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Gottes rechte Hand

Psychothriller

Michaela Baltzer 2

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Wien: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Männer auf höchst brutale Weise getötet. Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA tappen zunächst im Dunkeln. Doch dann begreifen sie, dass der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen hat. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie, denn es gehen noch mehr Tote auf das Konto des Täters. Bald weiß Michaela nicht mehr, wem sie trauen kann, denn alle Fäden scheinen bei Bernd Dalisch, dem neuen Kriminalpsychologen des LKA, zusammenzulaufen. Um den Killer zu finden, muss Michaela ihre Prinzipien über Bord werfen und sogar den verurteilten Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten ...

Portrait
Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt »Das Böse in euch« begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641195694
Verlag Goldmann
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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What you see is what you got
von Krimisofa[dot]com am 05.02.2018

Einzelbewertung: Plot: 3/5 Atmosphäre: 3/5 Charaktere: 4/5 Spannung: 4/5 Showdown: 3/5 --- Rhena Weiss ist für mich eine neue Autorin. Auf ihr aktuelles Buch „Gottes rechte Hand“ bin ich zufällig im Bloggerportal gestoßen, einer Website, auf der man Rezensionsexemplare anfordern kann – und das habe ich sofort getan, ohne den Klappentext richtig zu lesen. Ich habe nur... Einzelbewertung: Plot: 3/5 Atmosphäre: 3/5 Charaktere: 4/5 Spannung: 4/5 Showdown: 3/5 --- Rhena Weiss ist für mich eine neue Autorin. Auf ihr aktuelles Buch „Gottes rechte Hand“ bin ich zufällig im Bloggerportal gestoßen, einer Website, auf der man Rezensionsexemplare anfordern kann – und das habe ich sofort getan, ohne den Klappentext richtig zu lesen. Ich habe nur „Wien“ gelesen und das hat mir genügt. Weniger sofort hab ich es dann gelesen, weil noch etliche andere ungelesene Bücher herumstanden, aber auch, weil ich erst später gemerkt habe, dass es der zweite Teil einer Serie ist und ich mich nie wohl fühle, wenn ich mitten in einer Serie einsteige. In „Gottes rechte Hand“ wird zwar immer wieder kurz auf die Geschehnisse des ersten Teils eingegangen, sodass man das Grundsätzliche erfährt, dennoch wäre es meiner Meinung nach besser, wenn man zuerst „Das Böse in euch“ liest, um nicht mit fehlendem Vorwissen in „Gottes rechte Hand" zu gehen. Michaela Baltzer ist Kriminalbeamtin des Landeskriminalamt Wien und arbeitet dort gemeinsam mit der resoluten Doris und dem stillen Vincent, der allerdings gerade im Urlaub ist. Immer wieder zieht sie den Kriminalpsychologen und ihren Nachbarn Bernd, mit dem sie eine enge Freundschaft verbindet, zum Fall hinzu. Bernd hat erst kürzlich die Stelle von Kilian Weilmann übernommen, der mittlerweile in U-Haft sitzt. Der Psychologe kommt ursprünglich aus Graz, wo er offensichtlich verbrannte Erde hinterlassen hat und nach Wien geflüchtet ist – zumindest ist das meine zusammengereimte Version der Geschichte. Nach wie vor bei Michaela wohnt ihre Nichte und leidenschaftliche Pianistin Valerie. Ihre Eltern sind immer noch bei „Ärzte ohne Grenzen" in Lesotho. Sie ist ein quicklebendiger und überaus sympathischer Teenager, der unbedingt später auch mal Kriminalbeamte werden will. Ihr großes Vorbild ist ihre Tante Mika – die wiederum hat keine wirkliche Freude mit Valeries Ambitionen und würde es lieber sehen, wenn sie eine musikalische Karriere einschlägt. Doch schon jetzt hilft Valerie ihrer Tante und rätselt beim Fall mit – und stellt sich dabei nicht ungeschickt an. Gleich auf der ersten Seite des Buches steht, dass das Buch den Opfern häuslicher Gewalt gewidmet sei. Das Thema häusliche Gewalt zieht sich danach auch wie ein roter Faden durch die Geschichte; unter anderem ist ein Frauenhaus ein Schauplatz. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und gerne auch mal rasant, zwischendurch gibt uns die Autorin aber auch immer wieder Zeit zum Runterkommen; etwa, wenn man Details aus der Vergangenheit der Charaktere erfährt. Neben dem Erzählstrang rund um Michaela bekommt man auch immer wieder das Agieren und die Gedanken von Bernd und Valerie mit – und die Sicht der Täterin. Alle Perspektiven sind interessant und gleichermaßen individuell, wobei es auch vorkommt, dass die Stränge nicht parallel verlaufen. Anfangs erfährt man davon, dass ein Mann von Wespen geradezu erstochen wurde, wesentlich später erfährt man dann aus der Täterperspektive, wie die Täterin es angestellt hat, was ich sehr interessant finde. Übrigens steht der Titel „Gottes rechte Hand“ unter dem Motto What you see is what you got, man bekommt ziemlich genau das serviert, was angekündigt wird – das kommt leider viel zu selten vor. Meistens hat man das Gefühl, dass im Titel von Krimis und Thrillern mit aller Gewalt martialische Wörter wie „Tod", „Mord" oder ähnliches hineingequetscht werden, um dem Buch gleich im Titel ein Branding zu verpassen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass der Titel nur entfernt oder auch gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Mir persönlich herrscht etwas zu viel Gefühlsduselei in der Geschichte, aber als Mann bin ich auch nicht gerade die Hauptzielgruppe, wie ich irgendwann in einem Interview  von Andreas Gruber gelernt habe – apropos: Ich habe „Gottes rechte Hand“ innerlich immer wieder mit den Büchern von Beate Maxian verglichen, bis ich zur Erkenntnis gekommen bin, dass der Vergleich in keinster Weise standhält; beide Autorinnen agieren völlig individuell – aber zumindest ähnlich gut und mit einer ähnlich starken Protagonistin. Dass Weiss' Krimis in Wien spielen, spielt eine untergeordnete Rolle; die Geschichte beinhaltet zwar einen Hauch Lokalkolorit, aber im Prinzip könnte sie auch in jeder anderen Stadt dieser Welt spielen. Was ich seltsam fand, war, dass relativ am Anfang die Rede davon ist, dass Michaela eine spezielle Methode hat, mit der sie unter anderem ermittelt – diese wendet sie aber im späteren Verlauf nie an; oder so, dass es der Leser nicht merkt. Das finde ich schade, denn das hätte der Geschichte einen weiteren interessanten Aspekt verliehen. Der Showdown ist okay, ein bisschen Spektakel, aber mit erwartbarem Ausgang; auch die Täterin entlarvt man als Leser recht bald. Was mich allerdings beeindruckt hat, war alles nach dem Showdown; da ist bei mir so richtig Gänsehaut aufgekommen. Normalerweise vergesse ich die letzten Seiten eines Buches recht schnell, diese werden mir jedoch länger im Gedächtnis bleiben. Der dritte Teil der Serie erscheint übrigens am 20. August – vielleicht schaffe ich es bis dahin, „Das Böse in euch“ zu lesen. Tl;dr: „Gottes rechte Hand“ von Rhena Weiss ist nicht nur Opfern häuslicher Gewalt gewidmet, das Thema häusliche Gewalt zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Buch und Weiss hat es geschickt in die Geschichte, die sowohl rasante, als auch ruhige Parts hat, implementiert. Die Geschichte ist gut zu lesen und ist gerne rasant, aber auch gerne mal ruhig. Vor diesem zweiten Teil der Baltzer-Reihe wäre es aber empfehlenswert, den ersten zu lesen, da sonst Vorwissen fehlt.

Die Hand Gottes
von leseratte1310 am 10.09.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Michaela Baltzer vom LKA Wien hat es mit einem sehr grausamen Todesfall zu tun. Als ein Mann durch Wespenstiche stirbt, sieht zunächst alles nach natürlicher Todesursache aus, doch dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Doch bald gibt es noch einen weiteren Fall mit einem Brandopfer. Michaela hat... Michaela Baltzer vom LKA Wien hat es mit einem sehr grausamen Todesfall zu tun. Als ein Mann durch Wespenstiche stirbt, sieht zunächst alles nach natürlicher Todesursache aus, doch dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Doch bald gibt es noch einen weiteren Fall mit einem Brandopfer. Michaela hat intuitiv begriffen, dass die Fälle zusammenhängen. Doch was verbindet die Toten und was ist das Motiv des Täters? Das Team um Michaela tappt lange im Dunkeln. Erst als sie sich näher mit den Toten beschäftigen, zeigen sich Zusammenhänge und auch der Kriminalpsychologe Bernd Dalisch, Michaelas Kollege und Nachbar, scheint in die Sache involviert. Als am Ende die Zeit drängt, muss sie über ihren Schatten springen und den Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten. Obwohl ich den Vorgängerband „Das Böse in euch“ auch gelesen habe, denke ich nicht, dass man ihn kennen muss, wenn man dieses Buch liest. Alles Notwendige ist geschickt aufgegriffen worden. Dennoch kann ich nur empfehlen, beide Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn sie sind äußerst spannend. Michaela ist eine sympathische junge Frau und gute Polizistin, die mit Beziehungen allerdings ihre Probleme hat. Dass sie vorübergehend ihre Nichte Valerie bei sich aufgenommen hat, tut ihr gut. Die beiden verstehen sich sehr gut und Michaela gewährt Valerie in Maßen auch Einblick in die Ermittlungen. Das Mädchen erweist sich dabei als sehr hilfreich. Auch gibt sie ihrer Tante immer wieder einen Stoß in Richtung Bernd, wenn Michaela ihre Gefühle unterdrückt. Bernd ist als Psychologe natürlich auch mit dem Fall befasst, aber was die beteiligten Personen angeht, sind sich Michaela und Bernd nicht unbedingt einig. Für Valerie steht eine Entscheidung an, in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Soll sie ihrer Tante nacheifern und Polizistin werden oder soll sie lieber ihre musikalischen Talente ausbauen. Ich mag dieses Mädchen, dass einiges hinter sich hat und das immer wieder viel Empathie zeigt. Zwischendurch lernen wir auch die Gedankengänge des Mörders kennen, der sich selbst als „Gottes rechte Hand“ sieht. Obwohl ich recht früh ahnte, wer sich hinter dieser Gotteshand verbirgt, konnte ich mir bis zum Schluss aber nicht ganz sicher sein, denn es gibt doch einige andere Personen, die ein Motiv hätten. Der Thriller ist von Anfang an sehr spannend. Doch am Ende wird es noch richtig dramatisch. Ein überzeugender Psycho-Thriller, den ich nur empfehlen kann.