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Der Überzeugungstäter

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Man wird nicht als Soldat geboren, hieß ein Roman über die Schlacht von Stalingrad, und Autor Simonow schildert darin, dass keiner der Soldaten freiwillig und begeistert ins Gefecht gezogen ist. Die misslichen Umstände zwangen sie dazu. Werner Großmann zog auch nicht freiwillig in den Kalten Krieg. Die Umstände sorgten dafür, dass der gelernte Maurer Geheimdienstler wurde, landläufig Spion genannt. 1986 übernahm er von Markus Wolf den Auslandsnachrichtendienst der DDR. In einem Gespräch mit Peter Böhm macht der inzwischen 88-Jährige reinen Tisch. Er berichtet über sein schwieriges Verhältnis zu Mielke, Honecker und zum Parteiapparat. Probleme ganz anderer Art bekam er mit Hansjoachim Tiedge, als der Spionageabwehrchef der Bundesrepublik in die DDR überlief ...
Portrait
Werner Großmann, geboren 1929, leitete in der Nachfolge von Markus Wolf den Auslandsnachrichtendienst der DDR. Er gehörte dem Dienst seit dessen Gründung 1952 an und übernahm 1986 dessen Führung. Der Generaloberst war zugleich auch Stellvertretender Minister für Staatssicherheit der DDR.
Peter Böhm, geboren 1950, war einst im Internationalen Pressezentrum in Berlin tätig und recherchiert seit Jahren zum Thema Geheimdienste. Er legte vielbeachtete Bücher über die Spione Hans-Joachim Bamler, Hans Voelkner und Horst Hesse vor.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783360510426
Verlag Edition ost
Dateigröße 7029 KB
Verkaufsrang 115414
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DER ÜBERZEUGUNGSTÄTER - Die lesenswerte Lebensbilanz des letzten HVA-Chefs Werner Großmann
von j.h. aus Berlin am 06.04.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die politische Spionage erlebte ihre Hochzeit zweifellos in der Zeit des Kalten Krieges, der sich in den 1950-er Jahren zwischen den USA sowie deren Verbündeten und der Sowjetunion und deren Einflusssphäre entfachte. Die Vier-Sektoren-Stadt Berlin stellte dabei den Brennpunkt dar. Insofern war der Aufbau der Hauptverwaltung Aufk... Die politische Spionage erlebte ihre Hochzeit zweifellos in der Zeit des Kalten Krieges, der sich in den 1950-er Jahren zwischen den USA sowie deren Verbündeten und der Sowjetunion und deren Einflusssphäre entfachte. Die Vier-Sektoren-Stadt Berlin stellte dabei den Brennpunkt dar. Insofern war der Aufbau der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) als Teil des Ministeriums für Staatssicherheit für die Erhaltung des Friedens und für den Schutz der DDR von existenzieller Bedeutung. Der bis 1986 von Markus Wolf (1923-2006) geführte Auslandsnachrichtendienst arbeitete ebenso effizient wie erfolgreich und positionierte zahlreiche Spione (in wertender Abgrenzung als "Kundschafter des Friedens" bezeichnet) in den Schaltstellen der westdeutschen Politik und Wirtschaft. Markus Wolfs Nachfolger Werner Großmann (*1929) berichtet in einem lebendigen Gespräch mit Peter Böhm (*1950) über seinen beruflichen Werdegang. Der in einfachsten Verhältnissen im ländlichen Umfeld von Dresden aufgewachsene Großmann musste als Jugendlicher noch in den letzten Tagen beim Volkssturm einrücken. Den Tod eines Kameraden aus der Nähe miterleben zu müssen, war ein prägendes Ereignis, das ihn stets für eine friedliche Zukunft eintreten ließ. Nach Anfängen als Maurer wollte Großmann Lehrer werden und begann ein Studium an der damaligen Technischen Hochschule Dresden. Dort wurde er wegen seines politischen Engagements konspirativ für den im Aufbau befindlichen Außenpolitischen Nachrichtendienst (APN) geworben, der später als Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) ein vergleichsweise selbständiger Teil des Ministeriums für Staatssicherheit wurde. Werner Großmann war also von Anfang an dabei und berichtet viele bisher unbekannte Fakten über sein Verhältnis zum in jede Richtung misstrauischen Erich Mielke, zum SED-Apparat und Spannungen zwischen den Funktionären sowie zu den russischen Kollegen vom KGB. Die Erinnerungen von Werner Großmann sind ein authentischer Zeitzeugenbeitrag in der mehr und mehr von der institutionalisierten Aufarbeitung dominierten Geschichtsschreibung. Und Gleiches geschah natürlich von westdeutscher Seite, wobei der als "Organisation Gehlen" gegründete BND-Vorläufer praktischerweise großenteils aus bewährten Kräften des Dritten Reiches bestand. Nach dem Ende der DDR gab es neben den bösen Spionen des Ostens die guten des Westens. Werner Großmann wurde noch am 3. Oktober 1990 als erster DDR-Funktionär verhaftet. Es war die Justiz des Siegers, die ab 1990 zu Gericht saß in dem Bestreben, dem Staat DDR quasi rückwirkend jegliche Existenzberechtigung abzusprechen, indem die souveränen Aktivitäten seiner Institutionen komplett zu Unrecht erklärt wurden. 1995 musste der Generalbundesanwalt die Klage ("Landesverrat") wegen Gegenstandslosigkeit zurücknehmen. Das in der edition ost im Verlag Das Neue Berlin erschienene Buch DER ÜBERZEUGUNGSTÄTER enthält zahlreiche Abbildungen und bietet dem zeitgeschichtlich interessierten Leser spannende Lektüre.