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Der Geist des Ozeans

(4)
Der Pottwal, König aller Weltmeere.

Keiner taucht tiefer, keiner ist lauter, keiner hat ein größeres Gehirn. Ob es die Rettung eines gestrandeten Wals ist, der durch Menschenhand geheilt und wieder in die Freiheit entlassen wird, oder der legendäre Moby Dick: Die Wucht seiner physischen Gestalt, sein ebenso schnelles
Auftauchen wie Verschwinden inspiriert Schriftsteller und fasziniert die Menschheit. Insbesondere die Forscher.

Kurt de Swaaf erzählt in seinem emotional packenden und wissenschaftlich fundierten Buch die Geschichte eines dieser geheimnisvollen Ozeanriesen und die einer spannenden Forschungsexpedition.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783710950322
Verlag Benevento
eBook
18,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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unterhaltsam und interessant
von Jill von Letterheart aus Berlin am 06.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Obwohl ich gestehen muss, dass ich wirklich nicht mit viel Wissen über Meeresbewohner punkten kann, ist die Faszination unglaublich groß. Als ich vor einigen Jahren in Kanada war, hatte ich mich auch auf eine Whale-Watching Tour begeben, allerdings erfolglos. Das war?s dann mit meinem Traum von Free Willy und... Obwohl ich gestehen muss, dass ich wirklich nicht mit viel Wissen über Meeresbewohner punkten kann, ist die Faszination unglaublich groß. Als ich vor einigen Jahren in Kanada war, hatte ich mich auch auf eine Whale-Watching Tour begeben, allerdings erfolglos. Das war?s dann mit meinem Traum von Free Willy und mir. Als ich aber die ersten Zeilen von Der Geist des Ozeans gelesen habe, kamen diese Erinnerungen gleich wieder hoch und die Neugier war geweckt. Kurt De Swaaf erzählt hier aus zwei Perspektiven, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dadurch dem Leser aber einen größeren Einblick ermöglichen. Zum einen wird hier aus einer wissenschaftlichen, aber durchaus umgangssprachlichen Perspektive berichtet, das wechselt sich mit der Sicht des jungen Pottwals Physty. Natürlich kann man hier nur vermuten, wie sich die Gedankengänge und das Verhalten genau abspielen, es wirkt allerdings keinesfalls überzogen und sorgt einfach für Abwechslung im Lesefluss. Phystys Sicht ist jetzt nicht unbedingt hoch emotional aufgebaut, sorgt aber für neugierige Momente, in denen man die Möglichkeit hat, die erforschten Fakten aus der Theorie mit der Praxis zu vergleichen und das Verhalten der Wale näher kennenzulernen. Und was einem in dieser Hinsicht geboten wird, ist einfach unglaublich faszinierend! Ich konnte nicht nur einiges über die Pottwale erfahren, die eine wirklich interessante und bemerkenswerte Lebensweise haben, sondern auch über andere Meeresbewohner, die sich genauso bemerkenswert und überraschend verhalten. Er ist demnach nicht nur sozialkompetent, die Art zeigt auch Ansätze kultureller Entwicklung. Ihre akustische Kommunikation weist regionale und gruppeneigene Unterschiede auf. Mit anderen Worten: Sie sprechen Dialekte. Pottwale unterhalten sich durch sogenannte Klickgeräusche und kommunizieren dadurch auch ganz offensichtlich miteinander. Ganz durchschaut hat die Wissenschaft die Sprache natürlich noch nicht, aber wusstet ihr, dass die Wale in den verschiedenen Gebieten auch unterschiedliche Dialekte sprechen? Da musste ich wirklich schmunzeln. Als natürliche Feinde haben sie, abgesehen natürlich von uns Menschen, eigentlich nur die ?Weißaugen?, die Orcas. Diese sind bekannt als überaus intelligente und durchtriebene Jäger. Wer in diesen Gefechten die Oberhand hat, ist schwer zu sagen und kommt auf die Anzahl der jeweiligen Wale an. Hier wurde ich aber über ein durchaus bemerkenswertes Phänomen aufgeklärt, das mich wahrlich zu Tränen gerührt hat. Buckelwale, die in der Regel durch ihre Größe nichts zu befürchten haben, außer sie haben vielleicht gerade Junge bei sich, setzen sich durchaus des Öfteren für andere Meereslebewesen ein und schützen diese. Ganz ohne Hintergedanken. Sie reagieren einfach empathisch und sehen, dass gewisse Lebewesen unterlegen sind. Was ich allerdings ein wenig schade fand, waren die Fußnoten. Immer mal wieder, in Sachliteratur nicht ungewöhnlich, gibt es Markierungen für Fußnoten, diese befinden sich allerdings leider nicht untenstehend auf der jeweiligen Seite, sondern gesammelt am Ende. Um nicht jedes Mal aus dem Lesefluss katapultiert zu werden, habe ich diese dann einfach nicht nachgeschlagen. Das hat mir vom Verständnis her zwar keinen Abbruch getan, allerdings wären sicherlich interessante Zusatzinformationen dabei gewesen. Das ist vielleicht aber auch einfach Geschmacks- oder Gewohnheitssache. Ansonsten konnte mich Der Geist des Ozeans aber auf jeden Fall überzeugen, ich habe Sachen erfahren, auf die ich ansonsten wohl niemals gestoßen wäre und so schnell sicherlich auch nicht mehr vergessen werde. Faszinierend und träumerisch zugleich, wenn auch rein von der Geschichte her kein Highlight. FAZIT Kurt De Swaaf konnte mich mit seinem Werk Der Geist des Ozeans wirklich überraschen. Obwohl sich der Aufbau anders gestaltet hatte, als erwartet, habe ich doch genau das geboten bekommen, was ich mich erhofft hatte. Zwischen leicht verständlichen Fakten wird eine Geschichte mit eingesponnen, die die ganze Thematik veranschaulicht und zum Lesen einlädt. Für all jene, die immer schon mehr über die Bewohner des Meeres erfahren wollten, oder dieses Bedürfnis, wie ich, auch kürzlich erst bei sich entdeckt haben.

Geheimnisvolle Unterwasserwelt
von Sikal am 29.04.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der Autor Kurt de Swaaf hat hier eine besondere Mischung gefunden. Einerseits erzählt er die Geschichte Phystys, der 1981 vor Long Island strandete, krank war und von viele Helfern gepflegt wurde, bis er wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Der eine Teil des Buches wird aus der Perspektive... Der Autor Kurt de Swaaf hat hier eine besondere Mischung gefunden. Einerseits erzählt er die Geschichte Phystys, der 1981 vor Long Island strandete, krank war und von viele Helfern gepflegt wurde, bis er wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Der eine Teil des Buches wird aus der Perspektive Phystys erzählt, von seiner Geburt, seinen ersten Tauchgängen, seinem Verhalten im Rudel, seinen Ängsten, seiner Neugierde und seinen Erfahrungen mit Menschen. Als zweite Sichtweise erfahren wir hier die wissenschaftliche Seite, von Forschungen über Pottwale, die noch nicht besonders ausgeprägt sind, vom Kreislauf des Lebens in den Ozeanen, über den Kampf des Überlebens der Tiere durch Umweltverschmutzung und von der Gefahr, die vom Menschen ausgeht. Als Leser darf man Physty auf seiner Reise durch die Weltmeere begleiten, erfährt von seinen Erfahrungen mit den Orcas, von seinen größten Feinden und auch wie es ihm gelingt, Fische zu klauen. Dieses Kapitel fand ich herrlich – es war für mich neu, dass Fische von den Langleinen der Fischer gemopst werden. Leider wollen die Fischer nun wieder, dass verstärkt Walfang betrieben wird … Interessante Dinge erfährt man über diese gigantischen Tiere, z.B. dass Pottwale Dialekte sprechen, ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben, der Nachwuchs von weiblichen Tieren aufgezogen wird, während die Männchen nur zum Paaren in die Gruppe kommen und ansonsten in den nördlichen Gewässern unterwegs sind – ist auch verständlich, denn dort findet der Bulle die meiste Nahrung und davon benötigt er etliche hundert Kilos pro Tag. Auf den Buchinnenseiten findet man eine Karte mit den Routen über die die Weltmeere, sogar im Mittelmeer – das Gebiet um die Balearen – beherbergt ca. tausend Pottwale. Während die Geschichte Phystys bestimmt jüngere Leser anspricht, hier in einfachen Sätzen viel Wissenswertes über Pottwale vermittelt wird, kommen die Erwachsenen im fachlichen Bereich voll auf ihre Kosten. Durch diese experimentelle Erzählweise gelingt es dem Autor, einem breiten Publikum das Leben dieser riesigen Tiere nahezubringen. Ich finde, es ist ein Buch für die ganze Familie und enthält sehr wichtige Informationen.

Der Geist des Ozeans
von Mel aus Hiddenhausen am 26.04.2017

Meine Wenigkeit ist ein begeisterter Beobachter des Ozeans. Die Unterwasserwelt fasziniert mich schon seit längerem und ich habe mich sehr gefreut, den Geist des Ozeans kennen lernen zu dürfen. Denn obwohl ich die Meereswelt beeindruckend finde, hielt sich meine Begeisterung gegenüber Walen, speziell Pottwale, lange Zeit in Grenzen. Jetzt allerdings... Meine Wenigkeit ist ein begeisterter Beobachter des Ozeans. Die Unterwasserwelt fasziniert mich schon seit längerem und ich habe mich sehr gefreut, den Geist des Ozeans kennen lernen zu dürfen. Denn obwohl ich die Meereswelt beeindruckend finde, hielt sich meine Begeisterung gegenüber Walen, speziell Pottwale, lange Zeit in Grenzen. Jetzt allerdings weiß ich, was für eine Faszination die gutmütigen Kolosse auf den Menschen ausüben können. Man begleitet den kleinen Pottwal Physty vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter durch die Ozeane, steht ihm bei manchem Kampf gegen Orcas bei und bei dem verzweifelten Versuch der Menschen aus New York, den gestrandeten und kranken Physty wieder ins offene Meer zu bringen. Das Buch gibt auf anschauliche und spielerische Weise, ohne schulmeisterlich zu wirken, die Geschichte von Physty wieder und lässt auch den Nicht-Wal-Experten gekonnt und leicht in die Geschichte eintauchen. Dabei erfährt man viel vom Ortungssinn der Pottwale, von wirklich alten Lebewesen, wie etwa einem 10 000 Jahre altem Schwamm, dem Eishai und und und... Das Buch ist voll mit Infos rund um die schwerfälligen, aber gutmütigen Meeresbewohner. Mein Fazit Wer sich für Wale und die vielen anderen Meeresbewohner interessiert sollte zugreifen. Und wer dies bisher noch nicht getan hat... auch.