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Rekonstruktion oder Dekonstruktion?

Über die Versuche von Backhaus und der Monetären Werttheorie, den Wertbegriff zu rekonstruieren

Hans Georg Backhaus hat in den 1970er Jahren den Anstoß gegeben, die Beziehung zwischen dem Geld und einer dahinter verborgenen gesellschaftlichen Struktur näher zu bestimmen. Seine Analysen waren damit wichtiger Ausgangspunkt für eine Reformulierung radikaler Kritik der Warengesellschaft als Kritik versachlichter Beziehungen jenseits des traditionellen Marxismus mit dessen Fixierung auf den Klassenantagonismus.
Auch der vorliegende Text geht davon aus, dass es für eine adäquate Rekonstruktion der Marx’schen Kritik zentral ist, die Frage nach dem inneren Zusammenhang von Arbeit, Wert und Geld zu klären. In ihr liegt der Schlüssel zum Verständnis der historischen Spezifik kapitalistischer Herrschaft und damit auch der Möglichkeit ihrer Überwindung.
Eine plausible Antwort auf diese Fragestellung ergibt sich allerdings nur, wenn die Arbeit als die Substanz des Werts bestimmt wird. Das bedeutet, die
Arbeit in ihrer spezifischen Funktion zu begreifen, die darin besteht, überhaupt erst Gesellschaftlichkeit herzustellen. Genau in dieser Funktion als Zentrum gesellschaftlicher Vermittlung bildet die Arbeit die Substanz des Werts. Im Kapitalismus entstand so historisch eine völlig neue Form gesellschaftlicher Beziehung, die sich von allen vormodernen Formen grundlegend unterscheidet. Wenn sich aber eine Gesellschaft über Arbeit vermittelt, dann heißt dies gleichzeitig, dass sie in einen Zusammenhang von getrennten Privatproduzenten auseinanderfällt. Im Wert jeder Ware, die die Privatproduzenten jeweils herstellen, muss sich die gesellschaftliche Vermittlung durch Arbeit darstellen. Arbeit ist also der Hintergrund oder vielmehr das Wesen jenes gesellschaftlichen Verhältnisses der Sachen. In der kritischen Analyse der Gesamtbeziehung und ihrer einzelnen Momente muss somit die Arbeit den Ausgangspunkt bilden.
Portrait
Freier Autor und Redakteur der Zeitschrift Krisis
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 68
Erscheinungsdatum 18.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7418-7730-8
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 21/14,8/0,3 cm
Gewicht 119 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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