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Alles Lüge

Roman

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Joachim Lottmanns neuer Roman über das Jahr der Flüchtlingskrise erweitert die Kampfzone ins Private und erzählt vom Leben und Lieben in nervösen Zeiten.
Zwischen zwei Sommern, zwischen Willkommenskultur, Terrorangst, Silvesternacht in Köln, AfD-Parteitag, Brexit und dem Aufstieg der neuen Populisten gerät ein Land ins Taumeln und das Leben des Romanhelden Johannes Lohmer aus den Fugen. Ein Ehekrach in Athen, mitten in der Eurokrise, verwandelt den Alltag des romantischen Wahl-Wieners Lohmer in einen politisierten Fiebertraum. Während seine Frau Harriet, eine engagierte linke Journalistin, begeistert Flüchtlingshilfe leistet, fürchtet Lohmer das weltweite Vordringen des politischen Islam und sieht einen »zweiten Faschismus« am Werk. Dennoch reist der Bohemien an Harriets Seite brav an die Brennpunkte unserer Tage. Er erlebt ein Land in Aufruhr, alle politischen Debatten als Lüge und sich selbst als Lügner, muss Lohmer doch aus Angst um seine »harmonische Ehe« dauernd Sorge tragen, in Harriets Augen nicht als Renegat oder Rechter dazustehen. Sein »Opportunismus aus Liebe« führt zu schrecklich komischen Verwicklungen, ob im Flüchtlingsheim, beim Bürgerabend, im muslimischen Neukölln, beim Aufstieg von AfD und FPÖ oder beim Versöhnungsurlaub in Südfrankreich …
Dieser Roman über das Jahr der Flüchtlingskrise zeigt eine Ehe im Dauerreizklima der politischen Debatten und erzählt auf »lottmanneske« Weise von den schwankenden Grundwerten, inneren Widersprüchen und neuen Spannungsverhältnissen unserer Gegenwart.
Rezension
»Der politischste Roman, den Lottmann bislang geschrieben hat...Er zeichnet unsere Gegenwart nach und zwar so scharf, dass man alles auch als große Satire lesen darf.«
Portrait
Joachim Lottmann, geboren 1959 in Hamburg, studierte Theatergeschichte und Literaturwissenschaft in Hamburg. 1987 erschien bei KiWi sein literarisches Debüt »Mai, Juni, Juli«, das als erster Roman der deutschen Popliteratur gilt. Lottmans zweiter Roman »Deutsche Einheit« erschien 1999, es folgten bislang sechs weitere Bücher bei KiWi, am erfolgreichsten »Die Jugend von heute« (2004), »Der Geldkomplex« (2009) und »Endlich Kokain« (2014). 2010 nahm Lottmann den Wolfgang-Koeppen-Preis entgegen. Der Autor schreibt u.a. für taz, FAS und Welt und lebt in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783462316926
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1367 KB
eBook
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Die nackte Wahrheit“

Claudius Kaboth, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Die Wirren unserer Zeit werden immer unübersichtlicher und Joachim Lottman springt mitten hinein, zieht seine sehr eigenen Schlüsse, die nicht nur beim kritischen Leser zu Bauchschmerzen führen können. Ist das jetzt Satire, Tagebuch oder 'bewusst überspitzt' ?
Bei Lottmann verwischen die Grenzen, die snobistische, wie naive Attitüde lässt einen manchmal ratlos zurück, dennoch kann keiner seine Unverschämtheiten so nonchalant vorbringen, wie Joachim Lottmann.
Ja, man kann sehr froh sein, nicht zum immensen Bekanntenkreis (eigentlich jede/r) von Lottmann zu zählen und sich plötzlich seiner ätzenden und brutal ehrlichen, hinterhältig-komplimentartigen Charakterzeichnung zwischen zwei Buchdeckeln zu begegnen.
Doppelbödig und sehr lustig!
Die Wirren unserer Zeit werden immer unübersichtlicher und Joachim Lottman springt mitten hinein, zieht seine sehr eigenen Schlüsse, die nicht nur beim kritischen Leser zu Bauchschmerzen führen können. Ist das jetzt Satire, Tagebuch oder 'bewusst überspitzt' ?
Bei Lottmann verwischen die Grenzen, die snobistische, wie naive Attitüde lässt einen manchmal ratlos zurück, dennoch kann keiner seine Unverschämtheiten so nonchalant vorbringen, wie Joachim Lottmann.
Ja, man kann sehr froh sein, nicht zum immensen Bekanntenkreis (eigentlich jede/r) von Lottmann zu zählen und sich plötzlich seiner ätzenden und brutal ehrlichen, hinterhältig-komplimentartigen Charakterzeichnung zwischen zwei Buchdeckeln zu begegnen.
Doppelbödig und sehr lustig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Gegen den Mainstream
von einer Kundin/einem Kunden aus Wolfersdorf am 31.08.2017
Bewertet: Taschenbuch

Amüsant und was Lüge und Wahrheit anbetrifft, das lassen wir mal dahingestellt. Aber daß mal frisch von der Leber die Gefühlslagen 2015/2016 rasant durchdekliniert werden: erfrischend. Daß Lottmann es im Mainstream Deutschland schwer haben könnte, glaube ich.Köstlich die (sicherlich etwas überspitzte) Beschreibung des Medien Feuchtbiotops in Berlin. Lesenswert. Und... Amüsant und was Lüge und Wahrheit anbetrifft, das lassen wir mal dahingestellt. Aber daß mal frisch von der Leber die Gefühlslagen 2015/2016 rasant durchdekliniert werden: erfrischend. Daß Lottmann es im Mainstream Deutschland schwer haben könnte, glaube ich.Köstlich die (sicherlich etwas überspitzte) Beschreibung des Medien Feuchtbiotops in Berlin. Lesenswert. Und ich werde es weiterverschenken.

Alles gelogen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 26.07.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Joachim Lottmann schreibt sehr gut. Dies beweist er in seinem neuen Buch "Alles Lüge" eindrucksvoll, indem er eine wirklich langweilige Geschichte, wohl sein persönliches Tagebuch, das er mangels eines tatsächlich interessanten Manuskripts beim Verlag eingereicht hat, so erzählt, dass man sie dennoch lesen möchte. Inhaltlich findet man eine, rasant aus Autorenperspektive... Joachim Lottmann schreibt sehr gut. Dies beweist er in seinem neuen Buch "Alles Lüge" eindrucksvoll, indem er eine wirklich langweilige Geschichte, wohl sein persönliches Tagebuch, das er mangels eines tatsächlich interessanten Manuskripts beim Verlag eingereicht hat, so erzählt, dass man sie dennoch lesen möchte. Inhaltlich findet man eine, rasant aus Autorenperspektive erzählte, Aneinanderreihung verschiedener politischer Ereignisse mit privaten Geschichten vermischt. Um den Titel zu rechtfertigen werden großzügig Namen verschiedener Künstler, Autoren und Autorinnen drübergestreut. Wer sich für die Berliner und Wiener Kunst- und Literaturszene interessiert, wird mit diesem Buch durchaus seine Freude haben. Allen anderen sei Lottmanns "Endlich Kokain" empfohlen.