Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Die Stierin

Roman

(3)
Maeve arbeitet in einem Käseladen. In den Pausen schnitzt sie Figuren aus einer mythischen Vorzeit: ein Streitheer und zwei Stiere. Abends geht sie zu ihrem Mann Alli, der mit jedem Tag bestimmender wird. In einer anderen Zeit wird die Halbgöttin Maeve mit einem Messer am Hals von einem fremden König vergewaltigt. Aus Scham erzählt sie niemandem davon. Ihre Rache aber stürzt zwei Völker in einen blutigen Krieg, aus dem kein Sieger hervorgehen kann. Ein Chor – drei Frauen aus einer anderen Welt – trägt den Mythos in die Gegenwart. Der alte Konflikt bricht wieder auf. Andrea Stift-Laube webt den alten irischen Mythos zu einer makabren Geschichte um Macht und Gerechtigkeit. So düster ihre Figuren auch sein mögen, sie sind auf eigentümliche Weise vertraut und zutiefst sympathisch.
"Es war alles voller Blut, der Fußboden, die Ladentheke, die Arbeitsplatte. Ich konnte nur einen Gedanken fassen: Etwas war mir aus der Hand genommen worden."
… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783218010719
Verlag Verlag Kremayr & Scheriau
Dateigröße 1540 KB
eBook
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

Profilbild

„Misshandlung und Befreiung“

, Thalia-Buchhandlung Rostock

Keine leichte Kost, aber ein Buch das einen Sog entwickelt. Maeve führt einen Käseladen und schnitzt manchmal kleine merkwürdige Figuren aus Käsestücken. Nach einer gewaltvollen Ehe stürzt Sie sich wieder in eine unheilvollen Beziehung. Verknüpft ist ihre Geschichte mit einer keltischen Königin, die sich gegen die gewalttätigen Männer wehrt. Auch Maeve wehrt sich und es fließt Blut. Maeve empfindet es als Befreiung. Das erzählt die Autorin nicht beschwerlich sondern mit Leichtigkeit. Dieses Buch vergießt man nicht so schnell, es hat sich in den Kopf geschlichen.
Keine leichte Kost, aber ein Buch das einen Sog entwickelt. Maeve führt einen Käseladen und schnitzt manchmal kleine merkwürdige Figuren aus Käsestücken. Nach einer gewaltvollen Ehe stürzt Sie sich wieder in eine unheilvollen Beziehung. Verknüpft ist ihre Geschichte mit einer keltischen Königin, die sich gegen die gewalttätigen Männer wehrt. Auch Maeve wehrt sich und es fließt Blut. Maeve empfindet es als Befreiung. Das erzählt die Autorin nicht beschwerlich sondern mit Leichtigkeit. Dieses Buch vergießt man nicht so schnell, es hat sich in den Kopf geschlichen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
3
0
0
0
0

Ein Mythos in der Gegenwart
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 23.02.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

In ihrem kleinen Käseladen schnitzt Maeve gerne Figuren, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Dort lernt sie auch ihren Freund Alli kennen, welcher sie erst stark umworben hat, aber sie nun nach und nach immer mehr unterdrückt und unterjocht. Ähnliche Schrecken ereilen die Halbgöttin Maeve aus der... In ihrem kleinen Käseladen schnitzt Maeve gerne Figuren, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Dort lernt sie auch ihren Freund Alli kennen, welcher sie erst stark umworben hat, aber sie nun nach und nach immer mehr unterdrückt und unterjocht. Ähnliche Schrecken ereilen die Halbgöttin Maeve aus der irischen Mythologie. Sie wird von einem fremden König vergewaltigt und plant eine grausame Rache. Beide Frauenschicksale prallen plötzlich mit Gewalt aufeinander und scheinen sich zu vermischen... . Gekonnt hat hier Andrea Stift-Laube den irischen Mythos um die kriegerische Halbgöttin Maeve und das Leben einer Frau aus unserer Gegenwart miteinander verwoben. In der Handlung wird immer wieder thematisiert, wie beide Opfer von extremer männlicher Gewalt werden, aber aus Scham alles mit sich selbst ausmachen. Man erlebt richtig mit, wie beide in so eine schlimme Lage gelangen. Durch einen Chor, der nach und nach immer stärker in Erscheinung tritt, wird noch mal eine andere Ebene aufgemacht und die Geschehnisse aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet und schlussendlich in eine andere Richtung gelenkt. Das besondere an diesem Buch ist für mich die symbolträchtige Sprache. Während und selbst nach der Lektüre konnte ich noch über verschiedene entworfene Bilder und Verbindungen zu der Mythologie nachdenken. Wer gerne interpretiert und es schätzt, durch sprachliche Mittel einen noch tieferen Zugang zur Lektüre zu erhalten, wird an ,,Die Stierin" seine Freude haben. Oft hat mich die Geschichte auch an eine antike Tragödie erinnert, bei der der Ausgang vorbestimmt scheint. Sobald Maeve Alli kennenlernt, gerät sie langsam aber sicher in eine Abwärtsspirale. Allerdings bleibt die Deutung des Endes als Katastrophe wieder dem Leser überlassen. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, nur war mir oft zu viel Gewalt im Spiel, die sogar vom Chor zum Ende nicht als solche erkannt und entsprechend getadelt wird. Auch die sexuellen Beschreibungen waren mir zuviel. Insgesamt ist ,,Die Stierin" ein etwas düsteres, aber sehr lesenswertes Buch, indem man viel entdecken und interpretieren kann.

Nein, dieses Buch will ich NICHT mit jedem teilen – dazu ist es zu einzigartig!
von StefanieFreigericht am 20.02.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ich bin beeindruckt nach der Lektüre. Teilen will ich das Buch NICHT mit jedem ? dieses Buch möchten bitte nur die Leser zur Hand nehmen, die bereit sind, sich auf ein ganz spezielles Erlebnis einzulassen. Sie werden belohnt werden. Grandios: Doppelbödig, mythologische Komponenten, fesselnd, verstörend, sehr eigen, (heraus-)fordernd, komplex, lässt... Ich bin beeindruckt nach der Lektüre. Teilen will ich das Buch NICHT mit jedem ? dieses Buch möchten bitte nur die Leser zur Hand nehmen, die bereit sind, sich auf ein ganz spezielles Erlebnis einzulassen. Sie werden belohnt werden. Grandios: Doppelbödig, mythologische Komponenten, fesselnd, verstörend, sehr eigen, (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: belohnt Mythologische Komponenten: Die keltische Maeve, Halbgöttin und Königin, ist eine zentrale Figur der irischen Mythologie, für ihre Mannstollheit bekannt, stark und unerbittlich. Im wohl bekanntesten Epos Irlands will Maeve mit ihrem Mann gleichziehen, der im Gegensatz zu ihr einen sehr starken Stier besitzt. Als sie den von ihr daraufhin erworbenen Stier in den Kampf gegen seinen schickt, endet das für beide Tiere mit dem Tod. sehr eigen: Maeve trifft auf Maeve, die keltische Sage wird transponiert in die Gegenwart. Die Maeve der Gegenwart besitzt einen Käseladen. Die keltische Maeve wurde mit einem Stück Käse getötet. Ein Chor. Das klingt eigen und ist es, ist aber (ganz definitiv) kein Fantasyroman, sondern ein von den reinen Worten her nicht abgehobener, aber sehr literarischer, sehr reicher und symbolhafter Text, denn was hier gemein(sam) ist, ist verstörend: es wird berichtet von männlicher Gewalt, damals ? und heute. ?Vor einigen Tagen zwang er mich auf die Knie und ich musste so verharren. Das war alles.? S. 22 Das bleibt nicht ?alles?. Beide Frauen verschweigen die Tat. ?Man hätte sie mit Mitleid, mit Gerüchten und abschätzigen Blicken ein zweites Mal in den Schmutz getreten.? S. 124 (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: die ?nur? 176 starken Seiten habe ich aus der Anregung der Leserunde in drei Abschnitten gelesen. Diese haben mir gut getan; die wenigen Seiten sind so komprimiert, dass ich vielfach zurück- und vorgeblättert habe. Der Text ist unglaublich überdacht konstruiert, da ist nichts Zufälliges ? selbst die Symbole über den Texten zum Chor haben ihren Sinn. Ich habe drei Abende lang gelesen ? immer wieder musste das Buch hingelegt werden, um Platz zu schaffen für die hervorströmenden Assoziationen und Gedankenspiele, die mich auch durch die Tage begleiteten. Da geht es um männliche Gewalt und weibliches (Er-)Dulden, um Rache, um Kampf, um weiblichen Neid, um Selbstwert. Ich fühle mich belohnt ? und empfehle die Lektüre, bitte erst nach Austesten anhand der Leseprobe. Dieses Buch ist zu toll, um schlechte Bewertungen anhand einer falschen Erwartungshaltung zu verdienen. Übrigens macht der Verlag Kremayr & Scheriau alles alles richtig bei der Gestaltung seiner Bücher, dies waren meine ersten (gleichzeitig mit "Fliegenpilze aus Kork"). Da gibt es Lesebändchen selbst bei einer geringen Seitenzahl von knapp unter zweihundert Seiten, diese sind auf haptisch angenehmem (und gut duftendem!!) Papier gedruckt, es gibt zusätzlich zum Umschlagdesign ein dazu passendes Design des eigentlichen Einbandes - die roten Haare setzen sich fort. Auf dem Vorsatzblatt sind die roten Haare spiegelverkehrt; also rote Farbe als Hintergrund und die Haare in weiß. Und die eigentlichen Buchdeckel des Buches unterhalb des Schutzumschlages sind wiederum dazu gespiegelt. Das Foto davon hängt an. Das ist genial (ich mag keine Cover ? aber so etwas ist schon ein bisschen sehr cool) ? und die verschiedenen Bücher des Verlages sind bei sonst unterschiedlicher Gestaltung von den Buchrücken her eindeutig zueinander passend. Etwas für alle Sinne, das freut das Bücherherz!