Warenkorb
 

Die Frau nebenan

Roman

(5)
Das Geschenk einer späten Freundschaft – eine wichtige neue Erzählstimme aus Afrika

Hortensia und Marion sind Nachbarinnen. Eine ist schwarz, eine weiß. Beide blicken auf beeindruckende Karrieren zurück. Ihre gegenseitige Abneigung pflegen sie mit viel Eifer, aber was wissen sie wirklich voneinander?

„Yewande Omotoso bietet aufregende neue Einsichten. Das ästhetische und politische Engagement in ihrem Roman ist sichtbar in dem tiefen Mitgefühl, das sie ihren Heldinnen entgegenbringt. Obwohl sie deren Ansichten, Verfehlungen und heimliche Sehnsüchte kompromisslos offenlegt, erzählt sie in ihrer wunderschönen, fast heiteren Sprache von dem Recht auf einen individuellen Lebensentwurf unabhängig von Herkunft und Hautfarbe.“ Chris Abani, Autor von „Graceland“

"Yewande Omotoso erinnert an Nadine Gordimer. Sie untersucht die Geographie der Nähe, die die großen Kräfteverhältnisse im Kleinen abbildet." Times Literary Supplement

"Voller Charme und verspielter Energie - und doch lauert die Geschichte der Kolonialherrschaft und der Sklaverei im Hintergrund." Herald Scotland
Portrait
Yewande Omotoso, geboren in Barbados, ist in Nigeria aufgewachsen und 1992 mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen. Ihr Debüt Bom Boy gewann den South African Literary Award First Time Author Prize und stand auf der Short List für den South African Sunday Times Fiction Prize. Sie lebt in Johannesburg, wo sie als Architektin, Designerin und Autorin arbeitet.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-471-35144-4
Verlag List Medien AG
Maße (L/B/H) 20,8/13,6/3,2 cm
Gewicht 444 g
Originaltitel The Woman Next Door
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Susanne Aus d. Englischen u. a. Hornfeck
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch macht Spaß, berührt und wirft viele wichtige Fragen auf, ohne zu moralisieren. Es besticht durch trockenen Humor und wunderbare Sprache.
Dieses Buch macht Spaß, berührt und wirft viele wichtige Fragen auf, ohne zu moralisieren. Es besticht durch trockenen Humor und wunderbare Sprache.

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Skurrile und herzerfrischende Dialoge, zwei willensstarke Frauen, eine Nachbarschaftsfehde. Dieses Buch ist klug, witzig und feiert das Geschenk der Freundschaft. Richtig toll! Skurrile und herzerfrischende Dialoge, zwei willensstarke Frauen, eine Nachbarschaftsfehde. Dieses Buch ist klug, witzig und feiert das Geschenk der Freundschaft. Richtig toll!

„Äußerst vielseitig“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein sehr vielschichtiger Roman, der entfernt an Nadine Gordimer erinnert. Feine gesellschaftliche wie persönliche Beobachtungen, mit einem gewissen grimmigen Witz. Unterhaltsam und nachdenklich gleichermaßen. Ein sehr vielschichtiger Roman, der entfernt an Nadine Gordimer erinnert. Feine gesellschaftliche wie persönliche Beobachtungen, mit einem gewissen grimmigen Witz. Unterhaltsam und nachdenklich gleichermaßen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
3
1
1
0
0

Eine skurrile Geschichte in bissig lockerem Ton
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 08.08.2017

In „Die Frau nebenan“ erzählt Yewande Omotoso von den Nachbarinnen Marion und Hortensia, die beide die 80 überschritten haben und auf beeindruckende Karrieren zurückblicken können. Hortensia ist die einzige Schwarze in dem wohlhabenden Viertel Katterijn in Kapstadt und hat bei den regelmäßigen Eigentümerversammlungen Gelegenheit auf ihre Widersacherin zu treffen,... In „Die Frau nebenan“ erzählt Yewande Omotoso von den Nachbarinnen Marion und Hortensia, die beide die 80 überschritten haben und auf beeindruckende Karrieren zurückblicken können. Hortensia ist die einzige Schwarze in dem wohlhabenden Viertel Katterijn in Kapstadt und hat bei den regelmäßigen Eigentümerversammlungen Gelegenheit auf ihre Widersacherin zu treffen, der sie ansonsten aus dem Weg zu gehen weiß. „Die anderen Mitglieder kannten die Rivalität zwischen den beiden und lehnten sich nur zu gern zurück, um dem Schauspiel seinen Lauf zu lassen. Es war bekannt, dass die beiden Frauen nicht nur eine Hecke teilten, sondern auch eine gesunde Abneigung füreinander hegten; beides kultivierten sie mit einem Elan, der nicht recht zu ihrem fortgeschrittenen Alter passen wollte.“ (S. 17) Und so beginnt das Buch mit den Streitereien der beiden Frauen, die keine Gelegenheit auslassen, um einander ihre Missbilligung zu zeigen. Die Spanne reicht von kleinen Piesackereien und Schrulligkeiten, die einen schmunzeln lassen, bis hin zu Aktionen und Aussagen, die ihre tiefe Verbitterung zeigen und derer man recht bald überdrüssig wird. Doch gerade noch rechtzeitig erfolgen im eigentlichen Handlungsverlauf der Geschichte Rückblenden, die Hortensia und Marion zu lebendigen vielschichtigen Charakteren werden lassen. Die Autorin erschafft unsympathische Protagonistinnen, mit denen man zwar nicht so recht warm wird, denen man jedoch ein gewisses Maß an Verständnis entgegen bringen kann, weil man erkennt, dass das Leben diesen Frauen Ecken und Kanten beigebracht und sie zu den komplexen eigenwilligen Menschen geformt hat, zu denen sie schließlich geworden sind. „Hortensia setzte ein Lächeln auf. Sie hatte gelernt, dass – besonders in Kapstadt – eine lächelnde Schwarze in ihrer offensichtlichen Harmlosigkeit eine gefährliche Waffe darstellte. Ein Köder, mit dem man Leute anlockte, während man ihre Schwachstellen auslotete.“ (S. 114) Ein Schaden an Marions Haus und Hortensias Unfähigkeit mit Pflegediensten zu kooperieren sorgt dafür, dass Marion vorübergehend zu Hortensia zieht. Das zwingt die Frauen zu unwillkommener Nähe. Ihre Gespräche sind temperamentvoll, doch sie erkennen in der anderen auch etwas Vertrautes. Beide haben harte Verluste und Ungerechtigkeiten erfahren. Oft genug waren auch ihre eigenen Entscheidungen falsch. Mit dem Mut zur Wahrheit und der Kraft der neu gewonnenen Freundschaft stellen sie sich den großen Fragen des Lebens. Doch der Weg dorthin ist nicht gerade einfach und so erfährt man duch die Rückblicke auch einiges über die Apartheid und ihre Auswirkungen auf schwarze und weiße Menschen allgemein, aber auch im Besonderen auf Marion und Hortensia in ihrem wohlhabenden Vorort, wo seinerzeit Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe enteignet wurden und Weiße zu Spottpreisen ihre Grundstücke kaufen konnten. Auch Hortensias Ehe mit einem weißen Mann stieß auf Probleme, während Marions Umgang mit Schwarzen nicht immer einwandfrei war. „Die Frau nebenan“ ist eine skurrile Geschichte in bissig lockerem Ton, die auf das Leben zweier starker Frauen zurückblicken und ein Stück weit Apartheid gestern und heute erleben lässt, die aber auch zeigt, dass es nie zu spät für Annäherungen ist. Die Autorin Yewande Omotoso, in Barbados geboren, wuchs in Nigeria auf. Anfang der neunziger Jahre zog sie mit ihrer Familie nach Südafrika. Ihr erster Roman „Bom Boy“ wurde mit dem South African Literary Award für Debütautoren ausgezeichnet. Sie lebt in Johannesburg, wo sie als Architektin und Designerin arbeitet.

Komödie mit Biss und Tiefgang
von Sursulapitschi am 08.03.2017

Dieses Buch erinnert ein wenig an „Gute Geister“ von Kathryn Stockett. Es sollte ein Bestseller werden und den Film möchte ich auf jeden Fall sehen. Hortensia und Marion leben in Katterijn bei Kapstadt, eine Siedlung für Reiche, Privilegierte. Sie sind Nachbarinnen, kultiviert, wohlhabend, Künstlerinnen, jenseits der 80 und pflegen... Dieses Buch erinnert ein wenig an „Gute Geister“ von Kathryn Stockett. Es sollte ein Bestseller werden und den Film möchte ich auf jeden Fall sehen. Hortensia und Marion leben in Katterijn bei Kapstadt, eine Siedlung für Reiche, Privilegierte. Sie sind Nachbarinnen, kultiviert, wohlhabend, Künstlerinnen, jenseits der 80 und pflegen seit Jahrzehnten ihre Feindschaft. Hortensia ist schwarz und Marion weiß, aber das ist es nicht allein, was sie trennt. Als Hortensias Ehemann stirbt, gerät ihr wohl geordnetes Leben aus den Fugen. Auch Marion hat mit nie geahnten Problemen zu kämpfen. Zunächst meint man in einer Art Vorstadt-Komödie gelandet zu sein. Es ist köstlich, wie sich die zwei alten Damen schikanieren. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, der Sarkasmus trieft, die Bosheit ist schon fast Tradition. Dann blickt man zurück. Marion und Hortensia haben Gründe dafür, verbitterte alte Damen geworden zu sein. Ein wenig verwirrt es beim Lesen. Immer wieder springt das Geschehen in ihre Kindheit oder die Zeit, als sie studiert haben und ihre Männer kennenlernten. Auch ihre Ehen verliefen nicht so glücklich wie sie sich es mal vorgestellt hatten. Auf den ersten Blick ist liest man hier die Geschichte zweier Frauen in Südafrika, was zuerst amüsiert, dann aber allmählich tiefer geht und hinter die Kulissen blickt. Mit fortschreitender Handlung werden immer mehr Themen werden aufgerollt, subtil aber präsent. Die Apartheid wirkt noch immer nach, selbst wenn sie eigentlich abgeschafft wurde. Dafür bekommt man hier ganz nebenbei mehrere Fallstudien, die nachdenklich machen. Selbst Marion kommt ins Grübeln. Es erzählt auch von Träumen, Zielen und Selbstverwirklichung und zeigt, dass das Leben manchmal andere Pläne hat als man selbst. Es zeichnet ein Bild vom Älterwerden und macht auch Mut, Mut zur Ehrlichkeit und Mut den Tatsachen ins Auge zu blicken, selbst wenn es hier und da zwickt. „Die Frau nebenan“ macht Spaß, berührt und wirft viele wichtige Fragen auf, ganz nebenbei ohne zu moralisieren. Es besticht durch trockenen Humor und wunderbare Sprache. Für mich war es ein Zufallsfund und ein Glücksfall. Unbedingte Leseempfehlung.