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Telex aus Kuba

Roman

(9)
In 'Telex aus Kuba', einem packenden Roman über die kubanische Revolution, sind sie alle versammelt – die Castros, Che Guevara, der Diktator Batista und US-Präsident Eisenhower.

Aber erzählt wird die Geschichte hauptsächlich von zwei Jugendlichen, Everly Lederer und K.C. Stites, die füreinander bestimmt zu sein scheinen: sie die Tochter des Chefs einer amerikanischen Nickelmine und er der Sohn eines leitenden Angestellten der United Fruit Company. Aus den Brüchen zwischen dem, was sie voller Faszination und Erschrecken wahrnehmen, tritt allmählich die Geschichte eines ebenso wagemutigen wie bisweilen absurden Freiheitskrieges zutage.

Verwickelt in ihn sind, mit oft dubiosen Interessen, auch ein französischer Agent mit SS-Vergangenheit, eine kubanische Tänzerin mit erotischem Hang zur Macht, zahlreiche karrierebewusste Saubermänner und ihre dekadenten Gattinnen, Dschungelkämpfer und schmutzige Geschäftemacher.

Rachel Kushner hat einen tropisch glitzernden historischen Moment des 20. Jahrhunderts mit großer Raffinesse so verdichtet, dass er die Ereignisse wie durch ein Brennglas zeigt. Man liest mit allen Sinnen, sieht, schmeckt, fühlt mit den Figuren und überlässt sich Kushners herausragender erzählerischer Kraft.

Rezension
Ein außerordentliches Kunststück, voll sprudelndem Leben. Als wäre die Autorin so fixiert auf all diese Menschen, dass sie mit einer seltenen Unschuld über sie schreibt: der Unschuld der wahren Beobachterin. Paula Fox
Portrait
Kushner, Rachel
Rachel Kushner wurde international bekannt mit ihrem Bestseller 'Flammenwerfer', der, ebenso wie bereits 'Telex aus Kuba' im Jahre 2008, 2013 ein Finalist für den National Book Award war. Ihre Romane sind in sechzehn Sprachen übersetzt. Sie publiziert in Zeitschriften wie dem 'New Yorker', 'Harper's', der 'New York Times' und dem 'Paris Review'. Sie erhielt ein Guggenheim-Stipendium und den Harold D. Vursell Award der American Academy of Arts and Letters. 2018 wurde sie mit dem Prix Médicis ètranger ausgezeichnet. Kushner lebt in Los Angeles.

Abarbanell, Bettina
Bettina Abarbanell, geboren in Hamburg, lebt als Übersetzerin in Potsdam. Sie übersetzt u.a. Jonathan Franzen, Denis Johnson, Rachel Kushner, Elizabeth Taylor und F. Scott Fitzgerald. 2014 wurde sie mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 22.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-03446-7
Verlag Rowohlt Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,2/3,5 cm
Gewicht 540 g
Originaltitel Telex From Cuba
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Bettina Abarbanell
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangetreten....
und wurde vollkommen umgehauen. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich ein kleines Meisterwerk lesen würde.
Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangetreten....
und wurde vollkommen umgehauen. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich ein kleines Meisterwerk lesen würde.

„"Paradies für Verlierer"“

Ruth Roßmeisl, Thalia-Buchhandlung Regensburg

Kuba kurz vor der Revolution - ein Paradies für diejenigen Amerikaner, die hier durch ihr ausbeuterisches Verhalten zu Reichtum gelangten -dank United Fruit Company, später Chiquita. Mitreißend und zugleich nachdenklich gelingt es der Autorin, den Leser in die flirrenden Tropen zu versetzen. Aus der Sicht zweier Jugendlicher verdeutlichen sich nach und nach die Ereignisse, die zum kubanischen Freiheitskampf führten. Sehr gut recherchiert und unbedingt zur Verfilmung empfehlenswert! Kuba kurz vor der Revolution - ein Paradies für diejenigen Amerikaner, die hier durch ihr ausbeuterisches Verhalten zu Reichtum gelangten -dank United Fruit Company, später Chiquita. Mitreißend und zugleich nachdenklich gelingt es der Autorin, den Leser in die flirrenden Tropen zu versetzen. Aus der Sicht zweier Jugendlicher verdeutlichen sich nach und nach die Ereignisse, die zum kubanischen Freiheitskampf führten. Sehr gut recherchiert und unbedingt zur Verfilmung empfehlenswert!

„Schillernd und mitreißend!“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Die kubanische Revolution 1958 als spannender, leidenschaftlicher, bewegender Roman voller unvergesslicher Charaktere, deren unterschiedliche Blickwinkel auf das Geschehen den Leser die Bedeutung und die Kraft der Ereignisse förmlich spüren lassen. So wird Geschichte zum literarischen Hochgenuss. Die kubanische Revolution 1958 als spannender, leidenschaftlicher, bewegender Roman voller unvergesslicher Charaktere, deren unterschiedliche Blickwinkel auf das Geschehen den Leser die Bedeutung und die Kraft der Ereignisse förmlich spüren lassen. So wird Geschichte zum literarischen Hochgenuss.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Eine melancholische Erzählung über die Amerikaner im vorrevolutionären Kuba. Kushner versteht es die verschiedenen Handlungsstränge kunstvoll zu verknüpfen. Eine melancholische Erzählung über die Amerikaner im vorrevolutionären Kuba. Kushner versteht es die verschiedenen Handlungsstränge kunstvoll zu verknüpfen.

„Ein grossartiger Roman vor politisch aufgeladener Kulisse“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Lassen Sie sich mitnehmen in das Jahr 1958 kurz vor der kubanischen Revolution. Soziale Ungerechtigkeit und Korruption sind an der Tagesordnung.Im Vordergrund erleben wir eine amerikanische Unternehmerschicht, glamourös und voller Doppelmoral, im Hintergrund ziehen Präsident Batista und die Brüder Castro die Fäden. Spannend erzählt und absolut lesenswert! Lassen Sie sich mitnehmen in das Jahr 1958 kurz vor der kubanischen Revolution. Soziale Ungerechtigkeit und Korruption sind an der Tagesordnung.Im Vordergrund erleben wir eine amerikanische Unternehmerschicht, glamourös und voller Doppelmoral, im Hintergrund ziehen Präsident Batista und die Brüder Castro die Fäden. Spannend erzählt und absolut lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
7
1
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.04.2018
Bewertet: anderes Format

Leider hat mich das Buch nicht erreicht. Die Story und die Charaktere blieben für mich oberflächlich und haben mich nicht berührt. Schade, denn Kushners Schreibstil ist so toll.

sehr großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2017

Es sind die 50iger Jahre. Noch gibt es unzählige amerikanische Firmen, die auf Kuba aus ureigenem Interesse Niederlassungen unterhalten. Land und Leute werden in kollonialherrschaftlicher Manier behandelt und ausgebeutet. Als der bisherige Regierungschef Präsident Prio durch Batista ersetzt wird, werden die schwelenden politischen Unruhen täglich sichtbarer. K.T., Sohn des... Es sind die 50iger Jahre. Noch gibt es unzählige amerikanische Firmen, die auf Kuba aus ureigenem Interesse Niederlassungen unterhalten. Land und Leute werden in kollonialherrschaftlicher Manier behandelt und ausgebeutet. Als der bisherige Regierungschef Präsident Prio durch Batista ersetzt wird, werden die schwelenden politischen Unruhen täglich sichtbarer. K.T., Sohn des wohlhabenden Direktors der United Fruits Company versucht die Beweggründe seines Bruders zu verstehen. Del hat sich Raúls Kolonnie oben in den Bergen angeschlossen. Niemand in der Familie spricht mehr über Del. Er wird einfach totgeschwiegen. Zu groß ist die Schande. Ausgerechnet der Sohn des Leiters einer amerikanischen Zuckerrohrplantage soll ein Mitglied der Rebellengruppe um die Brüder Castro sein..... "Telex aus Kuba" von Rachel Kushner ist sehr großes Lesevergnügen.

TELEX FROM CUBA - Ein episch-lakonischer Blick auf die letzten Jahre der Amerikaner in Kuba vor der Revolution 1959
von j.h. aus Berlin am 23.04.2017

Kuba 1952. Bei einem blutigen Staatsstreich wird der bisherige Präsident Prio durch den aus primitivsten Verhältnissen stammenden Batista ersetzt - sehr zur Freude der USA, die ihre Quasi-Kolonie nun noch effektiver ausbeuten können. Doch Anfang 1959 wird es erneut eine Revolution geben, die für die USA zu einem fortwährenden... Kuba 1952. Bei einem blutigen Staatsstreich wird der bisherige Präsident Prio durch den aus primitivsten Verhältnissen stammenden Batista ersetzt - sehr zur Freude der USA, die ihre Quasi-Kolonie nun noch effektiver ausbeuten können. Doch Anfang 1959 wird es erneut eine Revolution geben, die für die USA zu einem fortwährenden Albtraum vom Kommunismus in ihrer Nähe werden sollte ... In der Zeit zwischen diesen beiden Machtwechseln spielt Rachel Kushners erster Roman TELEX FROM CUBA (2008). Die Autorin bietet einen ebenso epischen wie lakonischen Blick auf die letzten Jahre der Amerikaner in der kubanischen Provinz Oriente. Hier waren die Zuckerrohrplantagen und -fabriken der United Fruit Company sowie die profitablen Nickelminen. Und in den Hügeln sammelten die Brüder Fidel und Raoúl Castro die Aufständischen, denen sich zeitweise sogar aus individuell unterschiedlichen Erwägungen Amerikaner anschlossen. Erzählt wird die Geschichte vorwiegend aus der Sicht zweier Kinder: K.T. Stites, Sohn eines Direktors der United Fruits Company in der Ich-Form aus der altersweisen Perspektive des Jahres 2004 und Everly Lederer, Tochter des Chefs einer amerikanischen Nickelmine. Aus den Tatsachen, die sie mit den Augen der Heranwachsenden mit Faszination und Schrecken gleichermaßen wahrnehmen, ergibt sich für den Leser ein schlüssiger Blick auf die Ursachen des wagemutigen und blutigen Freiheitskrieges. Die äußerst treffende Zeichnung der handelnden Personen verdeutlicht auch die allgegenwärtigen Klassengegensätze zwischen den Amerikanern: die elitäre Familie Stites, die Mittelklasse-Aufsteiger-Familie Lederer und die aus Louisiana stammende arme Flüchtlingsfamilie Allains. Kuba war in gewissem Sinne eben auch ein Paradies der Loser, die in den USA mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren oder anderweitig Schiffbruch erlitten hatten. Weitere Erzähl-Ebenen betreffen dekadente Gattinnen, eine kubanische Tänzerin mit einem erotischen Hang zur Macht und die Dschungelkämpfer um die Brüder Castro. Einen Hauch von Agenten-Romantik trägt die authentische Person des Franzosen Christian de la Mazière (1922-2006) bei, dessen dubiose Rolle als Kriegsfreiwilliger der deutschen Waffen-SS von Marcel Ophüls bereits 1971 mit ausführlichen Interviews in dem Dokumentarfilm LE CHAGRIN ET LA PITIÉ (Das Haus nebenan) beleuchtet wurde. Am Ende berät er mit seinen SS-Erfahrungen tatkräftig die Rebellen um Raoúl Castro: "Da mobilisierte er nun seine alte Kriegstauglichkeit, seine Raffinesse, er, die französische Tötungsmaschine, und war von Männern umgeben, die mit den Händen argumentierten, sich jedoch sträubten, dieselben zu benutzen, um den Stift einer einfachen Handgranate zu ziehen." (S. 340) Die wechselnden Erzähl-Ebenen verbinden sich erst am Ende zu einem komplexen Zusammenhang, der Rachel Kushners kunstvolle Rekonstruktion der Ereignisse innerhalb des historischen Kontextes zeigt. Mit dem 2013 (deutsch 2015) erschienenen Roman THE FLAMETHROWERS (Flammenwerfer) gelang Rachel Kushner (*1968) ein Welterfolg, der zur Wiederentdeckung ihres zu Unrecht in Europa bis dahin unbekannt gebliebenen ersten Romans TELEX FROM CUBA (2008) führte, der ebenso wie später THE FLAMETHROWERS für den amerikanischen "National Book Award" nominiert war. Der ROWOHLT-Verlag veröffentlichte die deutsche Ausgabe nun in sprachlich hervorragender Übersetzung von Bettina Abarbanell unter dem Titel TELEX AUS KUBA. Insbesondere für zeitgeschichtlich interessierte Leser eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung!