Das Aquarium

Roman

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Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Aber: George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in seinem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Der Outsider hat seit Jahren das Haus nicht verlassen, er leidet unter Panikattacken und führt Selbstgespräche. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing.

In sein abgekapseltes Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; das Letzte, was der Eremit gebrauchen kann. Lebenskünstler Paddy bringt Georges kleine Welt und sein autistisches Überlebenssystem komplett durcheinander – und dann ist da noch das trinkfreudige Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert …

Eine Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.
Portrait
Franziska Lange wurde 1972 als Tochter eines Journalisten und einer Grafikerin in Hamburg geboren.

Die passionierte Literaturliebhaberin studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte.

Sie arbeitete als Reporterin für die WELT am SONNTAG, TV Today und TV Spielfilm, des Weiteren war sie als Art-Direktorin für diverse Agenturen und Verlage tätig. Seit 1999 ist sie freie Autorin.
Sie lebt und schreibt in Hamburg-Winterhude.

Für die Erschaffung ihres Hauptcharakters George in »Das Aquarium« griff sie auf autobiografische Erfahrungen zurück.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 20.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946446-26-2
Verlag SadWolf Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/12,9/2,2 cm
Gewicht 258 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
12,99
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Eine Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten!
von Sandys Welt aus Leipzig am 25.08.2017

Mmh ... wie fange ich am besten an? Die Geschichte handelt von George. George hat seit zwei Jahren seine Eigentumswohnung in der 22. Etage nicht mehr verlassen und lebt dort mit seinem Kater Dr. Van Helsing. Im Grunde muss er die Wohnung auch nicht verlassen, für was auch, er... Mmh ... wie fange ich am besten an? Die Geschichte handelt von George. George hat seit zwei Jahren seine Eigentumswohnung in der 22. Etage nicht mehr verlassen und lebt dort mit seinem Kater Dr. Van Helsing. Im Grunde muss er die Wohnung auch nicht verlassen, für was auch, er arbeitet als Mediendesigner und steht im regelmäßigen E-Mail Kontakt zu seinem Auftraggeber, das was er zum Leben benötigt, kann er alles über das Internet bestellen. Ein Hoch auf das Internet! Bis Paddy bei ihm einzieht und sein Leben gehörig auf den Kopf stellt. Der Protagonist George ist auf seine Art schräg, aber auch sympathisch. Seine Gedankengänge haben mir sowohl ein Schmunzeln auf das Gesicht gezaubert als auch meine eigenen Gedanken zum Rotieren gebracht. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet, haben ihre Ecken und Kanten. Wirkten authentisch und nachvollziehbar. Ich mochte jeden auf seine Art, konnte mir ihnen lachen, schmunzeln und ja, auch weinen. Der Schreibstil war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von George. Seine Gedankengänge waren mir anfänglich sehr wirr und abgehackt, spiegelten aber im Nachhinein seine ganz spezielle Art und Weise wieder. Es wirkte persönlicher und ich konnte mich nach und nach besser in ihn hineinversetzen. Nachdem ich mich auf diesen anderen Schreibstil eingelassen habe, konnte ich die Seiten förmlich durch meine Hand durch fliegen sehen. Zu erleben wie die Geschichte voran schritt und die Charaktere mit einander agierten, ist anders, aber definitiv anders besonders. Und die Assoziation eines Aquariums perfekt gewählt. Das einzige das mich tatsächlich irgendwie nervte, waren die ständigen Vergleiche mit Hitler und der Nazizeit im Allgemeinen. Ich denke, da hätte man andere passende Vergleiche finden können. Aber hey, das ist meckern auf hohem Niveau. Irgendwas ist eben immer. Das Ende ist traurig und irgendwie krass, rundet aber die Geschichte perfekt ab. Zumindest aus meiner Sicht. Alles in Allem eine tolle Geschichte in einem perfekten Rahmen mit wundervollen authentisch wirkenden Charakteren, die anders, aber eben auch besonders ist. Fazit: "Das Aquarium" ist einfach nur GENIAL. Auch wenn ich anfänglich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hatte, ging dieser im Laufe der Geschichte quasi in mein Blut über. Die liebevoll gestalteten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein. Ein Buch zum Nachdenken, Schmunzeln und auch einfach mal Abschalten. Ein "Lesemuss" für jeden, der gern auch mal skurrile Geschichten liest oder sich einfach mal auf etwas Neues einlassen möchte.

Das Aquarium
von dorli am 23.01.2017

Der 32-jährige George leidet an einer ausgeprägten Agoraphobie, das heißt, der Webdesigner kann seine Wohnung nicht verlassen, er bekommt außerhalb seiner eigenen vier Wände Angstzustände und Panikattacken. George hat seinen Alltag entsprechend angepasst. Er arbeitet von zuhause aus, kommuniziert via Internet und Telefon mit Freunden und Bekannten und nimmt... Der 32-jährige George leidet an einer ausgeprägten Agoraphobie, das heißt, der Webdesigner kann seine Wohnung nicht verlassen, er bekommt außerhalb seiner eigenen vier Wände Angstzustände und Panikattacken. George hat seinen Alltag entsprechend angepasst. Er arbeitet von zuhause aus, kommuniziert via Internet und Telefon mit Freunden und Bekannten und nimmt Lieferdienste in Anspruch. George scheint sich in seinem abgeschotteten Universum wohlzufühlen, bis Lebenskünstler Paddy bei ihm einzieht… Franziska Lange lässt George seine Geschichte selbst erzählen. Man bekommt dadurch einen guten Einblick in seinen Alltag und erlebt alles, was ihn bewegt, antreibt und ausbremst direkt mit. Mit Paddy ziehen auch große Veränderungen bei George ein. Nicht nur die Wohnsituation ändert sich, auch sein Leben bekommt einen ganz neuen Schwung. George wird jetzt auch mit den Problemen seiner Mitmenschen konfrontiert. Während er seine neuen Freunde und deren Umgang mit ihren Schwierigkeiten beobachtet, setzt er sich immer mehr mit sich selbst und seiner Vergangenheit auseinander und unternimmt schließlich den Versuch, sich seinen Ängsten entgegenzustellen und den verlorenen Lebensraum zurückzuerobern. Um deutlich zu machen, wie schwierig dieser Prozess der Angstbewältigung ist, hat Franziska Lange Georges Sprechweise an seine Entwicklung gekoppelt. Georges Gedankengänge werden nach und nach immer holperiger, driften ständig in unterschiedliche Richtungen ab und springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Entsprechend werden die Sätze im Verlauf der Handlung immer länger, verschachtelter und verworrener. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, weil man genau spürt, wie stark die Veränderungen George mitnehmen – andererseits machen die sehr langen Sätze jedoch das Lesen schwieriger und man muss sich konzentrieren, um dem folgen zu können, was George durch den Kopf geht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn es nicht immer leicht war, Georges Selbstgesprächen und Gedankensprüngen zu folgen, waren die Einblicke in seine Welt interessant.

Freundschaft ist stärker als Angst
von Rabentochter am 06.01.2017

George verdient sein Geld als Webdesigner und regelt seinen Tagesablauf auch sonst über das Internet. Essen, Katzenfutter, Bücher, Wohnungseinrichtung – alles bestellt er online. Kontakt zu seinen Freunden hält er ebenfalls über PC und Telefon. Seine Wohnung hat er schon seit Monaten nicht mehr verlassen. Doch dann zieht Paddy... George verdient sein Geld als Webdesigner und regelt seinen Tagesablauf auch sonst über das Internet. Essen, Katzenfutter, Bücher, Wohnungseinrichtung – alles bestellt er online. Kontakt zu seinen Freunden hält er ebenfalls über PC und Telefon. Seine Wohnung hat er schon seit Monaten nicht mehr verlassen. Doch dann zieht Paddy bei ihm ein und George beginnt über seine Phobie nachzudenken... Der Stil ist sehr einprägsam. George erzählt aus seiner Sicht und sofortige Eindrücke mischen sich mit Erinnerungen und Erzählungen aus der Vergangenheit. George ist kein typischer Romanheld. Im Gegenteil – er tritt eher als Antiheld auf, ist dabei aber auch sehr menschlich. Er schmiedet Pläne, verwirft diese dann aber wieder aus Angst und Bequemlichkeit. Er versucht mit seinem Leben klar zu kommen, mit seinen Problemen leben zu lernen. Als neue Menschen, bald schon Freunde, in sein Leben treten, stellt sich heraus, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Sie durchleben zusammen Hoch- und Tiefphasen, große und kleine Katastrophen und versuchen sich daran, ihre eigenen Probleme mit Hilfe der anderen zu lösen. Das Buch zeigt, dass Freundschaft Ängste besiegen kann und Freunde manchmal auch die bessere Familie sein können. Fazit: Lesen! Unbedingt! Schon jetzt ein Highlight 2017!