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Suleika öffnet die Augen

Roman

"Dieser Roman trifft mitten ins Herz." Ljudmila Ulitzkaja.

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist.

Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015.

"Für mich bleibt es ein Rätsel, wie es einer so jungen Autorin gelungen ist, ein so eindringliches Werk zu schaffen." Ljudmila Ulitzkaja.
Portrait

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman "Suleika öffnet die Augen" wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder", bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 541 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.02.2017
Sprache Deutsch, Russisch
EAN 9783841212870
Verlag Aufbau
Dateigröße 3564 KB
Übersetzer Helmut Ettinger
Verkaufsrang 13560
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Buchhändler-Empfehlungen

Schwere Kost

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Es ist erstaunlich, was dem Menschen vom Schicksal zugemutet werden kann, ohne zu Verzweiflung und Resignation zu führen. Das wird von der jungen Autorin außergewöhnlich lebendig, in passender Sprache und geschichtlich sehr interessant erzählt. Angesiedelt ist die Handlung des Romans während der Stalinzeit in Sibirien. Suleika ist eine außergewöhnliche Person, ihre Schicksalsergebenheit und Duldsamkeit ist ihre Stärke. Sie überlebt, weil sie nichts in Frage stellt. Ihr ist bewusst, dass es nur dieses Leben für sie gibt. Das Buch ist nicht leicht zu verkraften. Die düstere Atmosphäre übertrug sich auf mich. Hunger, Verzweiflung, Demütigung, Verlust, Krankheit und Tod - ohne Silberstreif am Horizont.

Ein wunderbares Buch !!

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Suleika, die junge tatarische Bäuerin nimmt ihr schweres Schicksal ohne Klagen an,wächst an ihm und reift zu einer starken Frau. Die emotionale Tiefe des Romans geht einem direkt ans Herz. Ich hoffe sehr ,das dieser Roman Bestand haben wird, nicht in der Flut von Neuerscheinungen untergeht und auch in 100 Jahren noch gelesen wird.

Kundenbewertungen

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Wunderbar erzählt dieses Stück Geschichte
von bookmark am 12.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein tolles Buch über einen ganz dunklen Teil der Geschichte Russlands. Suleika erlebt die Zeit der Entkulakisierung und Zwangskollektivierung. Vermeintlich reiche Bauern, Geistliche oder jeder, der sich den neuen Machthabern unter Stalin nur andeutungsweise widersetzte, wurde vertrieben und umgesiedelt. Es wurde mit großer B... Ein tolles Buch über einen ganz dunklen Teil der Geschichte Russlands. Suleika erlebt die Zeit der Entkulakisierung und Zwangskollektivierung. Vermeintlich reiche Bauern, Geistliche oder jeder, der sich den neuen Machthabern unter Stalin nur andeutungsweise widersetzte, wurde vertrieben und umgesiedelt. Es wurde mit großer Brutalität und Menschenverachtung vorgegangen und forderte viele Millionen Todesopfer. Suleikas Schicksalsschläge waren für mich manchmal fast unerträglich und trotzdem hat sich diese Frau tapfer durchgeschlagen und mit viel Mut ihr Leben gestaltet. Der Abschied von Suleika, weil das Buch zu Ende war, fiel mir sehr schwer und es flossen auch ein paar Tränen. Ein sehr bewegendes Buch. Gusel Jachina schreibt über die Erlebnisse Suleikas ganz unaufgeregt und ohne politische Wertung, aber sehr eindringlich und bildhaft. Das finde ich gut und empfehle das Buch als ein Stück Zeitgeschichte.

Eine berührende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2018

Die junge tatarische Bäuerin Suleika lebt 1930 unter harten Bedingungen mit ihrem Ehemann und dessen Mutter zusammen. Sie tut ihr bestes um die strengen Erwartungen der beiden zu erfüllen und erträgt ihre Schikanen geduldig. Nach der Revolution ist sie eine von vielen Einwohnern die enteignet und zwangsumgesiedelt werden. Auf ... Die junge tatarische Bäuerin Suleika lebt 1930 unter harten Bedingungen mit ihrem Ehemann und dessen Mutter zusammen. Sie tut ihr bestes um die strengen Erwartungen der beiden zu erfüllen und erträgt ihre Schikanen geduldig. Nach der Revolution ist sie eine von vielen Einwohnern die enteignet und zwangsumgesiedelt werden. Auf der monatelangen Reise, zu hunderten zusammengepfercht in Zugwaggons, begegnet den Verschleppten Leid, Hunger und Tod. Die Geschichte rund um Suleika ist fesselnd und schonungslos. Man kann förmlich die Kälte spüren, den Hunger und die Not, der die Figuren begegnen. Interessant fand ich die Erzählung auch deshalb, weil sie einen Teil der russischen Geschichte beschreibt der mir so nicht bekannt war.

Der Weg zu sich selbst führ durch die Hölle
von einer Kundin/einem Kunden am 29.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sozial ausgesprochen kritisch, sprachlich brilliant und in jeder Hinsicht persönlich ergreifend. Ein wundervolles und zugleich sehr interessantes Buch. Definitiv eine große Leseempfehlung!