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Altenstein

Roman

Julie von Kessel

(23)
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Beschreibung

Die Geschichte einer alten Adelsfamilie, die an ihrem Erbe fast zerbricht.

Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee - seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenstein in Brandenburg folgen, der Vater fällt im Kampf um Ostpreußen. Doch auch ihren Sommersitz muss die Familie auf der Flucht vor der Front verlassen.

Die Geschwister wachsen in ärmlichen Verhältnissen bei Bonn auf. Die traumatischen Ereignisse ihrer frühen Kindheit und der Umgang mit der selbstherrlichen Matriarchin Agnes schweißt sie eng zusammen. Besonders Konni und seine nächstältere Schwester Nona unterstützen sich lebenslang, durch die Höhen und Tiefen ihrer Ehen, Scheidungen, Geldnöte und Beziehungen hindurch.

Doch dann kommt die Wende - und Konni wittert seine Chance. Er möchte Gut Altenstein in den Familienbesitz zurückholen. Das Geld dafür muss er sich bei einer seiner Schwestern leihen. Zwischen den Geschwistern entbrennt ein erbitterter Streit um das Gut, der viele Fragen aufwirft: politische, gesellschaftliche, Fragen nach alten Wunden und Loyalitäten, Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis.

Altenstein handelt vom Zerfall einer adligen Familie und einem exemplarischen Stück deutscher Geschichte. In klarer Sprache und mit großer Unmittelbarkeit erzählt Julie von Kessel von Charakteren, die so ungewöhnlich und lebendig sind, dass man sie lange nicht vergisst.

Es gibt in fast jeder Familie so etwas wie einen Geist, eine große Erzählung, die aus vielen Einzelbildern besteht, Bruchstücken der Vergangenheit. [..] Dieser Familiengeist ist auch das große Thema in Julie von Kessels Roman Altenstein. Erzählt wird die Geschichte der Adelsfamilie von Kolberg von den Wirren der letzten Kriegswochen in Ostpreußen bis ins Jahr 2005. [...] Altenstein, die einstige Sommerresidenz der Kolbergs, wird zur fixen Idee, zum Zankapfel einer zerrissenen Familie.

Julie von Kessel ist Journalistin und arbeitet seit mehr als zehn Jahren beim ZDF. Sie wuchs in Helsinki, Wien, Zagreb, Bonn und Washington D.C. auf und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-463-40677-0
Verlag Rowohlt Kindler
Maße (L/B/H) 21/13,7/3,4 cm
Gewicht 513 g
Auflage 1. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Vielschichtige Familiengeschichte

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Vielschichtige Familiengeschichte.Den Besitz im Krieg verloren, versucht Agnes von Kolberg für sich und ihre vielen Kinder in der jungen Bundesrepublik eine neue Heimat zu schaffen. Sie regiert mit strenger Hand, und die Kinder reagieren unterschiedlich darauf. Als sich nach der Wende die Möglichkeit abzeichnet, den alten Besitz vielleicht wieder zu bekommen, gehen die Meinungen auseinander. Ein wirklich gut lesbarer, unterhaltsamer Roman erwartet Sie hier.

Sehr lesenswert!

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein altes Gut in Brandenburg. Eine alte Familie. Der Krieg. Die Flucht. Der Neubeginn im Westen. Aber die Sehnsucht nach der alten Heimat bleibt für immer! Berührend!

Kundenbewertungen

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Alte Heimat - neue Heimat
von Miss Norge am 20.04.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Debüt-Roman von Julie von Kessel hat mich überrascht und mir sehr gut gefallen. Sie beschreibt den Werdegang der Familie von Kolberg und widmet sich dem Lebenslauf der Kinder. Die Geschichte umspannt den langen Zeitraum von 1943 bis in das Jahr 2005. Nach der Wiedervereinigung geht das Gerangel um die einstmalige Sommerresid... Der Debüt-Roman von Julie von Kessel hat mich überrascht und mir sehr gut gefallen. Sie beschreibt den Werdegang der Familie von Kolberg und widmet sich dem Lebenslauf der Kinder. Die Geschichte umspannt den langen Zeitraum von 1943 bis in das Jahr 2005. Nach der Wiedervereinigung geht das Gerangel um die einstmalige Sommerresidenz, das Gut Altenstein, im ehemaligen Osten los. Klar, das bei so vielen Geschwistern keine einfache Lösung herbeizuführen ist, ohne das alles in einem Streit enden muss. Die Autorin erzählt diese Familiengeschichte nicht überbordend, sondern klar, strukturiert und sehr bedacht darauf, nicht zu viel Durcheinander entstehen zu lassen. Bei der großen Menge an Familienmitgliedern empfand ich es als sehr hilfreich, das zu Beginn der Geschichte ein Personenregister aufgeführt wird, zu dem ich das ein oder andere mal zurückgeblättert habe. Der Inhalt hat jetzt keine düsteren Familiengeheimnisse und es wird auch nicht mit einem großen Handlungsstrang aufgetrumpft, den es endlos zu verfolgen gilt, sondern ich habe es als "lesen und dabei treiben lassen" empfunden. Eine Geschicht, die wirklich genau so hätte passiert sein können und mit Protagonisten, die auch wirklich so gelebt haben könnten. Von Kitsch ist dieses Buch weit entfernt. Allerdings muss man es mögen, das der Plot nicht jahreszahlenmässig logisch fortlaufend erzählt wird, sondern das es Zeitensprünge gibt. Mal ist man im Jahre 1943, dann im Jahr 2005 und dann in 1945, das wird aber deutlich in den Überschriften angezeigt. Ein wunderbar zu lesender Roman, der klar und konkret darstellt, was mit Menschen passiert, die ihre Heimat verloren haben und sich nun versuchen wieder mit ihr zu versöhnen.

Die Familienhölle
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am 14.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Gräfin hat 10 Kinder aus drei Beziehungen und ist die Matriarchin, die alles zusammenhält, während sie vor den herannahenden Russen in den Westen flieht. Die Zeit nach der Wende ist die Gelegenheit, das Gut wieder in den Besitz zu bekommen. Das hat sich Konni, der jüngste Sohn, in den Kopf gesetzt. Leider ist er der erfolgl... Die Gräfin hat 10 Kinder aus drei Beziehungen und ist die Matriarchin, die alles zusammenhält, während sie vor den herannahenden Russen in den Westen flieht. Die Zeit nach der Wende ist die Gelegenheit, das Gut wieder in den Besitz zu bekommen. Das hat sich Konni, der jüngste Sohn, in den Kopf gesetzt. Leider ist er der erfolgloseste der Nachkommen, lebt auf Pump und hat ausser einem schicken Sportwagen nichts zu bieten. Ganz im aktuellen Trend der Nachkriegsromane bietet "Altenstein" großen Lesespaß mit skurrilen und liebenswerten Charakteren.

Irgendwie großartig!
von Isaopera am 01.06.2017

"Altenstein" ist der Debütroman von Julie von Kessel und der Name der Autorin passt sehr gut zum Inhalt des Romans, da die Protagonisten (ebenfalls?) adelig sind. Bei den von Kolbergs gibt es allerdings einerseits Familienmitglieder, die das sehr begrüßen und auch zu nutzen wissen, aber auch Figuren, die mit dem alteingesessenen... "Altenstein" ist der Debütroman von Julie von Kessel und der Name der Autorin passt sehr gut zum Inhalt des Romans, da die Protagonisten (ebenfalls?) adelig sind. Bei den von Kolbergs gibt es allerdings einerseits Familienmitglieder, die das sehr begrüßen und auch zu nutzen wissen, aber auch Figuren, die mit dem alteingesessenen Namen gar nicht mehr viel zu tun haben möchten. Was ist "Altenstein" für ein Roman? Für mich ist es eine Familiengeschichte, die aber wirklich gute Recherche und eine besondere Authentizität mitbringt, und sich dadurch abhebt. Ich fand das Buch sehr spannend, wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Dies geschieht aber weniger dadurch, dass man mit den Figuren so sehr mitfiebert, da das Buch insgesamt recht neutral bis emotionslos geschrieben ist. Für mich war es eher die Atmosphäre und auch die Entwicklung der Figuren. Jede einzelne Person hat eine wichtige Rolle in dem Gefüge und da die Handlungsstränge so individuell sind, lässt sich der Inhalt sehr schwer beschreiben. Es kommt in jedem Fall immer wieder anders, als man denkt...das mochte ich! Wirklich hervorzuheben ist für mich der großartige Schreibstil der Autorin. Das Buch ist unaufgeregt, aber irgendwie trotzdem sehr nah am Geschehen und wechselt immer wieder die Perspektive. Verschiedene Zeitebenen und Blickwinkel werden verwoben und irgendwie habe ich wirklich ein rundes Bild der Familie bekommen - ich kann mich in fast jeden hineinversetzen und eigentlich kann ich über keine Person sagen, dass ich sie nicht mag, obwohl es weiß Gott kein Sonnenschein-Roman ist. Das Ende hätte für mich noch ein paar Details mehr haben können - vielleicht wollte ich aber einfach nicht, dass es endet ;) Ein Roman, der nicht jedem gefallen wird, sich aber meiner Meinung nach unheimlich lohnt. Ich bin begeistert!


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