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Gott, hilf dem Kind

Roman

Toni Morrison

(17)
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Beschreibung

Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. "Gott, hilf dem Kind" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.

Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.

Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.

Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.

Herzzerreißend fehlbare Figuren. Hohe Erzählkunst. stern

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 203
Erscheinungsdatum 22.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-04531-9
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,2 cm
Gewicht 321 g
Originaltitel God Help The Child
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Thomas Piltz
Verkaufsrang 35504

Buchhändler-Empfehlungen

"Teerschwarzes" Schicksal, kraftvoll und eindringlich erzählt.

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Lula Ann schockt ihre Eltern gleich bei der Geburt. So schwarz! Wo kommt das her in dieser farbigen Familie? Aber sie macht ihren Weg und Jahre später als erfolgreiche Managerin der eigenen Kosmetiklinie, hält sie Rückschau auf eine einsame Kindheit. Und findet am Ende vielleicht doch ein Zuhause, in dem sie geliebt wird. Anspruchsvolles Lesevergnügen.

Toni Morrisons finaler Roman ist nicht ihr bester

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

"Sehr blaue Augen"! "Menschenbild"! Zwei Romane, die meinen Blick auf Literatur geschärft haben. Ich habe inzwischen alle Romane von Toni Morrison gelesen und habe den Eindruck, dass die letzten vier Romane ein bisschen abfallen gegenüber den ersten sieben. Mir fehlt ein bisschen so etwas wie die sagenhafte Sterbeszene in "Sula", die Schlusskonfrontation in "Solomons Lied" oder die komplexe Energie von "Jazz" oder "Paradies". Natürlich ist "Gott hilf dem Kind" trotzdem ein sehr guter Roman und weit entfernt von seicht. Rassismus und Sexismus, zwei Themen, die sich durch Morrisons Werk ziehen, sind auch hier relevant, treten aber hinter Kindesmissbrauch als dringendstes Anliegen zurück. Morrison zeichnet ein komplexes Bild der Vielschichtigkeit des Problems und den Folgen für Täter, Opfer und Hinterbliebene. Damit bietet sie einen Kontext für eine der positivsten Liebesgeschichten in ihrem Gesamtwerk. Dabei lässt sie einige Aspekte unerzählt, was manchmal weniger wie notwendige Kürze wirkt, sondern eher wie die Vorfreude, den Roman bald zu beenden. Besonders hinsichtlich Sofia und Sweetness hätte ich gern etwas mehr Hintergrund gehabt. Rain hingegen - vielleicht die spannendste Figur im Roman - ist gerade mit der Kürze hervorragend bedient. Und dann gibt es wieder die typischen Kleinigkeiten, die Toni Morrison so herausragend machen. Kaum jemand kann mit ihr mithalten, wenn es darum geht, Figuren zu benennen. Ganz weit oben hier Bookers Eltern, die ihre Kinder alphabetisch benennen. Und auch die Motivationen, die hinter Fehlverhalten stecken, sind glaubwürdig wie eh und je - seit Pecolas Vater sich in "Sehr blaue Augen" rechtfertigte. Ist dies das Buch, das ich Lesern empfehlen will, die Toni Morrison bisher nicht versucht haben? Nein. Aber ist es dennoch lesenswert als Beispiel moralischer Komplexität? Natürlich! RIP Toni Morrison!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Schreckliche Kindheit!!!
von Bani aus Hannover am 28.07.2020

Die Geschichte ist kurz aber sehr zum Nachdenken. Ich fand die erste Sätze von Sweetness das sie über Bibel für Weisse und Bibel für Schwarze erzählte sehr traurig,ob Gott das so will glaube ich nicht, aber was die Menschen ausnutzen um ihre Ego und Hass aus zu bereiten ist nix neues.Das Buch ist sehr zu empfehlen.

Die Grausamkeit im Alltäglichen
von einer Kundin/einem Kunden am 03.04.2020

Lula Ann wird mit so tiefschwarzer Haut geboren, dass ihr Vater die Familie verstößt und ihre Mutter ihre gesamte Wut auf Lula Ann projiziert. Als erwachsen Frau hat sich Lula Ann als Bride perfekt vermarktet und ist eine erfolgreiche Karrierefrau. Doch als sie von ihrem Freund verlassen wird, bricht ihre Kindheit wieder in ihr ... Lula Ann wird mit so tiefschwarzer Haut geboren, dass ihr Vater die Familie verstößt und ihre Mutter ihre gesamte Wut auf Lula Ann projiziert. Als erwachsen Frau hat sich Lula Ann als Bride perfekt vermarktet und ist eine erfolgreiche Karrierefrau. Doch als sie von ihrem Freund verlassen wird, bricht ihre Kindheit wieder in ihr hervor und das stellt ihr Leben gewaltig auf den Kopf. „Gott hilf dem Kind“ liest sich nicht wie ein typischer Roman von Toni Morrison, ist aber deshalb nicht weniger eindringlich. Wir begegnen wieder den Themen Rassismus, der weißen Schönheitsnorm projiziert auf afroamerikanische Frauen, sexuelle Gewalt und vieles mehr, gebündelt auf gut 200 Seiten. Diese Menge an Charakteren und Handlungssträngen wirkten auf mich überladen und konstruiert. Eine traumatische Geschichte folgt auf die nächste, sodass ich mich mit keiner genügend auseinandersetzen konnte und schnell abgestumpft bin gegenüber der vielen Gewaltverbrechen. Genau darin liegt Morrisons Geschick. Durch diesen Kunstgriff bekam ich eine Ahnung davon wie alltäglich Rassismus und Gewalt in manchen Teilen Amerikas ist. Es schlug mit einer Menge auf mich ein, die ich nicht mehr verarbeiten konnte und einfach so hinnehmen musste. Als ich mir dieses subtile Einsickern der Stimmung in mein Bewusstsein vergegenwärtigte, begriff ich, welch souveräne Erzählerin Toni Morrison nach wie vor ist und dass „Gott hilf dem Kind“ mehr ist als es auf den ersten Blick vermuten lässt.

Gott hilf dem Kind
von einer Kundin/einem Kunden aus Benglen am 20.02.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch war spannend, interessant. Unter dem Titel habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt und war dann angenehm überrascht. Es wird eine große Problematik in eine mitreißende Story eingepackt!


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