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Der Klang der Fremde

Roman. Gelesen von Marit Beyer (gekürzte Lesung)

(6)
"Man glaubt immer, das Leben von Einwanderern sei nur schwer. Und vergißt dabei, daß ihre Erfahrungen auch wunderbare, lustige, bewegende und oft ganz absurde Momente umschließen..."

Als Zehnjährige flieht Kim mit ihren Eltern aus Vietnam in den Westen. In unvergesslichen Bildern erzählt sie von Flucht und Neubeginn, von Schmerz und Lust der Erinnerung und dem täglichen Glück, sein Leben zu wagen! Ein berührender, sehr persönlicher Lebensroman, in einer meisterhaften poetischen Sprache.

Kim Thúy wurde 1968 in Vietnam geboren, in einem Land, das seit 1955 von Krieg zerstört wurde. 1978 entschlossen sich ihre Eltern mit den drei Kindern vor der kommunistischen Gewaltherrschaft zu fliehen – eine Odyssee über das Meer, ein abenteuerliches Unternehmen, da die Boote, in die die Flüchtlinge gepfercht wurden, meist alt und untauglich waren. Die Flucht als "boatpeople" gelang und Kim konnte in Kanada ein neues Leben beginnen. Sie studierte an der Universität von Montréal Jura und Sprachwissenschaften, arbeitete als Übersetzerin, Rechtsanwältin, Gastronomin und Gastrokritikerin für Radio und Fernsehen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Montréal.

"Ein kleines Buch von der Größe eines Epos" (ELLE)

"In ihrem Buch schildert Thúy in vielen kleinen, kunstvoll montierten Episoden, wie es ihrer Familie gelang, zu einem zweiten Leben zu finden. Der Bonnevoice Hörbuchverlag hat für die ungekürzte Lesung die Stuttgarterin Marit Beyer verpflichtet. Die Theaterschauspielerin glänzt mit ihrer technisch präzisen und emotional höchst variablen Stimme." Hörbuch des Monats bei WDR5
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Marit Beyer
Erscheinungsdatum 24.11.2016
Sprache Deutsch
EAN 4057664061201
Verlag BONNEVOICE Hörbuchverlag
Spieldauer 172 Minuten
Format & Qualität MP3, 171 Minuten, 107.13 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

„Der Klang der Fremde“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

In kurzen Kapiteln erzählt Kim Thuy ihre Geschichte, ihre Kindheit in Saigon, die Flucht ihrer Familie auf einem maroden Schiff, das Flüchtlingslager in Malaysia, die Ankunft in Kanada, ihr heutiges Leben.
Ihre Schilderungen sind ausdrucksstark, ihre Bilder der Vergangenheit und Gegenwart so kraftvoll, ich werde dieses Buch sicher ein zweites Mal lesen. Mit einem Satz gelingt es ihr den Spagat zwischen zwei Kulturen treffend zu formulieren - halb hier, halb dort, nichts von allem und alles zugleich-.
Diesem Buch wünsche ich viele Leser.
In kurzen Kapiteln erzählt Kim Thuy ihre Geschichte, ihre Kindheit in Saigon, die Flucht ihrer Familie auf einem maroden Schiff, das Flüchtlingslager in Malaysia, die Ankunft in Kanada, ihr heutiges Leben.
Ihre Schilderungen sind ausdrucksstark, ihre Bilder der Vergangenheit und Gegenwart so kraftvoll, ich werde dieses Buch sicher ein zweites Mal lesen. Mit einem Satz gelingt es ihr den Spagat zwischen zwei Kulturen treffend zu formulieren - halb hier, halb dort, nichts von allem und alles zugleich-.
Diesem Buch wünsche ich viele Leser.

„Poetische Erinnerungen“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der Stil von Thuy ist poetisch und unverwechselbar. In kleinen und sehr persönlichen Erinnerungen erzählt Sie von ihrer Heimat Vietnam, der Flucht und dem Neubeginn in Kanada. Den schönen kleinen Band empfehle ich jedem, der sich für Vietnam interessiert oder/und das Land bereisen möchte. Der Stil von Thuy ist poetisch und unverwechselbar. In kleinen und sehr persönlichen Erinnerungen erzählt Sie von ihrer Heimat Vietnam, der Flucht und dem Neubeginn in Kanada. Den schönen kleinen Band empfehle ich jedem, der sich für Vietnam interessiert oder/und das Land bereisen möchte.

Kundenbewertungen

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Poetische Rückblicke
von Xirxe aus Hannover am 30.03.2015
Bewertet: Kunststoff-Einband

Als Zehnjährige floh die Autorin gemeinsam mit ihren Eltern aus Vietnam und gelangte über Malaysia nach Kanada. In kurzen Stücken, die selten mehr als eine Seite umfassen, blickt die nunmehr 40jährige in diesem Buch in nicht chronologischer Reihenfolge zurück auf ihre Vergangenheit und die ihrer Familie. Viele dieser Erinnerungen... Als Zehnjährige floh die Autorin gemeinsam mit ihren Eltern aus Vietnam und gelangte über Malaysia nach Kanada. In kurzen Stücken, die selten mehr als eine Seite umfassen, blickt die nunmehr 40jährige in diesem Buch in nicht chronologischer Reihenfolge zurück auf ihre Vergangenheit und die ihrer Familie. Viele dieser Erinnerungen bergen den Ansatz für den Sprung zu einer anderen in sich. Ein Beispiel: Sie berichtet von Kindern der GIs in Vietnam, die zumeist Waisen und/oder Obdachlose wurden. Einem dieser ehemaligen Kinder, einer mittlerweile jungen, obdachlosen Frau, begegnet sie in New York ohne ihr helfen zu können. Dabei erinnert sie sich an einen Onkel, der in Princeton seinen Doktor in Statistik machte und sie fragt sich, ob er die Anzahl der Risiken und Hindernisse berechnen könnte, denen diese junge Frau ausgesetzt war. Davon ausgehend überlegt sie, ob ihm dies auch mit der Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Überlebens von Herrn An möglich wäre. Auch Herr An, ein früherer Richter und Universitätsprofessor, ist ein Flüchtling, der Grauenvolles durchmachte und ihr 'die Nuancen gelehrt' hat so wie Herr Minh in ihr den Wunsch zu schreiben weckte. Der Herr Minh, der an der Sorbonne französische Literatur studiert hatte. Und so weiter... Menschen und Geschehnisse aus der Vergangenheit wecken Erinnerungen an Bekannte aus jüngerer Zeit und andersherum. Und so entsteht nach und nach ein Bild eines vielschichtigen, bunten Lebens, das neben Leid und Schmerz auch viel Wärme und Freude erlebt hat. Besonders eindrucksvoll empfand ich die Liebe und Dankbarkeit zum Dasein, die immer wieder durch die poetischen Sätze hervorklingen trotz all der entsetzlichen Dinge, die Kim Thúy erlebt hat. Ein berührendes Buch!

Thuy, Der Klang der Fremde
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 04.10.2010
Bewertet: Kunststoff-Einband

In diesem schmalen Buch (gerade mal 159 Seiten, viele davon sind nur teilweise bedruckt)erzählt Thuy in schimmernden Prosaminiaturen von ihrem Leben. Als 10jährige kam sie mit ihren Eltern als "boat people" nach Kanada. Der Weg führte auch über überfüllte Flüchtlingslager. Die Sprache dieser kurzen Texte ist poetisch, sehr verdichtet,... In diesem schmalen Buch (gerade mal 159 Seiten, viele davon sind nur teilweise bedruckt)erzählt Thuy in schimmernden Prosaminiaturen von ihrem Leben. Als 10jährige kam sie mit ihren Eltern als "boat people" nach Kanada. Der Weg führte auch über überfüllte Flüchtlingslager. Die Sprache dieser kurzen Texte ist poetisch, sehr verdichtet, glattgeschliffen. Gerüche, Farben, Gefühle entfalten sich eindringlichst. Heimatlosigkeit, Heimweh, Fremdsein und geglücktes Ankommen werden einem beim Lesen "eingebrannt" und dabei hoch elegant geschildert. Für Alle, die nach Vietnam reisen wollen und für Menschen, die auf "schöne Sprache", perfekte Abstraktion und dadurch hervorgerufene tiefste Gefühle Wert legen. Wie mit einer Lupe werden hier Flucht, Einwanderung, Exil, Lebensfreude und Sinnlichkeit gebündelt. Dieses Buch hat mich sehr fasziniert!

Gefühlskalt
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 01.09.2010
Bewertet: Kunststoff-Einband

Eine Lebensgeschichte erzählt in kurzen Abschnitten. Kim Thúys Stil wirkt kühl, doch notwendig, um zu vermitteln, was ihr widerfahren ist und was es in ihr angerichtet hat. Manch krasse Sitution wird ab und zu beiläufig als Schlusssatz eines der Abschnitts erwähnt. Und an diesen Stellen muss man kurz innehalten... Eine Lebensgeschichte erzählt in kurzen Abschnitten. Kim Thúys Stil wirkt kühl, doch notwendig, um zu vermitteln, was ihr widerfahren ist und was es in ihr angerichtet hat. Manch krasse Sitution wird ab und zu beiläufig als Schlusssatz eines der Abschnitts erwähnt. Und an diesen Stellen muss man kurz innehalten und nachdenken. Und so hatte ich ein bißchen das Gefühl, sie überträgt die Gefühle, die sie verdrängt auf den Leser. Toll inszeniert!