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Luana

Roman

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Ipanema im Sommer 1985: Das sorgenfreie und wohlbehütete Leben von André findet ein jähes Ende, als seine Mutter bei einem Autounfall stirbt. Trost findet der Sechzehnjährige bei dem Dienstmädchen der Familie – und ihrer Tochter Luana, mit der er aufgewachsen ist, wenn ihre Leben auch kaum unterschiedlicher sein könnten: André wird wie sein Vater Medizin studieren, Luana wird das Dienstmädchen einer wohlhabenden Familie werden. Allen Widrigkeiten zum Trotz verlieben sich die Teenager, bis die jugendliche Unbeschwertheit an der Wirklichkeit zerbricht und André vor seinen eigenen Gefühlen und vor seinem Vater flieht. Dreißig Jahre später bekommt André, der mit seiner Frau und zwei Töchtern in London lebt, einen Brief von Luana. André reist nach Brasilien, in seine Heimat und Vergangenheit, um sich endlich der Verantwortung zu stellen, vor der er als junger Mann geflohen war. Doch er kommt zu spät. Denn die Zeit kann man nicht zurückdrehen, und André muss die schmerzhafte Erfahrung machen, dass manche Versäumnisse unwiederbringlich sind ...
Rezension
»Luiza Sauma ist eine noch junge Autorin, ihr zartes, poetisches Debüt lässt einen gespannt zurück, was sie als Nächstes schreibt.«
Portrait
Luiza Sauma, geboren in Rio de Janeiro, wuchs in London auf und arbeitete viele Jahre für die Independent on Sunday. Sie studierte Creative & Life Writing am Goldsmiths College in London und wurde 2014 mit dem Pat Kavanagh Award ausgezeichnet. Luana ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 17.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00001-6
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3 cm
Gewicht 444 g
Übersetzer Mayela Gerhardt
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Brasilien wird hier erlebbar. Im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt Sauma ohne Kitsch eine tragische Liebesgeschichte aus dem Land in den 80er Jahren. Brasilien wird hier erlebbar. Im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt Sauma ohne Kitsch eine tragische Liebesgeschichte aus dem Land in den 80er Jahren.

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Von der Vergangenheit eingeholt
von leseratte1310 am 31.03.2017

Der Mediziner André Cabral lebt und arbeitet in London, als ihn ein Brief von Luana erreicht. Luana war vor dreißig Jahren genau wie ihre Mutter Dienstmädchen Rita im Haus seiner Familie. Erinnerungen werden wach. Seltsamerweise verfolgte ihn Luana in letzter Zeit in seinen Träumen. Der Schreibstil ist gut lesbar und... Der Mediziner André Cabral lebt und arbeitet in London, als ihn ein Brief von Luana erreicht. Luana war vor dreißig Jahren genau wie ihre Mutter Dienstmädchen Rita im Haus seiner Familie. Erinnerungen werden wach. Seltsamerweise verfolgte ihn Luana in letzter Zeit in seinen Träumen. Der Schreibstil ist gut lesbar und so bildhaft, dass ich mir alles sehr schön vorstellen konnte. Der Leser erfährt auch einiges über die brasilianische Lebensart. Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht Andrés und aus den Briefen von Luana. Die Zeiten wechseln zwischen der jetzigen Zeit und dem Jahr 1985. Luana hat sich informiert, wie Andrés Lebensweg verlaufen ist. Sie hat ihn also quasi im Auge behalten, während André doch viele Jahre alles verdrängt hat. Die Personen sind gut und authentisch dargestellt. Allerdings hätte ich gerne noch mehr über Luana erfahren. André hat sein Leben in Ipanema hinter sich gelassen und nicht weiter daran gedacht. Aber seine Träume und dann der Brief von Luana, bringen das, was geschehen ist, wieder an die Oberfläche. Er ist in einer wohlhabenden Familie großgeworden. Der Vater war ein vielbeschäftigter Chirurg und selten zu Hause. Nach dem Tod der Mutter verlieren der sechszehnjährige André und sein zehn Jahre jüngerer Bruder Thiago den Halt. Der Vater flüchtet sich noch mehr in die Arbeit. Rita gibt den Jungen Trost, aber das ist für André nicht genug, er ist mit seiner Trauer und der Leere allein. So kommt es wie es kommen muss, er fühlt sich zu Luana hingezogen. Obwohl ihr beider Lebensweg vorgezeichnet ist und sich in total unterschiedliche Richtungen bewegen wird, denn Luna wird immer bei wohlhabenden Familien arbeiten müssen, während André in die Fußstapfen seines Vaters treten soll, verlieben sich die beiden ineinander. Aber es darf nicht sein, was nicht sein kann und schließlich flieht André vor seinen Gefühlen und seinem Vater und auch vor der Verantwortung. Nun aber erreichen ihn Briefe von Luana und er muss sich dem stellen, vor dem er vor so vielen Jahren geflohen ist. Er ist zwar verheiratet und Vater von zwei Kindern, lebt aber seit einer Weile von seiner Frau getrennt. Nach dem Brief sind seine Gefühle sehr zwiespältig, aber er entschließt sich nach Brasilien zu reisen. Doch man kann nach so langer Zeit nicht einfach da weitermachen, wo es einst endete, und man kann auch nichts wieder gutmachen. Die Geschichte der beiden hat mich sehr berührt. Hätte es eine Chance für sie gegeben? Hätten sie Standesunterschiede überbrücken können? Die Geschichte entwickelt sich nicht so, wie ich es angenommen hatte, da es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Dennoch ist das Ende sehr passend. Dieser Roman hat mir gut gefallen.

Luana
von Mel aus Hiddenhausen am 30.03.2017

Die Geschichte beginnt recht unspektakulär: Mit einem Brief, den der fast 50 jährige André aus Rio erhält, von seinem ehemaligen Hausmädchen und seiner großen Liebe Luana. Die geschriebenen Zeilen lassen André nicht los. Noch einmal lässt er seine Jugend in Rio Revue passieren. Luana besticht durch sehr ausgearbeitete Charaktere, wenn... Die Geschichte beginnt recht unspektakulär: Mit einem Brief, den der fast 50 jährige André aus Rio erhält, von seinem ehemaligen Hausmädchen und seiner großen Liebe Luana. Die geschriebenen Zeilen lassen André nicht los. Noch einmal lässt er seine Jugend in Rio Revue passieren. Luana besticht durch sehr ausgearbeitete Charaktere, wenn man von Luana selbst einmal absieht, die bis zuletzt ein geheimnisvoller Schleier umgibt. Mehr möchte man von ihr erfahren, doch vielleicht muss sie einfach geheimnisvoll bleiben. Die Geschichte ist schnell erzählt, dennoch hängt sie einem nach. André zu begleiten und den Zauber zwischen ihm und dem Hausmädchen zu erleben, in einer Zeit, in der solche eine Liebe verpönt war und unter keinem guten Stern stand, war interessant zu lesen. Am besten haben mir die Beschreibungen der Schauplätze gefallen. Durch die bildhafte Schreibweise Saumas fühlte ich mich mittendrin ins Brasilien der 80er-Jahre versetzt. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, zum Ende hin wurde es mir an einigen Stellen jedoch etwas zu langatmig und der Flair ließ nach. Mein Fazit Eine interessante (Liebes)Geschichte mit wunderschönen Schauplätzen.