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Gotland

Roman

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Eine streng katholische Mutter – Zahnärztin mit eigener Praxis neben einer Stiftskirche in Wien und einem fanatischen Glauben, der die Bibel gefährlich wörtlich nimmt. Was macht das mit dem Sohn? Mit einem jungen Mann, der sich nach einem Vater sehnt und allerlei Begierden entwickelt, je älter er wird? Er wird zu einem Suchenden, vor allem nach dem Tod der Mutter. Zu einem Fahrenden in Sachen Gott, den er in Gotland zu finden hofft, jenem fernen Sehnsuchtsort der Mutter, die immer behauptete, dort hätte sie seinen Vater kennengelernt. Ein unheimlicher, heiliger, jedoch auch wahnsinniger Ort…

Es gibt ihn, diesen Gott, der im Wasser schwimmt, der auf dem Wasser treibt und niemals untergeht, der allen, die am Ufer verharren, nachsieht und zuwinkt, es muss ihn einfach geben. Er scheint nah und zugleich fern, ein Schatten am Plafond, wie dunkel doch heut der Himmel ist, viel dunkler noch als die gekräuselte See, stumm die Fische darin und schwer sind ihre Bäuche.

Rezension
»Kafka und Popzitat, Coming-of-Age-Geschichte und Endzeitvision sind die Zutaten dieses erstaunlichen, formidabel geschriebenen Genre-Cocktails.«
Portrait
Michael Stavarič wurde 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren. Er lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften. Über 10 Jahre lang tätig an der Sportuniversität Wien – als Lehrbeauftragter fürs Inline-Skating. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Lehraufträge zuletzt: Stefan Zweig Poetikdozentur an der Universität Salzburg, Literaturseminar an der Universität Bamberg.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641208943
Verlag Luchterhand Literaturverlag
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Leider ein Flop
von Petra Donatz am 08.02.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Klappentext Eine streng katholische Mutter – Zahnärztin mit eigener Praxis neben einer Stiftskirche in Wien und einem fanatischen Glauben, der die Bibel gefährlich wörtlich nimmt. Was macht das mit dem Sohn? Mit einem jungen Mann, der sich nach einem Vater sehnt und allerlei Begierden entwickelt, je älter er wird? Er... Klappentext Eine streng katholische Mutter – Zahnärztin mit eigener Praxis neben einer Stiftskirche in Wien und einem fanatischen Glauben, der die Bibel gefährlich wörtlich nimmt. Was macht das mit dem Sohn? Mit einem jungen Mann, der sich nach einem Vater sehnt und allerlei Begierden entwickelt, je älter er wird? Er wird zu einem Suchenden, vor allem nach dem Tod der Mutter. Zu einem Fahrenden in Sachen Gott, den er in Gotland zu finden hofft, jenem fernen Sehnsuchtsort der Mutter, die immer behauptete, dort hätte sie seinen Vater kennengelernt. Ein unheimlicher, heiliger, jedoch auch wahnsinniger Ort… Es gibt ihn, diesen Gott, der im Wasser schwimmt, der auf dem Wasser treibt und niemals untergeht, der allen, die am Ufer verharren, nachsieht und zuwinkt, es muss ihn einfach geben. Er scheint nah und zugleich fern, ein Schatten am Plafond, wie dunkel doch heut der Himmel ist, viel dunkler noch als die gekräuselte See, stumm die Fische darin und schwer sind ihre Bäuche. Der Autor Michael Stavari? wurde 1972 in Brno (Tschechoslowakei). Er lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften. Über 10 Jahre lang tätig an der Sportuniversität Wien – als Lehrbeauftragter fürs Inline-Skating. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Lehraufträge zuletzt: Stefan Zweig Poetikdozentur an der Universität Salzburg, Literaturseminar an der Universität Bamberg. Meine Meinung Story Charles Hansson, der Sohn einer Mutter mit fanatischem Glauben, macht sich nach deren Tod auf die Suche nach Gott. Die Reise geht nach Gotland jenem Flecken Erde wo Gott leben soll. Die Suche wird für Charles auch zu einer Befreiung von seiner erdrückenden Mutter. Die Story konnte mich leider absolut nicht in ihren Bann ziehen. Eine sehr langatmige Handlung, die sich sehr hinzieht und eigentlich aus aneinander gereihten Banalitäten besteht. Dazu mehr im Fazit. Schreibstil Das Buch wird aus der Sichte des Protagonisten erzählt. Es ist einfach geschrieben. Man spürt die Kälte, die der fanatische Glaube oft mit sich bringt. Charaktere Zum größten Teil handelt das Buch von Charles, dem Protagonisten. Leider war durch das kühle Ambiente nicht möglich, einen Bezug zu ihm aufzubauen. Auch die Nebencharaktere blieben mir eher suspekt und fremd. Mein Fazit Das Thema des Buches, wie Kinder, denen ungefragt die Last des Glaubens auferlegt wird, sich davon befreien, hat mich bewogen das Buch zu lesen. Leider hat es an der Umsetzung des Themas dann doch gehapert. Die Geschichte ist mehr als konfus, auch den grotesken Humor mit dem das Buch beworben wird konnte ich nicht ausmachen. Die Geschichte zieht sich hin und ist in meinen Augen eine Aneinanderreihung von Banalitäten. Ich kann hier nur zwei von fünf Leseratten/ Sterne geben und falls ihr Interesse habt, bildet euch selber eine Meinung, denn Lesegeschmäcker sind zum Glück verschieden. Autor: Michael Sta

Zwischen Wahn und Wahnsinn?
von Melanie Enns aus L. am 13.04.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

"Gotland" ist ein Roman, der mich vor eine sehr große Herausforderung gestellt hat, da ich als gläubiger Mensch Gott nie in Frage gestellt habe und nun mit einem Buch konfrontiert werden, indem genau dieses geschieht. Der Fokus liegt tatsächlich darin, sich Vorbilder zu suchen als Vaterersatz sozusagen und Gott... "Gotland" ist ein Roman, der mich vor eine sehr große Herausforderung gestellt hat, da ich als gläubiger Mensch Gott nie in Frage gestellt habe und nun mit einem Buch konfrontiert werden, indem genau dieses geschieht. Der Fokus liegt tatsächlich darin, sich Vorbilder zu suchen als Vaterersatz sozusagen und Gott als Vater entweder auszuklammern oder einzuladen in den Wahnsinn des Lebens. In einer Ich - Erzählung kommt uns der Protagonist sehr nah und ich habe schwer Zugang zu ihm finden können. Entweder war es sehr sexualisiert oder schwer verdaulich. Immer wieder wird Gott in den Vordergrund gerückt. Die biblischen Geschichten von Kain & Abel, Noah oder Abraham werden regelrecht zerpflückt und in Frage gestellt. Ich konnte es nicht gleich begreifen, obwohl der Anfang des Buches von einer Manie berichtet, die sich letztendlich auch im Roman finden lässt. Die Insel Gotland kommt immer dann zum Vorschein, wenn Gedanken ins Stocken geraten oder der Autor vielleicht auch einfach nur ablenken will? Auch nach Beenden des Buches stelle ich mir die Frage, wohin der Autor mich führen wollte. Natürlich ist gerade das Ende sinnig und schenkt Begreifen über die Eigentümlichkeit der Story, da sie aber sehr schwankt und oft verwirrt, ist das Lesen mitunter mühsam. Mehr als einmal kam mir der Gedanke, dass ich die Story wirklich schizophren empfand, da der Autor oftmals große Sprünge machte, denen zu folgen wirklich eigentümlich ist. Das Gefühl als Leserin dabei, lässt sich kaum erklären. Um sich eine Meinung bilden zu können, ist meine Empfehlung, das Buch selbst zu lesen ? Von mir eine Leseempfehlung an einen Roman, der nicht gänzlich schlecht ist, sondern einfach nur anders, wobei dies ja nicht schlecht sein muss. Die Grundidee zum Roman ist wirklich gelungen und auch wenn mich der Bezug auf Gott manchmal störte, ist es für das Ende ausschlaggebend, denn es beweist eine gewisse Abhängigkeit mit der jeder Mensch irgendwie und irgendwo zu kämpfen hat. Es entscheidet letztendlich, wie ich damit umgehe und wie weit ich mich darauf einlasse. Auch, auf welche Suche ich mich begebe ist ausschlaggebend dafür, wie ich letztendlich reagiere und vielleicht auch falsches Handeln entschuldigen kann oder eben auch nicht. "Gotland" hat viele interessante Ansätze und Facetten auf die man sich tatsächlich einlassen muss, um zu verstehen, was Prolog und Epilog letztendlich gemeinsam haben.

Gotland
von miss.mesmerized am 19.03.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein Autor zieht sich zurück auf eine Insel, Gotland in der Ostsee, und verfällt zugleich dem Schreibwahn. Doch nicht nur er erliegt der geheimnisvollen Magie, die von dem Ort auszugehen scheint, auch seine Lektorin und die Verlegerin werden von den bösen Mächten heimgesucht. Nur ein Feueropfer kann den Autor... Ein Autor zieht sich zurück auf eine Insel, Gotland in der Ostsee, und verfällt zugleich dem Schreibwahn. Doch nicht nur er erliegt der geheimnisvollen Magie, die von dem Ort auszugehen scheint, auch seine Lektorin und die Verlegerin werden von den bösen Mächten heimgesucht. Nur ein Feueropfer kann den Autor retten und Gottes Gnade wieder walten lassen. Die Schöpfung, Noahs Flut, Abrahams Opfer, Kain und Abel – es sind die alttestamentarischen Schriften mit denen ein Junge, Sohn einer strenggläubigen alleinerziehenden Zahnärztin, aufwächst. Er versucht aus den alten Schriften Sinn in seinen Alltag bringen, in der katholischen Schule, beim Erwachsenwerden und der Entdeckung des weiblichen Geschlechts. Doch bleibt immer die Frage, wann und wie sich Gott ihm zeigen wird. Er experimentiert, angelehnt an Abraham – doch nichts geschieht. Vermutlich bedarf es größerer Opfer, um ein Zeichen des Himmels zu bekommen. Vielleicht ist der Allmächtige aber schon längst da, unmittelbar bei ihm, womöglich wirkt er schon durch ihn? Michael Stavari?s Roman ist nicht leicht zu fassen. Die einzelnen Teile greifen nur schwer ineinander und lassen ein fragmentarisches Bild zurück. Das mit „Vorwort“ überschriebene erste Kapitel über den wahnsinnigen Autor steht gänzlich für sich. Ob der Ich-Erzähler in einem Zusammenhang mit den späteren Ich-Erzählern, womöglich ist es insgesamt auch nur einer, steht, bleibt unklar. Offenkundig wird nur die mystische Kraft, die von der Insel ausgeht und was diese in den Menschen anrichten kann. Der Name des Eilands suggeriert es bereits – dort ist man Gott am nächsten und kann ihn direkt erleben, seine Kraft und Macht hat die ungewöhnliche und raue Natur erst entstehen lassen. Die Wahrhaftigkeit Gottes, die sich auf diesen Seiten zeigt, leitet auch den weiteren Verlauf der Handlung. Der Abschnitt der „Genesis“, der die Geschichten des Alten Testamentes aufgreift und anhand dieser die Kinderjahre des Jungen erzählt, ist für mich der stärkste Teil. Die Parallelen sind frappierend, zugleich kommen durch und durch menschliche Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten hervor, die die beiden Protagonisten authentisch und glaubwürdig wirken lassen. Das Aufwachsen ohne Vater macht es dem Jungen nicht einfach. Naheliegende Vaterfiguren, der Direktor, der Turnlehrer, scheiden nach und nach aus. Womöglich ist dies einer der auslösenden Punkte für die in den letzten Teilen geschilderten Ereignisse. Die erfolglose Suche nach Gott und dem Vater endet in der Katastrophe, denn wer glaubt IHM ganz nah gekommen zu sein, wird sich unweigerlich von den Menschen entfernen und in einer ganz eigenen Welt leben. „Gotland“ liest sich nicht mal eben nebenbei. Das Buch ist sperrig, man holpert und wundert sich – und dann fließt die Handlung wieder gemächlich dahin. So wie die See mal friedlich ist und das entspannte Paddeln ermöglicht, ist sie im nächsten Moment aufbrausend und gefährlich. Michael Stavari? bedient sich der Natursymbolik, immer dann, wenn die Gedankenwelt ins Stocken gerät, nicht mehr weiterkommt und wir vor unauflöslichen Rätseln stehen. Dann erfolgt die Rückbesinnung auf die Urkräfte, die einfach walten, weshalb auch immer. Sie liefern keine Antwort auf die Frage, ob es einen Gott gibt, weder Pflanzen noch Tiere erlangen durch dieses theoretische Konstrukt einen größeren Sinn in ihrem Dasein, vielleicht ist aber auch das pure Sein schon Antwort genug. Ich kann nicht endgültig sagen, was mir dieser Roman an Message vermittelt, zu wenig lässt er sich für mich fassen und zu sehr stellt das Ende alles in Frage. Aber vielleicht ist es genau das, was der Autor hervorheben wollte.