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Extrem gesund

Wie uns eiskaltes Wasser und extreme Höhe gesünder und fitter denn je machen

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Zu warm? Schnell die Klimaanlage einschalten. Zu kalt? Lieber die Heizung aufdrehen, bevor wir uns erkälten. Wim Hof, der holländische Survival-Profi, der zahlreiche Rekorde in Sachen Kälteresistenz hält, weiß aber: Wir brauchen diese Annehmlichkeiten gar nicht, ganz im Gegenteil, sie machen uns sogar krank. Sein Credo: Die Evolution hat uns robuster gemacht, als wir denken. Kälte, Hitze und Höhe tun uns also gut. Scott Carney hat in einem Selbstversuch die Wim-Hof-Methode getestet und seinen eigenen Körper auf eine Reise bis an den Rand der menschlichen Belastbarkeit geschickt, unter anderem auf den Kilimandscharo, nur mit Turnschuhen und Shorts bekleidet. Er hat festgestellt: Extrem ist extrem gut – und extrem gesund!
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 336 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.06.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783864704703
Verlag Books4success
Übersetzer Philipp Seedorf
eBook
17,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine alte Methode neu interpretiert
von Dr. M. am 21.06.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Die Wim-Hof-Methode ist wohl nur einer kleinen Gruppe von Insidern bekannt. Sie besteht darin, zunächst die Sauerstoffanreicherung des Blutes auf einen maximalen Wert zu trimmen. Das macht man mit Atemübungen, die einer Hyperventilation gleichen. Solche Methoden sind unter anderem auch aus dem Yoga bekannt. Hält man das eine Weile... Die Wim-Hof-Methode ist wohl nur einer kleinen Gruppe von Insidern bekannt. Sie besteht darin, zunächst die Sauerstoffanreicherung des Blutes auf einen maximalen Wert zu trimmen. Das macht man mit Atemübungen, die einer Hyperventilation gleichen. Solche Methoden sind unter anderem auch aus dem Yoga bekannt. Hält man das eine Weile (möglichst unter Aufsicht) durch, dann gelingt es nicht nur, auch den Atemreflex viel länger als sonst zu unterdrücken sondern noch obendrein Kraftübungen bei angehaltenem Atem durchzuführen, die man in dieser Intensität früher nicht geschafft hätte. Gleichzeitig damit wird man bei Wim Hof intensiv an Kälte gewöhnt, was dazu führt, dass der Körper sogenanntes braunes Fett aufbaut und bei Kälte weißes Fett verbrennt, um sich warm zu halten. Außerdem verliert man bei dieser heftigen körperlichen Anpassung an Gewicht. Der Autor dieses Buches saß im warmen Kalifornien und machte sich bereits seit einiger Zeit Sorgen um seinen Fitnesszustand, als er auf die Wim-Hof-Methode im Internet stieß. Er beschloss, den vermeintlichen Scharlatan direkt zu entlarven und reiste zu einem Lehrgang ins kalte Polen. Weil man für eine solche Erfahrung ein paar tausend Dollar berappen muss, kann man nicht erwarten, dass Scott Carney die Wim-Hof-Methode in diesem Buch wirklich völlig offenlegt. Und außerdem ist aus seinem Versuch, Hof zu enttarnen, das genaue Gegenteil geworden. Carney bestätigt aus eigener Erfahrung alle von Hof angezeigten Erfolge bei Befolgung dieser Methodik. Nach ein paar Tagen wanderte er in Polen mit freiem Oberkörper auf die Schneekoppe während oben -13 Grad und Sturm herrschten. Die gängigen Lehren besagen, dass man das nicht durchstehen kann und erfrieren würde. Nachdem Hof und Carney gute Kumpel wurden, stiegen sie auch noch ebenso dürftig bekleidet auf den Kilimandscharo. Allein das ist schon bemerkenswert, doch sie liefen in einem Tempo, das selbst normal trainierte Menschen wegen der schnellen Überwindung großer Höhenunterschiede und der dünnen Luft kollabieren lassen würde. Offenbar funktioniert die Wim-Hof-Methode hervorragend. Hof selbst gibt sogar vor, sein Immunsystem willentlich an- und abschalten zu können, und lieferte dafür auch den Beweis unter wissenschaftlicher Aufsicht. Ob das allgemein möglich sein kann, steht allerdings noch nicht fest, weil die Versuchsanordnung mit einer geringen Wahrscheinlichkeit nicht ausschließen kann, dass Hofs Fähigkeit auf einer körperlichen Anomalie beruht. Im Buch findet man darüber hinaus gut beschriebene Fälle, in denen die Wim-Hof-Methode nach gängiger Lehre nicht mehr aufhaltbare schlimme Krankheitsverläufe doch bremst und sogar umkehrt. Scheinbare Wunder geschehen. Wo ist also der Haken? Man muss in geradezu extremer Weise aus seiner Komfortzone flüchten und sich heftigen Anpassungen unterwerfen, die gelegentlich auch extreme Folgen bis hin zum Tode haben können. Selbstverständlich wird davor im Text dieses Buches und schon auf der Innenseite des Covers gewarnt. Was findet man nun tatsächlich über die Methode in Carneys Buch? Hinreichend konkret wird sie aus oben genannten Gründen nicht erklärt. Man findet jedoch genügend Anhaltspunkte, wenn man sich ein wenig auskennt, also beispielsweise Yoga-Atemübungen wirklich beherrscht oder sich bereits mit gewissen Abhärtungen befasst hat. Carney beschreibt seine Eindrücke aus dem Hof-Camp in Polen und seine Erfahrungen bei der winterlichen Besteigung der Schneekoppe in Turnhosen. Anschließend versucht er, hinter die körperlichen Veränderungen zu kommen, die sich bei ihm und anderen vollzogen. Im Hintergrund schwingt immer mit, dass unsere Vorfahren das alles angeblich bereits gekonnt haben müssen und wir uns nur daran erinnern müssten. Eine solche Begründung ist aus verschiedenen Gründen recht abenteuerlich, was natürlich nichts daran ändert, dass Wim Hofs Methode offenbar funktioniert und die medizinische Forschung allein schon deswegen befruchtet, weil sie Vorgänge beleuchtet, die man vorher für unmöglich gehalten hat. Carney besuchte im Anschluss an seine Erfahrungen auch noch einige andere in der Szene berühmte Personen und berichtet in seinem Buch über deren Anwendung der Hofschen Methodik. Bei der eher wenig konkreten Beschreibung dieser Methode erschien mir dieses Buch dann doch etwas zu ausführlich zu sein. Irgendwann lässt der Erkenntnisgewinn schließlich nach. Da man die konkrete Methode auch aus diesem Buch nicht erlernen kann und auch nicht soll, bleibt die Frage, zu welchem Zweck der Text eigentlich veröffentlicht wird. Menschen, die die Methode bei Hof erlernt haben, brauchen Carneys Ausführungen nicht mehr. Also bleibt nur die Verbreitung der Erkenntnis, dass es eine Methode gibt, die offenbar vielen Menschen bisher geholfen hat, fitter und gesünder zu werden. Über Langzeitwirkungen ihrer Anwendungen ist nichts bekannt. Allerdings weiß man von Leuten, die gerne im Winter ebi eisigen Temperaturen im Freien baden, dass dies auch auf Dauer nicht schadet, sondern nützt, wenngleich dies mit der Wim-Hof-Methode nicht unbedingt völlig vergleichbar ist, weil wesentliche Teile, insbesondere der erhebliche Extremismus von Hof fehlen. Vielleicht ist die Wim-Hof-Methode ja eine Art Aussscheidungswettkampf: Entweder der Körper passt sich an die neue Situation an oder er kollabiert. Was ihn nicht umbringt, macht ihn stark. Es bleibt die Frage, ob es für den zweifellosen körperlichen Stress einen Preis gibt, den man später eventuell bezahlen muss. Beispielsweise sieht man bei Hochleistungssportlern, dass sie zwar eine Zeit extrem fit sind, aber auch nicht älter werden als der Bevölkerungsdurchschnitt, sondern oft mehr kränkeln als der gewöhnliche Zeitgenosse. Neu ist Hofs Methode allerdings nicht. Man kennt ähnliche Fähigkeiten von Mönchen aus Tibet. Trotz einiger Kritik an diesem Buch ist es natürlich dennoch eine Inspiration, aus der man nach eigenem Zuschnitt entweder etwas machen kann oder die Methodik und ihre Ergebnisse wenigstens staunend zur Kenntnis nimmt.