekommt anschließend in dieser gut komponierten Geschichte durch Aussagen der Dorfbewohner, Aufzeichnungen des 17jährigen Täters und Gerichtsprotokolle sowie den Prozessbericht eines Zeitgenossen ein real klingendes, stimmungvolles Bild der Vorkommnisse.
Gleichzeitig sät Burnet aber auch Zweifel an der Authenzität der Schilderungen, die den Leser dazu bringen, genauer hinzusehen.Ob ein schottischer Kleinbauerssohn des 19.Jahrhunderts,aufgewachsen in der Einöde eines neun Hütten umfassenden Meilers, tatsächlich in der Lage war, so eine in sich stimmige,eloquente Abhandlung über sein karges Leben und die Beweggründe für sein Handeln-den Mord- selber zu verfassen,mag jeder Leser selber beurteilen.Es ist jedenfalls ein Roman über die Suche nach der Wahrheit und besonders glaubhaft fand ich den zweiten Teil mit der Gerichtsverhandlung ,wo Verteidiger,Kron-Anwalt und Ärzte sich um selbige bemühen.Dabei kann sich der heutige Leser an den Äußerungen des arroganten,unsympathischen Psychiaters und Gefängnisarztes James Bruce Thomson hervorragend reiben.
Etwas für Krimi-Liebhaber, die abseits ausgetretener Pfade lesen möchten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
56 Bewertungen
Übersicht
29
22
4
1
0

Zeitreise des Grauens
von misery3103 am 11.04.2017

Im August 1869 tötet der junge Roderick Macrae drei seiner Nachbarn. Was veranlasste ihn zu dieser Tat? Das Buch gibt durch Zeugenaussagen und ein durch den Angeklagten verfasstes Manuskript Einblick in das Leben des jungen Mannes in dem kleinen schottischen Dorf. Es ist spannend, Rockericks Aufzeichnungen zu lesen und zu... Im August 1869 tötet der junge Roderick Macrae drei seiner Nachbarn. Was veranlasste ihn zu dieser Tat? Das Buch gibt durch Zeugenaussagen und ein durch den Angeklagten verfasstes Manuskript Einblick in das Leben des jungen Mannes in dem kleinen schottischen Dorf. Es ist spannend, Rockericks Aufzeichnungen zu lesen und zu erfahren, was die Familie durch eins der Opfer erleiden musste. Das ärmliche Leben und der Umgang mit den einzelnen Familienmitgliedern werden anschaulich beschrieben. Man bekommt einen guten Einblick in das ärmliche Leben der Familie. Rockerick erscheint nett und seine Schilderung der Ereignisse nachvollziehbar. Die Geschichte liest sich gut und ist fesselnd erzählt. Einzig einige Passagen während des Prozesses waren mir etwas zu ausführlich und wenig interessant, so z. B. die Aussage des Arztes, der der Spezialist für Geisteskrankheiten bei Schwerverbrechern war. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Eine lehrreiche Reise in eine längst vergangene Zeit!

Spannender Kriminalroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Grafenwöhr am 03.04.2017

Dieses Buch hat alles was ein guter Thriller braucht. Das düstere Cover sticht sofort ins Auge. Das Cover sieht aus wie ein zerknittertes, altes Bild. Auf dem Bild ein einzelnes, kleines Steinhaus. Das Licht brennt. Im Hintergrund Berge, ein grauer Himmel. Auch der Titel klingt schaurig und macht neugierig... Dieses Buch hat alles was ein guter Thriller braucht. Das düstere Cover sticht sofort ins Auge. Das Cover sieht aus wie ein zerknittertes, altes Bild. Auf dem Bild ein einzelnes, kleines Steinhaus. Das Licht brennt. Im Hintergrund Berge, ein grauer Himmel. Auch der Titel klingt schaurig und macht neugierig auf „Sein blutiges Projekt“. Hier ist das grausame Blutbad des siebzehnjährigen Roderick Macrae gemeint, das er im August 1869 im schottischen Bauerndorf Culduie im Haus seines tyrannischen Nachbarn Lachlan Mackenzie anrichtet. Roddy leugnet die Tat nicht, doch schweigt zum Motiv. Im Gefängnis beginnt er auf Rat seines Verteidigers die Beweggründe für die Morde niederzuschreiben. Das Buch sticht durch seinen außergewöhnlichen Stil hervor. Es ist relativ sachlich untergliedert in Vorwort, Aussagen der Einwohner von Culduie, Karte von Culduie und Umgebung, Die Aufzeichnungen von Roderick Macrae, Medizinische Gutachten, Auszug aus Reisen in das Grenzland des Wahnsinns von J. Bruce Thomson, Der Prozess, Epilog und Dank. Der Schreibstil ist der Handlungszeit angepasst, Quellen und Erklärungen veralteter Wörter werden in Fußnoten erläutert. Alle Figuren wirken authentisch, obwohl ein kleines Namensverzeichnis der handelnden Personen von Vorteil gewesen wäre. In den Zeugenaussagen wird Roddy einerseits als höflicher und hilfsbereiter junger Mann beschrieben, andererseits als eigenartiger Junge, als begabter Schüler oder als übler Bursche. Zudem werden die schwierigen Lebensbedingungen schottischer Kleinbauern verdeutlicht. Hinzu kommen die schwierigen Familienverhältnisse. Die gesamte Geschichte folgt einem kontinuierlichen Spannungsbogen. Roddy wirkt bis zum Schluss sehr sympathisch, sodass man sich bis zum Schluss ein Happy End für ihn wünscht. Das Buch ist anders als erwartet, dennoch eine sehr interessante und spannende Dokumentation eines außergewöhnlichen Falls.

Sehr gut!
von Danion aus Jena am 26.03.2017

Dieser Thriller ist etwas ganz besonderes, was ich bisher nicht kannte. Darin wird die Geschichte eines Mörders erzählt, wobei diese aus verschiedenen Perspektiven dargestellt wird: durch die Zeugenaussagen, medizinische Gutachten und Protokolle einer psychologischen Untersuchung, aber auch aus der Perspektive des Mörders. Von Anfang an stellte ich fest, dass dieses... Dieser Thriller ist etwas ganz besonderes, was ich bisher nicht kannte. Darin wird die Geschichte eines Mörders erzählt, wobei diese aus verschiedenen Perspektiven dargestellt wird: durch die Zeugenaussagen, medizinische Gutachten und Protokolle einer psychologischen Untersuchung, aber auch aus der Perspektive des Mörders. Von Anfang an stellte ich fest, dass dieses Bcuh einfach besonders ist - die Stimmung wird vom Autor wunderbar in Worte gefasst bzw. durch seine Worte geschaffen, die Sprache erweckt den Eindruck, man lese einen Klassiker der Weltliteratur. Anfangs war die Geschichte für mich ein wenig zu langwierig, zu detailliert und ich konnte es kaum erwarten, bis es zum eigentlichen Verbrechen von Rody kommt. Man bekommt eine sehr ausführliche Vorgeschichte, erzählt durch den Täter, und dann passiert alles so schnell, auf 2 Seiten, dass der Leser einfach verblüfft ist von der Intensität... Sehr interessant fand ich die Analysen des kriminologischen Antropologen, der seine Schlüsse zieht, ohne auf solches wichtige Dokument, wie die schriftlichen Ausführungen des Täters zum Fall zu beachten. Ohne diese zu lesen, schreibt er: "Ich zweifle keine Sekunde daran, dass die Seiten /.../ lediglich wirres, sinnloses Gefasel enthielten..." Eine faszinierende Geschichte!