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Lust und Laster

Was uns Filme über das sexuelle Begehren sagen

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Sexualität ist die Triebkraft unserer Leidenschaft, unseres Begehrens.Ehemals ein verborgenes Terrain, heute in der westlichen Welt enttabuisiert, allgegenwärtig und.... langweilig? Das Internet, die Betonung der individuellen Freiheiten wie auch die zunehmende Akzeptanz von ehemals als pervers angesehenen Sexualpraktiken führen dazu, dass die Sexualität ihre geheimnisvolle Aura immer mehr verliert. Erotik und sexuelle Lust leben jedoch von Vorstellungen und Phantasien. Was wird aus unseren sexuellen Träumen, wenn sich in der uns umgebenden Realität alles schon explizit darstellt, zum Träumen nichts mehr bleibt? Filme sind kulturelle Produkte kollektiver Phantasien. In ihnen können wir vielleicht Antworten auf die Frage finden, wie sich heutzutage sexuelles Begehren gestaltet. Namhafte Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker, schon von Berufs wegen auf den Spuren des Sexuellen, untersuchen zahlreiche Filme zum Thema.
Portrait
Dr. Parfen Laszig ist psychologischer Psychotherapeut und arbeitet in psychoanalytisch-psychotherapeutischer Praxis in HeidelbergDr. Lily Gramatikov ist psychologische Psychotherapeutin und ist in Heidelberg niedergelassen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Parfen Laszig, Lily Gramatikov
Seitenzahl 537
Erscheinungsdatum 29.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-662-53714-5
Verlag Springer
Maße (L/B/H) 25,1/17,7/3,2 cm
Gewicht 1200 g
Abbildungen 100 farbige Abbildungen, Bibliographie
Auflage 1. Auflage 2017
Buch (gebundene Ausgabe)
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Filmlust
von S.A.W aus Salzburg am 01.12.2017

Das Buch untersucht die sexuelle u erotische Bildsprache berühmter Filme wie „Der letzte Tango in Paris“: Bertolucci, beeinflusst von Pasolini, Godard u Antonioni, schildert die Liaison von Marlon Brando u Maria Schneider in einer leeren Pariser Wohnung, zeigt das sexuelle Begehren der Frau u bricht damit Tabus. Bertolucci versucht dabei... Das Buch untersucht die sexuelle u erotische Bildsprache berühmter Filme wie „Der letzte Tango in Paris“: Bertolucci, beeinflusst von Pasolini, Godard u Antonioni, schildert die Liaison von Marlon Brando u Maria Schneider in einer leeren Pariser Wohnung, zeigt das sexuelle Begehren der Frau u bricht damit Tabus. Bertolucci versucht dabei eine Synthese von Marx u Freud und versetzt den Zuschauer in die Position des Analytikers, der Thesen über die unbewussten Motive der Darsteller entwickelt. Solange die Liebschaft anonym bleibt, kann mit sexuellen Fantasien u erotischen Projektionen ausgelebt werden. Als es zu gefährlich wird erlöst Jeanne das Publikum durch den tödlichen Schuss auf Paul „Im Reich der Sinne“ (1976) schildert eine besessene Liebe zwischen Abe Sada u Kichizo, wo sich das Verlangen so steigert, dass der Wunsch entsteht, den Mann ganz zu besitzen. Kichizo demonstriert seine Ergebenheit, indem er alles mitmacht, was Abe fordert u sich schließlich erwürgen lässt. Abe schneidet dem toten Kichizo Penis u Hoden ab und irrt damit 4 Tage durch Tokyo (eine wahre Geschichte aus 1936). Regisseur Oshima entging der japanischen Zensur, indem er den Film in Frankreich entwickeln ließ, konnte ihn aber lange nicht in Japan aufführen. Der Film spielt mit der sexuellen Befreiung, der japanischen Doppelmoral, der christlichen Überlagerung einer ursprünglich zwanglosen japanischen Sexualmoral u dem Thema des Aufstiegs der Frau in der japanischen Gesellschaft. Louis Bunuels „Belle de Jour“ zeigt die erotische Initiation einer Frau mit wenig Erfahrung, die sich als Tagesprostituierte vielen Männern hingibt u dabei ihre eigene Sexualität entdeckt. Der Film schwankt zwischen den Fantasien der braven Ehefrau u den realen Erlebnissen. Die kühle Schönheit von Catherine Deneuve unterstreicht die Aussage des Filmes, dass Moral u Begehren in einem unauflöslichen Spannungsverhältnis stehen. Des weiteren werden viele prägende Erotikfilme bis zur heutigen Zeit, der Erfolg von „Sex and the City“, Homosexualität, diverse Spielarten der Liebe usw. besprochen. Zu jedem Film sind auch die psychoanalytischen Deutungen vorhanden. Im Anhang werden Veranstaltungen genannt, wo Psychoanalytiker Filme analysieren siehe auch: Opelt: Die Kinder des Tantalus: Oder: Ausstieg aus dem Kreislauf seelischer Verletzungen