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Die Räuberbraut

(7)
Das Leben an der Seite eines Räuberhauptmanns:
dramatisch, romantisch und hochgefährlich
Um 1800: Die achtzehnjährige Juliana zieht mit ihrem Vater und ihren Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennen. Der «Schinderhannes» umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen?
Portrait
Astrid Fritz

Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Die Hexe von Freiburg", "Die Tochter der Hexe" und "Die Vagabundin". Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.

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Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Spannende Geschichte um den Schinderhannes aus Sicht seiner Frau.
Gut gemachte Unterhaltung und aufregend bis zum bitteren Ende, das wir natürlich kennen.
Lesefutter !!
Spannende Geschichte um den Schinderhannes aus Sicht seiner Frau.
Gut gemachte Unterhaltung und aufregend bis zum bitteren Ende, das wir natürlich kennen.
Lesefutter !!

Kundenbewertungen

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Die Frau an der Seite des Schinderhannes
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 30.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Räubergeschichten sind und waren immer schon beliebt: Robin Hood, Hotzenplotz, der Schinderhannes oder Bonnie und Clyde – edle Volkshelden, spitzbübige Halunken oder gar schreckliche Unholde tummeln sich seit jeher in den Bänkelliedern und Moritaten, den Sagen und Märchen und Herdfeuergeschichten. Dabei besungen wird jedoch nur selten deren harte Lebenswirklichkeit. Astrid... Räubergeschichten sind und waren immer schon beliebt: Robin Hood, Hotzenplotz, der Schinderhannes oder Bonnie und Clyde – edle Volkshelden, spitzbübige Halunken oder gar schreckliche Unholde tummeln sich seit jeher in den Bänkelliedern und Moritaten, den Sagen und Märchen und Herdfeuergeschichten. Dabei besungen wird jedoch nur selten deren harte Lebenswirklichkeit. Astrid Fritz beschäftigt sich in ihrem Roman nicht nur mit dem Schinderhannes, einem der bekanntesten deutschen Räuber, sondern vor allem mit seinem 'Julchen', der Frau an seiner Seite, über deren Leben vergleichsweise wenig bekannt ist. Dabei beschönigt sie nichts, sondern schildert den Hunger und das Elend der armen Leute, die enorm hohe Kindersterblichkeit, die Machtlosigkeit des braven Bürgers und die Not des allseits verhassten Juden. Und obgleich Juliana von ihrem Schinderhannes über lange Jahre nichts Böses glauben mag, bekommt man als Leser doch eine sehr gute Vorstellung davon, dass auch ein allseits beliebter Räuberhäuptling seinen Ruhm sicher nicht erlangt, indem er seine Opfer schonte. Als Leser kann man nachvollziehen, was arme Menschen zur Zeit des Schinderhannes zur Räuberei trieb: Wer bei ehrlicher Arbeit halb verhungert und seine Kinder sterben sieht, hat nichts mehr zu verlieren. Dazu kommt noch der Groll gegen diejenigen, die scheinbar unverdient zum Gelde gekommen sind, auch wenn das oft nicht wahr und gerechtfertigt ist. Dennoch muss sogar Juliana nach und nach im Laufe ihres Lebens erkennen, dass das, was die Räuberbanden tun, nichts Edles an sich hat. Mir kam das Buch schlüssig und glaubhaft vor, mit genug Fakten, dass ich den Eindruck hatte, die Autorin habe alles gut recherchiert. Das Nachwort, in dem sie mehr über die Hintergründe schreibt, hat mich darin noch bestärkt. Das ist bei einem historischen Roman schon die halbe Miete, aber dennoch reichen harte Fakten alleine nicht aus – in dem Sinne sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit entfernt von den Menschen, die sich früher auf den Märkten begierig um die Bänkelsänger scharten. Wir wollen unterhalten werden! Und das war hier der Fall – meistens. In manchen Kapiteln hatte das Buch für mich ein paar empfindliche Längen, wenn die Charaktere von hier nach da, dann dorthin und schließlich wieder zurück reisen. Das geht rund ums Jahr 1800 ja nicht so schnell, und durch das unstete Räuberleben sind der Schinderhannes und sein Julchen ständig unterwegs. Andere Kapitel flogen dafür nur so vorbei, und ich wollte doch immer wissen, wie es weitergehen würde mit den beiden. Dazu kamen spannende Einblicke in das Rechtssystem, das zu der Zeit im Umbruch war! Juliana ist eine sehr interessante Protagonistin, mit der ich mich jedoch erstmal anfreunden musste. Das liegt zum Teil sicher daran, dass mir die Schilderungen ihrer Handlungen und Gefühle oft eher nüchtern erschienen, so dass mich die Geschichte nicht immer emotional bewegen konnte und mir Juliana als Hauptfigur stets ein wenig fremd blieb. Dennoch hat mich durchweg interessiert, was sie noch erleben würde! Ihr Leben ist so gänzlich anders als das einer Frau in unserer Zeit, dass es alleine schon spannend ist, mitzuverfolgen, wie sie versucht, es selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Am Schinderhannes gefiel mir sehr gut, dass die Autorin ihn weder zum strahlenden Helden noch zum bösen Scheusal macht. Ich hatte das Gefühl, dass er im Grunde ein guter Mensch ist, der auf Abwege geraten ist, und dass er sein Julchen ehrlich liebt. aber er ist gleichzeitig ein schwacher Mensch, der sich immer mehr verzettelt in ein Leben, das er im Grunde selber nicht mehr will und dabei unentschuldbare Taten begeht. Die Liebesgeschichte hat etwas sehr Rührendes, trotz Gewalt und Mord und Räuberei, aber auch da kamen die Emotionen nicht immer voll und ganz bei mir an. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig zu lesen – trotz einiger Ausdrücke aus der Gaunersprache Rotwelsch, die im Glossar erklärt werden. In meinen Augen erreicht die Autorin eine gute Balance: wenn die Räuber wirklich durchweg Rotwelsch sprechen würden, kämen die meisten Leser wohl nicht mehr mit, aber so ist es gerade genug, um der Sprache einen Hauch der Zeit zu verleihen. Fazit: Über den Räuber Schinderhannes wurde in den letzten 200 Jahren viel geschrieben, aber Astrid Fritz erzählt ihren Roman aus Sicht der Frau an seiner Seite: Juliana Blasius. Das Buch bietet einen gut recherchierten Einblick in die Lebenswirklichkeit der damaligen Menschen (insbesondere derer, die am Rande der Gesellschaft standen) und ist dabei unterhaltsam – wenn auch mit kleinen Schwächen. Die Charaktere sind interessant, auch wenn ihre Emotionen nicht immer bei mir ankamen. Besonders die Hauptfigur ist eine ungewöhnliche Frauengestalt, die es verdient hat, einmal aus dem Schatten des berühmten Schinderhannes herauszutreten.

Sehr informative und berührende Geschichtsstunde
von anushka am 29.08.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland, 1800: Die 18-jährige Juliana verdient als Bänkelsängerin ihr Geld und zieht mit Vater und Schwestern im Hunsrück von Fest zu Fest und von Wirtshaus zu Wirtshaus. Eines Tages lernt sie dabei den berüchtigten Räuberhauptmann Hannes Bückler, oder auch "Schinderhannes", kennen. Während ihre Schwester sofort von ihm schwärmt, ist... Deutschland, 1800: Die 18-jährige Juliana verdient als Bänkelsängerin ihr Geld und zieht mit Vater und Schwestern im Hunsrück von Fest zu Fest und von Wirtshaus zu Wirtshaus. Eines Tages lernt sie dabei den berüchtigten Räuberhauptmann Hannes Bückler, oder auch "Schinderhannes", kennen. Während ihre Schwester sofort von ihm schwärmt, ist Juliana nicht so leicht einzuwickeln. Dennoch folgt sie seiner Einladung, sich ihm mit ihrer Schwester anzuschließen. Sie will endlich dem einschränkenden, armseligen Leben und dem ständigen Genörgel der Mutter entkommen. Und so wird sie Bücklers Geliebte und später auch Frau und zieht mit ihm von Ort zu Ort und lebt von seinen Gaunereien, Diebstählen und Überfällen. Doch während Juliana zunehmend von einem gefestigten Leben träumt, zieht sich die Schlinge um Hannes und seine Bande immer enger ... "Die Räuberbraut" basiert auf der wahren Geschichte der Juliana Blasius, die tatsächlich die Frau des "Schinderhannes" war. Mit ihr gemeinsam lernt man einen charismatischen jungen Mann kennen, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, dass er andere, vor allem Reiche und Juden, ausraubt, erpresst oder bestiehlt. Nicht selten lässt er die Taten wie ein Schelmenstück dastehen, sodass Juliana der Ernst der Lage lange nicht klar wird. Doch mit zunehmender Wanderung von Ort zu Ort, immer wieder auf der Flucht vor Streifen oder wütenden Dorfbewohnern, nie lange am gleichen Fleck, reift Juliana heran und beginnt, die Taten zu hinterfragen. Wirkt sie zunächst noch naiv und blind verliebt, so merkt sie zunehmend, dass die vielen düsteren Gestalten, mit denen Hannes sich umgibt, ihm nicht gut tun. Und auch, dass Hannes seine Versprechen immer wieder bricht. Durch vereinzelte Vorblenden zu Juliana 40 Jahre später wird schnell klar, was aus Hannes geworden ist; für diejenigen, die die Legende nicht ohnehin schon kennen. Die Autorin zeichnet in diesem Buch ein sehr eingängiges Sittengemälde der damaligen Zeit auf dem Land und in der einfachen Bevölkerung. Hannes genießt lange Sympathien unter den einfachen Leuten, da sich seine Aktionen oft gegen die französischen Besatzer oder die vielseits ungeliebten Juden richten. Dabei wird gut deutlich, was die Menschen damals dachten und wie sie lebten. Die damalige Kleinstaaterei auf deutschem Gebiet begünstigte das Verhalten der Räuber, da sie meist nur eine Landesgrenze überschreiten mussten um straffrei auszugehen bzw. nicht gefangen genommen zu werden. Spannend ist auch, wie vergleichsweise dilettantisch die Strafbehörden vor 200 Jahren noch vorgingen und wie wenig Möglichkeiten sie hatten. Doch als sie ihre Bemühungen bündeln und verstärken, werden sie Hannes gefährlich. "Die Räuberbraut" ist vielleicht nicht durchweg spannend mit hohem Tempo, wie sich das mancher Leser wünschen mag. Es gibt durchaus die ein oder andere Stelle, die als langatmig empfunden werden könnte. Doch für mich macht gerade das auch die Authentizität aus: die Eintönigkeit des Wanderns durch Wälder und Gebirge und des Ausharrens der Frauen, die darauf warten, dass ihre Männer heil von den Raubzügen zurückkehren. Auch die einzelnen Taten bleiben oft eher unspektakulär, machen aber dadurch auch den Alltag dieses Geschäfts deutlich. Auch wenn die Geschichte vor allem um Hannes kreist, hat mich Julianas Geschichte sehr berührt. Denn letztlich kreist ja ihr Leben auch weitestgehend um Hannes. Die Autorin schafft es für mich auch, die Gratwanderung zu meistern zwischen dem Erwecken von Mitgefühl für Hannes' Frau und der Legendenbildung um einen Verbrecher. Sie romantisiert nicht, sondern lässt ihre Protagonistin zunehmend zweifeln. Als schließlich von Morden die Rede ist, fällt Juliana aus allen Wolken. Es wird nie abschließend klar, ob Hannes daran beteiligt war oder nicht, wohl auch, weil es darüber keine eindeutigen historischen Belege gibt. Die Schilderung der Taten vor Gericht erschüttert auch den Leser. Und abschließend wird auch die Perspektive der Opfer sehr deutlich dargelegt. Für mich war dieses Buch eine sehr informative Geschichtsstunde, die mir kurzweilige und auch emotionale Lesestunden beschert hat. Es ist ein sehr überzeugendes Sittengemälde des 18./19. Jahrhunderts und sehr für Fans historischer Romane zu empfehlen, die auch ruhigere Geschichten zu schätzen wissen. Lediglich eine Karte (und vielleicht ein Personenregister) hätte ich mir noch gewünscht.

Die Räuberbraut
von dorli am 29.08.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In ihrem historischen Roman „Die Räuberbraut“ entführt Astrid Fritz den Leser in das frühe 19. Jahrhundert in den Hunsrück und erzählt die Geschichte der Musikantentochter Juliana „Julchen“ Blasius, die drei Jahre lang mit dem als Schinderhannes bekannt gewordenen Räuber Johannes Bückler durch die Lande gezogen ist. Astrid Fritz hat... In ihrem historischen Roman „Die Räuberbraut“ entführt Astrid Fritz den Leser in das frühe 19. Jahrhundert in den Hunsrück und erzählt die Geschichte der Musikantentochter Juliana „Julchen“ Blasius, die drei Jahre lang mit dem als Schinderhannes bekannt gewordenen Räuber Johannes Bückler durch die Lande gezogen ist. Astrid Fritz hat die zahlreichen historischen Fakten und Hintergründe rund um Johannes Bückler und das Wenige, das über Juliana selbst bekannt ist, mit einer spannenden fiktiven Geschichte verknüpft und ein umfassendes und sehr glaubwürdiges Bild der Welt der Räuber und Gauner zur damaligen Zeit gezeichnet. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin viele Begriffe aus dem Rotwelsch in die Dialoge eingeflochten hat - das macht die ganze Geschichte noch überzeugender und authentischer. In einer Rahmenhandlung, die im Mai 1844 spielt, blickt die mittlerweile 63-jährige Juliana auf die gemeinsame Zeit mit dem Schinderhannes und seinen diversen Gefährten zurück und lässt den Leser damit an ihren vielfältigen Erlebnissen und Abenteuern teilhaben. Armut und Frust in ihrem Elternhaus wecken in der 18-jährigen Juliana den Wunsch nach Freiheit und Abenteuer. Beides findet sie an der Seite des Räubers Johannes Bückler. Julchen verbringt zunächst sorglose Wochen und Monate inmitten der Schinderhannesbande - sie und Hannes heiraten und schon nach kurzer Zeit ist sie fest mit dem Räuberleben verwachsen. Ihre anfängliche Euphorie erhält einen ersten Dämpfer, als sie den Banditen heimlich auf einen Raubzug folgt und beobachtet, dass Kinder misshandelt und als Druckmittel eingesetzt werden. Julchen begreift dann nach und nach, dass das Räuberleben auch seine Schattenseiten hat und dass der Alltag einer Räuberbraut nicht so abenteuerlich ist, wie sie sich vorgestellt hat, sondern zunehmend eine eintönige Abfolge aus Warten, Hoffen und Bangen sowie ausufernder Gelage ist. Während sie selbst mit gefälschten Papieren als Krämerin Juliana Ofenloch von Markt zu Markt zieht, werden die Beutezüge und Schutzgelderpressungen von Hannes und seinen Kumpanen immer tollkühner und leichtsinniger - die mittlerweile schwangere Julchen hat nicht nur Angst um ihren Hannes, sie ist auch enttäuscht und später wütend, dass er seine Versprechen nicht hält… Trotz der ausführlichen Beschreibungen und detailreichen Schilderungen ist es nicht ganz einfach, Julianas Wege und die der Räuber durch die vielen kleinen Dörfer zu verfolgen, wenn man nicht ortskundig ist. Obwohl dies der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch tut, habe ich es als ein wenig schade empfunden, dass dem Buch eine Übersichtskarte über das Gebiet fehlt, in dem der Räuberhauptmann sein Unwesen getrieben hat. Mit „Die Räuberbraut“ ist Astrid Fritz ein spannendes Porträt über eine interessante Frau des 19. Jahrhunderts gelungen. Es hat Spaß gemacht, Juliana Blasius kennenzulernen, sie auf dem Weg durch ihren wohl aufregendsten Lebensabschnitt zu begleiten und die guten wie auch die schlechten Zeiten mit ihr zu teilen.