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Wolfsspinne

Thriller

Vincent Veih ermittelt Band 3

Ein hochbrisanter Thriller, der die offizielle Version zum Thema NSU infrage stellt.Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in einem Wohnmobil – Mitglieder des rechtsextremen Terror-Trios, das jahrelang unerkannt gemordet hat. Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den «Nationalsozialistischen Untergrund» für den Verfassungsschutz beobachtet. Er kennt die Wahrheit. Doch er weiß, dass er für immer schweigen muss.Jahre später wird in Düsseldorf die Promiwirtin Melli Franck ermordet. Hauptkommissar Vincent Veih ahnt noch nicht, dass es sein persönlichster Fall werden wird. Und als weitere Morde geschehen, stößt er auf eine Fährte, die in die Vergangenheit weist: zur «Aktion Wolfsspinne» – und zum NSU ...
Portrait
Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist. 1995 erschien sein Debüt «Annas Erbe». Seine Romane gelten als «im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit» (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für «Die Zwillingsfalle», Krimi-Blitz für «Schwarzer Schwan»). Bei Wunderlich erschienen bisher seine Politthriller «Schwarzlicht», «Schattenboxer» und «Wolfsspinne» um den Düsseldorfer Ermittler Vincent Che Veih.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 496
Erscheinungsdatum 18.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27185-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,9/12,4/3,2 cm
Gewicht 367 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Weitere Bände von Vincent Veih ermittelt

  • Band 1

    39237158
    Schwarzlicht
    von Horst Eckert
    Buch
    10,99
  • Band 2

    44200151
    Schattenboxer
    von Horst Eckert
    Buch
    10,99
  • Band 3

    47937844
    Wolfsspinne
    von Horst Eckert
    Buch
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Spannender Krimi, der mit einem überraschenden Ende aufwartet. Den Autor sollte man nicht aus dem Blick verlieren. Toll gemacht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Vincent Veih – Band 3
von Alex am 18.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Cover ist toll und sticht sofort ins Auge. Auch der Klappentext ist ansprechend und ich wollte unbedingt die ganze Geschichte kennenlernen. Ich habe bisher noch kein Buch von Horst Eckert gelesen, werde das aber schnell nachholen. Ein toller, fesselnder Schreibstil und die Spannung wurde von Anfang an hoch gehalten. Die kurz... Das Cover ist toll und sticht sofort ins Auge. Auch der Klappentext ist ansprechend und ich wollte unbedingt die ganze Geschichte kennenlernen. Ich habe bisher noch kein Buch von Horst Eckert gelesen, werde das aber schnell nachholen. Ein toller, fesselnder Schreibstil und die Spannung wurde von Anfang an hoch gehalten. Die kurzen Kapitel mit den jeweiligen Zeitangaben machen das Lesen angenehm und man wusste immer sofort, in welcher Zeit die jeweiligen Kapitel handeln. Es gibt zwei Erzählstränge, die am Ende stimmig ineinander übergehen. Man schwankt beim Lesen oft zwischen Realität und Fiktion und ich musste mir mehrfach die Frage stellen: War es wirklich so, oder ist das Fiktion? Die handelnden Personen und die Handlungsorte sind gut und bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Für mich ein toller und super spannender Thriller, bei dem Fiktion und Realität erschreckend oft ineinander übergehen. Eine absolute Leseempfehlung für jeden der gute Thriller mag.

Komplex und spannend
von PMelittaM aus Köln am 15.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Melli Franck, Wirtin eines Promilokals, wird bestialisch ermordet. Vincent Veih und sein Team ermitteln und stellen schnell fest, dass bereits die Frage nach dem Motiv nicht einfach ist. Mellis Lokal stand kurz vor der Pleite, die Wirtin hat nicht nur Drogen konsumiert, sondern womöglich auch selbst gedealt, ein Mitarbeiter war ... Melli Franck, Wirtin eines Promilokals, wird bestialisch ermordet. Vincent Veih und sein Team ermitteln und stellen schnell fest, dass bereits die Frage nach dem Motiv nicht einfach ist. Mellis Lokal stand kurz vor der Pleite, die Wirtin hat nicht nur Drogen konsumiert, sondern womöglich auch selbst gedealt, ein Mitarbeiter war kurz vor der Tat gefeuert worden – doch die Art des Verbrechens deutet auch noch auf andere Motive hin. Vincent Veih hat private Probleme, die Teilnahme an einer Demonstration droht zu entgleiten, Vieles deutet darauf hin, als hätte er die gebotene Beamtenneutralität verletzt und in aller Öffentlichkeit Gewalt angewendet – seine Karriere steht auf dem Spiel und die Presse veröffentlicht Fotos. Ronny Vogt hat ganz andere Probleme. Nachdem er jahrelang für den Verfassungsschutz undercover im rechten Milieu unterwegs war, wird er nun auf vermeintliche Drogendealer angesetzt. Doch seiner Vergangenheit zu entkommen, ist nicht einfach – und da ist auch noch der gerade laufende NSU-Prozess, dessen Hauptangeklagte ihm nahe steht. Vincent Veih ermittelt bereits in seinem dritten Fall, für mich ist es jedoch der erste. Er ist ein sehr interessanter Ermittler, die Mutter, Brigitte Veih, ehemalige RAF-Terroristin, mittlerweile frei gelassen, ist nun als Künstlerin und in der Flüchtlingshilfe tätig, der Großvater, bei dem Vincent aufgewachsen ist, war nicht nur Nazi, sondern auch Täter im Dritten Reich, Vincents Vater hält Brigitte geheim, offenbar um ihren Sohn zu schonen – und trotz dieses nicht leichten Hintergrundes, wirkt Vincent sympathisch, integer und offen. Die Geschichte ist sehr komplex und wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Erst nach und nach verknüpfen sich die einzelnen Erzählstränge und ergeben erst im Laufe der Zeit ein zusammenhängendes Bild. Die Verknüpfungen sind teilweise überraschend, wirken auf mich aber durchgehend passend. Vor allem ist das Geschehen hochaktuell und sattelt auf reale Vorkommnisse auf. Der Autor liefert eigene und durchaus mögliche Erklärungen und bleibt nahe an der Realität. Seine Kritik an (manchen) Behörden, ihren Manipulationen und Klitterungen, und an der Presse ist groß, aber auch scheint Vieles möglich, ohne dass man gleich Verschwörungstheorien nachhängen müsste, an manchen Stellen möchte man lieber nicht wissen, wie nahe der Autor der Wahrheit gekommen ist. Insgesamt wird der Leser zum Nachdenken angeregt und das ist, schon wegen der brisanten Thematik, allemal gut. Horst Eckert erzählt flüssig und spannend, schnell wird der Roman zum Pageturner. Man bangt und hofft mit den Protagonisten, ärgert und ekelt sich mit ihnen. Nicht für alle gibt es ein gutes Ende, auch das ist realistisch. Die Auflösung des Mordfalles ist nachvollziehbar, ebenso wie die anderen Entwicklungen. Die Charaktere sind durchweg gelungen ausgearbeitet und wirken authentisch. Sehr gut dargestellt sind z. B. die Nöte eines Undercover-Ermittlers, der sich dem observierten Milieu anpassen, oft gegen seine Überzeugungen handeln, womöglich sogar töten, muss, dabei immer Gefahr läuft, der Beeinflussung zu erliegen, und sich zusätzlich in ständiger Lebensgefahr befindet. Sehr gut haben mir Prolog und Epilog gefallen, denn hier erhält ein Opfer Stimme – und das passt sehr gut zum Anhang, in dem die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit dem 03.10.1990 aufgelistet werden: Mehrere Seiten lang! Mich hat der Roman sehr schnell gepackt, ich mag seine Komplexität und Aktualität und finde ihn ungeheuer spannend. Ganz sicher werde ich die beiden Vorgängerromane noch lesen und vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

Spannender politischer Thriller
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In Düsseldorf wird die bekannte Wirtin eines Promirestaurants ermordet. Nicht nur, dass das Restaurant finanziell schlecht dastand, auch scheint das Opfer Kontakte zur Crystal Meth-Szene gehabt zu haben. Hauptkommissar Vincent Veih stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Spur, die zur „Aktion Wolfsspinne“ führt, einer Aktion, die... In Düsseldorf wird die bekannte Wirtin eines Promirestaurants ermordet. Nicht nur, dass das Restaurant finanziell schlecht dastand, auch scheint das Opfer Kontakte zur Crystal Meth-Szene gehabt zu haben. Hauptkommissar Vincent Veih stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Spur, die zur „Aktion Wolfsspinne“ führt, einer Aktion, die in direktem Zusammenhang mit der NSU und den Ereignissen 2011 in Eisenach steht. Da dieses Buch mein erstes Buch von Horst Eckert ist, kenne ich bisher noch nicht die ersten beiden Fälle des Düsseldorfers Hauptkommissar Vincent Che Veih. Man kann den dritten Fall jedoch auch gut ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bücher lesen. Der Thriller beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen: einmal erlebt der Leser den Banküberfall in Eisenach 2011 und die nachfolgenden Geschehnisse mit, die zum Tod der zwei NSU-Terroristen führt. Und zwar aus der Sicht von Ronny Vogt, der den NSU für den Verfassungsschutz in Thüringen jahrelang beobachtet hat. Der Autor erzählt hier eine Version der Vorgänge, die offiziell als Verschwörungstheorie abgetan wird und doch in ihrer Logik besticht. Der zweite Handlungsstrang spielt Jahre später und dreht sich um den Mord an der Wirtin. Inwiefern und wie tief waren Verfassungsschutz und Geheimdienst in die NSU-Affäre wirklich verwickelt? Dieser Roman gibt eine Antwort darauf, wie ein mögliches und erschreckendes Szenario ausgesehen haben könnte. Sehr gut beschreibt der Autor die Auswirkungen seiner verdeckten Arbeit auf Ronny Vogt, der sich jahrelang in der rechten Szene aufgehalten hat. Und welche Gefahr sich dahinter verbirgt, die ganze Wahrheit zu wissen. Vincent Che Veih ist ein spannender Charakter, alleine schon aufgrund seiner Familienverhältnisse: die Mutter ist eine ehemalige RAF-Terroristin, der Großvater war Polizist und Nazi. Das Verhältnis zwischen Vincent und seiner Mutter Brigitte ist nicht ganz unbelastet. Brigitte kam mir anfangs sehr kalt vor, aber den Eindruck musste ich revidieren, je näher ich sie kennengelernt haben. Neben den Mordermittlungen muss sich Vincent noch mit anderem Ärger herumschlagen: als er an einer Demonstration gegen Rechtsradikalismus teilnimmt, gerät er in Konflikt mit den Kollegen vor Ort. Die Konsequenzen, aber auch das Verhalten seiner direkten Kollegen und Vorgesetzten im Kriminalkommissariat, werfen einen kritischen Blick auf die Polizei. Das Ende des Romans ist spannend und zwar rein fiktiv, aber ich denke, nicht völlig aus der Luft gegriffen. Abgerundet wird das Buch durch einen fiktiven Prolog und Epilog, in dem die Angehörige eines der NSU-Opfer zu Wort kommt, sowie einer Liste aller Opfer rechtsradikaler Gewalt seit der Wiedervereinigung. Ein durchdachter und gut recherchierter Thriller. Und es wird nicht mein letztes Buch des Autors sein.