Verlorene Freunde

Das dramatische Leben und Sterben der größten Rennfahrer

Elmar Brümmer, Ferdi Kräling Motosport-Bild GmbH

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Beschreibung

Als der Tod noch hinter jeder Kurve lauerte, waren Rennfahrer offenbar aus einem härteren Holz geschnitzt als heute. Für ihre Leidenschaft (und manchmal auch einfach nur für Geld) riskierten sie alles. Keiner im Fahrerlager wusste, ob man sich nach dem Rennen, nach dem Training oder einer Testfahrt wiedersah. Zu schlecht waren die Sicherheitsvorkehrungen an den Rennstrecken, zu rudimentär die ärztliche Versorgung vor Ort, zu experimentell die Fahrzeugkonstruktionen – und zu arrogant die Veranstalter, die oft genug selbst unter widrigsten Witterungsbedingungen Rennen starteten. Der Verlust von guten Freunden gehörte deshalb viel zu lange einfach dazu.

Jeder, der dem Rennzirkus in der sogenannten guten alten Zeit häufiger beiwohnte, musste sich zwangsläufig die Frage stellen, warum die Jungs sich sowas antun. Dieser einzigartige, emotionale Bildband gibt Aufschlüsse darüber. Zwei „alte Hasen“ des Rennzirkus erzählen von großen und kleineren Namen, die für ihren Sport ihr Leben gaben: Jochen Rindt, Ayrton Senna, Jim Clark, Ricardo und Pedro Rodríguez, Jo Siffert, Gilles Villeneuve, Graf Berghe von Trips, François Cevert, Stefan Bellof, Rolf Stommelen, Ronnie Peterson, Michele Alboreto, Manfred Winkelhock – das sind nur einige von ihnen. Und alle hatten Freunde, die sie verloren.

Elmar Brümmer gehört - zusammen mit Jutta Deiss und Rainer Schloz zu den bekanntesten deutschen Motor-Journalisten. Er berichtet für zahlreiche Magazine und Zeitungen über Neuheiten, Fakten und Hintergründe aus der Autoindustrie wie auch der Formel 1.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 10.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-667-10970-5
Verlag Delius Klasing
Maße (L/B/H) 28,7/21,2/2 cm
Gewicht 1041 g
Abbildungen 70 schwarz-weiße und 70 farbige Fotos
Auflage 1. Auflage

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Verlorene Freunde in der Formel 1
von Gertie G. aus Wien am 24.03.2020

„Bei Lotus werde ich Weltmeister oder ich bin tot“ Diese Zitat von Jochen Rindt erfüllt sich am 5. September 1970. An diesem Tag verunglückt er in Monza tödlich. Weltmeister wird er posthum, da er in diesem Jahr die meisten Rennen gewonnen hat. Jochen Rindt ist einer von 19 tödlich verunglückten Formel 1 Fahrern, denen dieses... „Bei Lotus werde ich Weltmeister oder ich bin tot“ Diese Zitat von Jochen Rindt erfüllt sich am 5. September 1970. An diesem Tag verunglückt er in Monza tödlich. Weltmeister wird er posthum, da er in diesem Jahr die meisten Rennen gewonnen hat. Jochen Rindt ist einer von 19 tödlich verunglückten Formel 1 Fahrern, denen dieses Buch gewidmet ist. Auf 144 Seiten, in umgekehrter Reihenfolge ihres Todes, würdigen die beiden Autoren folgende Rennfahrer: Michele Alboreto (2001) Ayrton Senna (1994) Stefan Bellof (1985) Manfred Winkelhock (1985) Rolf Stommelen (1983) Gilles Villneuve (1982) Harald Ert (1982) Ronnie Peterson (1978) Carlos Pace (1977) Tom Pryce(1977) Graham Hill (1975) François Cevert (1973) Joseph Siffert(1971) Pedro Rodriguez (1971) Jochen Rindt (1970) Piers Courage (1970) Gerhard Mitter (1969) Jim Clarke (1968) Graf Berge von Trips (1961) Trotz der vielen Todesopfer im Automobilsport hat dieser nichts von seiner Faszination verloren. Nach wie vor riskieren junge Männer ihr Leben. Wofür? Für Geld? Ruhm? Glamour? Und die Zuschauer an der Rennstrecke oder daheim vor den Fernsehgeräten? Wie singt Rainhard Fendrich so treffend in seinem Lied „Es lebe der Sport“ „... Autorennen sind da sehr gefragt Weil hie und da sich einer überschlagt Gespannt mit einem Doppler sitzt man da Und hofft auf einen g‘scheiten Busera Weil durch einen spektaklären Crash Wird ein Grand Prix erst richtig resch ...“ An dieser Stelle sei Jackie Stewrt zitiert: "Es darf Menschen nicht erlaubt sein, von einem Unfall oder Tod fasziniert zu sein". Die Fahrer riskieren auf unzureichend abgesicherten Strecken, mit teils abenteuerlichen Konstruktionen sowohl im Training als auch im Rennen in jeder Runde ihr Leben. Das schwarze Kleid für die Frauen und Freundinnen der Rennfahrer ist obligat. Man weiß ja nie ... Es zeigt sich deutlich, dass viele von Jochen Rindt, Jackie Stewart und Emerson Fittipaldi angeregte und oft erzwungene Sicherungsmaßnahmen Früchte tragen. In der Zeit zwischen 1985 und 1994 stirbt kein Fahrer auf der Rennpiste. Der Tod von Roland Ratzenberger (30.04.1994) und am Tag darauf von Ayrton Senna in Imola holt die Menschen wieder auf den Erdboden zurück. Ausgerechnet Senna, von dem jeder glaubt, er sei unsterblich, ereilt der Tod. Autor Elmar Brümmer zeichnet ein einfühlsames Porträt der einzelnen Fahrer, geht auf deren Charakter ein. Manche wie Jochen Rindt oder Jo Siffert bezeichnet er als „Popstars“. Mit tiefer Sachkenntnis berichtet er ohne Voyeurismus über die Unfälle. Bei den meisten ist zu lesen: „Bis heute ist die tatsächliche Unfallursache nicht gänzlich geklärt.“ So zitiert er den genialen Rennwagenkonstrukteur Adrian Newey, der wegen den tödlichen Senna-Unfalls auch vor Gericht stand: „ich glaube nicht, dass jemals jemand erfahren wird, was exakt bei diesem Unfall passiert ist.“ Rund 75 teils großformatige Bilder ergänzen den Text. Diese Fotos stammen großteils aus dem Archiv des renommierten Motorsportfotografen Ferdi Kräling. Diese beeindruckenden Bilder lassen bei mir (Jugend)Erinnerungen aufkommen. Beim Tod von Jochen Rindt war ich zehn Jahre alt und fasziniert von den Männern, die in ihren Boliden „im Kreis fuhren“ (© Niki Lauda). Dieses hervorragend verarbeitete Buch ist eine Hommage an jene 19 Rennfahrer, die während ihrer Karriere tödlich verunglückt sind. Sei es auf der Rennstrecke oder auf dem Weg dorthin.


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