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Die Nullzinsfalle

Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird

Auch Jahre nach der großen Finanzkrise sind die Folgen längst nicht ausgestanden. Weiterhin fluten die Zentralbanken die Märkte mit billigem Geld. Die Erfolge dieser Politik lassen jedoch weitgehend auf sich warten. Die "All-in-Geldpolitik" der Zentralbanken konnte die Weltwirtschaft noch einmal in die nächste Runde retten und die Lage seither einigermaßen stabilisieren. Doch die Sparer kämpfen immer aussichtsloser gegen die Folgen der Geldschwemme - die Niedrig(st)zinsen.

Ronald Stöferle und Mark Valek, beide Experten auf dem Gebiet des "Austrian Investing", beschäftigen sich seit Jahren erfolgreich und renditestark mit dem Nutzen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie für die Geldanlage. In ihrem neuen Buch gehen sie gezielt der Frage nach, wie Privatanleger von diesem Ansatz profitieren und nachhaltig Vermögen aufbauen können.
Portrait
Ronald Stöferle ist Partner der Incrementum AG, die Anlagelösungen auf Basis der Österreichischen Schule der Nationalökonomie anbietet. Zuvor war er sieben Jahre lang im Research-Team der Erste Group in Wien und begann schon 2006 seine jährlich erscheinenden »In GOLD we TRUST«-Studien zu veröffentlichen, die u. a. vom Wall Street Journal als »Goldstandard aller Goldpublikationen« bezeichnet wurden.
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Beschreibung

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.04.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783960920205
Verlag Finanzbuch Verlag
Dateigröße 2345 KB
Verkaufsrang 78110
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Das Dilemma der Notenbanken und Regierung
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 16.04.2019

Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre. ... Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre. Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt - heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung. Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall. Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten. Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben. Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig. Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut. Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft. Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren. Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!