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Die Adoption. Band 1

Qinaya

Die Adoption Band 1

Zidrou

(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
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16,80
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Beschreibung

Wozu Weihnachten, wenn man kein Kind hat, mit dem zusammen man dieses Familienfest schlechthin feiern könnte? Für Lynette und Alain, Mitte vierzig, gehört diese Frage der Vergangenheit an. Nach einem verheerenden Erdbeben in Peru hoffen zahllose Waisen auf ein neues Zuhause, und das bis dahin kinderlose Paar adoptiert die kleine Qinaya. Die Ankunft der aufgeweckten Vierjährigen mit den großen, staunenden Augen wirbelt natürlich sofort das Leben aller Beteiligter durcheinander. Aber während sich einige mit Begeisterung in ihre neuen Rollen als Eltern oder Großmutter stürzen, erweckt bei Gabriel der Umstand, plötzlich Opa zu sein, allenfalls gemischte Gefühle. Ob es daran liegt, dass er nie die Zeit gefunden hatte, ein richtiger Vater zu sein? Die liebevoll erzählte und illustrierte Geschichte einer allmählichen Annäherung zweier Charaktere, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, und eines alten Griesgrams an sich selbst.

Eine Geschichte voller überraschender Momente, die unweigerlich berühren.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 72
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95839-529-9
Verlag Splitter-Verlag
Maße (L/B/H) 32,2/22,5/1,2 cm
Gewicht 624 g
Originaltitel L'adoption
Auflage 1. Auflage
Illustrator Arno Monin

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Ein Mädchen aus Peru
von monerl aus Langen am 07.08.2018

Meine Meinung Seit Kurzem habe ich meine Liebe für Comics bzw. für Graphic Novels wieder entdeckt. Ich weiß nicht genau, welche Definition diese beiden unterscheidet, doch das ist letztendlich zweitrangig. Ganz sanft, fröhlich und positiv kommt die Geschichte daher. Ein schweres Unglück ist geschehen, viele Menschen sind ges... Meine Meinung Seit Kurzem habe ich meine Liebe für Comics bzw. für Graphic Novels wieder entdeckt. Ich weiß nicht genau, welche Definition diese beiden unterscheidet, doch das ist letztendlich zweitrangig. Ganz sanft, fröhlich und positiv kommt die Geschichte daher. Ein schweres Unglück ist geschehen, viele Menschen sind gestorben und Familien wurden entzweigerissen. So auch Qinayas. Doch das kleine 4jährige Mädchen hat großes Glück! Es gibt eine französische Familie, die sie adoptiert hat und sich mit ihr so gerne als Familie vergrößern möchte. Alle empfangen Qinaya mit offenen Armen, nur der vermeintliche Großvater Gabriel nicht. Er muss sich erst daran gewöhnen, dass sein Sohn, nun auch schon Mitte 40, ein Mädchen aus einem so fremden Land als Tochter auf- und angenommen hat. Zu Beginn fällt es ihm sehr schwer. Doch es ist wunderschön zu beobachten und zu begleiten, wie die Kleine sein Herz erobert, sich dort einnistet und er sie nie mehr wieder gehen lassen möchte. Ein schlimmes Ereignis droht nämlich die Familie auseinanderzureißen… Wenn man sich in die Geschichte und die Bilder fallen lassen kann, dann erhält man hier eine wundervolle Story, die durch den feinen und farblich absolut getroffenen und auf die jeweilige Stimmung abgestimmten Zeichenstil, schön abgerundet wird. Oftmals sind keine Worte nötig, denn die Bilder sprechen ihre eigene Sprache. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Sequenzen zum Schmunzeln lockern die Geschichte auf, die am Ende nichts mehr zum Lachen übrig hat. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Geschichte auch Vorurteile der Gesellschaft Fremden gegenüber aufzeigt. So wird ein paar Mal mit Sprüchen auf Qinayas Herkunft eingegangen, wie sie üblicherweise so salopp von Menschen alltäglich eingeworfen werden, die entweder verletzen wollen oder ihre Worte nicht reflektieren und nicht merken, dass sie rassistisch sind. Das erste Mal habe ich größeren Wert auf den Text gelegt, um zu verstehen, um was es geht. Im zweiten Durchgang habe ich mich auf die Feinheiten der Zeichnungen konzentriert und dabei sehr viele Kleinigkeiten entdeckt, die darlegen, wie intensiv sich der Zeichner mit der Geschichte und ihrer Ausstrahlung auseinandergesetzt hat. Bravourös! Fazit Wer eine Geschichte mit Tiefe auch mal aus einem anderen Blickwinkel entdecken möchte und dabei auf Worte verzichten kann, wird hier für seinen Mut belohnt. Wer auf visuelle Entdeckungsreise gehen will, der wird sich von dieser Graphic Novel / diesem Comic nicht mehr so schnell lösen und gleich Band 2 bestellen wollen. So wie ich. Denn Qinaya ist herzerwärmend und man möchte sie glücklich sehen.

Eine authentische und emotionale Graphic Novel
von Der Büchernarr (Frank) aus Köln am 01.09.2017

Wenn ein Comic für Erwachsene geschrieben bzw. gezeichnet wird, dann dürfen auch schwierige Themen angesprochen werden. So wie in „Die Adoption“ von Zidrou und Monin, in dem das gleichnamige Thema im Fokus der Geschichte steht. +++ Gesellschaft +++ Auch wenn die französische Herkunft der Geschichte hin und wieder deutlich ... Wenn ein Comic für Erwachsene geschrieben bzw. gezeichnet wird, dann dürfen auch schwierige Themen angesprochen werden. So wie in „Die Adoption“ von Zidrou und Monin, in dem das gleichnamige Thema im Fokus der Geschichte steht. +++ Gesellschaft +++ Auch wenn die französische Herkunft der Geschichte hin und wieder deutlich zu spüren ist, so könnte das Geschehen irgendwo in Europa spielen. Es zeigt nicht nur, was es für eine kinderlose Familie bedeutet, wenn plötzlich ein vierjähriges Mädchen dazu stößt , sondern hält auch der Gesellschaft den Spiegel vor die Nase. In vielen Szenen konnte ich das europäische Denken wiederfinden, wenn es um Vorurteile und „Schubladendenken“ geht. Ganz besonders im Fokus dieser Geschichte stehen die Großeltern. Was bedeutet es für sie, wenn plötzlich eine kleine Enkelin ins Leben tapert? Hier werden Gefühle geweckt, egal ob der Leser nun Kinder hat oder nicht. Die Geschichte selbst ist sehr interessant erzählt und versteht mit der ein oder anderen Überraschung und Wendung aufzuwarten. Vor allem das Ende lässt den Leser die Luft anhalten. Zeit für mich, um zu erwähnen, dass diese Graphic Novel in zwei Teilen erzählt wird und das Buch ein offenes Ende hat. +++ Ohne Worte +++ Wie es sich für ein Comic gehört, werden Teile der Geschichte ohne Worte erzählt. Das ist wahrlich sehr gut gemacht und hat mich sofort angesprochen. Nicht jedes Comic vermag so seine Geschichte zu erzählen, auch wenn es sich um eines für Erwachsene handelt. Teilweise ist es eine komplette Seite, die vollständig ohne Worte auskommt und den Leser anspricht und berührt. Oder vielleicht gerade deswegen. Das gelingt natürlich nur, wenn der Zeichner sein Handwerk versteht. Und das tut er. Nur einige wenige zeichnerische Details haben einen Missfallen geweckt. Grundsätzlich ist die Graphic Novel durchgängig sehr gut gezeichnet. Hinzu kommt, dass der Einband sehr hochwertig ist und die Zeichnung auf dem Papier nochmals besonders zur Geltung kommen. Ein gebundenes Buch im DIN-A4-Format macht eben viel her und fühlt sich beim Lesen zudem angenehm an. +++ Fazit +++ „Die Adoption“ erzählt eine Geschichte, die berührt. Und das in vielerlei Hinsicht. Ich bin immer wieder erstaunt, wie emotional eine Graphic Novel erzählt werden kann. Aber nicht nur das. Das Buch hält dem Leser den gesellschaftlichen Spiegel vor die Nase und lässt ihn vielleicht sogar über sein eigenes Denken reflektieren. Die sehr guten Zeichnungen tragen natürlich dazu bei, dass diese Graphic Novel derart gut bei mir als Leser angekommen ist. Ich kann dieses Buch bedenkenlos empfehlen.


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