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Der Duft von bitteren Orangen

Roman

(13)
Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?

Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, darf endlich die ersten Früchte des Orangenbaums ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und seine Familie muss fliehen. Von nun an hat er nur noch einen Traum: eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren. Zur selben Zeit wächst Judith mit ihrer jüdischen Familie in England auf – und sehnt sich nach einem Leben jenseits der dunklen Schatten der Vergangenheit. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Die Hardcover-Ausgabe erschien unter dem Titel »Ismaels Orangen« bei Blanvalet.

Rezension
»Claire Hajaj hat zum Glück darauf verzichtet, beim Schreiben die rosarote Brille aufzusetzen und ihre Geschichte mit einem gezwungenen Happy End zu beschließen.[..]Ein anrührendes Buch.«
Portrait
Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im ländlichen England. Sie bereiste alle vier Kontinente und arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Bagdad. Sie schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem veröffentlichte sie Artikel in »Time Out« und »Literary Review«. Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in Oxford gemacht. Zuletzt lebte sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.12.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641213916
Verlag Blanvalet
Übersetzer Karin Dufner
Verkaufsrang 12.154
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Eine Familien- und Liebesgeschichte inmitten des Nahost-Konflikts, in der ein Orangenbaum das Symbol für Heimat, Sehnsucht und Freiheit wird - berührend und dramatisch Eine Familien- und Liebesgeschichte inmitten des Nahost-Konflikts, in der ein Orangenbaum das Symbol für Heimat, Sehnsucht und Freiheit wird - berührend und dramatisch

„"Eine Liebe, die nicht sein darf und doch sein muss!"“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Da „Während die Welt schlief“ mein absolutes Lieblingsbuch ist und mich Lebensgeschichten wie diese immer wieder faszinieren, bin ich auch von diesem Roman nicht enttäuscht worden.
Die Liebe von Salim und Judith wird auf eine harte Probe gestellt, es ist eine Liebe,die nicht sein darf und nicht sein soll, weil sie politisch und religiös nicht geduldet wird. Und solange es Konflikte zwischen Israel und Palästina geben wird, solange ist genau diese Geschichte aktuell. Ein wunderbarer Roman, der keine romantische Liebesgeschichte erzählt.
Dem Leser wird klar, dass es viele Menschen gibt, denen es wie Salim und Judith ergeht. Ein aufweckender Roman, der wieder einmal mehr und zu Recht zum Nachdenken anregt. Da wünscht man dem Hass zwischen den Völkern ein dauerhaftes Ende und sehnt sich nach Versöhnung.
Da „Während die Welt schlief“ mein absolutes Lieblingsbuch ist und mich Lebensgeschichten wie diese immer wieder faszinieren, bin ich auch von diesem Roman nicht enttäuscht worden.
Die Liebe von Salim und Judith wird auf eine harte Probe gestellt, es ist eine Liebe,die nicht sein darf und nicht sein soll, weil sie politisch und religiös nicht geduldet wird. Und solange es Konflikte zwischen Israel und Palästina geben wird, solange ist genau diese Geschichte aktuell. Ein wunderbarer Roman, der keine romantische Liebesgeschichte erzählt.
Dem Leser wird klar, dass es viele Menschen gibt, denen es wie Salim und Judith ergeht. Ein aufweckender Roman, der wieder einmal mehr und zu Recht zum Nachdenken anregt. Da wünscht man dem Hass zwischen den Völkern ein dauerhaftes Ende und sehnt sich nach Versöhnung.

„Hajaj, Ismaels Orangen“

Beate Mildenberger, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

1948 - Salim, 7 Jahre alt, lebt in Jaffa als Sohn eines Orangenzüchters. Als der Krieg in Palästina ausbricht flieht die ganze Familie und Salim träumt den Rest seines Lebens davon zurückzukehren.
Als junge Mann geht er nach England zum Studium, lernt da Judith kennen, die Jüdin ist.
Die Beiden verlieben sich und glauben ihre Liebe kann alle Vorurteile und kulturelle Unterschiede überbrücken.
Wird dies gelingen?
Wunderbar erzählt, fast schon etwas melancholisch - ein Blick auf zwei verschiedene Weltanschauungen.
1948 - Salim, 7 Jahre alt, lebt in Jaffa als Sohn eines Orangenzüchters. Als der Krieg in Palästina ausbricht flieht die ganze Familie und Salim träumt den Rest seines Lebens davon zurückzukehren.
Als junge Mann geht er nach England zum Studium, lernt da Judith kennen, die Jüdin ist.
Die Beiden verlieben sich und glauben ihre Liebe kann alle Vorurteile und kulturelle Unterschiede überbrücken.
Wird dies gelingen?
Wunderbar erzählt, fast schon etwas melancholisch - ein Blick auf zwei verschiedene Weltanschauungen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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5
0
0
1

Ein großartiger Debüt-Roman!
von einer Kundin/einem Kunden am 17.03.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

In "Ismaels Orangen" erzählt Claire Hajaj von Salim, dem Sohn eines palästinensischen Orangenbauern, und Judith, Tochter von Holocaustflüchtlingen in London. Als 1948 der Palästina-Konflikt ausbricht muss auch Salim mit seiner Familie fliehen und verliert seine geliebte Heimat. In den 60er Jahren treffen die beiden dann in London aufeinander und... In "Ismaels Orangen" erzählt Claire Hajaj von Salim, dem Sohn eines palästinensischen Orangenbauern, und Judith, Tochter von Holocaustflüchtlingen in London. Als 1948 der Palästina-Konflikt ausbricht muss auch Salim mit seiner Familie fliehen und verliert seine geliebte Heimat. In den 60er Jahren treffen die beiden dann in London aufeinander und verlieben sich. Trotzdem ihnen viele Steine in den Weg gelegt werden, kämpfen sie über die Jahre unbändig für ihre Liebe. Claire Hajajs Debüt-Roman beschreibt fesselnd und emotionsgeladen von zwei ganz unterschiedlichen Menschen, die sich dennoch finden, an ihre Liebe glauben und für diese trotz aller historischen und politischen Hürden kämpfen. "Ismaels Orangen" ist ein wunderbar geschriebenes, sehr zu empfehlendes Buch.

Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?
von Nina W. aus Eppelborn am 25.06.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Salim Al-Ismael ist sieben Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Palästina. Doch die Zeiten ändern sich und im April 1948 ist es dann soweit: seine Familie muss mit dem Jungen aus dem geliebten Heimatland fliehen. Weg von den Orangenbäumen, von der Plantage, die für die Familie ihr... Salim Al-Ismael ist sieben Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Palästina. Doch die Zeiten ändern sich und im April 1948 ist es dann soweit: seine Familie muss mit dem Jungen aus dem geliebten Heimatland fliehen. Weg von den Orangenbäumen, von der Plantage, die für die Familie ihr ein und alles war und für Ismael den Lebensinhalt bedeutete. Die Juden vertreiben sie aus ihrem eigenen Land und so landet die Familie später in Nazareth. Doch der junge Salim wächst auch dort heran und entwickelt sich zu einem stattlichen Mann, wohlweislich darauf bedacht, woher er stammt. Bei seinem Studium in London lernt er Judit - genannt Jude - kennen und lieben. Doch die Beiden habe es von Anfang an nicht leicht, denn Jude ist Jüdin und gehört zu dem verhassten Volk, das seine Familie einst aus dem geliebten Heimatland vertrieben hat. Schon bald muss sich das junge Paar ihren beiden Familien stellen und all den Konflikten zu trotz entscheiden: ist ihre Liebe stärker als die Vergangenheit? Salims Kindheit ist von Spiel und Spaß geprägt, doch hatte es der Junge auch nicht leicht. Obwohl sein Vater ein Großgrundbesitzer war und einen stattlichen Orangenhain sein Eigentum nennen konnte, hatte er hart zu arbeiten und litt unter den ewigen Hänseleien seiner Klassenkameraden. Doch Salim liebt seine Bäume und fiebert mit Eifer dem Tag entgegen, an dem seine Bäume endlich Früchte tragen. Bereits als kleines Kind erfährt er, was in fernen Ländern geschieht und sieht, wie sich auch alles seinem Dorf nähert. Aus der Sicht des Kindes betrachtet, ist es wirklich zunächst unbegreiflich, doch auch er lernt schnell und sieht, dass er nur aufgrund der Flucht aus seiner Heimat noch am Leben ist. Auch in der neuen Stadt Nazareth hat seine Familie zu kämpfen und leidet unter den Repressalien der Juden. Die Juden. Das Volk, das für alles verantwortlich ist. Das Volk, dass die Familie Al-Ismael aus ihrer geliebten Heimat vertrieben hat, weg von den geliebten Orangen und hin in eine düstere Zukunft. Bei solch einer Vergangenheit ist es klar, dass der junge Salim auch von Seiten seiner Familie aus den Hass miterlebt, den diese den Juden entgegenbringen. Es hätte alles so gut sein können. Doch das Schicksal will es anders. Denn Salim lernt im fernen London Judit kennen. Judit ist Jüdin und wird ebenfalls von so genannten Freundinnen gemobbt - Jude, wird sie genannt. Obwohl sie diese Anrede verletzt, behält sie sie bei, denn man gibt den anderen Menschen nur eine Angriffsfläche, wenn man seine Schwächen offenbart. Auch Judits Familie hat eine düstere Vergangenheit hinter sich. Sie haben einst in Russland gelebt und wurden von Stalin vertrieben, gelandet sind sie in London. Man merkt deutlich: beide Charaktere haben eine negativ beeinflusste Vergangenheit hinter sich - obwohl "hinter sich" falsch gebraucht ist! Denn die Beiden werden täglich damit konfrontiert - sei es in ihren Familien oder aber von Freunden oder Fremden. Da scheint es wirklich Fügung zu sein, dass eben diese beiden jungen Menschen sich in einem fernen Land finden und sich verlieben. Deutlich spürbar ist der Konflikt zwischen ihren Familien und die Angst des jungen Paares, wird hier die Liebe siegen? Ich habe mehrere Male mit dem jungen Paar gelitten und mich oft gefragt, ob man die Vergangenheit nicht irgendwann ruhen lassen kann. Natürlich ist es schlimm, was geschehen ist und es war eine Ungerechtigkeit. Es sind viele schlimme Dinge passiert, doch leider können wir die Vergangenheit nicht ändern. Wir können nur aus ihr lernen. Und das sehen auch Salim und Jude. Zunächst entwickelt sich eine wunderschöne Liebe und die Beiden sind glücklich miteinander, doch irgendwann droht der Nahost-Konflikt auch sie einzuholen und sie werden wieder zurück in die Vergangenheit versetzt: zurück in die Zeit, in der ihnen alles genommen wurde, in der man ihnen alles aberkannt hat, in der man ihnen ihre Würde geraubt hat. Wie viel kann Liebe also vertragen? Claire Hajaj beschreibt in ihrem Roman deutlich den Konflikt zwischen Israel und Palästina und zwar über die beiden Hauptprotagonisten. Wer in diesem Roman eine reine Liebesgeschichte mit Happy End und "Friede, Freude, Eierkuchen" erwartet, der ist wahrlich falsch! Denn hier geht es um so viel mehr. Es geht um die Familie, die Vergangenheit, die Ehre, allen voran aber um die Freiheit - eine Freiheit, die geraubt wurde und die nicht mehr so leicht zurückzuholen ist. Dabei werden beide Seiten beleuchtet und die Autorin schafft es zugleich neutral über das Geschehen zu berichten, ohne sich auf die eine oder die andere Seite zu beziehen. Der Leser erfährt mit dieser Erzählweise eine Darstellung, die ihm nicht vorschreibt, was er zu denken hat, er kann sich selbst ein Bild darüber machen. Auch die Protagonisten sind wirklich sehr gut gewählt! So erhält man einen Einblick in die Denkweise von beiden Seiten, versucht sie zu begreifen, mag sie vielleicht verstehen oder aber auch nicht. Die Autorin selbst ist die Tochter einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters, weiß also, wovon sie schreibt und versteht beide Seite, da sie beide Seiten der Geschichte ebenfalls kennt. Sie erzählt uns somit nicht eine frei erfundene Geschichte, sondern gibt uns einen Einblick in ihr eigenes Leben, in ihre eigenen Ängste, Wünsche und Hoffnungen. KANN LIEBE WACHSEN, WO HASS GESÄT WIRD? Geht doch selbst dieser Frage nach und lest, was Claire Hajaj euch zu erzählen hat! Ich kann dieses Buch einfach nur weiter empfehlen!

von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 25.01.2017
Bewertet: anderes Format

Ein tolles Buch über eine Liebesgeschichte die auch den größten Konflikt überwindet, doch kann sie auch ein ganzes Leben standhalten?