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InFinite

(3)
Rezension
Kurz vor ihrem 50-jährigen Bandjubiläum veröffentlichen Deep Purple ein mitreißendes Rockalbum, das sich in punkto Kraft und Kreativität mit den Meisterwerken der Band aus den 70er-Jahren mehr als messen kann. Auch wenn Deep Purple in ihrer langen Karriere kein einziges enttäuschendes Album aufgenommen haben, so zeigte die Qualitätskurve seit "Rapture Of The Deep" (2005) und "Now What?!" (2013) wieder steil nach oben. Mitverantwortlich dafür dürfte der Produzent Bob Ezrin (Alice Cooper, Kiss, Pink Floyd) sein, der erneut hinter den Reglern saß. Denn er ließ die Band wieder so klingen, wie sie sich auf "In Rock", "Fireball" oder "Machine Head" gegeben hatte: dynamisch, druckvoll und angetrieben von einer unbändigen Spielfreude. Die bewährten Riffmonster, bei denen sich Steve Morse und Don Airey im Wechselspiel zwischen Gitarre und Orgel die Bälle zuspielen, lassen in Songs wie "Time For Bedlam" oder "Hip Boots" das alte Purple-Feuer lodern. Aber auch der melodische Reichtum wie etwa bei der Ballade "The Surprising" oder Arrangementüberraschungen wie subtile Reggae- oder Funk-Andeutungen machen ein Album aus, das in 45 Minuten nicht lockerlässt. Ian Gillans witzig-geistreiche Texte, die mal ins Politische, mal ins Absurde tendieren, bleiben ein weiterer Grund für die Einmaligkeit von Deep Purple. Das Album endet mit einer Coverversion, was insofern ungewöhnlich ist für die Band, da die Band seit ihren frühen Tagen, als man Stücke unter anderem von den Beatles oder Joe South interpretierte, kaum fremde Songs aufgenommen hat. Auf "inFinite" jedenfalls macht sich die Band an den Doors-Klassiker "Roadhouse Blues" heran und verpasst ihm durch die virtuos von Gillan gespielte Mundharmonika eine besonders bluesige Note. War das der letzte neue Song, den man überhaupt von der Band hören wird? Der Albumtitel und die "The Long Farewell Tour" genannte Konzertreise sprechen dafür, dass dies der Fall sein könnte, auch wenn die Musiker in Interviews geist- und wortreich dieser Frage ausweichen und alles offen lassen. Zudem haben die Musiker Humor: "It's a wonder that they're still around with that old-fashioned sound", singt Gillan in "Johnny's Band". Nein, ein Wunder ist das nicht, wenn man Deep Purple ist. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
Portrait
Die englische Rockband Deep Purple wurde im April 1968 gegründet. Der markante Stil der Band machte sie zu eine der ersten und einflussreichsten Vertreter des Hard Rock und Heavy Metal Genres. Sie wurde sogar im Jahr 1975 als "lauteste Popgruppe der Welt" im Guiness-Buch der Rekorde eingetragen.
Im Laufe der Jahre richtete sich die Band, auch durch die zahlreichenen Besetzungswechsel, musikalisch stets neu aus und entwickelte sich weiter. Stilprägend waren jedoch die Mitgleider der 1970er Jahre, aus deren Schaffen die bekanntesten und prägnantesten Songs "Smoke on the Water" und "Highway Star" hervorgingen.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 07.04.2017
Sprache Englisch
EAN 4029759118480
Genre Rock
Hersteller Edel motion
Musik (CD)
14,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Alte Männer machen das, was sie können.“

Christoph Becker, Thalia-Buchhandlung Bremen

Die neue, vielleicht letzte Deep Purple-Scheibe ist für mich eine sehr gelungene Platte, die zeigt, dass in dieser Band noch ordentlich Feuer ist. Verspieltes Songwriting, große Spielfreude bei allen Mitgliedern und natürlich jede Menge Groove. Natürlich singt Ian Gillan längst nicht mehr so kraftvoll wie früher, hat aber noch genug Gefühl in der Stimme. Und wer den eher singenden Gitarrenstil von Steve Morse nicht mag und Ritchie Blackmore hinterhertrauert, wird auch mit dieser Platte nicht glücklich werden.

Ich kann diese Platte nur jedem Rockmusik-Fan, egal ob jung oder alt, empfehlen. Es ist noch viel Leben in der Band und beim Hören klingt es wirklich nicht nach einer letzten Platte von alten Männern, sondern nach einer großartigen Rockband, die unheimlich viel Spaß hat, an dem was sie tut.
Die neue, vielleicht letzte Deep Purple-Scheibe ist für mich eine sehr gelungene Platte, die zeigt, dass in dieser Band noch ordentlich Feuer ist. Verspieltes Songwriting, große Spielfreude bei allen Mitgliedern und natürlich jede Menge Groove. Natürlich singt Ian Gillan längst nicht mehr so kraftvoll wie früher, hat aber noch genug Gefühl in der Stimme. Und wer den eher singenden Gitarrenstil von Steve Morse nicht mag und Ritchie Blackmore hinterhertrauert, wird auch mit dieser Platte nicht glücklich werden.

Ich kann diese Platte nur jedem Rockmusik-Fan, egal ob jung oder alt, empfehlen. Es ist noch viel Leben in der Band und beim Hören klingt es wirklich nicht nach einer letzten Platte von alten Männern, sondern nach einer großartigen Rockband, die unheimlich viel Spaß hat, an dem was sie tut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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DEEP PURPLE - InFinite (Large Box Set)
von einer Kundin/einem Kunden aus Mettmann am 31.07.2017
Bewertet: anderes Format

° ° ° ° ° gefällt - sehr gut ° ° ° ° ° Werde da jetzt keine Romane zu schreiben!

Infinite
von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 26.04.2017

Dieses Album reicht nicht ganz an Now what?! heran, ist aber fast gleichwertig. Time for bedlam ist ein moderner Klassiker. Falls sich Deep Purple nach der Tournee auflösen, ist das ein gutes letztes Album. Stil: Hard Rock, kein Heavy Metal, trotzdem nicht altbacken