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Als die Liebe endlich war

Roman

(18)
Als der junge Carl 1950 in New York Emmi kennenlernt, findet er bei ihr die Geborgenheit, die er seit seinem elften Lebensjahr vermisst: Als deutscher Jude ist er 1938 mit seiner Familie nach Schanghai geflohen und später in die USA emigriert. Emmi hat Deutschland erst nach dem Krieg verlassen – beide wollen die Vergangenheit vergessen, um ein neues Leben zu beginnen. Jahre später stößt Carl auf eine Wahrheit über seine Frau, die das Fundament des Schweigens, auf dem ihre Liebe basiert, zerbrechen lässt.

Portrait
Schenkel, Andrea Maria
Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. Ihr Debüt Tannöd erregte großes Aufsehen. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich über eine Million Mal, wurde in zwanzig Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Für ihr zweites Buch Kalteis erhielt sie zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 13.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-35953-6
Verlag Diana Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,2/3,5 cm
Gewicht 335 g
Verkaufsrang 69.210
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Zwei deutsche Leben“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Andrea Maria Schenkel könnte Ihnen als Krimi-Autorin bekannt sein. Sie hat den hochgelobten Krimi „Tannöd“ geschrieben, der ein absoluter Überraschungserfolg war und mit Preisen überhäuft wurde. Das aktuelle Buch, welches ursprünglich 2016 im Hoffmann und Campe Verlag erschienen ist, ist diesmal aber überhaupt kein Krimi, sondern ein Roman über zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nach dem 2. Weltkrieg in die USA ausgewandert sind. Der Titel „Als die Liebe endlich war“ als auch beide Cover (Hardcover und Taschenbuch) werden dem Buch nicht so ganz gerecht. Es ist keine klassische Liebesgeschichte.

Das Buch beginnt 1943 mit einem Prolog, wo es um eine unbekannte junge Frau geht, die in Bayern auf dem Land bei einem Bauern unterschlüpft und diesen nach dem Ende des 2. Weltkriegs verlässt. Dann geht die Geschichte zurück in das Jahr 1938 nach Regensburg. Dort lebt die Familie Schwarz. Der Vater, Dr. Erwin Schwarz, ist Arzt und ein zum Katholizismus übergetretener Jude. Er ist mit der Katholikin Greta verheiratet und hat zwei Kinder. Carl ist 1938 11 Jahre alt, seine Schwester Ida 3 Jahre jünger. Über einen ehemaligen guten Freund bekommen sie die Möglichkeit per Schiff über Italien nach Shanghai auszuwandern. Doch der Vater weigert sich. Er will die Gefahr nicht erkennen. Greta bricht aber mit ihren beiden Kindern auf. Und so verfolgen wir die Reise und das Leben von Greta und ihren Kindern bis zum Kriegsende.

Ein zweiter Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Erna, die von ihren Eltern 1938 zur Tante, die eine überzeugte Anhängerin der Nationalsozialisten ist, nach München geschickt wird,.Tante Marga ist eine schillernde Persönlichkeit, die die Wünsche und Ängste speziell der weiblichen Bevölkerung zu ihren Gunsten zu nutzen weiß. Sie bietet diesen Menschen Lebensberatung an. Erna, die als Mädchen für alles bei ihrer Tante arbeitet, hinterfragt nichts, was sie bei ihrer Tante erlebt. Als die Geschäfte der Tante während des Krieges schlechter werden, vermittelt ihr eine gute Freundin der Tante einen Job.

Und während diese beiden Handlungsstränge sich immer wieder abwechseln, gibt es dazwischen noch Kapitel, die 2010 in Larchmont/USA spielen. Dort lebt Carl inzwischen mit seiner Frau Emmi, die er kurz nach dem 2. Weltkrieg kennengelernt hat. Auch sie ist ursprünglich Deutsche.

Andrea Maria Schenkel erzählt diese drei Geschichten sehr emotionslos, aber als gute Beobachterin. Am Anfang fragt man sich beim Lesen noch, was diese Geschichten miteinander zu tun haben. Aber nach und nach ahnt man, worauf es hinausläuft. Mich persönlich hat die Geschichte von Greta, Carl und Ida sehr fasziniert. Diese Reise auf einem recht luxuriösen Dampfer, wo die mitreisenden Juden mittenmang der anderen internationalen Passagiere ein relativ normales Leben genießen können. Dann der große Kontrast, als sie in Shanghai ankommen. Wobei dieser Part etwas zu oberflächlich geblieben ist. Dafür ist mir die Geschichte von Erna zu ausführlich geraten. Lieber hätte ich noch mehr über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg erfahren. Dies wird allerdings nur kurz in den Passagen, die 2010 spielen, angerissen. Es ist insgesamt ein interessanter Roman, der zum einen das immer noch relativ selten behandelte Thema der nach Shanghai geflüchteten Juden aufgreift. Zum anderen ist es spannend zu lesen, wie die Menschen nach dem 2. Weltkrieg einfach die Vergangenheit zurücklassen wollten. Sie ist einfach für viele kein Thema gewesen. Und so wissen manche Menschen einfach nichts über die Vergangenheit ihrer Mitmenschen. Am Ende des Romans steht man ähnlich wie bei Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ vor einem moralischen Dilemma.

Wer vielleicht nach dieser Lektüre noch weitere Romane über die Juden in Shanghai lesen möchte, dem kann ich den Roman „Das Mädchen im Strom“ von Sabine Bode empfehlen. Diese beiden Romane ergänzen sich wunderbar. Ich hätte mir gewünscht, dass entweder die Autorin oder der Verlag am Ende des Buches noch eine Abhandlung über die geschichtlichen Hintergründe oder ein Literaturverzeichnis angehängt hätten. So muss man bei Interesse selbst tätig werden.

Andrea Maria Schenkel könnte Ihnen als Krimi-Autorin bekannt sein. Sie hat den hochgelobten Krimi „Tannöd“ geschrieben, der ein absoluter Überraschungserfolg war und mit Preisen überhäuft wurde. Das aktuelle Buch, welches ursprünglich 2016 im Hoffmann und Campe Verlag erschienen ist, ist diesmal aber überhaupt kein Krimi, sondern ein Roman über zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nach dem 2. Weltkrieg in die USA ausgewandert sind. Der Titel „Als die Liebe endlich war“ als auch beide Cover (Hardcover und Taschenbuch) werden dem Buch nicht so ganz gerecht. Es ist keine klassische Liebesgeschichte.

Das Buch beginnt 1943 mit einem Prolog, wo es um eine unbekannte junge Frau geht, die in Bayern auf dem Land bei einem Bauern unterschlüpft und diesen nach dem Ende des 2. Weltkriegs verlässt. Dann geht die Geschichte zurück in das Jahr 1938 nach Regensburg. Dort lebt die Familie Schwarz. Der Vater, Dr. Erwin Schwarz, ist Arzt und ein zum Katholizismus übergetretener Jude. Er ist mit der Katholikin Greta verheiratet und hat zwei Kinder. Carl ist 1938 11 Jahre alt, seine Schwester Ida 3 Jahre jünger. Über einen ehemaligen guten Freund bekommen sie die Möglichkeit per Schiff über Italien nach Shanghai auszuwandern. Doch der Vater weigert sich. Er will die Gefahr nicht erkennen. Greta bricht aber mit ihren beiden Kindern auf. Und so verfolgen wir die Reise und das Leben von Greta und ihren Kindern bis zum Kriegsende.

Ein zweiter Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Erna, die von ihren Eltern 1938 zur Tante, die eine überzeugte Anhängerin der Nationalsozialisten ist, nach München geschickt wird,.Tante Marga ist eine schillernde Persönlichkeit, die die Wünsche und Ängste speziell der weiblichen Bevölkerung zu ihren Gunsten zu nutzen weiß. Sie bietet diesen Menschen Lebensberatung an. Erna, die als Mädchen für alles bei ihrer Tante arbeitet, hinterfragt nichts, was sie bei ihrer Tante erlebt. Als die Geschäfte der Tante während des Krieges schlechter werden, vermittelt ihr eine gute Freundin der Tante einen Job.

Und während diese beiden Handlungsstränge sich immer wieder abwechseln, gibt es dazwischen noch Kapitel, die 2010 in Larchmont/USA spielen. Dort lebt Carl inzwischen mit seiner Frau Emmi, die er kurz nach dem 2. Weltkrieg kennengelernt hat. Auch sie ist ursprünglich Deutsche.

Andrea Maria Schenkel erzählt diese drei Geschichten sehr emotionslos, aber als gute Beobachterin. Am Anfang fragt man sich beim Lesen noch, was diese Geschichten miteinander zu tun haben. Aber nach und nach ahnt man, worauf es hinausläuft. Mich persönlich hat die Geschichte von Greta, Carl und Ida sehr fasziniert. Diese Reise auf einem recht luxuriösen Dampfer, wo die mitreisenden Juden mittenmang der anderen internationalen Passagiere ein relativ normales Leben genießen können. Dann der große Kontrast, als sie in Shanghai ankommen. Wobei dieser Part etwas zu oberflächlich geblieben ist. Dafür ist mir die Geschichte von Erna zu ausführlich geraten. Lieber hätte ich noch mehr über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg erfahren. Dies wird allerdings nur kurz in den Passagen, die 2010 spielen, angerissen. Es ist insgesamt ein interessanter Roman, der zum einen das immer noch relativ selten behandelte Thema der nach Shanghai geflüchteten Juden aufgreift. Zum anderen ist es spannend zu lesen, wie die Menschen nach dem 2. Weltkrieg einfach die Vergangenheit zurücklassen wollten. Sie ist einfach für viele kein Thema gewesen. Und so wissen manche Menschen einfach nichts über die Vergangenheit ihrer Mitmenschen. Am Ende des Romans steht man ähnlich wie bei Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ vor einem moralischen Dilemma.

Wer vielleicht nach dieser Lektüre noch weitere Romane über die Juden in Shanghai lesen möchte, dem kann ich den Roman „Das Mädchen im Strom“ von Sabine Bode empfehlen. Diese beiden Romane ergänzen sich wunderbar. Ich hätte mir gewünscht, dass entweder die Autorin oder der Verlag am Ende des Buches noch eine Abhandlung über die geschichtlichen Hintergründe oder ein Literaturverzeichnis angehängt hätten. So muss man bei Interesse selbst tätig werden.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Eine spannende und bewegende Geschichte, die mir an mancher Stelle aber leider zu detailreich und nüchtern geschrieben war. Eine spannende und bewegende Geschichte, die mir an mancher Stelle aber leider zu detailreich und nüchtern geschrieben war.

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Mit der Flüchtlingsproblematik ein sehr aktuelles Buch, obwohl es zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt. Sehr eindringlich geschrieben. Mit der Flüchtlingsproblematik ein sehr aktuelles Buch, obwohl es zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt. Sehr eindringlich geschrieben.

„Von der Vergangenheit eingeholt“

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Zwei Menschen zur Zeit des zweiten Weltkrieges - zwei Motive zur Flucht aus Deutschland. Ihr früheres Leben ausblendend kommen sie in Amerika zusammen. Und doch werden sie von der Vergangenheit Jahrzehnte später eingeholt. Zwei Menschen zur Zeit des zweiten Weltkrieges - zwei Motive zur Flucht aus Deutschland. Ihr früheres Leben ausblendend kommen sie in Amerika zusammen. Und doch werden sie von der Vergangenheit Jahrzehnte später eingeholt.

„Eine berührende Geschichte, die leider an den falschen Stellen zu ausführlich ist“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

A. Schenkel beschreibt die Lebensgeschichte von Emmi und Carl, die sich ganz zum Schluss sehr dramatisch entwickelt. Als sich der Kreis schließt und eine bedrückende Wahrheit ans Licht kommt vermisse ich die Ausführlichkeit, die an anderer Stelle für die Handlung nicht wichtig ist. Hier hätte man zu Gunsten der Handlung im Lektorat mehr Mut haben können. Neu war für mich, wie viele Juden nach Shanghai ausgewandert sind.
Für Interessierte ein lesenswertes Buch, dem ich ein anderes Lektorat gewünscht hätte.
A. Schenkel beschreibt die Lebensgeschichte von Emmi und Carl, die sich ganz zum Schluss sehr dramatisch entwickelt. Als sich der Kreis schließt und eine bedrückende Wahrheit ans Licht kommt vermisse ich die Ausführlichkeit, die an anderer Stelle für die Handlung nicht wichtig ist. Hier hätte man zu Gunsten der Handlung im Lektorat mehr Mut haben können. Neu war für mich, wie viele Juden nach Shanghai ausgewandert sind.
Für Interessierte ein lesenswertes Buch, dem ich ein anderes Lektorat gewünscht hätte.

„Von der Vergangenheit eingeholt! “

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Grete flieht mit den Kindern Carl und Ida vor den Nazis, ihr Mann will seine Heimat nicht verlassen. Carl und Ida wachsen in Shanghai, eine völlig fremde Stadt auf. Nach dem Krieg will Grete zurück zu Mann und Heimat. Ida tritt die Reise mit an. Doch für Carl kommt Deutschland nicht in Frage und er macht sich auf dem Weg in die USA. Dort trifft er Emmi, die nach dem Krieg aus Deutschland emigriert ist. Nach Jahrzehnten muss Carl feststellen, dass er Emmi , die er über alles liebt, nie wirklich gekannt hat.

Dass Juden nach Shanghai geflohen sind und da eine Community bildeten, wusste ich nicht.

Spannende Geschichte gut erzählt, leise und eindringlich!
Grete flieht mit den Kindern Carl und Ida vor den Nazis, ihr Mann will seine Heimat nicht verlassen. Carl und Ida wachsen in Shanghai, eine völlig fremde Stadt auf. Nach dem Krieg will Grete zurück zu Mann und Heimat. Ida tritt die Reise mit an. Doch für Carl kommt Deutschland nicht in Frage und er macht sich auf dem Weg in die USA. Dort trifft er Emmi, die nach dem Krieg aus Deutschland emigriert ist. Nach Jahrzehnten muss Carl feststellen, dass er Emmi , die er über alles liebt, nie wirklich gekannt hat.

Dass Juden nach Shanghai geflohen sind und da eine Community bildeten, wusste ich nicht.

Spannende Geschichte gut erzählt, leise und eindringlich!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Was tun, wenn die große Liebe eigentlich eine große Lüge war? Kann man die Vergangenheit wirklich beiseite lassen? Diesen Fragen geht die Autorin nach. Herauskommt ein tolles Buch. Was tun, wenn die große Liebe eigentlich eine große Lüge war? Kann man die Vergangenheit wirklich beiseite lassen? Diesen Fragen geht die Autorin nach. Herauskommt ein tolles Buch.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Wieder ein Roman aus der Nachkriegszeit mit Erinnerungen an den gerade beendeten Krieg. Leider sind die Schilderungen der düsteren Zeit recht flach und können nicht überzeugen. Wieder ein Roman aus der Nachkriegszeit mit Erinnerungen an den gerade beendeten Krieg. Leider sind die Schilderungen der düsteren Zeit recht flach und können nicht überzeugen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
5
8
4
1
0

Es gibt immer ein gestern
von einer Kundin/einem Kunden am 13.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eines der vielen Bücher über das Leben und Überleben im zweiten Weltkrieg. Verschiedene Lebensgeschichten, vermeintlich un zusammenhängend, treffen sich und werden zu einer Geschichte. Gut, dieses manchmal unvermittelte Einsteigen in ein neues Kapitel. Etwas verwirrend für mich das abrupte Ende. Aber eigentlich passend und gut so. Und eine... Eines der vielen Bücher über das Leben und Überleben im zweiten Weltkrieg. Verschiedene Lebensgeschichten, vermeintlich un zusammenhängend, treffen sich und werden zu einer Geschichte. Gut, dieses manchmal unvermittelte Einsteigen in ein neues Kapitel. Etwas verwirrend für mich das abrupte Ende. Aber eigentlich passend und gut so. Und eine schöne Aussage im Buch war :"Es gibt immer ein Gestern"

Die Vergangenheit
von Eliza am 08.02.2018

„Die Literatur und die Musik sind es, die uns tragen und uns helfen in dunklen Tagen.“ Ein wunderschönes Zitat mit dem Andrea Maria Schenkel vielen Lesern und Musikfans wohl aus dem Herzen spricht. Mich hat die Autorin mit diesem Roman überzeugt und gleichzeitig beeindruckt, bisher kannte ich sie nur von... „Die Literatur und die Musik sind es, die uns tragen und uns helfen in dunklen Tagen.“ Ein wunderschönes Zitat mit dem Andrea Maria Schenkel vielen Lesern und Musikfans wohl aus dem Herzen spricht. Mich hat die Autorin mit diesem Roman überzeugt und gleichzeitig beeindruckt, bisher kannte ich sie nur von ihren Krimis, aber sie kann definitiv auch Romane. Sie hat einen Roman geschrieben über Liebe und große Gefühle, aber auch über Verfolgung und Vergangenheit. Das Cover finde ich nicht sonderlich gut vom Verlag gewählt, es mutet meiner Meinung nach etwas kitschig an, dabei ist dieser Roman alles andere als kitschig. Es geht zwar um große Gefühle und eine dramatische Liebe, aber die Autorin schafft es mit ihrer Sprache, dass man zwar gefangen ist von der Geschichte zwischen Carl und seiner Frau, aber kitschig ist sie nur wirklich nicht. Beeindruckt bei diesem Roman haben mich zum einen die Figuren, Carl und Emmi, aber vor allen Dingen und an erster Stelle die Konstruktion der Geschichte. Die Figuren sind ausgereift, besonders Carl hat mir als Protagonist sehr gefallen. Er durchlebt eine erstaunliche Entwicklung die beeindruckend ist, er sagt sich letztlich sogar von seiner Familie los, indem er nicht nach Deutschland zurück kehrt. Emmi ist es mit der ich nicht direkt etwas anfangen konnte, sie geht oft den Weg des geringsten Widerstandes und trifft so die falschen Entscheidungen, vor allen Dingen ist sie nicht in der Lage ihren Kopf zum Denken zu benutzen, sondern tut lediglich das was man ihr sagt. Erzählt wird der Roman in drei großen Teilen. Wir begleiten Carl von Regenburg nach Shanghai und erleben wie Emmi nach München zu ihrer Tante geschickt wird. Am Ende eines jeden Teils springt der Roman in die Gegenwart und wir Leser können bereits erste Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen, bevor dann im letzten Drittel alles auf das große Finale hinaus läuft. Dem geneigten Leser wird bereits bei der Hälfte des Buches klar, wie tief die Verstrickungen sind, dies tut aber der Spannung keinen Abbruch, denn man möchte zu gerne wissen, wie Carl reagiert, wenn er die Wahrheit über seine Frau erfährt. Sehr angenehm fand ich auch die Erzählweise von Andrea Maria Schenkel, sie vermag sehr gut Atmosphäre zu schaffen und ihre Figuren lebendig wirken zu lassen. Auch die Dialoge und die Beschreibungen sind für diesen Roman in einer guten Mischung gestaltet. Ich kann nicht sagen, warum dieses Buch so lange bei mir auf dem Stapel der ungelesenen Bücher gelegen hat, dort war es definitiv zu Unrecht. Ein Buch welches mehr Beachtung verdient hat. Ich hoffe sehr, dass Frau Schenkel uns noch einmal mit einem solch rührenden Buch beeindrucken mag.

Eine unglaubliche Entdeckung!
von einer Kundin/einem Kunden aus Herne am 03.09.2017

Ich kann meine Gedanken kaum in Worte fassen, da alles, was ich sagen möcjte, so komisch klingt. Das Buch war einfach toll. Die Charaktere waren toll. Was mich absolut umgehauen hat, war die Tatsache, das dieses Buch obgleich des Titels überhaupt keine Romanze war. Es war ein absolut toll... Ich kann meine Gedanken kaum in Worte fassen, da alles, was ich sagen möcjte, so komisch klingt. Das Buch war einfach toll. Die Charaktere waren toll. Was mich absolut umgehauen hat, war die Tatsache, das dieses Buch obgleich des Titels überhaupt keine Romanze war. Es war ein absolut toll verpacktes Drama. Als ich das Buch begonnen hatte, hatte ich auch überhaupt keine Ahnung, dass es so erzählt wird, wie es letzten Endes wurde. Ich habe mir das alles so vollkommen anders vorgestellt und bin mehr als positiv überrascht, dass es anders war. Die Handlund jedoch war mit Abstand das Beste an diesem Roman überhaupt. . Hauptsächlich geht es um Carl, einem Mann der in seinen Kindertagen aus Deutschland über Shanghai nach Amrika floh, wo er seine jetzige Frau Emmi kennenlernt. Sie führen eine glückliche Ehe, bis die anstrengende Nachbarin Faith ein Bündel Papiere und Briefe aus dem Nachlass ihres verstorbenen Gatten vorbeibringt. Sie bittet Carl, diese Papiere für sie zu übersetzen, da sie allesamt auf Deutsch geschrieben wurden. Beim durchsehen der Papiere stößt Carl auf eine unglaubliche Entdeckung, die seine Grau betrifft. Danach rieseln über ihre Ehe mehr als nur ein paar Kiesel und Carl fragt sich, ob er Emmi jemals wirklich kannte. . Das ist nicht der Klappentext, sondern meine eigene, spoilerfreie Wiedergabe. Die Geschichte wurde so herzlich geschrieben, dass ich nicht anders konnte, als sie in mein Herz zu schliessen. Jeder Charakter hat eine unglaubliche Tiefe besessen, vor allem Emmi. Die Dialoge der Protagonisten sind allesamt "altdeutsch", mit bayerischen Akzenten, wie es mir vorkam. Das hat diesem Roman insgesamt eigentlich seinen Charme und Realismus gegeben, für den ich ihn sehr schätze. . Und mal abgesehen von der Story: Das Cover ist einfach nur wunderschön. Es passt zur Geschichte und vermittelt ebenso die Atmosphere des Romans sehr gut dem Betrachter. . Von mir bekommt "Als die Liebe endöich war" von @andreamariaschenkel 5 von 5 Sternen, weil ich einfach selten so ein gutes Buch gelesen habe.