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Ein Monat auf dem Land

Roman

Sommer 1920 im nordenglischen Oxgodby: Als auf dem Bahnhof ein Londoner aus dem Zug steigt, weiß gleich das ganze Dorf
Bescheid: Er ist der Restaurator, der das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen soll. Doch was steckt hinter der Fassade des stotternden und unter chronischen Gesichtszuckungen leidenden Mannes? Tom Birkin hat im Ersten Weltkrieg gekämpft, als traumatisierter Veteran wurde er von seiner Frau verlassen. Er hofft, in der Ruhe und Einfachheit Yorkshires zu gesunden. Und tatsächlich: Je näher er dem Meisterwerk hinter der Kirchendecke kommt, desto näher kommt er auch sich selbst. Und seinen Mitmenschen. Langsam gelingt es ihm, sich der Welt um sich herum zu öffnen, vielleicht sogar der Liebe. Der Monat auf dem Land ist ein Monat der Heilung. Was Birkin hier erlebt, wird er sein Leben lang mit sich tragen…
J. L. Carr erzählt von einem Mann, der überlebt, und von der Rettung, die in uns wie den anderen liegt. Dieser moderne Klassiker der englischen Literatur ist in seiner sprachlichen Leichtigkeit und Eleganz eine echte Wiederentdeckung.

Der Titel enthält zusätzlich ein 16-seitige Leseprobe aus "Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten".
Portrait
J.L. Carr wurde 1912 in der Grafschaft Yorkshire geboren und starb 1994. Nachdem er jahrelang als Lehrer gearbeitet hatte, gründete er 1966 einen eigenen Verlag und verfasste acht Romane. ›Ein Monat auf dem Land‹ (DuMont 2016) war 1980 für den Booker-Preis nominiert. Bei DuMont erschienen außerdem ›Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten‹ (2017), ›Ein Tag im Sommer‹ (2018) und ›Die Lehren des Schuldirektors George Harpole‹ (2019).

Monika Köpfer war viele Jahre als Lektorin tätig und übersetzt heute aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. J. L. Carr, Mohsin Hamid, Milena Agus, Fabio Stassi, Richard C. Morais, Theresa Révay und Naomi J. Williams.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 158
Erscheinungsdatum 21.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6431-7
Verlag DUMONT Buchverlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/1,8 cm
Gewicht 205 g
Originaltitel ›A Month in the Country‹
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Monika Köpfer
Verkaufsrang 57019
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Frieden finden

Gabi Küsgen, Thalia-Buchhandlung Köln

In Zeiten von Corona und innerer Emigration hat mich der Titel des Buches spontan angesprochen! Der aus dem Krieg beschädigt hervorgegangene Restaurator Tom nimmt in einem kleinen Dorf in Yorkshire 1920 einen Auftrag an: er soll ein durch Übermalung verborgenes Gemälde im Chor der Dorf-Kirche freilegen. Er lebt einige Wochen mönchisch, in der Nachbarschaft ein ihm ähnlicher Archäologe, der nach einem verschollenen Grab sucht, und widmet sich der Arbeit und seinen Gedanken. Von Zeit zu Zeit erhält er Besuch von wenigen Bewohnern des Dorfes, wodurch ihm der Kontakt zur realen Welt erhalten bleibt. Sowohl die Sprache als auch die (spartanische) Handlung sind hervorragend geeignet, um selber zur Ruhe zu kommen. Sehr wohltuend!

D. Bereswill, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

So ein besonderer kleiner Roman! Ein Kriegsheimkehrer, der in einem heißen Sommer versucht, durch seine Tätigkeit als Restaurators die Traumata des Krieges hinter sich zu lassen.

Kundenbewertungen

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Ein literarisches Kleinod
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 01.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist Sommer 1920, als Tom Birkin seine Arbeit in einem kleinen Ort in Yorkshire antritt. Man hat ihm die Aufgabe anvertraut in der hiesigen Kirche ein mittelalterliches Deckengemälde freizulegen. Immer noch gezeichnet vom Krieg, von seiner Frau verlassen, versucht der junge Londoner in dieser beschaulichen, ländlichen Idyl... Es ist Sommer 1920, als Tom Birkin seine Arbeit in einem kleinen Ort in Yorkshire antritt. Man hat ihm die Aufgabe anvertraut in der hiesigen Kirche ein mittelalterliches Deckengemälde freizulegen. Immer noch gezeichnet vom Krieg, von seiner Frau verlassen, versucht der junge Londoner in dieser beschaulichen, ländlichen Idylle seinen inneren Frieden zurückzugewinnen. Voller Eifer und Sorgfalt beginnt er mit der Freilegung des vor ewigen Zeiten übertünchten Bildes hoch oben im Altarraum. Täglich finden sich neugierige Dorfbewohner ein, die ihm bei der Arbeit zuschauen. Schnell wird Tom Birkin in ihre Gemeinschaft aufgenommen, findet Freunde und Anerkennung. Besonders genießt er die Gespräche mit der jungen Pfarrersfrau. Es ist ein wundersamer Sommer, voller Licht und Wärme. Als dieser langsam dem ersten Herbsttau weicht, hat auch Tom Birkin seine Arbeit erledigt. Schweren Herzens nimmt er Abschied von diesem Ort, der die Ruhe und die Hoffnung in sein Leben zurückgebracht hat. J.L. Carr hat mit unendlicher Leichtigkeit und spürbarer Lebensfröhlichkeit eine fast märchenhafte Geschichte komponiert. Man riecht förmlich den Duft des Sommers, spürt die kühle Mauer hoch oben in der Kirche und wird zu einem Teil dieser Geschichte. Dieses Buch ist ein großer Schatz. Das Cover ist zwar schlicht, aber mit so viel Liebe gestaltet, das es ebenso entzückt, wie die Geschichte im Inneren.

"Eine nette, unterhaltsame Geschichte"
von Dr. M. am 07.07.2018

So etwas zu verfassen, schwebte J. L. Carr nach eigenem Bekunden vor. Ein ländliches Idyll zu beschreiben - etwa im Stile von Thomas Hardy - war sein Ziel. "Um einen ganz eigenen Erzählton zu erzeugen, sollte der Erzähler wehmütig fünfzig Jahre später zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern, die unwiederbringlich vorbei ist... So etwas zu verfassen, schwebte J. L. Carr nach eigenem Bekunden vor. Ein ländliches Idyll zu beschreiben - etwa im Stile von Thomas Hardy - war sein Ziel. "Um einen ganz eigenen Erzählton zu erzeugen, sollte der Erzähler wehmütig fünfzig Jahre später zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern, die unwiederbringlich vorbei ist, und danach leise Trauer verspüren." Dass ein so kurzer Roman auch noch mit einem Vorwort des Autors geschmückt wird, ist etwas ungewöhnlich und in diesem Fall auch unnötig, denn all das, was Carr erreichen wollte, tritt beim Lesen auch tatsächlich ein. Warum dieses kleine, leicht lesbare und etwas wehmütig geschriebene Büchlein aber so eine weitläufige Begeisterung auslöst, ist mir dennoch nicht ganz klar geworden. Je weiter Ereignisse von uns wegliegen, umso weniger reicht unsere Vorstellungskraft noch aus, sie wirklich zu begreifen. Offenbar treten dann andere Verarbeitungsmechanismen in Kraft. Vielleicht beginnen wir in solchen Situationen nachzuahmen, was andere vorgeben, empfunden zu haben. Ohne jeden Zweifel ist Carr mit diesem kleinen Roman ein schönes Stück Literatur gelungen. Man kann den helfenden Worten vieler Besprechungen in bekannten Medien also auch danken, dass sie es so bekannt gemacht haben. Interessant wäre es aber auch, zu wissen, was mit diesem Buch ohne diese Hilfe passiert wäre. Doch das wird man eben nie erfahren. Immerhin schon zwei Jahre nach dem fürchterlichen Ersten Weltkrieg erhält der Restaurator Birkin einen kleinen Auftrag im ländlichen Yorkshire. In einer Dorfkirche gilt es ein mittelalterliches Fresko freizulegen. Vielleicht soll man das Freilegen dieses Wandgemäldes mit dem Aufbrechen der Verhärtungen in Birkins Seele verbinden. Der Krieg hat ihm ein Zucken im Gesicht und Stotteranfälle als äußerliche Zeichen des inneren Leidens hinterlassen. Im beschaulichen Oxgodby sitzt Birkin nun fast täglich stundenlang auf seinem Gerüst und trägt die Deckschichten und den Dreck der Jahrhunderte ab. Ab und zu besuchen ihn Frauen und schauen ihm in seinem Rücken zu. Zur wunderschönen, aber etwas überspannten Frau des Dorfpfarrers entwickelt er ein nie wirklich gezeigtes, noch gar ausgesprochenes Begehren. Versuche, Birkin ins Dorfleben einzubeziehen oder ihn zum Bleiben zu überreden, scheitern. Was bleibt, ist seine Erinnerung an diesen Monat, die für ihn aus späterer Sicht vielleicht eine der glücklichsten Perioden in seinem Leben war, weil er in ihr irgendwie aus der Zeit fiel. Wenn man etwas aus dieser schönen Geschichte mitnehmen kann, dann ist es vielleicht gerade dieses kleine Glück, das man empfinden kann, wenn man genau dies tut.

Der Titel passt
von Daniela aus Berlin am 14.08.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Und der/die Leserin geht mit diesem angenehmen Ton auch auf´s Land und entspannt.Wunderbar ruhig und doch ernsthaft lernt man über Kirchenbilder und die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und Mitmenschliches. Kann man auch für andere in der Sommerfrische verschenken.