Einwurf

Wahrheiten über den Fußball und mein Leben

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März 1987: Toni Schumachers Buch »Anpfiff« erscheint. Seine »Enthüllungen über den deutschen Fußball« werden im In- und Ausland ein Bestseller. Doch Toni Schumacher, den besten Torwart der 80er Jahre, kosten sie den Job: Rauswurf aus der Nationalmannschaft, Rauswurf beim 1. FC Köln.30 Jahre später: Toni Schumacher ist Vizepräsident des 1. FC Köln. Gemeinsam mit einem neuen Vorstand und dem Team um Trainer Peter Stöger hat er die Geißböcke aus der 2. Liga zurück in die Top 10 der Bundesliga geführt - die beste Plazierung seit 25 Jahren.Jetzt erzählt Toni Schumacher, wie sein Leben nach dem »Anpfiff« verlief und was es persönlich bedeutet, den schwierigen Weg zu gehen. Zudem skizziert er, wer hierzulande für den ehrlichen und transparenten Sport steht und was getan werden muss, um den deutschen Fußball weiterzuentwickeln. Denn klar ist unter anderem auch, dass der Grat zwischen fortwährendem Doping und beschleunigter Regeneration schmal ist und dass die Liga ungebremst hunderte Millionen Euro für Spielerberater ausgibt. Bei alldem bleibt sich Toni Schumacher treu: Schreibt kritisch und visionär, offen und direkt.
Portrait
Harald »Toni« Schumacher, geboren 1954, war von 1972 bis 1987 Torhüter des 1. FC Köln, wurde dort Deutscher Meister und Pokalsieger sowie mit 422 Bundesligaeinsätzen Rekordspieler, bis der Verein – und kurz danach die DFB-Führung – ihn nach der Veröffentlichung des Buches »Anpfiff« suspendierte. Daraufhin wechselte er für die Saison 1987/88 zum FC Schalke 04 und anschließend zu Fenerbahçe Istanbul, wo er auf Anhieb als Mannschaftskapitän die Türkische Meisterschaft errang. Erfolgreich verlief die Zeit des zweimaligen Fußballers des Jahres auch in der Nationalmannschaft: Er wurde Europameister 1980 sowie Vizeweltmeister 1982 und 1986 – und dort nach Diego Maradona zum zweitbesten Spieler gewählt. Nach mehreren Stationen als Torwarttrainer ist Toni Schumacher seit 2012 Vizepräsident des 1. FC Köln und verantwortlich für den sportlichen Bereich.
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Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 29.05.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-20154-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22,1/14,2/2,7 cm
Gewicht 457 g
Abbildungen mit Farbbildteil + schwarzweissen - Fotos im Text, schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 79.372
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Interessant auch für Nicht-Fußballfans
von Jashrin aus Bruchsal am 08.08.2017

Vor einigen Wochen haben mein Mann und ich Toni Schumacher in einer Talkrunde gesehen, wo auch über sein neues Buch gesprochen wurde. Während meinem Mann Toni Schumacher natürlich direkt ein Begriff war, war mir lediglich klar, dass er irgendetwas mit Fußball zu tun hat. In den 80ern war... Vor einigen Wochen haben mein Mann und ich Toni Schumacher in einer Talkrunde gesehen, wo auch über sein neues Buch gesprochen wurde. Während meinem Mann Toni Schumacher natürlich direkt ein Begriff war, war mir lediglich klar, dass er irgendetwas mit Fußball zu tun hat. In den 80ern war ich noch zu jung, um den riesigen Wirbel mitzubekommen, den Toni Schumachers erstes Buch „Anpfiff“ ausgelöst hat, trotzdem hat mich die Talkshow und das, was mir mein Mann erzählte, doch neugierig gemacht und so habe ich mich ohne tieferen Bezug zum Fußball oder zum FC Köln an die Lektüre des Buches gemacht. Der klare und persönliche Stil hat es mir leichtgemacht, mich auf die Person Toni Schumacher einzulassen und mich gemeinsam mit ihm in die mir weitestgehend unbekannte Fußballwelt zu begeben. Sein Motto: „Lieber einen Knick im Lebenslauf als im Rückgrat“ nehme ich ihm ab. Er wirkt aufrichtig und offen und trotz aller (persönlichen) Niederlagen ist er immer noch mit Leib und Seele Fußballer. Nach seinem Rauswurf damals finde ich es bewundernswert, dass er 2012 dennoch das Amt des Vizepräsidenten des 1. FC Köln antrat. Für mich war es spannend zu lesen, wie er die Zeit nach dem Erscheinen von „Anpfiff“ empfunden hat. Dass sein Buch Konsequenzen haben wird, davon war ja auszugehen, doch den Skandal, den er damit heraufbeschworen hat, den hatte er selbst nicht erwartet. Vermeintliche Freunde wandten sich ab und einigen wäre es am liebsten gewesen, wenn er niemals wieder im deutschen Fußball hätte Fuß fassen können und dürfen. Unweigerlich frage ich mich, wie diese Leute heute wohl darüber denken. Unter Berücksichtigung der heutigen politischen Lage, war der Abschnitt über Toni Schumachers Zeit beim Fenerbahçe Istanbul besonders interessant für mich, da alles doch sehr positiv klang, teils fast übertrieben positiv. Andrerseits muss man ihm zugutehalten, dass er nach den vorrangegangenen Tiefschlägen in der Türkei schnell ein Publikumsliebling war und das tat ihm sicherlich einfach nur gut. Wem wäre es nicht so gegangen? Doch so spannend und auch abwechslungsreich sein beruflicher Lebenslauf auch ist, hat mir vor allem der Abschluss des Buches gefallen, der noch einmal sehr persönlich war. Mein Fazit: Auch für mich, die höchstens mal EM und WM Spiele schaut, ganz selten mal ein Länderspiel, war dieses Buch dennoch interessant und spannend und ich bin sicher, dass es auch anderen, die keinen so engen Bezug zum Fußball haben, ebenso gehen wird. Doch in erste Linie würde ich dieses Buch Fußballfans bzw. Fans des 1.FC Köln empfehlen, insbesondere, wenn sie den damaligen Skandal, den „Anpfiff“ auslöse, miterlebt haben.

" Anpfiff " und was danach kam
von Mareike Kollenbrandt aus Titz am 30.07.2017

30 Jahre nach seinem legendären Buch " Anpfiff " , das ihn sein Tor beim 1. FC Köln und in der Nationalmannschaft gekostet hat , wagt es Toni Schumacher noch einmal. Heute Vizepräsident des 1. FC Köln, ist er vielleicht ruhiger geworden, lässt sich aber trotzdem nicht die Wahrheit... 30 Jahre nach seinem legendären Buch " Anpfiff " , das ihn sein Tor beim 1. FC Köln und in der Nationalmannschaft gekostet hat , wagt es Toni Schumacher noch einmal. Heute Vizepräsident des 1. FC Köln, ist er vielleicht ruhiger geworden, lässt sich aber trotzdem nicht die Wahrheit verbieten. Getreu seinem Motto: " Lieber ein Knick in der Laufbahn, als ein Knick im Rückgrat " schildert er seine Jahre nach " Anpfiff " . Und zieht Parallelen: viele Dinge , die er dort angesprochen hat, sind heute selbstverständlich geworden, wie zum Beispiel Mentaltrainer und Psychologen für die Fussballspieler. Der kölsche Tünn ist vielleicht weniger rebellisch geworden, aber man findet in den Zeilen immer noch den Mann, der seine Karriere zugunsten der Wahrheit im Fussball geopfert hat.