Denen man vergibt

Lawrence Osborne

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Beschreibung

Ein Roman wie ein schwarzer Panther, geschmeidig, schön, glänzend, der sich sanft anschleicht und brutal zupackt. Seine Szenen brennen sich ins optische Gedächtnis.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783803142184
Verlag Verlag Klaus Wagenbach
Dateigröße 695 KB
Übersetzer Reiner Aus dem Amerikanischen Pfleiderer
Verkaufsrang 8457

Buchhändler-Empfehlungen

Roman Noir

Anne Feldhaus, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein Ehekrach, der einen Unfall -wenn es denn einer war- auslöst - und damit Ereignisse in Gang setzt, die Leser wie Romanfiguren einem Mahlstrom gleich mitreißen. Eine dekadente Party in der Gluthitze Marokkos, Europäer, die sich dem Rausch hingeben und Marokkaner, die das wilde Treiben immer argwöhnischer und reichlich befremdet beobachten. Der ungezügelte Hedonismus der Partygesellschaft, der im krassen Gegensatz zu dem einfachen, entbehrungsreichen und zutiefst gläubigen Leben der indigenen Bevölkerung steht. Der Roman besticht durch den süffisanten Ton und die kunstfertige Konstruktion, die moralische Urteilsfähigkeit des Lesers wird mit jeder Seite mehr und mehr herausgefordert. Die Gegenwelten sind treffsicher skizziert, wuchtige Szenen ohne billige Effekte treiben dieses politisch korrekte Lehrstück voran. Ein Krimi, der weit über die Gut und Böse-Thematik hinausgeht und keine Läuterung bereithält. Klasse!

Und die Moral von der Geschichte?...Auf jeden Fall eine andere Zukunft?

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Von Freunden zu einer extravaganten Party mit illustren Gästen eingeladen, reist das britische Ehepaar Jo und David Henninger nach Marokko. Kaum angekommen, ist die Stimmung des Paares emotional aufgewühlt und es kommt zu Streitigkeiten. Schuld daran ist vor allem David’s übermäßiger Alkohlkonsum, der fortwährend mit Jo’s Rastlosigkeit kollidiert. Insgesamt eine schwierige Ausgangssituation für eine längere Autofahrt, denn die Party findet etwas außerhalb statt und die Straße führt mitten durch’s Nirgendwo. Als während der Fahrt plötzlich zwei junge Männer aus dem Nichts auf den Wagen zugelaufen kommen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die uns Leser mit Ratlosigkeit und Entsetzen durch die nachfolgenden Seiten des Romans treibt. Denn unser Paar kommt an - mit einem toten jungen Mann auf der Rücksitzbank… „Es war eine Art Detonation, die nur einen Sekundenbruchteil dauerte, aber mehrere Minuten anzuhalten schien, währenddessen ihr Vertrauen in die Zukunft zerbrach“. Was zunächst wie ein einfaches Ehedrama beginnt, wächst sich zuletzt zu einem unaufdringlich, wertungsfrei und atmosphärisch dicht erzählten, auch psychologisch tiefgründigen Roman mit ruhigem, sowie detailliertem Schreibstil aus. Ein sehr gutes, auch intensives Buch, das zu lesen sich wirklich lohnt!

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